ENTDECKT LOIR-ET-CHER!

Berühmte Loire-Schlösser wie Chambord und Blois, aber auch das Tal der Loire und die Sümpfe und Wälder der Sologne, in der zwei Schwestern die Tarte Tatin erfanden, finden sich im Département Loir-et-Cher. Es entstand im März 1790 mit der Ordnungsnummer 41 aus dem Ostteil der einstigen Provinz Orléanais. Seine Lebensader ist die Loire, die von Nordosten nach Südwesten durch das Département strömt. Im Norden fließt der Loir, ein linker Nebenfluss der Sarthe, im Süden der Cher.

Das Département Loir-et-Cher erstreckt sich im Zentrum Frankreichs über eine Fläche von etwa 6.343 Quadratkilometern. Es grenzt an die Départements Eure-et-Loir im Norden, Loiret im Nordosten, Cher im Südosten, Indre im Süden, Indre-et-Loire im Südwesten und Sarthe im Nordwesten.

Blois: royale Residenz der Renaissance

Die Hauptstadt des Départements ist Blois, dessen Château Royal de Blois die Hauptresidenz der französischen Könige war, bis Heinrich IV. im Jahr 1598 den Hof nach Paris verlegte. Als Ludwig XIV. dann in Versailles sein Prunkschloss im Barock erbaute, war Blois völlig aus dem Fokus des Adels verschwunden. eute beeindruckt das Schloss von Blois mit seiner Architektur aus vier verschiedenen Epochen, die einen faszinierenden Überblick über die französische Baugeschichte bietet.

15 Kilometer östlich von Blois ließ König Franz I. in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts das größte Schloss im Loire-Tal errichten: das Château de Chambord. Das UNESCO-Weltkulturerbe war ein Statement der Stärke. Zwar diente es auch als Jagdschloss, doch wichtiger war es dem König, mit dem Bau die Leistungsfähigkeit Frankreichs zu demonstrieren – ähnlich wie anderthalb Jahrhunderte später das Château de Versailles.

Ebenfalls in der Nähe von Blois findet ihr das Château de Cheverny. Das elegante Schloss aus dem 17. Jahrhundert diente dem belgischen Comiczeichner Hergé, dessen richtiger Name Georges Remi war, als Inspiration für das Schloss Moulinsart in den Tim und Struppi-Comics.

Sologne: die Heimat der Tarte Tatin

Die Sologne, ein riesiges Gebiet aus Wäldern, Heide und hunderten kleinen Seen, ist ein Paradies für Naturfreunde und Jäger. Hier, im Herzen dieser Landschaft, erfanden die Schwestern Tatin im späten 19. Jahrhundert die berühmte Tarte Tatin, den gestürzten Apfelkuchen. Nicht minder köstlich sind auch für die Wildgerichte und der Ziegenkäse Selles-sur-Cher AOP aus dem Département Loir-et-Cher.

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