Autofahren in Frankreich

Autofahren in Frankreich: Triumph-Oldtimer auf den Champs-Élysées. Foto: ATOUT France/Nathalie Baetens
Triumph-Oldtimer auf den Champs-Élysées. Foto: ATOUT France/Nathalie Baetens

2001 starben 8.162 Menschen auf Frankreichs Straßen. 2016 war die Zahl auf 3.469 gesunken, 2019 auf  3 239 Menschen. Besonders sicher seid ihr auf den Autobahnen unterwegs. Doch passieren nur sieben Prozent der Unfälle – das Gros davon aus Übermüdung.

38 Prozent der Unfälle passieren im Stadtverkehr. Spitzenreiter in der Unfallstatistik sind Frankreichs Landstraße mit 55 Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle. Sie sicherer zu machen, ist erklärtes Ziel von Premierminister Édouard Philippe. Zu Regeln, Bußgeldern etc. informiert die offizielle Seite: www.securite-routiere.gouv.fr.

Landtempo: 80. Ausnahme: 90

Ab 1. Juli 2018 gilt daher Tempo 80 auf Landstraßen ohne Fahrbahn-Mitteltrennung. Überwacht wird die Einhaltung der Geschwindigkeit nicht nur von mobilen und festen Radarfallen und bei Kontrollen, sondern auch von 150 abgestellten Polizeifahrzeugen. Meist handelt es sich um die Modelle Renault Mégane, Citroën Berlingo oder Peugeot 208, die nur durch ihre sehr sauberen Fensterscheiben sich von anderen Fahrzeuge unterscheiden.

340 bis 400 weniger Verkehrstote sollte die neue Maßnahme bringen. 2019  kam das reduzierte Tempo auf Landstraßen erneut in die Diskussion. Viele forderten die Rückkehr von Tempo 90 außerorts. Édouard Philippe hat im Sommer 2019 es den Départements überlassen, zu entscheiden, ob und wo wieder mit 90 km/h gefahren werden darf.

Sieben Departements haben sich klar gegen die Rückkehr von 90 km/h ausgesprochen: Ardennes, Rhône, Gard, Loire-Atlantique, Var, Meurthe-et-Moselle und Pyrénées-Orientales.

Tempolimits in Frankreich

Frankreich baut seit Jahren die Verkehrsüberwachung konsequent aus.  Die hohen weißen Rundsäulen, die ihr vor allem entlang der Autobahnen seht, messen über lange Strecken die Durchschnittsgeschwindigkeit. Auch auf der A9 zwischen Montpellier und Béziers.

Falls nicht anders angegeben, gelten in Frankreich folgende Tempolimits:

  • Innerorts: 50 km/h, von Schulen und in Innenstädten (z.B. Grenoble) und Altstadtzentren 30 km/h
  • Außerorts: Landstraße ohne fester Mitteltrennung 80 km/h, mit Mitteltrennung 90 km/h
  • Autobahn (autoroute): 130 km/h
  • Schnellstraße (voie rapide) 110 km/h

Für Fahranfänger gelten Sonderregelungen. Sie müssen die ersten drei Jahre nach Erwerb der Fahrerlaub 110 km/h auf der Autobahn und 100 km/h auf ausgebauten Schnellstraßen einhalten. Bei schlechtem Wetter gelten diese Tempo-Minderungen für alle!

Achtung: Bei allem Tempolimits gilt seit 2019 null Toleranz!

Viele Blitzer!

Schwarz-graue runde Säulen, wie sie auch in Deutschland zunehmend eingesetzt werden, blitzen rundum. Auch Motorradfahrer können so erstmals erfasst werden. Die wagemutigen Raser hat dies jedoch bislang nicht gestört. Insgesamt ist das Netz der Blitzer sehr viel dichter als in Deutschland.

Seit 2013 ist die Gendarmerie auch mit Zivilfahrzeugen unterwegs, die in der vorderen Stoßstange unsichtbar einen Infrarotblitz bergen. Die eigentliche Radaratenne versteckt sich hinter dem Nummernschild, die Kamera auf dem Armaturenbrett. Nur die Uniform verrät die Gendarmen.

Seit 2019 gibt es Blitzanlagen, die 32 Fahrzeuge gleichzeitig kontrollieren können. Die Mesta Fusion 2 überblickt von vier Meter hohen Masten bis zu  acht Fahrspuren im Umkreis von bis zu 200 m. Ihren Kamera ist mit 36 Megapixeln ausgestattet.

Angehalten vor Ort werden Verkehrssünder kaum noch. Meist flattert der Bußgeldbescheid Wochen später ins Haus. Nichtzahlung wird konsequent verfolgt – und teuer.

Blitzer-Warnmelder, zum Beispiel als Handy-App, sind seit 2011 in Frankreich verboten. Wer sie benutzt, riskiert ein Bußgeld von 1500 Euro. Franzosen werden sechs Punkte bei diesem Vergehen vom Punkte-Guthaben abgezogen.

Bei Navigationsgeräten muss, falls möglich, diese Funktion ausgeschaltet werden. Falls dies technisch nicht möglich, werden die Warnhinweise noch toleriert und nicht mit Bußgeld belegt.

In Frankreich gilt bei der Geschwindigkeitsmessung per Gerät die Halter-Haftung. Die Ausrede „Ich bin nicht gefahren“ zieht dann nicht. Nur, wenn der Temposünder direkt von der Police oder Gendarmerie angehalten wird, haftet auch der Fahrer.

Bußgeld-Rabatte nutzen

Wer sofort zahlt, kann sein Bußgeld reduzieren. Je nach Schwere des Verstoßes beträgt der Rabatt 13 bis 45 Euro. Wer außerorts bis zu 20 km/h zu schnell gefahren ist, zahlt  statt 135 Euro 90 Euro. Wer in Frankreich lebt, hat für den Rabatt eine Zahlungsfrist von drei Tagen.

Wird der Bescheid ins Ausland, zum Beispiel Deutschland zugestellt, verlängert sich die Zahlungsfrist um einen Monat (31 Tage). Wer widerspricht, muss die Kosten dafür selber tragen. Sie werden dem Bußgeld aufgeschlagen.

Autofahren mit Handy

Telefonieren während der Fahrt nur gestattet, wenn mit Freisprechanlage telefoniert wird – ohne Headset! Seit März 2017 sind Bluetooth oder andere Headsets verboten. Seit 22. Mai 2020 riskiert ihr die sofortig (!)  Abgabe von  Führerschein und Fahrzeug, wenn ihr ein Telefon in der Hand haltet und gleichzeitig eine andere Verkehrsverletzung in Bezug auf Fahrregeln, Geschwindigkeitsüberschreitungen, Vorbeifahren, Kreuzungen und Vorfahrt begeht.

Die Polizei darf bei einer Handynutzung während des Fahrens den Führerschein für bis zu sechs Monate einkassieren. Fällig ist zudem ein Bußgeld von 135 Euro. Franzosen erhalten drei Strafpunkte. Auch Musik dürft ihr nicht mit Kopfhörern während der Fahrt hören.

Frankreichs Punktesystem

Wie in Deutschland, gibt es auch ein Punktesystem bei Verkehrsverstößen. In Frankreich werden die Punkte von einem Guthaben abgezogen. Punkte aus Frankreich werden derzeit noch nicht an Flensburg gemeldet oder übertragen.
Das ist jedoch kein Freibrief. Denn wenn ihr einen Wohnsitz in Frankreich habt, einen Verstoß mit Punktestrafe begeht und einen deutschen EU-Führerschein besitzt… dann müsst ihr ihn in einen französischen Führerschein umtauschen.

Kinder nach hinten!

Kinder dürfen in Frankreich grundsätzlich erst ab 10 Jahren im Auto vorne sitzen. In Deutschland brauchen sie nur einen geeigneten Kindersitz. Info: www.service-public.fr/particuliers/vosdroits/F628

Regeln, die ihr vielleicht nicht kennt

Seit 2015 ist es verboten,

  • hinter dem Steuer etwas zu essen oder zu trinken (Bußgeld: 75 Euro)
  • die Karte zu lesen (Bußgeld: 75 Euro)
  • im Handschuhfach zu wühlen, weil ihr etwas sucht (Bußgeld: 75 Euro)
  • laut Musik zu hören (Bußgeld: 75 Euro)
  • Make-up oder Lippenstift aufzutragen, auch, wenn ihr steht (Bußgeld: 75 Euro)
  • Rauchen im Auto in Anwesenheit von Minderjährigen: 68 Euro
  • ohne Warndreieck/Warnweste für jeden Passanten unterwegs: 135 Euro

Ersatzleuchtmittel müssen nicht unbedingt mitgeführt werden. Wer jedoch ohne Licht, da defekt, unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld von 180 Euro. Die Polizei hat das Recht, euer Fahrzeug festzulegen.

Gefärbtes Autoglas

Seit 1. Januar 2017 ist zudem zu stark gefärbtes Autoglas verboten. Das Fensterglas eures Fahrzeuges darf maximal bis zu 30 Prozent eingefärbt sein. Bei einem Verstoß drohen 135 Euro Bußgeld und drei Punkte.

Diese Maßnahme, die Bernard Cazeneuve am 26. Januar 2015 im Rahmen eines Verkehrssicherheitsplans bekannt gab, löste einen Aufschrei aus. Die Zukunft eines ganzen Wirtschaftssektors, 811 Unternehmen und 1.800 Arbeitsplätze, stünden auf dem Spiel, reagierte voller Zorn der Verband sécurité et filtration des films pour vitrage (ASFFV). Zwei Millionen Fahrzeuge mussten in Frankreich umgerüstet werden.

Alkoholtester

Am 1. Juli 2012 führte Frankreichs die Mitnehmpflicht für Alkoholtester ein. Am 22. Mai 2020 wurde diese Pflicht abgeschafft. Stattdessen sind Nachtclubs etc. seitdem verpflichtet, Alkoholtester zur Verfügung zu stellen.

Frankreich setzt seit Jahren verstärkt auf Prävention. Auf Dorffesten seht ihr immer häufiger Stände von Organisationen und staatlichen Stellen, wo ihr eingeladen werdet, einmal zu pusten: Alkoholtest als Partyspaß – das wirkt. Und überrascht im Ergebnis oft diejenigen, die ins Röhrchen geblasen hatten.  Ihr Promillepegel lagt stets deutlich höher als gedacht…

In Frankreich gilt  – wie in Deutschland – die Promillegrenze von 0.5. Busfahrer dürfen maximal 0,2 Promille, Radfahrer 0,8.  Wer sich mit 0,5 bis 0,8 Promille Blutalkoholkonzentration (BAK) bzw. 0,25 bis 0,4 mg Atemalkoholgehalt hinter das Lenkrad setzt und fährt, riskiert ein Bußgeld von 90 bis 750 Euro.

Bei einer BAK von über 0,8 Promille drohen – selbst, wenn ihr nicht besoffen wirkt – eine Geldstrafe bis zu 4.500 Euro  … und eventuell sogar  Gefängnis bis zu zwei Jahren!

Mach mir den Weg frei!

Welche Strecken sind geschlossen? Was wird gebaut? Wo staut sich der Verkehr? Wann geht es flott voran? Franzosen gucken da nicht bei Google, sondern verlassen sich auf Bison Futé. Im App und Web informiert der „kluge Bison“ in Echtzeit – und gibt 7-Tage-Prognosen.

Maut zahlen: schneller mit Box

Fast alle Autobahnen in Frankreich kosten Geld. Die Maut könnt ihr immer weniger in bar, dafür umso mehr mit Kreditkarten (Eurocard, Mastercard, Visa) oder via elektronischer Gebührenerfassung mittels Chip (so genannte Télépéage) bezahlen. Achtung:  EC/Maestro-Karten werden nicht akzeptiert.

Wie teuer eure Autobahnfahrt wird, könnt hier auf www.autoroutes.fr vorab berechnen. Schlange stehen, Mautticket suchen, Bankkarte heraus kramen:  Wer vor der Reise sich die Mautbot liber-t besorgt, kann entspannt bei Tempo 30 durch die Péages, die Mautstellen auf den französischen Autobahnen, fahren.

Angeboten wird die elektronische Mautbox  liber-t von Bip&Go und tolltickets.  Ausführliche Infos dazu findet ihr hier im Blog.

Bip & Go-Spur. Foto: ATOUT France

Mautfrei unterwegs

Nicht alle Autobahnen sind mautpflichtig in Frankreich. Kostenlos könnt ihr Stadtumfahrungen nutzen. Auch über Land gibt es mautfreie Strecken. So verzichtet u.a. die Bretagne in der gesamten Region auf diese Einnahmen. Ebenfalls mautfrei ist – bis auf das Viadukt von Millau – die A75 von Béziers nach Clermond-Ferrand.  Hinzu kommen diese Autobahnen:

  • A35 (Elsass, ab deutscher Grenze bis Mulhouse und weiter nach Basel)
  • A36 Mandeure – Bessoncourt
  • A31 (von der luxemburgischen Grenze bis Nancy)
  • A28 (Abbéville – Rouen)
  • A84 (Caen – Rennes)
  • A20 (Vierzon – Brive-la-Gaillarde)
  • A63 bzw. A660 (Bordeaux – Arcachon)
  • A68 (Garidech – Albi)
  • E70 (Lyon – Saint-Etienne)
  • A34 (Sedan – Reims)
  • A10-A25-A23 (Calais – Valenciennes)
  • A77 Saint-Père – Sermoise-sur-Loire

Europas größteRaststätte

Infobereich der Raststätte Assevillers. Foto: Hilke Maunder

Nur ein wenig nördlich, wo die französische Autobahn A1 rund 120 km nördlich von Paris die A 29 nach Amiens und Saint-Quentin kreuzt, liegt die Aire d’Assevillers – Europas größter und meistfrequentierter Autobahn-Rastplatz. Die Anlage ist zugleich der modernste und vorbildlichste, die ich kenne. 2,5 Millionen Reisende rasten jedes Jahr im damals ersten „village commerçial“ der sanef-Gruppe.

Bereits 2007 war es angelegt worden, nur fünf Kilometer entfernt vom TGV-Bahnhof. Fast zehn Millionen Euro investierte damals die SANEF in ihr Pilotprojekt. Den Entwurf lieferten ALFA Architects aus Paris. Alain Farel hatte das Büro 1997 gegründet.

Doch besonders freut, dass selbst beim Ansturm der Hauptsaison die WC sauber waren, die Duschen gepflegt, und das Serviceteam des Autobahnbetreibers sanef ganz entspannt und freundlich war. Völlig selbstverständlich ist es für sanef, im gesamten Einkaufskomplex kostenloses WiFi, Internet-Terminals sowie aktuelle Verkehrs- und Wetterdaten an diversen Infostationen anzubieten.

Die Sanef betreibt mit sechs Autobahnen im Nordosten Frankreichs, die eine Gesamtlänge von 1.743 km haben, das drittlängste Autobahnnetz in Frankreich hinter Vinci Autoroutes und Autoroutes Paris-Rhin-Rhône (APRR).

Zum Service für Autofahrer gehört auch ein eigener Radiosender. Auf Radio sanef 107.7 wird rund um die Uhr über das Wetter, den Verkehr, die Region und die aktuellen Nachrichten berichtet.

Groß genug, um auch bei Regenwetter trockenen Fußes eine paar Schritte zu gehen: die Raststätte Assevillers. Foto: Hilke Maunder

Lasst euch fahren: Autozug & Co.

Euch ist die Anreise zu lang? Dann lasst euch fahren! Norddeutsche können entspannt die nervigen Staus und Baustellen entlang der Autobahnen gen Süden mit dem Autozug nach Lörrach verkehren. Denn ja, er verkehrt noch! Betrieben wird er nicht mehr von der Deutschen Bahn, sondern von der BahnTouristikExpress. Alle Infos gibt es hier.

In Frankreich gibt es den Autozug der SNCF. Der Name täuscht: Nur nach Paris, Avignon, Marseille, Fréjus und Perpignan reist das Auto tatsächlich per Bahn. Zu allen den anderen Zielen fahren Autotransporter auf der Straße oder Chauffeure von Expedicar. Alle Infos dazu gibt es hier.

Crit’Air: Nie ohne Plakette!

Seitdem die französische Umweltplakette eingeführt wurde, erhalte ich auf meinen ausführlichen Blogartikel dazu täglich Mails mit der Frage: Geht es nicht auch ohne? Wie hoch ist das Risiko, erwischt zu werden? Ich sage dazu inzwischen nur noch: Die Plakette kostet 3,70 Euro plus Porto, jedes Jahr kommen weitere Regionen und Städte dazu, die die Plakette fordern… ich würde das Risiko nicht eingehen, sondern das Wapperl online bestellen, an die Windschutzscheibe kleben und sicher unterwegs sein…

Die Crit’Air-Klassen. Copyright: Ministère de la Transition Ecologique et Solidaire

Tanken – aber richtig!

Schneller als Deutschland hat Frankreich zum 12. Oktober 2018 die neuen, EU-weit geltenden Kennzeichnungen für Kraftstoffe umgesetzt.

Benzinartige Kraftstoffe: Kreis. E5, E10, usw. („E“ steht für spezifische Biokomponenten im Ottokraftstoff)

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Das bisherige SP 95 oder 98 heißt jetzt E5,  Ethanol jetzt  85.

Dieselartige Kraftstoffe: Quadrat B7, B10, XTL, usw. („B“ steht für spezifische Biodieselkomponenten im Diesel, XTL steht für synthetischen Dieselkraftstoff und zeigt an, dass dieser nicht auf Rohöl basiert)

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gasförmige Kraftstoffe (z. B. CNG, LNG, LPG und Wasserstoff): Raute

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Copyright und Quelle: Europäisches Komitee für Normung

Parken in Frankreich

Frankreich drängt immer stärker den Autoverkehr aus den Innenstädten heraus, um die Luft- und Lebensqualität zu verbessern. Immer mehr Straßen und Plätze im Innenstadtbereich der Großstädte sind bereits autofrei.

Im Gegenzug wurden am  Stadtrand bzw. Innenstadtrand Park + Relais-Plätze (P + R) angelegt. Meist pendeln von dort kostenlose „navettes“ (Shuttlebusse) in Zentrum.

Rote Anzeige: Die zehn Minuten zum freien Parken sind überschritten. Das wird teuer – denn das Kennzeichen wird elektronisch erfasst. Foto: Hilke Maunder

Beim Parken gilt: Desto größer die Stadt, desto geringer die Chance auf kostenloses Stellplätze fürs Fahrzeug. Montag bis Sonnabend ist fast allerorten das Parken kostenpflichtig; sonntags hingegen den ganzen Tag meist frei. Touristische Hotspots wie Collioure verlangen das ganze Jahr hindurch von frühmorgens bis spätabends ein Parkticket.

Im stärker setzt sich die elektronische Parküberwachung durch. Sensoren und elektronische Nummernschilderfassung überprüfen, ob die bezahlte bzw. limitierte freie Parkzeit eingehalten wurden. In Troyes beispielsweise könnt ihr an ausgewiesenen Standorten zehn Minuten lang kostenlos parken. Nach den zehn Freiminuten springt das grüne Signal auf rot um.

Motorräder, Dreiräder und Mopeds dürfen seit 22. Mai 2020 fünf Meter vor Fußgängerüberwegen außerhalb der dafür markierten Bereiche nicht mehr parken.

Schilderwald mal anders

Auch Frankreich liebt den Schilderwald. Und hat darin einige Schilder versteckt, die ihr vielleicht noch nicht kennt. Am Col du Pradel (Aude) entdeckte ich den Hinweis auf eine Passage Canadien.

Das Prinzip der kanadischen Passage nutzt die Angst der Tiere vor Leere als Barriere. Sie laufen nicht über das Gitter aus parallel gelegten Bodenstangen. Fahrzeuge indes können passieren, ohne eine Tür oder einen elektrischen Draht öffnen zu müssen.

Achtung, hier kommt gleich ein Bodengitter als Viehsperre! Hilke Maunder
Merci für's Teilen!

28 Kommentare

  1. Hallo Hilke,

    vielen Dank für die gute Arbeit und die Informationen zum Reisen in Frankreich. Ich fahre seit Jahren mit meiner Familie nach Frankreich in den Urlaub. Die Fahrzeugscheiben meiner Fahrzeuge sind immer zu 80% per Folie getönt. Dazu gibt es immer eine ABE für eben jene Folie. Dies ist vom deutschen TÜV bzw. nach deutscher STvZO zulässig.
    Kann da die französische Polizei probleme machen?
    Ich meine…es ist ja anders herum auch kein Problem. Wenn mein französischer Kumpel mit seiner alten in Frankreich zugelassenen DS durch Deutschland fährt wird er trotz des gelben Ablendlichts (was für in D zugelassene Fahrzeuge nicht erlaubt ist) auch nicht angehalten.
    Es gilt m.w.n. immer die Zulassungsbestimmung des jeweiligen Zulassungslandes.
    Also deutsche Zulassung = deutsche Zulassungsbestimmungen usw.

      • Hallo Hilke,
        ich habe mich selbst auch nochmal informiert und mit dem ADAC sowie deren Rechtsabteilung gesprochen.
        Nach deren Aussage gilt das Recht des Zulassungslandes. Heißt für uns Deutsche mit in Deutschland zugelassenem Fahrzeug gelten die Bauart- Bestimmungen der deutschen STVZO.
        Das gilt natürlich auch für alle anderen Reisenden aus anderen Ländern und die jeweiligen Bauartbestimmungen dort.
        Ausnahmen davon sind u.a. wenn ein Fahrzeug nicht mehr Verkehrssicher ist (abgefahrene Reifen, defekte Lichtanlage o.ä.) darf es aus dem Verkehr gezogen werden oder z.B. eine Winterreifen-/Schneeketten-Pflicht für ausgewiesene Strecken bestimmt wird und man ohne erwischt wird.

  2. Hey danke für den Beitrag und tolles Thema 😀 mein Fahrlehrer hat mir immer gesagt, dass man im Ausland, in neuen Ländern die man mit dem Auto bereist einfach keine abenteuerlichen Autofahrten machen soll. Entspannt fahren und keine ’stunts‘ 😀 Entspanntes und vorrausschauendes Fahren! Viele Grüsse

  3. Was mich wirklich wundert, ist, dass mir in Frankreich bei 73, 83, 93, 113, 133 km/, also bei haargenauer Fahrweise, immerzu nach kurzer Zeit einer an der Stoßstange klebt und drängelt, nur um nach dem Überholen 5-10 km/h schneller zu rollen. Am nächsten Kreisel hole ich die meist wieder ein. Und auf der 130-km/h-Autobahn sehe ich genau wie in Deutschland Rudelbildung auf der linken Spur, nur um keinen langsameren reinzulassen. Völlig verrückt. Ich glaube, bei langsameren Tempi würde es immer noch so sein. Der moderne Mensch hat ein Rad ab!

  4. Danke für die vielen guten Tipps! Wir sind gerade auf dem Rückweg vom Languedoc nach NRW und haben an allen Mautstationen mit EC-Karte bezahlt. Man muss komischerweise nicht mal den PIN eingeben!

  5. Ich schließe mich dankbar an,so weiß ich einiges mehr über Frankreichs Straßen und Ihre Strafen.

    vielen Dank und für alle eine gute und straffreie Fahrt in Frankreich.

    mfg Jürgen

  6. Meinen Dank für die Warnungen vor Verkehrsregeln! Wir möchten diesen Sommer die Weinstraße entlang reisen. Die Tempolimits soll ich ja dann genauer kennenlernen und die Blutalkoholkonzentration beherzigen.

    • Das wusste ich bis gestern auch nicht. Essensverbot kannte ich… aber auch der Schluck aus der Mineralwasserflasche ist verboten. Grundsätzlich scheint es so, dass alles verboten ist, bei dem Du die Hände vom Steuer nimmst.

  7. Ich schließe mich dankbar Herrn Minst und Barbara in allem an: Da erfährt man doch tatsächlich noch ein paar Neuigkeiten, auch als langjähriger Autofahrer in Frankreich. Missverständlich finde ich aber den Hinweis auf den französischen Autozug, der offensichtlich nur das Auto transportiert und nicht etwa auch die Personen! Dies im Gegensatz zu dem deutschen AutoREISEzug.

  8. Da erfaehrt man doch tatsaechlich noch ein paar Neuigkeiten, auch
    als lanhjaehriger Autofahrer in Frankreich; was mir fehlt sind Hin-
    weise auf die Situation bei auslaendischen Fuehrerscheinen. Ansonsten wie gewohnt Top-Informationen.

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