Die Corona-Impfung in Frankreich: die Infos

Diese Illustration des Center for Disease Control and Prevention (CDC) zeigt die ultrastrukturelle Morphologie von Koronaviren. Die Stacheln sind Proteine, die die äußere Oberfläche des Virus zieren. Unter dem Elektronenmikroskop erweckt es den Anschein einer Krone um das Virion. Copyright: DP, Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAMS.
Diese Illustration des Center for Disease Control and Prevention (CDC) zeigt die ultrastrukturelle Morphologie von Coronaviren. Die Stacheln sind Proteine, die die äußere Oberfläche des Virus zieren. Unter dem Elektronenmikroskop erweckt es den Anschein einer Krone um das Virion. Copyright: DP, Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAMS.

Die Corona-Impfung in Frankreich: Wie läuft sie ab? Wer wird geimpft? Und dürfen sich auch dort lebende Ausländer impfen lassen?  Was es dazu an verlässlichen Infos gibt, habe ich hier zusammengetragen. Ich freue mich über einen regen Austausch in den Kommentaren.


Frankreich hat – wie fast die gesamte EU – am 27. Dezember 2020 mit seiner Impfkampagne im Kampf gegen den Covid-19-Erreger begonnen. Eine Impfpflicht gibt es nicht in Frankreich. Die Impfung ist für alle, die im Land leben, kostenlos. Die Corona-Impfung erfordert zwei Injektionen im Abstand von 28 Tagen.

Seit dem Start der Impfkampagne in Frankreich am 27. Dezember 2020 sind, Stand 18. Februar, 3,3 Millionen Impfungen erfolgt.. 2.406.172 Menschen erhielten die erste Impfung. Weitere 923.289 Menschen haben auch die zweite Impfung erhalten.

Nicht jeder wird sich sofort impfen lassen können. Die oberste Gesundheitsbehörde Haute Autorité de Santé (HAS) hat die Reihenfolge der zu impfenden Bevölkerungen festgelegt.

Die drei Impfphasen

Phase 1

Im ersten Schritt gegen Covid-19  dürfen sich seit 27. Dezember 2020 diese Personen freiwillig impfen lassen:
– Alle Angehörige der Gesundheitsberufe, einschließlich der freiberuflich Tätigen,
– Fachkräfte, die in einer Gesundheitseinrichtung oder in einer medizinisch-sozialen Einrichtung oder einem Dienst arbeiten, der mit schutzbedürftigen Personen arbeitet,
– Mitarbeiter von privaten Arbeitgebern, die mit gefährdeten älteren und behinderten Menschen arbeiten,
– Mitarbeiter der Feuerwehr,
– Personen, die älter als 75 Jahre alt sind,
– Senioren, die in Einrichtungen leben (EHPAD, USLD),
– Personen mit Behinderungen, die in einem spezialisierten Pflegeheim oder einer Pflegeeinrichtung untergebracht sind,
– Personen mit einer Hochrisiko-Pathologie zu Covid-19 (siehe Liste) mit einer ärztlichen Verschreibung von ihrem Arzt.

Impfungen für Arbeitnehmer. Copyright: MInistère de la Santé
Impfungen für Arbeitnehmer. Copyright: Ministère de la Santé
Impfungen für Privatpersonen. Copyright: MInistère de la Santé
Impfungen für Privatpersonen. Copyright: Ministère de la Santé

Phase 2 (Anfang März)

Jetzt auch für Personen in der Alterstranche 65 – 74 Jahre. Seit bereits 25. Februar 2021 dürfen auch Betriebsärzte und niedergelassene Ärzte den Impfstoff von AstraZeneca impfen.

Phase 3 (Ende März)

Priorität haben Menschen im Alter zwischen 50 und 64 Jahren, Fachleute in wesentlichen Bereichen, gefährdete und prekäre Menschen und die Menschen, die sie betreuen, sowie Menschen, die in beengten, geschlossenen Räumen leben.

Danach wird das Impfalter sukzessive gesenkt. Im September soll jeder, der im Lande lebt, den Zugang zu einer Impfung haben.

Werden EU-Bürger geimpft?

Könnt ihr euch als EU-Bürger in Frankreich gegen Corona impfen lassen kann, auch ohne carte vitale oder ein europäisches Äquivalent (etwa bei Privatversicherung)? Das geht, sagt das Ministère des Solidarités et de la Santé :

Dort heißt es:

À compter du 28 janvier 2020, toute personne n’ayant pas la nationalité française et quelque soit sa situation pourra se faire vacciner en centre de vaccination, même si elle ne dispose pas d’une carte vitale.“

(Ab dem 28. Januar 2020 kann sich jeder, der nicht die französische Staatsbürgerschaft besitzt, unabhängig von seiner Situation in einem Impfzentrum impfen lassen, auch wenn er keine carte vitale hat).

https://solidarites-sante.gouv.fr/grands-dossiers/vaccin-covid-19/je-suis-un-particulier/article/foire-aux-questions-reponses-cles

Es gibt dazu einen Artikel in der Libération: 
www.liberation.fr/checknews/2021/01/28/covid-19-comment-se-deroule-la-vaccination-des-etrangers-en-france_1818586

Er erläutert die Intention: Impfen ist kein Privileg, sondern Schutz der Bevölkerung.

Achtung: Geimpft werden nur EU-Bürger, die im Land leben. Als Nachweis dienen Rechnungen von EDF oder vom Finanzamt über die Zahlung der taxe d’habitation.

Achtung: Touristen werden nicht geimpft.

Wer impft?

Die Impfungen führen anfangs nur Kliniken und Mitarbeiter /Ärzte in Pflegeeinrichtungen und Impfzentren durch. Im weiteren Verlauf des Jahres sollen auch niedergelassene Ärzte und Hausärzte Impfungen durchführen können.

Der Weg zur Impfung in Frankreich

Anmeldung/Reservierung

Per Telefon

0800 009 110 (überlastet!!)

Im Internet

Auf der Seite des Gesundheitsministeriums

www.sante.fr

Auf Doctolib

Doctolib ist eine private, staatlich anerkannte Plattform. Gebt auf www.doctolib.fr bei der Suche vaccination covid-19 eingeben und den Ort, an dem ihr euch Impfen lassen könnt. Dann schlägt die Webseite die Impfstellen dort vor. Ihr könnt die Termine für die erste und zweite Impfung dort buchen.

Auf Maiia

Die private Plattform einer Tochtergesellschaft der Cegedim-Gruppe, www.maiia.com, ist ebenfalls von der Regierung anerkannt.

Auf Keldoc

Auch die private Plattform einer Tochtergesellschaft der Mutuelle nationale des hospitaliers www.keldoc.com ist staatlich anerkannt.

Per Ansprechpartner

Auch Ärzte, Apotheker können Impf-Termine vereinbaren. In kleineren Ort vermittelt sie oftmals auch die mairie (Bürgermeisteramt). Eine vorherige Konsultation des Arztes ist nicht erforderlich

Mitzubringende Papiere am Impftag

Carte Vitale oder sonstiger Nachweis, der das Recht auf Impfung bestätigt,

• ärztliche Verschreibung für Personen unter 75 Jahren und mit sehr risikoreichen Erkrankungen.

Im Impfzentrum

• Eine Krankenschwester begrüßt euch, die eure Daten aufnimmt und euch  einen kurzen medizinischen Fragebogen ausfüllen lässt, um sicherzustellen, dass ihr geimpft werden könnt.

• Ist der Fragebogen ausgefüllt, trefft ihr euch mit einem Arzt. Er entscheidet, ob ihr geimpft werdet – und gibt dazu eine positive oder negative Stellungnahme dazu ab. Das ist der Zeitpunkt, um Fragen zur Impfung zu stellen, falls ihr welche haben solltet.

Die Impfung

Die Impfung besteht aus einer Injektion in den Oberarm, die eine Krankenschwester oder ein Arzt vornimmt. Nach der Impfung solltet ihr zur eigenen Vorsicht noch 15 Minuten nach der Spritze im Impfzentrum bleiben, rät das Gesundheitsministerium.

Vor dem Verlassen des Impfzentrums werdet ihr gebeten, einen  Termin für die zweite Injektion 28 Tage später festzulegen

Etwaige Komplikationen könnt ihr hier online melden:  www.signalement.social-sante.gouv.fr.

Die Impfstoffe

Folgende Impfstoffe sind zugelassen in Frankreich. Astra-Zeneca wird nur an Menschen unter 65 Jahren geimpft, Comirnaty erst ab einem Alter von 16 Jahren.

Corona-Impfstoffe in Frankreich. Copyright:
Corona-Impfstoffe in Frankreich. AMM = Autorisation de mise sur le marché, sprich, Zulassung. Copyright: L’Agence nationale de sécurité du médicament et des produits de santé (ANSM)

Quelle: www.ansm.sante.fr/Dossiers/COVID-19-Vaccins/Vaccins-autorises/(offset)/3

Die Impfzentren

Das nächstgelegene der 1.274 Impfzentren in Frankreich könnt ihr im Web kostenlos auf der kommerziellen Seite www.bilancoronavirus.fr/vaccination-covid recherchieren.

Umständlicher (da sehr viel unübersichtlicher) geht es auf der offiziellen Seite www.sante.fr.

Oder ruft die kostenlose  nationale Hotline an: 0800 009 110 (täglich von 6 bis 22 Uhr). Ihr könnt dort jeweils auch einen Termin vereinbaren.

Auch euer Hausarzt oder die regionalen Gesundheitsämter (agence régionale de santé, ARS) helfen euch weiter.

Infos zur Corona-Impfung

https://solidarites-sante.gouv.fr

https://vaccination-info-service.fr

www.has-sante.fr/jcms/p_3165982/fr/coronavirus-covid-19

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30 Kommentare

  1. Update Department Moselle
    Wegen der Häufung hoch ansteckender Coronavirus-Varianten verschärft Frankreich die Einreiseregeln für Teile des Grenzgebiets zu Deutschland: Für alle nicht-beruflichen Fahrten in den französischen Verwaltungsbezirk Moselle ist ab März ein negativer PCR-Test nötig, wie das Gesundheits- und Europaministerium in Paris mitteilen. Im Département Moselle an der Grenze zum Saarland und zu Rheinland-Pfalz breitet sich die südafrikanische Corona-Variante stark aus.

  2. Liebe Hilke,
    ich bin heute auf Ihre Seite gestossen und bin überrascht, wie gut sie ist. Ihre Informationen sind ja sehr detailliert und absolut zutreffend. Ich habe die gleichen Infos über in das Impfen und in Frankreich lebende EU-Bürger über den Europarat erhalten. DAnke Ihnen sehr für Ihre Informationen, ich werde auch den Rest beizeiten lesen.
    Wir sind Ende 2019 in die Bretagne gezogen und haben dank Corona noch viel Arbeit mit dem Haus vor uns. Dafür können wir uns jetzt schon impfen lassen!
    herzliche Grüße Cornelia

    • Liebe Cornelia,

      da sind Sie uns ein bisschen voraus – wir haben unser Haus im Herzen der Bretagne Anfang 2020 gekauft um in wenigen Jahren auch ganz dorthin zu ziehen. In welcher Region leben Sie dort? Es ist immer schön, sich mit Gleichgesinnten austauschen zu können :-). Auch bei uns ziehen sich die diversen notwendigen Arbeiten dank Corona.

      Viele Grüße
      Sylvie

  3. Neues vom Süden.
    Wegen hoher Neuinfektionszahlen werden die Corona-Maßnahmen rund um die südfranzösischen Städte Nizza und Cannes verschärft. An diesem Abschnitt der Côte d’Azur gelten ab dem Wochenende weitgehende Ausgangsbeschränkungen. Die Kontrollen an den Flughäfen und an der italienischen Grenze werden verschärft. Bei der Einreise verlangt Frankreich von EU-Bürgern unter anderem einen negativen PCR-Test. In den Küstengemeinden von Théoule-sur-Mer westlich von Cannes bis Menton an der italienischen Grenze dürfen die Bewohner laut der Präfektur ihre Häuser an Wochenenden in der Regel nur noch für maximal eine Stunde im Umkreis von fünf Kilometern verlassen. Bei Verstößen droht eine Geldbuße von 135 Euro. Zudem müssen ab Dienstag Geschäfte mit mehr als 5000 Quadratmetern Fläche schließen, die keine Lebensmittel verkaufen. Beide Maßnahmen sind vorerst auf zwei Wochen befristet.

  4. Die Impfstrategie in Frankreich erscheint mir, die als Allgemeinmedizinerin mit einer Onkologin und Hämatologin in Praxisgemeinschaft arbeitet, wesentlich sinniger. Seit Beginn der Erkrankungen war ich ständig mit Erkrankten und Sterbenden in den Heimen konfrontiert und bekomme nun am 20.02. meine erste Impfung. Bis das Gesundheitsamt begriff, dass diese Praxisstruktur eine frühe Impfung der Ärzte und Mitarbeiter fordert, sind Wochen vergangen. In Frankreich wäre
    man eher dran gewesen, vermutlich ohne Kampf.

  5. Hallo Hilke
    Du schreibst jede Person kann sich impfen lassen wenn er das entsprechende Alter hat und zB eine Kopie der taxe d’habitation vorweist. Etwas später schreibst Du dann von nur EU Bürger. Wie sieht es mit Schweizer Bürgern aus?
    Ich danke für Deine Infos und abendlichen Gruss, Roberto

  6. Hallo, liebe Hilke,
    Seit langem verfolgen mein Mann und ich deinen Blog und haben schon viele schöne Wanderungen und kulturelle highlights im Land der Catalanen Dank Deiner Beiträge entdecken und genießen können.

    Aber jetzt noch mal ein Frage zu Deinen Infos zur Corona- Impfung: Heißt das, dass Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft , die einen Zweitwohnsitz in Frankreich haben ( Nähe Le Barcarès ) Steuern bezahlen, ein Konto bei einer französischen Bank führen und ca. 4 Monate / Jahr in Frankreich leben, nicht geimpft werden können, weil die Steuerrechnungsadresse der Erstwohnsitz in Deutschland ist?

    Lieben Gruß, Angela

    • Ja, liebe Angela, so ist es – ihr müsstet euch in Deutschland impfen lassen. Umgekehrt gilt es für Franzosen und andere EU-Bürger in Deutschland leider auch. Viele Grüße! Hilke

    • Hallo Angela,
      bei unserem Energie-Anbieter (Total Energie) kann man sich für staatliche Belange eine Kundenbescheinigung ausstellen lassen, da steht nur die franz. Lieferadresse drin, da die Kommunikation eh nur über das Internet läuft brauchen sie keine deutsche Adresse.
      Damit könnte es doch klappen.

  7. Ich würde Andreas völlig zustimmen und ich finde es keinen Unsinn, wenn man davon ausgeht, dass die Anzahl von Neuinfektionen mit dem Frühjahr deutlich sinken wird. Natürlich sind die Viren nicht weg und werden im nächsten Winter dann wieder auf dem Vormarsch sein, wohlmöglich als Mutation. Ich würde ihm auch zustimmen, sich vor einer Impfung umfassend zu informieren und es gehört dazu, dass die Verantwortlichen transparent darüber informieren, was man weiß und was eben auch nicht. Man weiß jedenfalls, dass die Impfung keine sterile Immunität zur Folge hat. Dies bedeutet, dass man krank werden kann, der Verlauf aber nicht so ausgeprägt ist. Ob man andere dabei anstecken kann, ist noch unklar. Mit jeder Infeltion steigt natürlich auch die Wahrscheinlichkeit einer Mutatation, dies ist also durch die Impfung nicht ausgeschlossen. Ebenfalls völlig unklar sind die Langzeitfolgen der Impfungen, dies wird man erst in ein paar Jahren sehen. Richtig wäre jedenfalls eine vernünftige Aufklärung und kein Benefit für Geimpfte, denn dies wäre faktisch eine Impfpflicht durch die Hintertüre. Ich glaube auch nicht, dass Andreas alsbald an Covid19 (oder einer anderen Erkrankung) stirbt, wenn er sich nicht impfen lässt, es sei denn er ist über 80 Jahre alt. Ich finde es jedenfalls völlig “naiv” wenn man sich hinstellt und von “ist doch nur ein kleiner Piks” redet, dies kann man einem Kleinkind beim Kinderarzt erzählen, damit es nicht so dolle Angst hat, aber doch einen erwachsenen, aufgeklärten Menschen.

    Helmut hat es oben ja schon gesagt “Wenn nichts getan wird, würden wir noch lange mit extremen Einschränkungen unserer Freiheiten leben müssen.” Genau dies ist der Punkt. Man muss Grundrechtseinschränkungen hinnehmen und wird nur in die Freiheit entlassen, wenn man “den kleinen Piks” hinnimmt. Letztlich ist dies eine Beweislastumkehr des Infektionsschutzgesetzes, denn dies erlaubt nur die temporäre(!) Einschränkung von Erkrankten und nicht den vorsorglichen Freiheitsentzug einer ganzen Nation.

    Ich mache mir da aber insgesamt weniger Sorgen, denn wir werden es nicht hinbekommen die Herdenimmunität in absehbarer Zeit durch Impfung hinzubekommen, denn in dem Tempo brauchen wir Jahre. Auf der andere Seite scharrt die Wirtschaft mit den Füßen und hält es eh nicht mehr lange durch auf die Kunden zu verzichten.

    Aber gut, solche Diskussionen sollte man an andere Stelle führen und nicht hier. Mich nervt es lediglich, wenn Andersdenkende (wie z.B. Andreas) gleich mit “Unsinn” abgekanzelt werden. Denk‘ mal drüber nach…

  8. Hallo Hilke,
    das sind ja wunderbare Neuigkeiten, vielen Dank! Da muss ich nicht warten, bis das verschlafene deutsche Gesundheitssystem soweit ist und kann bald wieder mit gutem Gewissen zwischen meiner Wahlheimat Finistére und Deutschland pendeln.Gibt es auch Info zu den Kosten der Impfung? Die muss ich ja ohne carte vital vorstrecken.Grüße aus Witten, Erik Förster

  9. Merci für die Infos et “vive la france”, ich bin als Deutscher in der Vendee lebend bereits geimpft worden ohne Carte vitale, da ich privat versichert bin. Hätte gerne bezahlt, nun spendeich halt. Meine jüngere Frau muss leider noch warten. Alle mit der Impfung betrauten Helfer und -innen waren ausnahmslos sehr um die Impfwilligen besorgt und hatten für alle ein nettes Wort.

  10. Liebe Hilke,

    eine Impfung in Frankfreich wäre natürlich super, da ich sicher früher geimpft werden könnte als in Deutschland (bin 56 Jahre). Bisher galten ja Menschen mit Zweitwohnsitz in Frankreich bzw. Ferienhaus als Touristen. Du schreibst, dass keine Toristen geimpft werden, aber eine Rechnung vom Finanzamt über die Taxe d’habitation habe ich natürlich. Weißt Du, ob ich mich dann in Frankreich impfen lassen könnte?

      • Moin Hilke, Sie schreiben, dass keine Touristen geimpft werden. Als Nachweis für einen Wohnsitz in Frankreich dient eine EDF Rechnung, Taxe d‘ Habitation oder Telefonrechnung, wenn sich Objekt- und Rechnungsadresse in Frankreich befindet. Nach EDF und Taxe wäre ich Tourist, weil deutsche Rechnungsanschrift. Aber meine Telefonrechnung und Mobilrechnung weist keine deutsche sondern nur die französische Adresse aus. Reicht dieses Dokument allein als Nachweis für eine Impfberechtigung?

      • Lieber Wolfgang, Es tut mir leid und ich verstehe den Wunsch, Wege zur schnellenImpfung zu finden – doch Sie Sind für Frankreich ein Tourist – die Taxe d’habitation ist entscheidend, sie weist nach, wo der Wohnsitz ist. Viele Grüße, Hilke

  11. Liebe Hilke, ich bin sehr froh, dass du zu diesem für uns alle so wichtigen Thema des Impfens, ausführlich informierst. Ich gehöre zu den Menschen, die ihre Hoffnungen auf die Impfung setzen. Denn es gibt bisher keine andere Chance, in diesem Jahr mit den Impfungen so weit zu kommen, dass der Reiseverkehr zwischen Deutschland 🇩🇪 und Frankreich 🇫🇷 und damit die Begegnung der Menschen wieder möglich wird. Wenn nichts getan wird, würden wir noch lange mit extremen Einschränkungen unserer Freiheiten leben müssen. Berichte bitte weiter über die Fortschritte in Frankreich, sobald dafür wieder ein geeigneter Zeitpunkt gegeben ist: OSTERN ?

  12. Hallo Hilke, herzlichen Dank für die Infos ! Gerne hätte ich mir gewünscht, daß du die Impfung etwas kontroverser darstellst. Entscheiden muß natürlich jeder für sich persönlich. Tatsache ist, das die Impfung nicht unumstritten ist, da sie im verkürzten Zulassungsverfahren bisher nur eine vorläufige Zulassung hat. Die Art und Weise der Impfdosis ist vollkommen neu und es wurde noch nie ein Langzeitversuch bzw. eine längere Studie mit einer größeren Gruppe von Testpersonen durchgeführt. Zum Thema gibt es schon einige neue Bücher, die den Sachverhalt neutral und nicht voreingenommen betrachten. Sollte man gelesen haben um die Entscheidung über die Auswahl aus den verschiedenen Anbietern und Wirkungsweisen treffen zu können. Vor der Impfung ist es vorgeschrieben über Wirkung und Risiken aufgeklärt zu werden. Das allermindeste ist sich den Beipackzettel durchzulesen ! Der Hersteller erklärt darin, für welche Personen die Impfung geeignet bzw. nicht zu empfehlen ist. Ich freue mich auf den Frühling und den natürlichen Abschied der Viren, wie nach jeder bisherigen Erkältungssaison. Viele Grüße vom Doubs sendet Andreas Wolf

    • Lieber Andreas, merci für Deinen Kommentar. Ich bin eine ganz klassisch ausgebildete Journalistin. Das heißt, meine Aufgabe ist berichtend und so umfassend zu informieren wie möglich. Die Diskussion entsteht dann in der Gesellschaft. Ich hätte auch einen Pro-Kontra-Beitrag als Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile schreiben können. Doch dazu fehlt mir als Nicht-Mediziner einfach das Fachwissen. Und wie Du schon angesprochen hast im Kommentar: Jeder sollte sich vorab informieren, ob und wenn ja, wie er geimpft werden möchte. Mein Ziel war es, in diesem Beitrag den Status Quo in und die Strategie von Frankreich darzustellen. Ich hoffe, dies ist mir gelungen. Viele Grüße! Hilke

      • Liebe Hilke,
        vielen Dank für deinen sachlichen und überschauenden Bericht zur Impfsituation in Frankreich. Das verschafft mir einen Überblick zur dortigen Situation.
        Gleichzeitig unterstütze ich deine Sichtweise auf neutrale Berichterstattung zur Impfsituation; ansonsten hätte dein Blog „Mein Frankreich“ eine nicht endende Diskussion über das Für und Wider der Impfungen.

      • Liebe Hilke! Ich schließe mich dem Kommentar von Ludwig zu 100% an!
        Dieser phantastische Frankreichblog soll ja keine Infostelle einer Krankenversicherung oder gar des Gesundheitsministeriums sein!
        Herzlichen Dank für den Impf-Beitrag und ein schönes Wochenende!

    • Lieber Andreas! Das ist Unsinn, Die Viren und vor allem diese, verabschieden sich nicht zum Frühling und gehen in „Sommerschlaf“, um dann im Herbst wieder kräftig zuzuschlagen.
      Dieses Virus bleibt und es wird dich auch im Sommer finden, wenn du unvorsichtig und nicht geimpft bist.
      Jedes Medikament hat Nebenwirkungen. Aber sie sind, im Vergleich zum Verlauf nach einer Infektion, erträglich.
      Ichhatte einmal eine multiresistente Tuberkulose. Auf dem Beipackzettel der Antibiotika stand u.a. „kann zum Tode führen“. Wenn ich daraufhin die Medikamente nicht genommen hätte, weil ich Angst gehabt hätte, daran zu sterben, wäre ich heute nicht mehr am Leben…
      Worauf willst du warten mit der Impfung? Bis niemand nach der Impfung innerhalb von drei Jahren mehr gestorben ist? Vielleicht hast du dich zwischenzeitlich infiziert und lebst dann gar nicht mehr. Was hast du dann vom Warten gehabt?
      Denk‘ mal drüber nach…

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