ENTDECKT CÔTES-D’ARMOR!
Das Département Côtes-d’Armor birgt die wilde, zerklüftete Seele der Nordbretagne. Ar mor, das Land am Meer, nannten es bereits die Kelten – und noch heute bestimmt der gewaltige Rhythmus des Ärmelkanals hier das Leben. Mit einer Fläche von 6.878 Quadratkilometern (ist es das drittgrößte Département der Bretagne und ein Sehnsuchtsort für alle, die Granit, Ginster und Gischt lieben.
Mit der Ordnungsnummer 22 erstreckt sich das Département Côtes-d’Armor über den Norden der bretonischen Halbinsel. Es grenzt im Norden an den Ärmelkanal, im Osten an das Département Ille-et-Vilaine, im Süden an das DépartementMorbihan und im Westen an das das Département Finistère. Seine 250 Kilometer lange Küstenlinie ist prägen die höchsten Klippen der Bretagne – und die höchsten Tiden Europas. Sie lassen den Meeresspiegel zweimal täglich um fünf bis elf Meter steigen und fallen.
Saint-Brieuc: auf den Spuren keltischer Mönche
Die Hauptstadt Saint-Brieuc erhebt sich rund drei Kilometer landeinwärts auf einem Plateau. Die Flüsse Gouët und Gouédic haben hier tiefe Täler in die Landschaft gegraben. Der Ursprung des Ortes reicht bis ins 6. Jahrhundert zurück, als der keltische Mönch Briocus (Brieuc) ein Kloster gründete und damit den Grundstein für die Christianisierung der Bretagne legte. Heute ist die Stadt ein idealer Ausgangspunkt, um sowohl die weite Bucht von Saint-Brieuc als auch das hügelige Hinterland zu erkunden.

Stürmische Klippen und verwunschene Felsen
Weltberühmt ist das Département Côtes-d’Armor für seine Küste. Stürmische Felskaps, die bei Plouha mehr als 100 Meter hohch über den Wellen aufragen, wechseln sich im ab mit intimen Buchten und weiten Stränden. Weiter westlich folgt die Côte de Granit Rose. Zwischen Perros-Guirec und Ploumanac’h leuchten riesige Granitblöcke in allen Schattierungen von Rosa bis tiefem Rot. Die Zeit und das Meer haben diese Felsen zu blank polierten Kolossen oder bizarren Fantasiegestalten geformt, die Namen wie „Napoleons Hut“ oder „Die Liebenden“ tragen. Wenn die untergehende Sonne den Stein zum Glühen bringt, verwandelt sich die Küste in eine fast unwirkliche Märchenlandschaft.

Wandern auf alten Zöllnerpfaden
Wer die maritime Urgewalt des Département Côtes-d’Armor hautnah spüren möchte, schnürt die Wanderschuhe. Auf dem sentier des douaniers (Zöllnerpfad), heute der Fernwanderweg GR 34, könnt ihr die gesamte Küste der Bretagne umrunden. Unterwegs reckten berühmte Felsnasen wie das Cap Fréhel ihre zerfurchten Spitzen in die See.
Nur einen Steinwurf weiter östlich thront das Fort de la Latte auf einer felsigen Landzunge. Die filmreife Burg aus dem 14. Jahrhundert wirkt wie die Kulisse für ein Ritterepos und bietet einen atemberaubenden Blick über den Ärmelkanal. Bei Paimpol, dem einstigen Hafen der Islandfischer, lohnt die Abtei von Beauport einen Besuch. Die Ruinen des Prämonstrantenklosters aus dem 13. Jahrhundert scheinen direkt mit dem Meer zu verschmelzen – ein stiller, eindrucksvoller Ort!

Inselglück und Gartenpracht: die Île de Bréhat
Euch zieht es hinaus aufs Wasser? Dann ist die Île de Bréhat ein Muss. Nur eine kurze Bootsfahrt von der Spitze der Pointe de l’Arcouest entfernt, erwartet euch ein subtropisches Paradies. Dank des Golfstroms gedeihen auf der autofreien Insel Agapanthus, Hortensien und Mimosen. Die „Insel der Blumen“ besteht eigentlich aus zwei Inselteilen – am Pont Ar Prat mit seinen roten Granitfelsen könnt ihr bei Ebbe hin- und her wechseln
Fruits de mer vom Feinsten
Kulinarisch steht das Département Côtes-d’Armor – wie die gesamte Bretagne – für topfrische Meeresküche. Hier werden die berühmten Jakobsmuscheln (Coquilles Saint-Jacques) in den Buchten von Saint-Brieuc und Paimpol gefischt, und bei Ebbe zieht man hinaus ins Watt, um bei der pêche à pied mit Eimer, Schaufel und Harke eigenhändig Austern, Herzmuscheln und Venusmuschel einzusammeln. Den Hunger danach still eine galette de blé noir (Buchweizenpfannkuchen), serviert mit kühlem Cidre aus alten bretonischen Apfelsorten.
Entdeckt die vielen Seiten des Département Côtes-d’Armor, das so rau und herzlich ist wie die Menschen, die dort leben.








