111 Gründe, Frankreich zu lieben

111 Gründe, Frankreich zu lieben

Die Klischees über Frankreich sitzen tief, haben zwei ARD-Korrespondentinnen als Resonanz auf ihre Berichte aus Frankreich immer wieder erfahren. Und diesmal nicht zum Mikro gegriffen, sondern zur Feder. Herausgekommen ist ein Gemeinschaftswerk, das mit einem Augenzwinkern das Land und seine Bewohner unterhaltsam vorstellt: in kurzen Geschichten und Anekdoten, kenntnisreich wie humorvoll verfasst – 111 Gründe, die mir die Franzosen noch sympathischer gemacht haben.

Zum Beispiel dank des 8. Grundes: Weil sie High Heel-Kurse anbieten. Bei der Talons Academy, der Schule für hohe Absätze. Ich konnte förmlich den Saal vor mir sehen, in denen sonntags die Pariserinnen den eleganten Schritt auf 12 cm hohen Stilettos üben. Erst langsam, dann im schnellen Businesstrab.

Und genauso neu war für mich auch Grund neun, die Duftbibliothek von Versailles. Und wusstet ihr, dass es in Paris eine Polizei im Untergrund gibt, die unter der Erde ein rund 300 km langes Netz aus Gängen kontrolliert?

Die Autorinnen der 111 Gründe

Drei Jahre lang konnten die beiden ARD-Korrespondentinnen  hautnah Einblicke in unser Nachbarland erhalten.

Daniela Kahls

Die 41-Jährige (Jahrgang 1975) lebte drei Jahre lang ihren Traum: Von 20011- 2014 arbeitete sie in einer kleiner Seitenstraße der Champs-Elysée als Frankreich-Korrespondentin für den ARD-Hörfunk in Paris. Danach kehrte sie turnusmäßig für den MDR nach Dresden zurück, wo sie heute als Radio- und Fernsehjournalistin tätig ist. Während ihrer  Frankreich-Zeit bloggte Daniela als „Die Neue in Paris“.

Evi Seibert

Evi Seibert, Jahrgang 1961, war bereits als Schülerin in Paris, hat dort ihr Abitur abgelegt – und ihren ersten Kuss bekommen…Nachdem sie viele Jahre als Radio- und Fernsehmoderatorin für den WDR und SWR 3 gearbeitet hatte, ging sie als Korrespondentin nach Paris zurück, wo sie von 2012-2015 das ARD-Hauptstadtstudio geleitet hat. Seit Februar 2015 arbeitet Evi als Hörfunkkorrespondentin des SWR im ARD-Hauptstadtstudio in Berlin.

Mit ihrem Namen hatten die Franzosen allerdings etwas Probleme – wie auch bei anderen deutschen Namen:

Auch wenn Sie ein bisschen Französisch können – die wahre Herausforderung besteht darin, ihren eigenen Namen auf Französisch verständlich zu machen. Mein Name ist zum Beispiel »Seibert«. In Frankreich hört sich das so an: »Sseeeehbäähr«. Ich bin also sozusagen Madame Seebär. Mit der Zeit lernt man, was die Franzosen meinen, wenn sie internationale Namen aussprechen. »Oh, Back, formidable«, schwärmen sie im Bach-Konzert, und wenn ein Herr Gook was sagt, war es der deutsche Bundespräsident. Den kennt in Frankreich aber kaum jemand, weil ja alle »chère Ondschela«, die liebe Angela, mögen, die im Übrigen einen für Franzosen echt locker auszusprechenden Nachnamen hat. »Merkel« flutscht ihnen nur so über die Lippen, natürlich auf der letzten Silbe betont, also »Merkelll«. Klingt noch einen Tick eleganter, oder?
Ab und zu kommt dann eine echte Herausforderung. Zum Beispiel als der französische Radiokorrespondent aus dem fernen »Düühblääh« berichtete. Nachdem ich alle aktuellen Ereignisse im Kopf durchgegangen bin, kam ich drauf …Dublin!  Evi Seibert

Das Buch

Daniela Kahls/Evi Seibert: 111 Gründe, Frankreich zu lieben. Erweiterte Neuausgabe. Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag 240 Seiten, ISBN 978-3-86265-560-1, Preis: 9,99 Euro (D). Wer mag, kann das Buch hier* online bestellen.

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