Frankreichs Corniches: Fahrspaß mit Aussicht

Kurz vor dem Col d'Aubisque kreuzen Schafe die Straße. Foto: Hilke Maunder
Kurz vor dem Col d'Aubisque in den Pyrenäen kreuzen Schafe die Straße. Foto: Hilke Maunder

Corniches nennen die Franzosen ihre aussichtsreichen Traumstraßen und Paradestrecken durch die schönsten Landschaften des Landes. Jene Routen findet ihr nicht nur in den Alpen, sondern überall im Hexagon. Meine ganz persönlichen Lieblingsrouten stelle ich euch hier vor – und freue mich über Tipps und Ergänzungen in einem Kommentar. Merci !

Hauts-de-France: La Corniche de la Côte d’Opale

Die Opalküste bei Tardingen. Foto: Hilke Maunder
Die Opalküste bei Tardinghen. Foto: Hilke Maunder

Eine wellige Landschaft mit Felsen und Wiesen, die jäh zum Meer abbrechen, mit alten Dörfern und schlanken Kirchtürmen – und den beiden kahlen, windzerzausten Kaps Blanc-Nez und Cap Griz-Nez: Die Opalküste zwischen der belgischen Grenze und der Somme-Mündung ließ bereits 1834 Victor Hugo von der einmaligen Landschaft und ihrem besonderen Licht schwärmen. Hier habe ich sie euch vorgestellt.

Heute schwingt sich die Départementstraße D940 durch das Küstenland von Hauts-de-France. Wer lieber laufen will, folgt auf der Grande Randonnée GR 120 der Küste. Durstig? Auf der Ferme du Belle Dalle im charmanten Dörfchen Tardinghen zapft Christophe Noyons in seiner Brasserie des 2 Caps handgebraute Biere mit lokalen Zutaten – von 2 Caps, Blanche du Wissant und D-Days bis Belle Dame und dem Weihnachtsbier La Guénel. Mehr zu Côte Opale erfahrt ihr in diesem Blogbeitrag.

Elsass: La Route des Crêtes

Soldaten der französischen Armee haben im Ersten Weltkrieg die Kammstraße der Vogesen für eine einfachere Verlegung von Truppen und besseren Nachschub erbaut. Heute gehört die rund 73 Kilometer lange Strecke vom Col des Bagenelles bei Sainte-Marie-aux-Mines nach Cernay im Süden der Vogesen zu den Traumstraßen der Welt – besonders für Motorradfahrer.

Lasst euch Zeit für die Route! In Le Markstein locken eine Sommerrodelbahn und eine Minigolf-Anlage mit Freizeitspaß. Im Hohneck-Massiv könnt ihr herrlich wandern und die Gämsen beobachten, die  auf den zerklüfteten Felswänden des Massivs herumklettern. Gipfelstürmer zieht es in den Gasthof Le Sommet du Hohneck, der zu deftigen regionalen Spezialitäten traumhafte Fernblicke in die Berglandschaft eröffnet.

Schöne Wanderungen an der Route

Mein Lieblingsplatz an der Vogesen-Kammstraße ist der Col de la Schlucht. Ganz in der Nähe könnt ihr den Höhengarten von Haut-Chitelet besuchen, wo auf Wiesen und in Wäldern mehr als 2.500 Pflanzenarten aus der ganzen Welt gedeihen. Am Col de la Schlucht beginnt auch der berühmteste Wanderweg der Vogesen. 1909 vom Club Vosgien de Munster als Sentier des Roches bis nach Frankenthal angelegt. Wie sein Name verrät, führt der Weg teilweise an Felswänden entlang – und sollte daher nur von erfahrenen Wanderern begannen werden.

Eine zweite tolle Wanderung führt von der Kammstraße in nur 15 Minuten hinauf zum Grand Ballon (Großer Belchen), mit  1.424 Metern der höchste Gipfel der Vogesen. Rund um den Berg führt ein toller Panoramaweg – die drei Kilometer lange Runde solltet ihr nicht verpassen!

Vom Col de la Schlucht erreicht ihr nach einigen Serpentinen den Gazon du Faing. Hinter dem ungewöhnlichen Namen verbirgt sich eine eigentümliche Landschaft aus Hochweiden, Torfmooren (faing), Buchen-, Tannen- und Fichtenwäldern und Heidekraut, das im August die Heide in ein Blütenmeer verwandelt.

Im Süden der Route findet ihr die Gedenkstätte Hartmannswillerkopf, die an die furchtbaren Schlachten des Ersten Weltkriegs erinnert. Im Winter ist die Höhenstraße von November bis März für den Autoverkehr gesperrt und als Loipe für Langläufer hergerichtet.

Alpen: La Route des Grandes Alpes

Le Grand Bornand. Foto: Hilke Maunder
Ist die Berglandschaft der Savoyer Alpen wie hier bei Le Grand Bornand nicht traumhaft? Foto: Hilke Maunder

Vom Genfer See bis zum Mittelmeer über 17 Pässe, 684 km Kurve um Kurve durch bewaldete Täler, vorbei an weiten Almen, kargen Hochflächen: Gibt es eine schönere Schaustrecke durch die französischen Alpen?

Die legendäre Alpen-Strecke, die ihr auch mit dem Rad bewältigen könnt, beginnt in Thonon-les-Bains am Genfer See. Auf dem Weg nach Nizza überquert die Panoramaroute sechs Pässe, die höher als sechs 2000 Meter sind.

1909 wurde das Projekt der Route des Grandes Alpes auf Anregung des Touring Club de France in Angriff genommen. Die gigantischen Bauarbeiten begannen 1911 und wurden erst 1937 mit der Eröffnung des Col de l’Iseran, mit 2.764 Metern der höchste Pass der Route, abgeschlossen.

Der Panoramablick von der Bergstation hin zu Les Écrins. Foto: Hilke Maunder
Der Panoramablick von der Bergstation in Serre-Chevallier hin zu Les Écrins. Foto: Hilke Maunder

Der niedrigste Pass auf der Route der Grandes-Alpes ist der Col d’Èze mit einer Höhe von 507  Metern. Wegen Schnee in den Höhenlagen ist die Route des Grandes Alpes erst ab Juni durchgängig bis zu den ersten Schneefällen im Herbst zu befahren.

Für die traumhaft schöne Strecke sollten ihr euch Zeit lassen. Fünf oder sechs Tage sind eine gute Wahl, eine Woche lang eine entspannte Wahl. Sehr beliebt ist folgende Einteilung der Etappen. Am ersten Tag geht es von den Ufern des Genfer Sees bis zum Aravis-Pass.

Der zweite Tag bringt euch vom Col des Aravis zum Col de l’Iseran. Tag drei führt euch vom Col de l’Iseran zum Col du Lautaret. Vorbei an Briançon erreicht ihr am vierten Tag den  Col de Vars. Auf der letzten Etappe geht es vom Col de Vars via Menton bis nach Nizza.

Menton mit Altstadt und Jachthafen. Foto: Hilke Maunder
Menton mit Altstadt und Jachthafen. Foto: Hilke Maunder

Ardèche: La Haute Corniche

Den schönsten Blick auf die Schluchten der Ardèche habt ihr auf der Höhenstraße von Vallon-Pont-d’Arc bis Saint-Martin-d’Ardèche. Einziges Manko: In der Hauptsaison herrscht auf der Départementstraße D 290 besonders am Wochenende im Tross der Reisebusse, Wohnmobile und Pkw nur stop and go.

Die vielen Aussichtspunkte sind so überfüllt, dass man nicht parken kann. Besser: Entdeckt die Schlucht außerhalb der Ferienzeit. Im Mai blüht und grünt es ganz frisch. Im September hat bereits die Laubfärbung eingesetzt.

Der Blick vom Belvédère. Foto: Hilke Maunder
Der Blick von Belvédère an der Schluchtenstraße der Ardèche. Foto: Hilke Maunder

Verpasst in der Schlucht auch nicht die Grotte du Pont d’Arc. Die sogenannte Chauvet-Höhle gehört seit 2014 mit ihren faszinierenden prähistorischen Malereien zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ganz in der Nähe überspannt der Pont d’Arc den Fluss. Der 60 Meter hohe natürliche Bogen bildet den spektakulären Auftakt zur berühmten Schlucht. In diesem Blogbeitrag stelle ich sie euch ausführlich vor.

Cevennen: Les Gorges du Tarn

Gorges du Tarn. Foto: Hilke Maunder
Steiler Kalk, klammerndes Grün: die Gorges du Tarn. Foto: Hilke Maunder

Nicht minder beeindruckend sind die Gorges du Tarn in den beiden Départements Aveyron und Lozère im Süden des Massif Central. Dort folgt die Départementstraße D 907B dem Tarn von Sainte-Enimie, einem der 100 schönsten Dörfer Frankreichs, bis Peyreleau. Als schönster Aussichtspunkt über die Tarn-Schlucht gilt der Point Sublime.

Von den Höhen des Causse de Sauveterre überblickt ihr von dort den Cirque des Baumes. Dort macht der Tarn eine rechtwinklige Kurve – und eröffnet so herrliche Einblick in die Schlucht von den Détroits bis zum Pas de Soucy. Mit etwas Glück könnt ihr hier auch Gänsegeier und Mönchsgeier über euren Köpfen kreisen sehen! Mehr zu den Schluchten des Tarn erfahrt ihr in diesem Blogbeitrag.

Vaucluse: Le Mont Ventoux

Ein Berggasthof unterhalb des Gipfels des Mont Ventoux. Foto: Hilke Maunder
Ein Berggasthof unterhalb des Gipfels des Mont Ventoux. Foto: Hilke Maunder

Der Berg ist ein Mythos, die Gipfelstraße Etappe der Tour de France, der Panoramablick über die Provence legendär. Also nichts wie rauf. Bei schönstem Sonnenschein – und freie Sicht auf den Gipfel – starteten wir in Malaucène und folgten der Départementstraße D 974. Doch schon bald macht der heilige Berg der Provence als Mons Ventosus (lat. „Windiger Berg“) alle Ehre.

Am Mont Ventoux. Foto: Hilke Maunder
Am Mont Ventoux. Foto: Hilke Maunder

Nebelschwaden umhüllten die Straße, Wolken jagten sich am Himmel. Die nächste Kurve: wieder Sonne satt. So wechselte es, nein, nicht bis zur 1.912 Meter hohen Kuppe, sondern nur bis zur Passhöhe. Die restliche Strecke der Straße war Ende Mai wegen überraschendem Schneeeinbruchs gesperrt.

Die Schluchtenstraßen der Haute-Provence

Gorges du Verdon: Der Verdon kurz vor der Mündung in den Lac de Sainte-Croix. Foto: Hilke Maunder
Der Verdon kurz vor der Mündung in den Lac de Sainte-Croix. Foto: Hilke Maunder

Die Haute Provence ist Frankreichs Canyon-Land. Hier habe ich es euch ausführlich vorgestellt. Absolut atemberaubend ist dort die Corniche Sublime du Grand Canyon du Verdon, die am Lac de Sainte-Clair im Westen als Départementstraße D19 beginnt und als D 71 bis  nach Le-Petit-Saint-Maymes im Osten führt.

Gorges du Verdon: die Routes des Crêtes bei La Palud-du-Verdon. Foto: Hilke Maunder
Die Routes des Crêtes bei La Palud-du-Verdon. Foto: Hilke Maunder

Weniger berühmt, aber nicht minder spektakulär sind die Gorges de la Nesque. Folgt der D 942 im Osten von Monieux in der Nähe von Sault 20 Kilometer lang bis nach Villes-sur-Auzon im Westen östlich von Carpentras. Haltet unbedingt am Belvédère des Castellaras! Der Panoramablick auf die Schlucht mit dem 872 Meter hohen Rocher de Cire ist unvergleichlich!

Côte d’Azur: Nizza – Menton

Blick auf Nizza vom Hügel östlich des Hafens. Foto: Hilke Maunder
Blick auf Nizza vom Hügel östlich des Hafens. Foto: Hilke Maunder

Auf gleich drei verschiedenen Höhen am Hang  verlaufen die Küstenstraßen, die Nizza mit Menton verbinden. Wer keinen eigenen Wagen hat: Für den Preis von einer Tasse Kaffee kurvt der Stadtbus aus Nizza dort entlang – und hält unterwegs auch in Monaco.

Der grandiose Trip mit atemberaubenden Aussichten, Dörfern, die am Fels kleben, und quirligen Küstenorten gehört für mich zu den Highlights der Côte d’Azur!

Die Altstadt von Menton. Foto: Hilke Maunder
Die Altstadt von Menton. Foto: Hilke Maunder

Die Grande Corniche (D 2564) folgt der antiken Via Aurelia, die römischen Legionären den Weg nach Gallien öffnete. Napoleon drehte 1795 die Marschrichtung um. Der Fußweg seiner Legionäre ist heute die spektakulärste der drei Küstenstraßen.

Der Blick von der <em>corniche</em> af Saint-Jean-Cap-Ferrat. Foto: Hilke Maunder
Der Blick von der corniche auf Saint-Jean-Cap-Ferrat. Foto: Hilke Maunder
Blick von der Panoramastraße von Nizza nach Menton auf die Riviera-Küste bei Èze Foto: Hilke Maunder
Der Blick von der Panoramastraße von Nizza nach Menton auf die Riviera-Küste bei Èze Foto: Hilke Maunder

Auf der mittleren Corniche Moyenne (D 6007), die das Bergdorf Èze berührt, verstarb im Jahr 1982  die frühere Grace Kelly auf tragische Weise bei einem Autounfall. Die unterste Corniche Inférieure (N98) reiht mondäne Küstenorte wie Villefranche-sur-Mer, Saint-Jean-Cap-Ferrat, Beaulieu und Cap d’Ail wie Perlen einer Schnur am Mittelmeer auf.

La Corniche Basque

Blick auf Ciboure von Saint-Jean-de-Luz. Foto: Hilke Maunder
Blick auf Ciboure von Saint-Jean-de-Luz. Foto: Hilke Maunder

Nur zehn Kilometer ist sie lang, die Corniche Basque. Doch auf der kurzen Strecke ballt sie die schönsten Orte und Ausschichten des Pays Basque. Zwischen Ciboure und Hendaye folgt sie hohen Klippen aus Flysche. Die Klippen entstanden vor rund 100 Millionen Jahren, als der Zusammenprall der europäischen und der iberischen Kontinentalplatte die Pyrenäen hochschob,  Iunterseeische Lawinen auslöste und Flyschsedimente ablagerte.

Flysch ist eine Sedimentablagerung, die hauptsächlich aus dem Wechsel von Sandstein und Mergel besteht. Diese Abwechslung sorgt für das Aussehen der übereinander geschichteten Schichten: eine härtere und dickere Sandsteinplatte und dazwischen brüchigerer Mergel.

Aufgeschoben: die Platten der Küste bei Guéthary. Foto: Hilke Maunder
Aufgeschoben: die baskische Küste. Foto: Hilke Maunder

Die Klippen erreichen an ihrer höchsten Stelle eine Höhe von 45 Meter und bieten endlos weite Blicke über den Atlantik.  Wer nicht mit dem Wagen unterwegs, sondern dem Küstenpfad wandern folgt, kann dort eine reiche und vielfältige endemische Flora entdecken. Mehr als 800 Arten sind an den Klippen daheim und schützen sie vor Erosion.

Es gibt bekannte Arten wie die Blaue Wegwarte, Heidekraut, Stechginster, Lorbeer und Tamarisken. Und Sarsaparilla, die Lieblingspflanze der Schlümpfe. Ihren Lebensraum bedrohen Bioinvasoren, die aus den Gärten entwichen sind wie das Pampasgras.

Pyrenäen: La Route des Cols

Die Ostrampe hinauf zum Pass Col du Soulor Hilke MaunderDie Ostrampe hinauf zum Pass Col du Soulor Hilke Maunder
Die Ostrampe hinauf zum Pass Col du Soulor Hilke Maunder

Einmal quer durch die Pyrenäen führt eine Bergstraße, die die Höhenroute der Alpen alt aussehen lässt: La Route des Cols. Auf 942 Kilometern geht es mit vielen Kurven über 34 atemberaubende Pässe. Zwischen Cerbère am Mittelmeer bis nach Hendaye am Atlantik warten auf euch traumhafte Berglandschaften, die wilder und ursprünglicher sind als jene der Alpen.

Der Pyrenäen-Hauptkamm vom Col de Pailheres (Ariège) aus. Foto: Hilke Maunder
Der Pyrenäen-Hauptkamm vom Col de Pailheres (Ariège) aus. Foto: Hilke Maunder

Auf der Fahrt  passiert ihr auch so unaussprechliche wie den Col de Burdinkurutxeta oder berühmte wie den Col du Tourmalet oder den Col d’Aubisque als echte Herausforderung der Tour de France.

Col de Pailheres: Blick hinab auf Mijanès. Foto: Hilke Maunder
Blick beim Col de Pailhères hinab auf Mijanès. Foto: Hilke Maunder

Korsika

Auf Korsika bringt euch die Départementsstraße D 81 durch in die bizarre Felslandschaft der Calanche zwischen Porto im Westen und Piana im Osten. Für Guy de Maupassant war sie „ein Wald aus purpurfarbenem Granit“.

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Das ganze Land

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Gemeinsam mit meinem geschätzten Kollegen Klaus Simon stelle ich in diesem Band 60 Orte in Frankreich vor, die echte Perlen abseits des touristischen Mainstreams sind. Le Malzieu in der Lozère, Langogne im Massif Central, aber auch Dax, das den meisten wohl nur als Kurort bekannt ist.

Mit dabei sind auch Sens, eine filmreife Stadt im Norden von Frankreich, und viele andere tolle Destinationen. Frankreich für Kenner  – und Neugierige!

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Herbst am Col de Roque Jalère. Foto: Hilke Maunder
Herbst am Col de Roque Jalère. Foto: Hilke Maunder
Merci fürs Teilen!

8 Kommentare

  1. Hallo Hilke
    Wieder ein wunderbarer Blog, vor allem über die diversen Corniches.
    Dein neues Buch habe ich gerade bestellt und freue mich drauf!!!
    Viele Grüße, Christine

  2. Liebe Hilke,

    ich vermisse die berühmte Corniche Basque zwischen Saint-Jean-de-Luz/Ciboure und Hendaye, die sich rund zehn Kilometer lang direkt an den Klippen des Atlantiks hinzieht – und zwar so dicht, dass sie immer wieder durch Abbrüche gefährdet ist. Deswegen ist es zurzeit auch auf weiten Strecken verboten, den Fussweg zu gehen, der sich in ganzer Länge auf der Meerseite der Straße, an der Abbruchkante der Klippen, befindet.(Viele tun es trotzdem).
    Eine Auto- oder Fahrradfahrt bietet aber genau so spektakuläre Blicke auf das Meer, auf die Vorpyrenäen und über die Grenze nach Spanien. Allerdings ist die Straße im Hochsommer – vor allen an den Wochenenden – sehr voll.
    Es gibt hier einen Verein, der seit Jahren versucht, aus der Corniche Basque einen reinen Wander- und Fahrradweg zu machen. Jedes Jahr Ende September ist Fete de la Corniche, da bekommt man einen Vorgeschmack darauf, wie es wäre, sollte der Verein Erfolg haben: An diesem Tag ist die Straße gesperrt für Autos, sodass Wanderer, Fahrradfahrer und Familien mit Kindern freie Bahn haben.
    Wenn man den Wissenschaftlern glauben will, ist die Corniche Basque durch den Klimawandel – immer stärkere Stürme, Wellen und Regenfälle – akut bedroht. Also hinfahren, so lange es noch geht!

    • Danke für den Tipp – das greife ich gerne auf! Denn sie ist wirklich schön – und pass sehr gut in das neue Buch, an dem ich gemeinsam mit meinem Kollegen Klaus Simon derzeit arbeite: Road Trips Frankreich. Herzlichen Dank daher für diese Ergänzung! Viele Grüße, Hilke Maunder

  3. Liebe Hilke,

    exakt eine solche ausführliche Liste der Corniches in Frankreich habe ich gesucht – und wo wird man wieder mal fündig? In deinem tollen Blog!

    Ergänzen könnte man noch folgende zwei Strecken an der Côte d’Azur:

    – die ebenfalls Route des Crètes genannte spektakuläre Strecke zwischen Cassis und La Ciotat über dem Cap Canaille, der höchsten Klippe Frankreichs (ca. 15 km), sowie

    – die auch sehr reizvolle Corniche d’Or zwischen Saint-Raphaël und Mandelieu-la-Napoule längs des Estérel-Gebirges (ca. 30 km), die wir vor wenigen Tagen noch langgegurkt (daher rührt u. E. der Ausdruck „corniche“, abgeleitet von „cornichon“, aber das ist wohl – noch dazu teutonische – Volksetymologie) sind, allerdings mit dem Fahrrad.

    Viele Grüße

    Marcus

    • Lieber Marcus, ganz herzlichen Dank für Deine Tipps und Hinweise, die ich gleich umgesetzt habe! Und die tolle Erklärung zun „cornichon“ – das wusste ich nicht!
      Viele Grüße, Hilke

    • Oh, Fahrradroute? Das klingt toll – und schaue ich mal an. Ich hatte als corniche die ausgeschilderte Route des Cols vorgestellt, die unweit meiner Haustür beginnt und viele Schlenker hat. Viele Grüße, Hilke

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