Die Corona-Impfung in Frankreich: die Infos

Diese Illustration des Center for Disease Control and Prevention (CDC) zeigt die ultrastrukturelle Morphologie von Koronaviren. Die Stacheln sind Proteine, die die äußere Oberfläche des Virus zieren. Unter dem Elektronenmikroskop erweckt es den Anschein einer Krone um das Virion. Copyright: DP, Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAMS.
Diese Illustration des Center for Disease Control and Prevention (CDC) zeigt die ultrastrukturelle Morphologie von Coronaviren. Die Stacheln sind Proteine, die die äußere Oberfläche des Virus zieren. Unter dem Elektronenmikroskop erweckt es den Anschein einer Krone um das Virion. Copyright: DP, Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAMS.

Die Corona-Impfung in Frankreich: Wie läuft sie ab? Wer wird geimpft? Und dürfen sich auch dort lebende Ausländer impfen lassen?  Was es dazu an verlässlichen Infos gibt, habe ich hier zusammengetragen. Ich freue mich über einen regen Austausch in den Kommentaren.


Frankreich hat – wie fast die gesamte EU – am 27. Dezember 2020 mit seiner Impfkampagne im Kampf gegen den Covid-19-Erreger begonnen. Eine Impfpflicht gibt es nicht in Frankreich. Die Impfung ist für alle, die im Land leben, kostenlos. Die Corona-Impfung erfordert zwei Injektionen im Abstand von 28 Tagen.

Seit dem Start der Impfkampagne in Frankreich am 27. Dezember 2020 haben 14,4 Millionen Menschen die erste Impfung erhalten (Stand: 1.5.2021).  5,6 Millionen Menschen haben auch die zweite Impfung erhalten. Den tagesaktuellen Stand könnt ihr hier einsehen.

Frankreich hat den Bezug von Impfdosen seit Jahresbeginn kontinuierlich gesteigert. Im Januar und Februar hat Frankreich sieben Millionen Dosen Impfstoff erhalten. Im März und April kamen Impfdosen hinzu, sodass Frankreich zum 1. Mai insgesamt 25 Millionen Dosen Impfstoff erhalten hatte.

Beim jetzigen Impftempo werden 20 Millionen Menschen bis Mitte Mai sein versorgt sein, so Gesundheitsminister Olivier Véran, 30 Millionen Menschen im Juni. Bis August 2021 sollen 90 Prozent der Bevölkerung geimpft sein. Erst dann könne die Rückkehr zum normalen Leben möglich sein.

Frankreich setzt auf Impfen – auch im Lockdown. Das Impftempo wurde seit Februar 2021 massiv gesteigert. In 35 vaccinodromes werden täglich bis zu 2000 Menschen geimpft. Betrieben werden die Massenimpfzentren von der Feuerwehr, der Armee und vom Roten Kreuz. Das erste Drive-In-Impfcenter hat am Mittwoch, 7. April 2021, in Saint-Jean-de-Védas bei Montpellier seinen Betrieb aufgenommen.

Nicht jeder wird sich sofort impfen lassen können. Die oberste Gesundheitsbehörde Haute Autorité de Santé (HAS) hat die Reihenfolge der zu impfenden Bevölkerungen festgelegt.

Die drei Impfphasen

Die Impfoptionen in Frankreich, Stand: 24. April 2021. Copyright: Santé France
Die Impfoptionen in Frankreich, Stand: 24. April 2021. Copyright: Santé France

Phase 1

Seit 27. Dezember 2020 dürfen sich diese Personen freiwillig impfen lassen:
– Alle Angehörige der Gesundheitsberufe, einschließlich der freiberuflich Tätigen,
– Fachkräfte, die in einer Gesundheitseinrichtung oder in einer medizinisch-sozialen Einrichtung oder einem Dienst arbeiten, der mit schutzbedürftigen Personen arbeitet,
– Mitarbeiter von privaten Arbeitgebern, die mit gefährdeten älteren und behinderten Menschen arbeiten,
– Mitarbeiter der Feuerwehr,
– Personen, die älter als 75 Jahre alt sind,
– Senioren, die in Einrichtungen leben (EHPAD, USLD),
– Personen mit Behinderungen, die in einem spezialisierten Pflegeheim oder einer Pflegeeinrichtung untergebracht sind,
– Personen mit einer Hochrisiko-Pathologie zu Covid-19 (siehe Liste) mit einer ärztlichen Verschreibung von ihrem Arzt.

Phase 2 (März)

Seit bereits 25. Februar 2021 dürfen auch Betriebsärzte und niedergelassene Ärzte den Impfstoff von AstraZeneca impfen. Seit 15. März 2021 können sich Menschen über 50 Jahre mit Komorbiditäten in der Apotheke mit AstraZeneca impfen lassen. Seit 24. März werden alle Menschen ab 70 Jahren geimpft

Phase 3 (April)

Seit 11. April werden alle Menschen ab 55 Jahre geimpft. Ebenfalls Priorität haben Fachleute in wesentlichen Bereichen, gefährdete und prekäre Menschen und die Menschen, die sie betreuen, sowie Menschen, die in beengten, geschlossenen Räumen leben.

Danach wird das Impfalter sukzessive gesenkt. Ab Mitte Juni 2021 werden alle Erwachsenen ungeachteet des Alters geimpft. Im September soll jeder, der im Lande lebt, den Zugang zu einer Impfung haben.

Werden EU-Bürger geimpft?

Könnt ihr euch als EU-Bürger in Frankreich gegen Corona impfen lassen kann, auch ohne carte vitale oder ein EU-Äquivalent (etwa bei Privatversicherung)? Das geht, sagt das Ministère des Solidarités et de la Santé .

Dort heißt es:

À compter du 28 janvier 2020, toute personne n’ayant pas la nationalité française et quelque soit sa situation pourra se faire vacciner en centre de vaccination, même si elle ne dispose pas d’une carte vitale.“

Seit 28. Januar 2020 kann sich jeder, der nicht die französische Staatsbürgerschaft besitzt, unabhängig von seiner Situation in einem Impfzentrum impfen lassen, auch wenn er keine carte vitale hat.

https://solidarites-sante.gouv.fr/grands-dossiers/vaccin-covid-19/je-suis-un-particulier/article/foire-aux-questions-reponses-cles

Es gibt dazu einen Artikel in der Libération: 
www.liberation.fr/checknews/2021/01/28/covid-19-comment-se-deroule-la-vaccination-des-etrangers-en-france_1818586

Er erläutert die Intention: Impfen ist kein Privileg, sondern Schutz der Bevölkerung. Geimpft werden nur EU-Bürger, die im Land leben. Als Nachweis dienen Rechnungen von EDF oder vom Finanzamt über die Zahlung der taxe d’habitation.

Kaum möglich ist es, Erst- und Zweitimpfung in unterschiedlichen Ländern machen zu lassen. Wer die Erstimpfung in Deutschland erhalten hat, muss dort meist auch die zweite Impfung machen lassen. Analog, und u.U. sogar strenger als in Deutschland, gilt dies auch für Frankreich.

Achtung: Touristen werden nicht geimpft.

Wer impft?

Die Impfungen führen anfangs nur Kliniken und Mitarbeiter /Ärzte in Pflegeeinrichtungen und Impfzentren durch. Im weiteren Verlauf des Jahres sollen auch niedergelassene Ärzte und Hausärzte Impfungen durchführen können.

Der Weg zur Impfung in Frankreich

Anmeldung/Reservierung

Per Telefon

0800 009 110 (überlastet!!)

Im Internet

Auf der Seite des Gesundheitsministeriums

www.sante.fr

Auf Doctolib

Doctolib ist eine private, staatlich anerkannte Plattform. Gebt auf www.doctolib.fr bei der Suche vaccination covid-19 eingeben und den Ort, an dem ihr euch Impfen lassen könnt. Dann schlägt die Webseite die Impfstellen dort vor. Ihr könnt die Termine für die erste und zweite Impfung dort buchen.

Auf Maiia

Die private Plattform einer Tochtergesellschaft der Cegedim-Gruppe, www.maiia.com, ist ebenfalls von der Regierung anerkannt.

Auf Keldoc

Auch die private Plattform einer Tochtergesellschaft der Mutuelle nationale des hospitaliers www.keldoc.com ist staatlich anerkannt.

Per Ansprechpartner

Auch Ärzte, Apotheker können Impf-Termine vereinbaren. In kleineren Ort vermittelt sie oftmals auch die mairie (Bürgermeisteramt). Eine vorherige Konsultation des Arztes ist nicht erforderlich

Mitzubringende Papiere am Impftag

Carte Vitale oder sonstiger Nachweis, der das Recht auf Impfung bestätigt,

• ärztliche Verschreibung für Personen unter 75 Jahren und mit sehr risikoreichen Erkrankungen.

Im Impfzentrum

• Eine Krankenschwester begrüßt euch, die eure Daten aufnimmt und euch  einen kurzen medizinischen Fragebogen ausfüllen lässt, um sicherzustellen, dass ihr geimpft werden könnt. Den Fragebogen könnt ihr hier online einsehen:https://solidarites-sante.gouv.fr/IMG/pdf/fiche_-_questionnaire_vaccination_contre_la_covid-19_en_officine.pdf.

• Ist der Fragebogen ausgefüllt, trefft ihr euch mit einem Arzt. Er entscheidet, ob ihr geimpft werdet – und gibt dazu eine positive oder negative Stellungnahme dazu ab. Das ist der Zeitpunkt, um Fragen zur Impfung zu stellen, falls ihr welche haben solltet.

Die Impfung

Die Impfung besteht aus einer Injektion in den Oberarm, die eine Krankenschwester oder ein Arzt vornimmt. Nach der Impfung solltet ihr zur eigenen Vorsicht noch 15 Minuten nach der Spritze im Impfzentrum bleiben, rät das Gesundheitsministerium.

Vor dem Verlassen des Impfzentrums werdet ihr gebeten, einen  Termin für die zweite Injektion festzulegen – bei BioNTech meist 28 Tage später, bei AstraZeneca 12 Wochen später.

Etwaige Komplikationen könnt ihr hier online melden:  www.signalement.social-sante.gouv.fr.

Die Impfstoffe

Folgende Impfstoffe sind zugelassen in Frankreich.

Impfstoffe in FrankreichQuelle: https://ansm.sante.fr/dossiers-thematiques/covid-19-vaccins-autorises

Impfzentren& Termine

Das nächstgelegene der 1.700 Impfzentren in Frankreich könnt ihr im Web kostenlos auf der kommerziellen Seite www.bilancoronavirus.fr/vaccination-covid recherchieren.

Umständlicher (da sehr viel unübersichtlicher) geht es auf der offiziellen Seite www.sante.fr.

Oder ruft die kostenlose  nationale Hotline an: 0800 009 110 (täglich von 6 bis 22 Uhr). Ihr könnt dort jeweils auch einen Termin vereinbaren.

Auch euer Hausarzt oder die regionalen Gesundheitsämter (agence régionale de santé, ARS) helfen euch weiter.

Freie Impftermine listet auch https://vitemadose.covidtracker.fr.

Infos zur Corona-Impfung

https://solidarites-sante.gouv.fr

https://vaccination-info-service.fr

www.has-sante.fr/jcms/p_3165982/fr/coronavirus-covid-19

Impfen auf der Karte

Wer wurde wann, wo und wie geimpft? Diese Infos bündelt die Seite VaccinTracker und verdeutlicht den Fortschritt der Impfkampagne in Frankreich mit vielen Infografiken.

https://covidtracker.fr/vaccintracker/

 

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103 Kommentare

  1. Liebe Hilke, liebe Alle,

    Stichwort: wie weise ich die erfolgreiche Impfung hier in FR in Deutschland nach?

    Donnerstag bekommen wir die 2. Impfung, hier auf Korsika.
    Was hast Du, lieb Hilke/was habt Ihr, die Ihr schon 2 x geimpft wurdet für ein Zertifikat erhalten? Wurde das im gelben Impfpass eingetragen? Worauf muß ich ggf. achten?

    Wir Alle wissen, daß der Nachweis der Impfung für das Leben künftig sehr wichtig sein wird, ich mache mir einfach Sorgen, wie ich das dann in Deutschland (oder sonst wo) glaubhaft nachweisen kann, zumal ja auch das Impfzentrum in Lupino (der Kultur- und Gemeindesaal) hier nicht ewig bestehen wird. Und: Wir sind hier nicht krankenversichert, haben also keine carte vitale oder sonst wie eine “elektronische” Akte, in die man zwecks Nachweis ggf. noch mal gucken könnte.

    Danke für Euer Feedback, Kirsten

    • Hallo Kirsten, ich habe erst den ersten Schuss Astra-Zeneca in Frankreich erhalten und muss dann ja drei Monate auf den zweiten Schuss warten – 22. Juni ist der dran. Ich habe einen Zettel erhalten mit dem Hinweis “bloß nicht verlieren!”. Ins gelbe Impfbuch wollte niemand etwas eintragen. Zur carte vitale: Wenn ihr einen Zweitwohnsitz auf Korsika habt, könntest Du sie ggf. erhalten. Das würde vieles erleichtern.
      Schau mal hier: https://www.toutsurmesfinances.com/vie-pratique/a/carte-vitale-demarches-demande-attestation#:~:text=Demande%20carte%20Vitale%20pour%20l'%C3%A9tranger,-Dans%20l'Union&text=Valable%20un%20an%2C%20la%20CEAM,votre%20carte%20sous%2010%20jours.
      Alles Gute, Hilke

      • Guten Morgen,
        Danke für den link, liebe Hilke, habe ich durchgelesen, in Deutschland wird diese Karte in Deinem link “EHIC” (european, health insurance card) genannt, die bekommen aber leider nur gesetzlich Versicherte (wir sind privat versichert), wie ich an mehreren Stellen las, und für jene ist das ganz einfach, wird z.T. automatisch zugeschickt oder ist manchmal sogar auf der Rückseite der Krankenversicherungskarte, wie ich als.

        https://www.krankenkassen.de/ausland/Europaeische-Krankenversicherungskarte/

        Liebe Grüße, Kirsten

      • Hallo Kirsten, ja, diese Europäische Krankenversicherungskarte gibt es schon lange, kann aber von vielen Ärzten und Krankenhäusern außerhalb von Deutschland nicht eingelesen werdne. Daher soll es einen Corona-Pass geben, auf dem nur Impfungen, Erkrankungen und Tests gespeichert werden Da die Abstimmung, wie auch Dein Kommentar dazu zeigt, noch völlig offen ist, würde ich bitten, diese Thema ruhen zu lassen, bis Fakten vorliegen. Da bestimmt noch viel Abstimmungsbedarf der Staaten. Nix für ungut, Hilke

    • Hallo Kirsten, mein Mann war heute im Centre de Vaccination in Fayence und bekam seine erste Impfung mit Moderna. Der Termin wurde schon am 25.3.gemacht: mit einer attestation seines hiesigen Arzt, den er bei unseren Aufenthalten am Zweitwohnsitz in Frankreich immer mal wieder konsultiert::. In dessen Arztpraxis wurde nur Astrazeneca verimpft, was aufgrund der gesundheitlichen Situation meines Mannes nicht in Frage kam. Die zweite Dosis bekommt er am 2.Juni.
      Er musste im Zentrum einen Minifragebogen ausfüllen, man hat seine Zweitwohnsitzadresse aufgenommen, irgendwelche Wohnsitznachweise (Rechnung EDF, Taxe foncière) wurden nicht nachgefragt; auf die Frage nach carte vitale reichte als Antwort “privé”. Bezahlen musste er bisher nichts.
      Die Impfung wurde in seinen gelben Impfpass eingetragen, darüber hinaus bekam er zusätzlich einen Nachweis über die heute erfolgte Impfung mit seinen Daten,Impfort, Impfstoff etc.
      Ich mache mir jetzt überhaupt keine Sorgen, wie alle die erforderlichen und jetzt vorliegenden Daten und Nachweise später in das noch zu entwickelnde “Nachweisobjekt”, wie das auch immer aussehen mag und heissen wird, überführt werden. Und einen schriftlichen Nachweis müsstet Ihr vor Ort doch auch erhalten.
      Den habe ich nach meinem ersten Schuss AstraZenica hier in einer Arztpraxis
      auch bekommen. Und den werde ich sicher ebenso nach dem zweiten Schuss, der ab Ende Mai möglich ist, erhalten (mein Impfpass ist leider verschollen).

      Viel Glück am Donnerstag
      und sonnig-stürmische Grüsse an alle

      Brigitte

  2. Bonjour 🙂

    Bei meinem Mann und mir, beide 57 J. gings über Doctolib.fr ratzfatz! Am 11.04. lass ich hier das die ab 55 Jahren dran sind, und 2 Std. später hatte ich für mich den ersten und 2ten Impftermin sicher. Am 15.04. fand er schon statt und am 12.05. ist der zweite. Bei meinem Mann gings genauso flugs, er muss/t aber ins 50 km entfernte Metz „reisen“ was man(n) aber zu diesem Anlass gerne tut! Beide bekamen wir BF, vielleicht auch deshalb, weil die afrikanische Mutante in Departement Moselle recht verbreitet ist oder vielleicht auch schon wieder war.

    Bon Courage an alle!

    • Moin ,ja das stimmt über Doctolib.fr ist es sehr einfach,man kann auch mehrere Personen anlegen, dann muss sich nicht jeder Extra anmelden. Ab 15.05 ist es auch für 50+ möglich einen Termin zu machen.Wir haben nun am 15 unseren 1 Impftermin,
      den 2ten dann 6 Wochen später.Wir bekommen auch Biontec.
      Liebe Grüsse und Gesundheit für alle, aud dem kalten Elsass
      Michael

  3. Hallo zusammen,

    Ich habe meine erste Impfung vorgestern erhalten. In unserer Gegend (Gard) ist es so, dass man sich bei der Gemeinde meldet. Die sammelt die Daten und gibt sie direkt weiter ans Spital, wo die Impfungen gemacht werden. Ich habe innerhalb von 2 Wochen einen Anruf mit Impftermin in 5 Tagen bekommen. Einen Tag vor dem Termin bekam ich eine Erinnerung per SMS mit einem Link zu doctolib mit näheren Infos. Es ist nicht nötig, bei doctolib ein Konto zu erstellen, ich habs aber trotzdem gemacht. Dann war da die Info zu den Örtlichkeiten und ein Link zum Formular “Attestation de déplacement”. Das fand ich gut, ich hätte es sonst vielleicht vergessen, daran kann ich mich einfach nicht gewöhnen. Auch der zweite Impftermin war da schon angegeben.

    Ich ging also zum Termin. Alles war gut ausgeschildert. Ich musste eine neue Maske vom Spital anziehen und einen Fragebogen ausfüllen von wegen ob ich gerade krank bin oder kürzlich geimpft wurde. Die Krankenversicherungsnummer habe ich nicht eingetragen, weil ich in der Schweiz versichert bin.

    Ich wurde aufgerufen. Als erstes wurde Fieber gemessen. Dann musste ich meine ID (oder Pass) geben als Ersatz für die Carte Vitale. Und sie wollten dann meine Adresse in F wissen. Das war’s auch schon. Keine Belege, Beweise oder so wurden verlangt. Mein Wort reichte, vielleicht auch, weil die Anmeldung über die Gemeinde ging. Das ist ja wie eine Vorselektion vielleicht, keine Ahnung.

    Ich wurde über die Impfung aufgeklärt, Impfstoff COMIRNATY von Pfizer (Astra Zeneca gibt es hier nur in den Apotheken, da kann man einfach so, ohne Anmeldung, auf einen Pieks rein. Ich wurde gepiekst und musste noch 15 Min. warten, um sicher zu gehen, dass ich nicht aus den Latschen kippe. Dann bekam ich ein A4-Blatt als Impfnachweis und meine ID zurück.

    Ich musste meine Schweizer Krankenversicherungskarte nicht zeigen und auch sonst nichts. Es ging total schnell und reibungslos und ich musste auch nichts bezahlen.

    In den Kommentaren schreibt Harald Förster: “die Krankenversicherungskarte sollte für Europa zugelassen sein”. Das stimmt in meinem Fall nicht, es wurde nicht mal danach gefragt, ob ich versichert bin. Wenn jemand eine Carte vitale hat, wird die Versicherung über die erfolgte Impfung informiert. Bei Ausländern wird nicht ins Ausland informiert.

    So, ich hoffe, ich habe nichts vergessen. Vielleicht hilft mein Bericht jemandem. Traut euch!

    Und Dir, liebe Hilke, ein ganz herzliches Dankeschön für Deine informative Website. Ich habe hier mit Abstand schneller die gesuchten Informationen gefunden als auf der gouv-Seite und klarer waren sie auch noch. Ich schätze Dein Blog und Deine Arbeit sehr. meinfrankreich.com ist DIE Anlaufstelle in der jetzigen Zeit. Toll gemacht!

  4. Liebe Hilke,

    wir haben ja unseren Zweit Wohnsitz in den Süd Vogesen und wollten berichten, wie unser impfen heute war.
    Kein Problem, alles ging ganz einfach.
    Wir haben keine Carte Vital und haben trotzdem einen Termin über Doctolib.fr gemacht und waren heute zum inpfen. Wir hatten unsere Rentenversicherungs Nummer mitgenommen und das war es auch schon. Keiner wollte die Attestation Titulaire
    (EDF ) oder ähnliches sehen. Es gab einen kleinen Fragebogen und dann ab zum Arzt. Kurze Konversation, Fieber gemessen, Blutdruck kontrolliert und dann ab zum impfen. Es war ganz einfach. Also wenn es noch Leute gibt die sich nicht trauen, vesucht es einfach, auch ohne Carte Vital. Alle Unterlagen ruhig mitnehmen, falls man sie doch braucht. Wir sind 60 und 69 Jahre alt und vielleicht hilft es ja einigen .

    Sonnige Grüsse

    Barbara

      • Hallo Barbara, hallo Hilke

        der Link für den Fragenbogen zum Impfen ist leider für Apotheken … gibt es den auch noch von/für Impfzentrum?
        Habe am 10. Mai einen Impftermin in einem Impfzentrum(53 Jahre alt und Grunderkrankung + deutsches Rezept) …. würde den Fragenbogen gerne schon vorausgefüllt mitnehmen, da ich ihn mir vorher übersetzen kann.
        Gibt es auch so eine PDF? Impfzentrum ist im Departement 67
        Viele Grüße KATY

    • Bei uns war es gestern im “Nega-centre de vaccination” in Béziers noch einfacher: Termine für 1. und 2. Impfung über Doctolib vorgestern Abend ergattert, gestern dann am Eingang Fiebermessen. Kontrolle des Fragebogens: da wir keine numéro sécurité sociale haben, wurde dort einfach “etranger” eingetragen und schon ging es los. Kurzes Gespräch mit dem “Piquer” und dann gab es für uns (59 und 61) Biontech-Pfizer. Während der vorgeschriebenen 15 minütigen Wartezeit danach wurden die Impfzertifikate verteilt. Darauf ist auch gleich nochmals der Termin für die 2. Impfung vermerkt.
      Wenn ich bedenke, dass meine 84-jahrige Mutter in Deutschland ihre erste Impfung erst vor 2 Wochen erhalten hat, kann man den Franzosen zu ihrem Impfmanagement nur gratulieren!

    • Mir ging es heute auch so. Innerhalb von 30 Minuten war ich fertig. Ich hatte nur meine Anmeldung dabei, meinen Personalausweis, die Krankenversicherungskarte sollte für Europa zugelassen sein. Fertig. Meinen 2. Impftermin bekam ich gleich mit und nochmals per Mail bestätigt.
      Geht zur Impfung.
      Gruß von der Cote d’Amor.

  5. Bonjour Hilke,
    ich lebe ebenfalls ohne es nachweisen zu können in F, da auch bei uns alles bürokratische, schriftliche über meinen Partner läuft. Er ist Schweizer und das Haus gilt offiziell als seine Residence secondaire.(Grenzgebiet D/F/CH)
    Ich habe meinen 1. Wohnsitz weiterhin in D in NRW und auch die Krankenversicherung.
    Die Frage bleibt, scheint mir, immer dieselbe, wie kann ich nachweisen, dass ich einen grossen Teil des Jahres in F wohne. Einen HA in F habe ich auch nicht. Muss mir mein Partner quasi das Wohnrecht bescheinigen?
    Wenn ich es richtig verstanden habe, könnte ich auch mit einer deutschen Versicherungskarte eine Impfung in F bekommen, wenn ich quasi belegen kann, dass ich hier teilweise wohne?
    Ist in F für Menschen ab 55 ohne gesundheitliche Probleme die Impfung tatsächlich nur mit AZ möglich? So lese ich es zumindest aus dem Schema.

    Merci, auch für die hervorragende Arbeit, die du hier tagtäglich für uns alle leistest.
    LG Catrin:-)

    • Hallo Catrin, ja, Du kannst Dich impfen lassen – Voraussetzung ist eine Sozialversicherungsnummer, die für die Bürokratie dahinter eingelesen werden kann, sprich, eine carte vitale, die EU-Krankenversicherungsnummer Deiner deutschen Karte. Und, nochmals ja, derzeit AstraZeneca. Ich tausche immer tagesaktuell die Liste/Übersicht aus – die Du jetzt im Blog siehst, zeigt den Stand 24. April. Viele Grüße, Hilke

  6. Hallo liebe Hilke,

    Ich brauche dein Fachwissen! Ich lebe mit meinem Mann als Expats in Frankreich. Er wurde schon über die Firma geimpft. Ich bin 58 und hoffentlich bald an der Reihe! Ich habe nach wie vor die gesetzliche deutsche Krankenversicherung und auch eine private Versicherung (keine Zusatzversicherung!). Der Mietvertag, Strom, Gas, Wasser, alles läuft über meinen Mann. Ich habe keinen Nachweis, dass ich hier lebe.
    Kann ich trotzdem in ein Impfzentrum gehen? Einen Arzt habe ich hier keinen.
    Die Impfung meines Mannes wurde allerdings nicht in das gelbe intern. Impfbuch eingetragen. Er bekam ein gesondertes DIN A4 Blatt mit den Impfdetails vom Arzt.

    • Hallo, liebe Heike, derzeit werden alle ab 55 Jahre geimpft. Du kannst Dich anmelden. Ohne eine carte vitale kann es umständlich werden ggf. mit Papierkram oder Termin. Guck mal im Blog bei ‚Impfung‘ in der Suche, da steht alles genau – bin gerade unterwegs. Toi, toi, toi! Hilke

    • Hallo Birgit,

      auh wir bekamen nur einenDIN A4 Zettel mit den Impfdetails. wir haben auch keine Carte Vital, wir brauchten nur die Anschrift in Frankreich und eine Telefonnummer angeben und dann wurden wir geimpft. Wir sind mit beide Namen bei der EDF angegeben, aber es hat wirklich keiner danach gefragt. Vielleicht nimmst Du Deine Rentenversicherungsnummer mit, die hatten wir dabei und die haben Sie auch aufgeschrieben. Dann wurde ein Fragebogen mit uns zusammen ausgefüllt, danach ding es zum Arzt und dann zum impfen, fertig.
      Ich drücke Dir die Daumen und natürlich auch allen anderen die auf eine Impfung hoffen und warten. Versucht es einfach, es wird schon klappen.
      Nur Touristen werden nicht geimpft, wie Hilke schon geschrieben hat.

      VIEl viel GLÜCK für alle !!!!!

      Sonnige Grüsse

      Barbara

    • Man kann bei der Stromanmeldung (EDF) eine zweite Person als wohnhaft anmelden. Mangels Meldewesen in Frankreich haben dann beide einen Wohnsitznachweis. Den brauchte man ja auch für das confinement.

  7. Guten Tag allerseits,

    ich habe nun noch einen Impftermin für den 23.04.2021 ergattern können. Ich bin 52 Jahre alt, in Frankreich wohnhaft und in Deutschland als Sozialpädagoge mit Zusatzqualifikation im therapeutischen Bereich mit Jugendlichen beschäftigt. Laut Fallgruppe dürfte ich damit ja auch impfberechtigt sein, oder liege ich da falsch?
    Auch finde ich nirgends ein Formular, das meine Beschäftigung auch bestätigt. Dass ich die carte vitale und den Fragebogen “Questionnaire Medical” mitbringen muss, ist klar. Aber wie weise ich die Art meiner Beschäftigung nach?
    Es wäre toll, wenn mir diesbezüglich jemand weiterhelfen könnte.:-)

    Viele Grüße an alle und Dir, liebe Hilke, ein ganz dickes Dankeschön für Dein Engagement;-)

    • Hallo Jörg, sprich doch einmal mit Deinem Hausarzt in Frankreich – er stellt Dir dann eine “ordonnance” für die Impfung aus. Damit holst Du Dir den Impftermin – und alles geht glatt und schnell. Alles Gute, Hilke

    • Hallo Hilke,

      bisher war ich immer in Deutschland beim Arzt. Dann muss ich mich mal in Frankreich entsprechend umschauen. Danke für den Tipp.

      Den Impftermin habe ich ja bereits und konnte diesen seltsamerweise ohne jegliche Nachweise bei doctolib buchen. Hinsichtlich meines Alters müsste ich eigentlich noch warten. Lediglich meine berufliche Tätigkeit bringt mich in die Gruppe der Priorisierten. Aber wie weise ich das in französischer Sprache nach, wenn es kein Formular gibt, welches mein Arbeitgeber ausstellen könnte?

      Ich rufe morgen mal bei einem Arzt an. Vielleicht geht es doch einfacher als ich gerade denke…

      Viele Grüße

  8. Bonjour,
    wo kann ich mich, permanent wohnhaft in Frankreich, informieren, ob ich aktuell (vom Alter her) berechtigt bin, mich für einen Impftermin anzumelden?
    Merci!

    • Hallo Gabriela, Deine frz. Ärztin bzw. die Maison de la Santé sind dafür da – und Deine Kommune hat dazu auch sämtliche Infos, ebenso die im Blog verlinkten Adressen und Portale. Alles Gute, Hilke

  9. Liebe Alle,

    mein Mann und ich (54 und 61), Deutsche mit Zweitwohnsitz auf Korsika, haben gestern auf Korsika unsere erste Impfung erhalten. Und sind sehr glücklich.
    Mein Tip: einfach im lokalen Impfzentrum anrufen, und es versuchen.

    Vom Alter her passen wir genau zu Phase 3, die Hilke oben beschreibt. Eine Nachbarin und ihr Mann (gleiches Alter) hatten sich am WE impfen lassen und sie ermutigte mich, im lokalen Impfzentrum anzurufen.
    Am Telefon erklärte ich unsere Situation und fragte, ob wir uns auch impfen lassen könnten, zumal wir keine Carte vitale (also keine französische KV) hätten, aber in Deutschland versichert seien (unsere private Kasse hat auf Nachfrage erklärt, es gebe keine Art europ. KV-Karte von ihr gebe, wir haben nur einen 2-sprachigen Brief bekommen, daß wir versichert sind).

    Darauf hatte man spontan keine Antwort und bat, mittags noch mal anzurufen. Mittags hatte ich dann einen anderen Ansprechpartner am Telefon, der aber Bescheid wußte und mir gleich für den folgenden Tag (!) 2 Termine anbot – den 2. Impftermin 4 Wochen später. Aufgenommen wurden nur Name und Alter. Da ich mit meinem (deutschen) Handy anrief, bekam ich praktischerweise und für mich überraschend von Doctorlib automatisch eine sms mit den beiden Terminen. DAS könnte man ja ggf. auch Gendarmen bei einer Kontrolle vorzeigen, zusammen mit der Attestation, soweit erforderlich.

    Übrigens: habe ich jeweils nur 5 x angerufen – es lief ein Band und ggf. fliegt man nach ca.2 Minuten Musik aus der Warteschleife mit der Ansage, daß derzeit zu viel los sei und man es später noch mal versuchen solle.

    Vor Ort wurden wir am Eingang nach unseren Namen gefragt, die gelistet waren, und dann reingebeten. Dort setze man uns vor eine Art Kabine, in der vermutlich ein Arzt saß, ein wirklich älterer Herr, nur mit einer Chirurgenmaske. Jener schaute dann erst etwas überfordert, weil wir keine carte vitale hatten. Ich erklärte noch mal alles, daß es geprüft sei von der Administration und wir deshalb den Termin erhalten hatten. Dann fragte er uns, ob wir Fieber hätten, oder irgendwelchen nennenswerten Krankheiten hätten, dann bekamen wir einen Zettel mit unseren Namen drauf und dem zu pikenden Arm – und das war es.

    Wir haben keinerlei Formulare ausgefüllt oder unterschrieben und auch keine Aufklärung erhalten. Ist vielleicht einer von Euch in Deutschland schon im Impfzentrum gewesen und sei es, mit einem Angehörigen? Ein himmelweiter Unterschied, allein vom Papierkram her. Das Ganze dauerte ca. 3 Minuten, bei den Korsen/Franzosen vor uns vielleicht 2 Minuten länger.

    In der nächsten Kabine war dann ein Feuerwehrmann in seiner normalen Kluft, auch nur mit Chirurgenmaske (er erklärte, er habe grad erst vor 2 Tagen seine 2. Impfung erhalten) der uns noch nach etwaigen Allergien fragte, und dann impfte (Biontech Pfizer, sie impfen dort derzeit nur das oder Moderna, also nur mRNA Wirkstoffe) und kurz erklärte, was an Nebenwirkungen zu erwarten sei. Empfohlen wurde Paracetamol (kein Ibuprofen) bei Beschwerden.
    Bezahlen konnten wir leider nichts. Insoweit: Danke, an die korsische Prefecture und den französischen Staat, die uns das ermöglicht haben.

    Man mußte dann noch 15 Minuten Warten, was man aber selbst in der Hand hat. Die Stühle standen nirgendwo 1,5 m auseinander, sondern deutlich unter 1 m, vor den Kabinen waren das nur 40 cm schätze ich, etwas mehr, als ein Lineal. Auch trugen einige die Maske nicht über der Nase. FFP 2 Masken trägt übrigens fast niemand.

    Ich vermute, daß wir einfach einen glücklichen Moment abgepaßt haben, zumal die Franzosen/Korsen meiner Erfahrung nach, was man so liest und hört, doch recht viele Impfskeptiker haben, und so freuen sie sich vielleicht einfach über Jeden, der impfwillig ist. Aber das ist nur ein best guess. Natürlich ist es sinnvoll, auch Ausländer uns zu impfen, die jetzt erst mal lange auf Korsika wohnen. Ich hoffe, Deutschland macht das ebenso.

    Also: versucht es einfach und informiert Euch vorher, ggf. ist die Aufklärung auch so rudimentär, wie bei uns.

    Liebe Grüße, Kirsten

  10. Hallo Hilke,
    Vielen Dank für den informativen Block. Ich lebe in der Dordogne, habe aber meinen Erstwohnsitz und Krankenversicherung in Deutschland. Außer meinem Mietvertrag und meiner EU-Krankenkassenkarte habe ich keinen Beleg, da ich nicht berufstätig bin. Ab Mitte Mai sollte laut Corona-App meine Altersklasse mit Impfen dran sein. Besteht da irgendwie eine Möglichkeit? Nach Deutschland reisen ist ja im Moment, abgesehen vom derzeitigen Lockdown, ziemlich kompliziert.

    • Hallo Brigitte, Du müsstest mit Deiner Ärztin, die Du sonst in F hast, mal sprechen – sie kann Dir ein Rezept für die Impfung geben, so gelang dies bei meinen Freunden. Viele Grüße! Hilke

    • Hallo Brigitte,
      ich habe ein Ferienhaus am schönen Atlantik ( Medoc ).
      Habe hier über DocLib, nach vielen Mühen, Online- Impftermine bekommen.
      1te Impfung in Bordeux, 2te Impfung in der Nähe.
      Beide Male mit dem gleichen Impstoff.

      Zu diesem Beitrag möchte ich folgendes anmerken.
      Nach meiner Erfahrung hilft meistens eine aktuelle Stromrechnung weiter.

      Mein Stromanbieter ist EDF und stellt monatlich, für Ihre Kunden,
      eine Online- Bescheinigung zur Verfügung.
      ( Attestation Titulare de Contrat )

      Ich führe in Corona- Zeiten immer ein aktuelles Attest mit.
      Mit herzlichen Grüßen
      Roswitha H.

  11. Hallo wir haben ein ferienhaus in bages bei narbonne ist es möglich uns da impfen zulassen meine frau 63 ich 62 und reicht der habitations nachweis und die rentennummer von mir und meiner frau

    • Hallo Thomas, derzeit werden alle ab 70 Jahre geimpft – Jüngere nur mit chronischen Krankheiten, die eine höhere Sterblichkeit mit sich bringen. Rein theoretisch ist das Impfen später möglich, wenn ihr hauptsächlich dort lebt. In Bages war ich gerade am Wochenende und habe meinen Beitrag dazu aktualisiert. Wenn Du magst, schau doch einmal: https://meinfrankreich.com/bages-aal/. Und wenn Du magst, hinterlass gerne Deinen Tipp im Kommentar. Alles Gute! Hilke

  12. Hallo, mein Mann 60 und ich 61, beide Patienten mit erhöhtem Risiko, haben einen Zweitwohnsitz in Frankreich. Könnten wir uns auch in Frankreich impfen lassen? Wir verbringen viel Monate im Jahr in Frankreich.

    • Hallo Christiane, ihr könnt euch impfen lassen, wenn ihr eine carte vitale oder eine Sozialversicherungsnummer – diese Nummer muss ins System eingegeben werden, die carte vitale ist nicht zwingend notwendig. Die Nummer erhaltet ihr von der caisse maladie eures Départements.
      Viel Erfolg! Hilke

    • Hallo, mein Mann und ich ,beide Ü 60, wohnen ca. 5 -6 Monate im Jahr in Frankreich,( Hauptwohnsitz in D),wir
      sind vor 2 Wochen angekommen und vor einer Woche das 1. Mal geimpft worden. Haben im örtlichen Impfzentrum einen Termin ausgemacht und ledigich unsere Namen, Geburtsdaten und frz. Adresse anfeben müssen. Wir haben keine Carte vitale oder Sozialversicherungsnummer , sind in D krankenversichert. Wurden aber gar nicht angefragt. Amerikanische Freunde mit ähnlicher Aufenthaltssituation haben ebenso problemlos über den örtlichen Arzt einen Termin im Impfzentrum bekommen! Wir sind sehr froh, hier in F so schnell geimpft worden zu sein. ( Impfstoff Pfizer/Biontech) in 4 Wochen ist der 2. Termin.
      Ich hoffe, dass hilft weiter, viel Glück!

      • Hallo Barbara, das ist schön! Ich habe gestern meinen Termin erhalten – am 30. März mit AstraZeneca. Bin auch begeistert, wie gut es hier organisiert ist! Alles Gute! Hilke

      • Hallo, Frau Schautz!
        Was wurde denn dann bei Ihnen im Formular mit den pers. Daten etc. als “numéro sécurité sociale” eingetragen?
        Hilke schrieb doch, dass man zwar keine carte vitale besitzen, aber auf jeden Fall diese Nummer haben muss.
        Herzliche Grüße aus dem Hérault !

  13. Liebe Hilke,
    vielen Dank für die sehr informativen Seiten. Ich habe heute trauriges zu berichten: wir haben endlich nach etlichen Wochen Suche heute einen Termin über Docotlib zum Impfen erhalten, uns mit Vertragsnachweis des Elektrizitätswerkes und unserer Steuerbescheinigung bewaffnet und sind abgewiesen worden mit der Begründung, wir benötigten eine Sozialversicherungsnummer. Die haben wir nicht. Wir sind privat versichert (Beihilfe Bund), haben unseren einzigen Wohnsitz seit 1 1/2 Jahren in Frankreich und sind ratlos. Ich hatte der Ärztin berichtet, dass wir keine Nummer bräuchten, sie hat jemanden angerufen und sagte dann, ohne diese Nummer ginge es nicht. Ich solle eine bei CPAM beantragen. Eine Nummer werde ich schwerlich erhalten können, da ich Pensionärin bin und mein Mann Rentner. Was soll ich machen, dass mein Mann seine Impfung doch noch erhält?
    Hast Du zufällig eine Adresse, an die ich mich wenden kann?

    • Hallo Cornelia, ich versuche, Klarheit zu bringen in die Bürokratie :-). Die Sozialversicherungsnummer – auch Versicherungsnummer (VSNR) genannt – wird von den Trägern der Rentenversicherung vergeben, nicht von der Krankenkasse. Bitte kontaktier doch mal in Deutschland die Deutsche Rentenversicherung Bund und lass Dir die Nummer geben, die aus Zahlen und Buchstaben besteht. Sie wird seit 2005 jedem Bürger automatisch bei der Geburt zugewiesen; vorher automatisch beim ersten Job. Diese Nummer brauchst Du, damit Du in Frankreich sie dann bei der CPAM angeben kannst. Da Frankreich und Deutschland zusammenarbeiten bei den Sozialversicherungen, kann die CPAM dann Dir ihre Nummer zuteilen. Ist leider etwas bürokratisch.
      Die CPAM ist nach Departements aufteilt. Gib auf dieser Seite mal Deine Postleitzahl in Frankreich ein – da erfährst Du dann, wer für Dich zuständig ist: https://www.ameli.fr/assure/droits-demarches/europe-international/protection-sociale-france.
      Schick mir, wenn’s difficiler werden sollte, auch gerne eine Mail: info at maunder punkt de. Alles Gute! Hilke

      • Hallo zusammen,
        wir sind beide Anfang 60 und leben seit einigen Jahren auf Korsika. Heute waren wir in unserem Impfzentrum in Ghisonaccia und haben folgendes erlebt. Mit der Carte Vitale hätten wir für kommenden Freitag einen Impftermin bekommen. Da wir die Carte Vital aber nicht haben gibt es momentan wohl keine Möglichkeit. Die nette Frau an der Info hat auch mehrfach telefoniert, um eine Lösung anbieten zu können. Leider ohne Erfolg. Das Problem sei bekannt, und wir sollen alle 3 Wochen nachfragen. Liebe Grüße aus Korsika.

      • Lieber Norbert, wenn ihr auf Korsika lebt, könnt ihr doch eine Carte vitale beantragen die. Die deutsche Krankenkasse sendet euch dazu die Versicherungsbestätigung (Formular S1) viel Erfolg! Hilke

  14. Hallo meine Frage : wir wohnen in Frankreich seit letztem Jahr.
    Sind beide Rentner und würden uns gerne hier impfen lassen.
    Wie und was können wir machen!? Mein Mann ist Risiko Patient!? Ich bin 65 Jahre und mein Mann ist 64
    Kann uns einer helfen und sagen was wir machen können?!
    Ich sage jetzt schon Dankeschön

    • Hallo Ralf,
      wenn Sie in Frankreich mit Hauptwohnsitz leben und daher eine carte vitale besitzen, können Sie über Ihren Hausarzt in Frankreich, die Maison de la Santé Ihrer Ortes oder auf der Webseite Doclib einen Termin vereinbaren zur Impfung. Bei der Terminvergabe ist etwas Geduld gefragt.
      Alles Gute, Hilke

  15. Hallo, wir leben als Deutsche im Vaucluse, in Lísle-sur-la-sorgue. Meine Frage ist, ob man sich nur im eigenen Department oder Ort impfen lassen darf oder auch in anderen, wo evtl. Termine gibt?

    • Hallo Michael, diese Frage hatte ich Dir bereits beantwortet :-). Du kannst Dich, wenn Du fest in F lebst und eine carte vitale hast, auch anderswo impfen lassen. Alles Gute, Hilke

      • Sorry, manchmal zeigt er mir den aktualisierten Beitrag nicht an. Aber lieben Dank für die Info. Geht es auch ohne carte vitale, nur mit Taxe und Stromrechnung?

      • Lieber Michael. dann musst Du das Glück haben, dass Deine europäische Krankenversicherungskarte einlesbar ist… oder einen netten Mitarbeiter… Viel Glück! Hilke

  16. Hallo, ich habe eine Frage zum Impfen als Deutscher, der in Frankreich lebt: muss das Impfzentrum aufgesucht werden, wo man lebt oder kann man auch einen Termin bei Doctolib buchen in einem anderen Department? Derzeit sind in unserem Department Vaucluse, wir leben in Lísle-sur-la-sorgue, keine Termine frei, aber in Marseille ausreichend viele. Gruss, Michael

  17. Liebe Hilke, mein Mann und ich wohnen seit 2007/2008 dauerhaft mit Hauptwohnsitz in Frankreich. Also Carte vitale ist vorhanden, Taxe d´habitation regelmäßig gezahlt ebenso wie die Rechnung des Energieanbieters EDF. Ein Impfzentrum ist auch schon gefunden.
    Meine Frage: Gibt es Informationen wann mein Mann und ich uns impfen lassen können? Wir sind beide 62 Jahre alt. Ich würde ja gerne lieber gestern als übermorgen!
    Liebe Grüße und vielen Dank an Dich, Beate

    • Liebe Beate,
      mit Interesse habe ich Deinen Kommentar gelesen. Auch ich wohne seit 2 Jahren mit meinem Mann dauerhaft in Frankreich.
      Wir sind beide 60 Jahre alt. Uns ist es bisher noch nicht gelungen eine Carte vital zu beantragen.
      Vielleicht kannst Du uns weiterhelfen?
      Liebe Grüße und vielen Dank
      Martina

    • Hallo, gestern wurde ich in Lannemezan trotz fehlender Unterlagen geimpft. Nachdem ich weder eine c.vitale noch eine französische Sozialversicherungsnummer vorlegen konnte, wurde ich an den Arzt im Impfzentrum verwiesen. Diesem legte ich ein ärztliches Attest im Sinne der Impfverordnung meines Hausarztes vor, nach einigen gesundheitlichen Fragen und kleinen Untersuchungen, wurde ich (57) mit Biontech Pfizer geimpt. Danach wurde die Impfung in meinem deutschen Impfpass eingetragen. Einen Nachweis von EDF bzw. die deutsche Sozialversicherungsnummer interessierte niemanden. Anmerken möchte ich noch die freundliche, herzliche und hilfsbereite Art und Weise des behandelnden Arztes und dem Team dort im Impfzentrum. Hervorzuheben ist auch, dass man dort nicht als Nummer, sondern als Mensch behandelt wurde.
      Folgende Fragen waren noch zu beantworten:
      Vaccin Grippe <3 sem
      Coronavirus <3 mois
      Infection en cours
      Allergie `a l'avocat
      Allergie au Colopeg
      ANTECEDANT DE CHOC ANAPHYLACTIQUE
      ANTECEDANT D'OEDEME DE QUINCKE
      TRAITEMENT ANTICOAGULANT PAR AVK

  18. Hallo Hilke,
    ich finde die ausführlichen Erläuterungen sehr gut, vielen Dank dafür! Nun interessiert mich sehr, woher Sie die Information haben, dass man als Ausländer in Frankreich fürs Geimpftwerden einen Nachweis wie die taxe d’habitation braucht. Ich lebe bei meinem Freund in Frankreich – reicht da nicht seine Bestätigung, dass ich tatsächlich da wohne?
    Herzliche Grüße, Elisabeth

    • Hallo Elisabeth, Du bist die erste, die anfragt, da sie mit einem Partner fest in Frankreich lebt. Du benötigst ein Justificatif de Hébergement, den Dein Partner ausstellt, sowie einen zweiten Nachweis, der belegt, dass das, was Dein Partner eidesstaatlich erklärt, keine private Gefälligkeit ist. Geeignete Dokumente sind Nachweis vom Arbeitgeber, Studienbescheinigung, carte vitale oder ähnliches. Es wird aufgrund des wachsenden Impftourismus inzwischen strenger geschaut, ob jemand wirklich berechtigt ist, in Frankreich geimpft zu werden.
      Viele Grüße! Hilke

  19. Update Department Moselle
    Wegen der Häufung hoch ansteckender Coronavirus-Varianten verschärft Frankreich die Einreiseregeln für Teile des Grenzgebiets zu Deutschland: Für alle nicht-beruflichen Fahrten in den französischen Verwaltungsbezirk Moselle ist ab März ein negativer PCR-Test nötig, wie das Gesundheits- und Europaministerium in Paris mitteilen. Im Département Moselle an der Grenze zum Saarland und zu Rheinland-Pfalz breitet sich die südafrikanische Corona-Variante stark aus.

  20. Liebe Hilke,
    ich bin heute auf Ihre Seite gestossen und bin überrascht, wie gut sie ist. Ihre Informationen sind ja sehr detailliert und absolut zutreffend. Ich habe die gleichen Infos über in das Impfen und in Frankreich lebende EU-Bürger über den Europarat erhalten. DAnke Ihnen sehr für Ihre Informationen, ich werde auch den Rest beizeiten lesen.
    Wir sind Ende 2019 in die Bretagne gezogen und haben dank Corona noch viel Arbeit mit dem Haus vor uns. Dafür können wir uns jetzt schon impfen lassen!
    herzliche Grüße Cornelia

    • Liebe Cornelia,

      da sind Sie uns ein bisschen voraus – wir haben unser Haus im Herzen der Bretagne Anfang 2020 gekauft um in wenigen Jahren auch ganz dorthin zu ziehen. In welcher Region leben Sie dort? Es ist immer schön, sich mit Gleichgesinnten austauschen zu können :-). Auch bei uns ziehen sich die diversen notwendigen Arbeiten dank Corona.

      Viele Grüße
      Sylvie

      • Liebe Sylvie, liebe Cornelia,
        auch wir sind derzeit am Renovieren in der Bretagne- allerdings haben wir schon vor drei Jahren angefangen und sind fast fertig. Unser Haus liegt im Finistère – vielleicht haben Sie Lust auf einen Erfahrungsaustausch?
        Viele Grüße
        Heidi

  21. Neues vom Süden.
    Wegen hoher Neuinfektionszahlen werden die Corona-Maßnahmen rund um die südfranzösischen Städte Nizza und Cannes verschärft. An diesem Abschnitt der Côte d’Azur gelten ab dem Wochenende weitgehende Ausgangsbeschränkungen. Die Kontrollen an den Flughäfen und an der italienischen Grenze werden verschärft. Bei der Einreise verlangt Frankreich von EU-Bürgern unter anderem einen negativen PCR-Test. In den Küstengemeinden von Théoule-sur-Mer westlich von Cannes bis Menton an der italienischen Grenze dürfen die Bewohner laut der Präfektur ihre Häuser an Wochenenden in der Regel nur noch für maximal eine Stunde im Umkreis von fünf Kilometern verlassen. Bei Verstößen droht eine Geldbuße von 135 Euro. Zudem müssen ab Dienstag Geschäfte mit mehr als 5000 Quadratmetern Fläche schließen, die keine Lebensmittel verkaufen. Beide Maßnahmen sind vorerst auf zwei Wochen befristet.

  22. Die Impfstrategie in Frankreich erscheint mir, die als Allgemeinmedizinerin mit einer Onkologin und Hämatologin in Praxisgemeinschaft arbeitet, wesentlich sinniger. Seit Beginn der Erkrankungen war ich ständig mit Erkrankten und Sterbenden in den Heimen konfrontiert und bekomme nun am 20.02. meine erste Impfung. Bis das Gesundheitsamt begriff, dass diese Praxisstruktur eine frühe Impfung der Ärzte und Mitarbeiter fordert, sind Wochen vergangen. In Frankreich wäre
    man eher dran gewesen, vermutlich ohne Kampf.

  23. Hallo Hilke
    Du schreibst jede Person kann sich impfen lassen wenn er das entsprechende Alter hat und zB eine Kopie der taxe d’habitation vorweist. Etwas später schreibst Du dann von nur EU Bürger. Wie sieht es mit Schweizer Bürgern aus?
    Ich danke für Deine Infos und abendlichen Gruss, Roberto

  24. Hallo, liebe Hilke,
    Seit langem verfolgen mein Mann und ich deinen Blog und haben schon viele schöne Wanderungen und kulturelle highlights im Land der Catalanen Dank Deiner Beiträge entdecken und genießen können.

    Aber jetzt noch mal ein Frage zu Deinen Infos zur Corona- Impfung: Heißt das, dass Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft , die einen Zweitwohnsitz in Frankreich haben ( Nähe Le Barcarès ) Steuern bezahlen, ein Konto bei einer französischen Bank führen und ca. 4 Monate / Jahr in Frankreich leben, nicht geimpft werden können, weil die Steuerrechnungsadresse der Erstwohnsitz in Deutschland ist?

    Lieben Gruß, Angela

    • Ja, liebe Angela, so ist es – ihr müsstet euch in Deutschland impfen lassen. Umgekehrt gilt es für Franzosen und andere EU-Bürger in Deutschland leider auch. Viele Grüße! Hilke

    • Hallo Angela,
      bei unserem Energie-Anbieter (Total Energie) kann man sich für staatliche Belange eine Kundenbescheinigung ausstellen lassen, da steht nur die franz. Lieferadresse drin, da die Kommunikation eh nur über das Internet läuft brauchen sie keine deutsche Adresse.
      Damit könnte es doch klappen.

  25. Ich würde Andreas völlig zustimmen und ich finde es keinen Unsinn, wenn man davon ausgeht, dass die Anzahl von Neuinfektionen mit dem Frühjahr deutlich sinken wird. Natürlich sind die Viren nicht weg und werden im nächsten Winter dann wieder auf dem Vormarsch sein, wohlmöglich als Mutation. Ich würde ihm auch zustimmen, sich vor einer Impfung umfassend zu informieren und es gehört dazu, dass die Verantwortlichen transparent darüber informieren, was man weiß und was eben auch nicht. Man weiß jedenfalls, dass die Impfung keine sterile Immunität zur Folge hat. Dies bedeutet, dass man krank werden kann, der Verlauf aber nicht so ausgeprägt ist. Ob man andere dabei anstecken kann, ist noch unklar. Mit jeder Infeltion steigt natürlich auch die Wahrscheinlichkeit einer Mutatation, dies ist also durch die Impfung nicht ausgeschlossen. Ebenfalls völlig unklar sind die Langzeitfolgen der Impfungen, dies wird man erst in ein paar Jahren sehen. Richtig wäre jedenfalls eine vernünftige Aufklärung und kein Benefit für Geimpfte, denn dies wäre faktisch eine Impfpflicht durch die Hintertüre. Ich glaube auch nicht, dass Andreas alsbald an Covid19 (oder einer anderen Erkrankung) stirbt, wenn er sich nicht impfen lässt, es sei denn er ist über 80 Jahre alt. Ich finde es jedenfalls völlig “naiv” wenn man sich hinstellt und von “ist doch nur ein kleiner Piks” redet, dies kann man einem Kleinkind beim Kinderarzt erzählen, damit es nicht so dolle Angst hat, aber doch einen erwachsenen, aufgeklärten Menschen.

    Helmut hat es oben ja schon gesagt “Wenn nichts getan wird, würden wir noch lange mit extremen Einschränkungen unserer Freiheiten leben müssen.” Genau dies ist der Punkt. Man muss Grundrechtseinschränkungen hinnehmen und wird nur in die Freiheit entlassen, wenn man “den kleinen Piks” hinnimmt. Letztlich ist dies eine Beweislastumkehr des Infektionsschutzgesetzes, denn dies erlaubt nur die temporäre(!) Einschränkung von Erkrankten und nicht den vorsorglichen Freiheitsentzug einer ganzen Nation.

    Ich mache mir da aber insgesamt weniger Sorgen, denn wir werden es nicht hinbekommen die Herdenimmunität in absehbarer Zeit durch Impfung hinzubekommen, denn in dem Tempo brauchen wir Jahre. Auf der andere Seite scharrt die Wirtschaft mit den Füßen und hält es eh nicht mehr lange durch auf die Kunden zu verzichten.

    Aber gut, solche Diskussionen sollte man an andere Stelle führen und nicht hier. Mich nervt es lediglich, wenn Andersdenkende (wie z.B. Andreas) gleich mit “Unsinn” abgekanzelt werden. Denk‘ mal drüber nach…

  26. Hallo Hilke,
    das sind ja wunderbare Neuigkeiten, vielen Dank! Da muss ich nicht warten, bis das verschlafene deutsche Gesundheitssystem soweit ist und kann bald wieder mit gutem Gewissen zwischen meiner Wahlheimat Finistére und Deutschland pendeln.Gibt es auch Info zu den Kosten der Impfung? Die muss ich ja ohne carte vital vorstrecken.Grüße aus Witten, Erik Förster

  27. Merci für die Infos et “vive la france”, ich bin als Deutscher in der Vendee lebend bereits geimpft worden ohne Carte vitale, da ich privat versichert bin. Hätte gerne bezahlt, nun spendeich halt. Meine jüngere Frau muss leider noch warten. Alle mit der Impfung betrauten Helfer und -innen waren ausnahmslos sehr um die Impfwilligen besorgt und hatten für alle ein nettes Wort.

  28. Liebe Hilke,

    eine Impfung in Frankfreich wäre natürlich super, da ich sicher früher geimpft werden könnte als in Deutschland (bin 56 Jahre). Bisher galten ja Menschen mit Zweitwohnsitz in Frankreich bzw. Ferienhaus als Touristen. Du schreibst, dass keine Toristen geimpft werden, aber eine Rechnung vom Finanzamt über die Taxe d’habitation habe ich natürlich. Weißt Du, ob ich mich dann in Frankreich impfen lassen könnte?

      • Moin Hilke, Sie schreiben, dass keine Touristen geimpft werden. Als Nachweis für einen Wohnsitz in Frankreich dient eine EDF Rechnung, Taxe d‘ Habitation oder Telefonrechnung, wenn sich Objekt- und Rechnungsadresse in Frankreich befindet. Nach EDF und Taxe wäre ich Tourist, weil deutsche Rechnungsanschrift. Aber meine Telefonrechnung und Mobilrechnung weist keine deutsche sondern nur die französische Adresse aus. Reicht dieses Dokument allein als Nachweis für eine Impfberechtigung?

      • Lieber Wolfgang, Es tut mir leid und ich verstehe den Wunsch, Wege zur schnellenImpfung zu finden – doch Sie Sind für Frankreich ein Tourist – die Taxe d’habitation ist entscheidend, sie weist nach, wo der Wohnsitz ist. Viele Grüße, Hilke

  29. Liebe Hilke, ich bin sehr froh, dass du zu diesem für uns alle so wichtigen Thema des Impfens, ausführlich informierst. Ich gehöre zu den Menschen, die ihre Hoffnungen auf die Impfung setzen. Denn es gibt bisher keine andere Chance, in diesem Jahr mit den Impfungen so weit zu kommen, dass der Reiseverkehr zwischen Deutschland 🇩🇪 und Frankreich 🇫🇷 und damit die Begegnung der Menschen wieder möglich wird. Wenn nichts getan wird, würden wir noch lange mit extremen Einschränkungen unserer Freiheiten leben müssen. Berichte bitte weiter über die Fortschritte in Frankreich, sobald dafür wieder ein geeigneter Zeitpunkt gegeben ist: OSTERN ?

  30. Hallo Hilke, herzlichen Dank für die Infos ! Gerne hätte ich mir gewünscht, daß du die Impfung etwas kontroverser darstellst. Entscheiden muß natürlich jeder für sich persönlich. Tatsache ist, das die Impfung nicht unumstritten ist, da sie im verkürzten Zulassungsverfahren bisher nur eine vorläufige Zulassung hat. Die Art und Weise der Impfdosis ist vollkommen neu und es wurde noch nie ein Langzeitversuch bzw. eine längere Studie mit einer größeren Gruppe von Testpersonen durchgeführt. Zum Thema gibt es schon einige neue Bücher, die den Sachverhalt neutral und nicht voreingenommen betrachten. Sollte man gelesen haben um die Entscheidung über die Auswahl aus den verschiedenen Anbietern und Wirkungsweisen treffen zu können. Vor der Impfung ist es vorgeschrieben über Wirkung und Risiken aufgeklärt zu werden. Das allermindeste ist sich den Beipackzettel durchzulesen ! Der Hersteller erklärt darin, für welche Personen die Impfung geeignet bzw. nicht zu empfehlen ist. Ich freue mich auf den Frühling und den natürlichen Abschied der Viren, wie nach jeder bisherigen Erkältungssaison. Viele Grüße vom Doubs sendet Andreas Wolf

    • Lieber Andreas, merci für Deinen Kommentar. Ich bin eine ganz klassisch ausgebildete Journalistin. Das heißt, meine Aufgabe ist berichtend und so umfassend zu informieren wie möglich. Die Diskussion entsteht dann in der Gesellschaft. Ich hätte auch einen Pro-Kontra-Beitrag als Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile schreiben können. Doch dazu fehlt mir als Nicht-Mediziner einfach das Fachwissen. Und wie Du schon angesprochen hast im Kommentar: Jeder sollte sich vorab informieren, ob und wenn ja, wie er geimpft werden möchte. Mein Ziel war es, in diesem Beitrag den Status Quo in und die Strategie von Frankreich darzustellen. Ich hoffe, dies ist mir gelungen. Viele Grüße! Hilke

      • Liebe Hilke,
        vielen Dank für deinen sachlichen und überschauenden Bericht zur Impfsituation in Frankreich. Das verschafft mir einen Überblick zur dortigen Situation.
        Gleichzeitig unterstütze ich deine Sichtweise auf neutrale Berichterstattung zur Impfsituation; ansonsten hätte dein Blog „Mein Frankreich“ eine nicht endende Diskussion über das Für und Wider der Impfungen.

      • Liebe Hilke! Ich schließe mich dem Kommentar von Ludwig zu 100% an!
        Dieser phantastische Frankreichblog soll ja keine Infostelle einer Krankenversicherung oder gar des Gesundheitsministeriums sein!
        Herzlichen Dank für den Impf-Beitrag und ein schönes Wochenende!

    • Lieber Andreas! Das ist Unsinn, Die Viren und vor allem diese, verabschieden sich nicht zum Frühling und gehen in „Sommerschlaf“, um dann im Herbst wieder kräftig zuzuschlagen.
      Dieses Virus bleibt und es wird dich auch im Sommer finden, wenn du unvorsichtig und nicht geimpft bist.
      Jedes Medikament hat Nebenwirkungen. Aber sie sind, im Vergleich zum Verlauf nach einer Infektion, erträglich.
      Ichhatte einmal eine multiresistente Tuberkulose. Auf dem Beipackzettel der Antibiotika stand u.a. „kann zum Tode führen“. Wenn ich daraufhin die Medikamente nicht genommen hätte, weil ich Angst gehabt hätte, daran zu sterben, wäre ich heute nicht mehr am Leben…
      Worauf willst du warten mit der Impfung? Bis niemand nach der Impfung innerhalb von drei Jahren mehr gestorben ist? Vielleicht hast du dich zwischenzeitlich infiziert und lebst dann gar nicht mehr. Was hast du dann vom Warten gehabt?
      Denk‘ mal drüber nach…

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