Corona in Frankreich: September 2021

Diese Illustration des Center for Disease Control and Prevention (CDC) zeigt die ultrastrukturelle Morphologie von Koronaviren. Die Stacheln sind Proteine, die die äußere Oberfläche des Virus zieren. Unter dem Elektronenmikroskop erweckt es den Anschein einer Krone um das Virion. Copyright: DP, Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAMS.
Diese Illustration des Center for Disease Control and Prevention (CDC) zeigt die ultrastrukturelle Morphologie von Coronaviren. Die Stacheln sind Proteine, die die äußere Oberfläche des Virus zieren. Unter dem Elektronenmikroskop erweckt es den Anschein einer Krone um das Virion. Copyright: DP, Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAMS.

Update, 20. September

5.814 Neuinfektionen und 28 Todesfälle registrierte Santé France in den letzten 24 Stunden. 116.030 coronabedingte Todesfälle gab es seit Pandemiebeginn in Frankreich, so das staatliche Gesundheitsamt. Die Inzidenz liegt landesweit bei 79,2 (-27,8% innerhalb einer Woche).


Am 1. September hat für die Franzosen die rentrée begonnen, die Rückkehr zum Alltag. Schule und Beruf statt Urlaub: Wie sich nach den Sommertagen im Freien der Beginn des Herbstes und die Rückkehr in geschlossene Räume auswirkt, wird dieser Monat zeigen.

Die Wucht der vierten Welle jedoch, so Gesundheitsminister Olivier Véran, habe durch die Impfungen abgefangen werden können. Seit einer Woche sind die Zahlen in Frankreich rückläufig. Die Inzidenz liegt landesweit unter 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Ob die rückläufige Entwicklung anhält, könnt ihr bei den täglichen Updates sehen, die ich an den Anfang des Beitrags stelle.

Was ihr wissen müsst, wenn ihr im September 2021 in Frankreich seid: Hier erfahrt ihr es. Ich freue mich über Hinweise, Ergänzungen und eure Fragen in den Kommentaren. Wenn euch die Infos nützen, freue ich mich über eine Anerkennung meiner Arbeit mit einer Spende. Details dazu am Beitragsende. Merci.

Die Einreise nach Frankreich

Welche Farbe hat euer Land?

Frankreich stuft im Reiseverkehr die Pandemie-Lage der Staaten mit einer Länderampel ein. Sie spiegelt mit den Farben Grün, Orange und Rot die Gesundheits- und Impfsituation wider. Die Einstufung steuert den Reiseverkehr des Landes mit dem Ausland. Die Länder der EU sowie assoziierte Schengen-Staaten wie Schweiz und Liechtenstein sind darin grün eingestuft.

Die Länderampel. Copyright: Gouvernement Français.
Die Länderampel. Copyright: Gouvernement Français

Einreise für Geimpfte

• Impfnachweis – am besten mit dem EU-Impfzertifikat, dessen QR-Code am Handy oder auf Papier unkompliziert und schnell ausgelesen werden kann. Ist die Impfung nur im gelben Impfausweis eingetragen, empfiehlt es sich, in der Apotheke auf Basis des Impfheftes das EU-Impf-Zertifikat ausstellen zu lassen. Es ist seit 1. Juli 2021 Pflicht bei der Einreise nach Frankreich.

• Selbsterklärung (déclaration sur l’honneur, im Blog unter “Wichtige Papiere” verlinkt). Ihr versichert darin, dass ihr keine Symptome einer Covid-19-Infektion aufweist und keinen Kontakt mit einem bestätigten Covid-19-Fall hattet.  Achtung: Die Selbsterklärung wird nur zur Einreise benötigt und muss später nicht mehr im Land vorgelegt weren.

Vollständig geimpft?

Doppelinjektionsimpfstoffe (Biontech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca, Covishield)

• 1 Woche nach der 2. Injektion für Reisen in Europa (seit 25.7.)
• 1 Woche nach der 2. Injektion für den Zugang zu Orten, die in Frankreich der pass sanitaire-Pflicht unterliegen

Impfstoffe mit einer einzigen Injektion (Janssen / Johnson & Johnson)

• 28 Tage nach der Injektion

Impfstoffe für Personen mit Covid-19-Genesung (eine Injektion)

• 1 Woche nach der Injektion.

Einreise für Nicht-Geimpfte

Alle, die nicht geimpft sind, müssen bei der Einreise im Besitz dieser Bescheinigungen sein und sie bei Kontrollen ggf. vorlegen können:

• negativer PCR- oder Antigentest, der weniger als 72 Stunden vor dem Abflug durchgeführt wurde. Ungeimpfte Reisende aus Zypern, Spanien, Griechenland, den Niederlanden und Portugal benötigen einen negativer PCR- oder Antigentest, der weniger als 24 Stunden alt ist.

• Alternativ: eine Genesungsbescheinigung, die mehr als 11 Tage und weniger als sechs Monate alt ist.

• Selbstrklärung (déclaration sur l’honneur, im Blog unter “Wichtige Papiere” verlinkt): Ihr versichert darin, dass ihr keine Symptome einer Covid-19-Infektion aufweist und keinen Kontakt mit einem bestätigten Covid-19-Fall hattet.

Ausnahmen von der Testpflicht

• Kinder unter 12 Jahre
• Berufskraftfahrer
• Grenzgänger
• Einwohner eines Grenzgebiets an Frankreichs EU-Binnengrenzen (im Umkreis von 30 km um den Wohnsitz für maximal 24 Stunden).

Kleiner Grenzverkehr

Ausnahmen von der Corona-Testpflicht gelten im kleinen Grenzverkehr für Fahrten (maximal 24 Stunden) nach Frankreich im Umkreis von weniger als 30 Kilometer vom eigenen Wohnort.

Welche Tests akzeptiert Frankreich?

• Antigen- und PCR-Tests; bei PCR sind auch Pool-Tests (Speicheltests) genehmigt.

• maximal 72 Stunden alt

• Der Test muss beim Grenzübertritt vorliegen und darf nicht nachgereicht werden.

• Sprache: Französisch bevorzugt, aber auch andere EU-Sprachen werden akzeptiert. Hauptsache: Testergebnis negativ. Dies verstehen auch die Franzosen (da heißt es négatif).

• Entscheidend für die Stundenzählung ist das Ergebnis, das auf dem Testzertifikat aufgeführt ist. Dies ist in den allermeisten Fälle die Uhrzeit der Probenentnahme.

Positiv getestet?

Dann gilt: sofort isolieren – und das zehn Tage lang. Eine Heimreise ist offiziell nicht gestattet.

Verhaltensregeln: www.santepubliquefrance.fr. Ladet euch dort dieses Dokument runter: Conduite à tenir (22/07/21)

Diese Selbsterklärung muss jeder bei der Einreise vorlegen können. Copyright: Gouvernement Français
Diese Selbsterklärung muss jeder bei der Einreise vorlegen können. Copyright: Gouvernement Français

Selbsterklärung

Jeder, ob Erwachsene oder Baby, geimpft oder nicht geimpft, muss auch weiterhin zur Einreise eine Selbsterklärung ausfüllen. Auf dieser déclaration sur l’honneur bestätigt ihr, dass ihr keine Corona-Symptome wie Fieber oder ähnliches habt.

Das entsprechende Dokument könnt ihr auf der Webseite des französischen Innenministeriums auf Englisch und Französisch downloaden – oder hier im Blog am Ende des Beitrags unter “Wichtige Papiere”. Wer sie online ausfüllen möchte, findet sie hier.

Die Selbsterklärung benötigt ihr nur zu Einreise. Einmal über die Grenze und unterwegs im Land, ist sie nicht mehr erforderlich.

Alle Informationen zur Einreise nach Frankreich stammen von dieser offiziellen französischen Regierungsseite: 

www.interieur.gouv.fr/Actualites/L-actu-du-Ministere/Attestation-de-deplacement-et-de-voyage

Ready to fly

Seit 17. Juni 2021 bietet Air France Passagieren mit Ziel Korsika oder Übersee den digitalen Service ready to fly, der die Kontrolle der Reisedokumente beschleunigen soll. Einen ähnlichen Vorab-Check bieten inzwischen auch weitere Fluglinien an, darunter auch die deutsche Lufthansa.

Einige Tage vor der Anreise erhaltet ihr eine Mail mit der Aufforderung, die erforderlichen Dokumente (Impfnachweis, Testergebnis) an eine Online-Plattform zu senden. Diese werden geprüft. Ist die Prüfung erfolgreich, erhalten die ausgestellten Bordkarten den Aufdruck ready to fly.

Die von den Flugpassagieren übermittelten Daten werden nach der für die Überprüfung der erforderlichen Zeit gemäß der DSGVO vernichtet.

Die Lage in Frankreich

Frankreich ist von der Pandemie stark betroffen, jedoch regional sehr unterschiedlich. Daher ist es sehrwichtig, die Lage vor Ort zu kennen. Dabei helfen offizielle Karten, die ich hier vorgestellt habe.

Generell gilt: Stark urbanisierte Gebiete wie Großstädte oder das Siedlungsband an der Côte d’Azur, Urlaubszentren und Partyhochburgen erlebten mitten in diesem Sommer viel höhere Zahlen an Neuinfektionen bei der vierten Welle als Gebiete, die noch nicht vom Tourismus entdeckt wurden.

Warn-Stufen

Frankreich stuft die Lage in den Départements und Regionen mit diesen Warnstufen ein.

• 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner: alerte
• 150 Fälle auf 100.000 Einwohner + Inzidenz bei den +65-Jährigen über 50 : alerte renforcée
• 250 Fälle auf 100.000 Einwohner + Inzidenz bei den +65-Jährigen über 100 + Notbetten zu 30 Prozent ausgelastet: alerte maximale
• 250 Fälle auf 100.000 Einwohner + Inzidenz bei den +65-Jährigen über 100 + Notbetten zu 60 Prozent ausgelastet: état d’urgence

Daran gekoppelt sind Auflagen wie Maskenpflicht, Sperrstunde und schließlich Ausgangssperre. Wann welche dieser Restriktionen umgesetzt werden, entscheidet in einem Département der Präfekt angesichts der Lage vor Ort.

Die Einstufungskriterien sind seit September 2020 unverändert. Gesundheitsminister Olivier Véran hat sie auf Seite 4 seiner damaligen Rede vorgestellt.

Zahlen und Karten

In einem separaten Beitrag im Blog habe ich die wichtigsten Quellen zusammengefasst, die mit Karten und Infografiken die Lage im Land vorstellen. Bitte klickt dazu hier. Weitere Quellen findet ihr am Ende des Beitrags unter Quellen und Links.

Frankreichs Corona-Regeln

Maskenpflicht

Les Eyzies, Foto: Hilke Maunder
Ein Geschäft in Les Eyzies (Dordogne) beweist Humor beim Thema Maskenpflicht.

Draußen

Die Maskenpflicht draußen ist landesweit aufgehoben.Allerdings haben sie diverse Départements bereits wieder für draußen eingeführt – meist für belebte Orte, Märkte und andere Stätten mit Publikumsverkehr.

Drinnen

Landesweit gilt die Maskenpflicht weiterhin:

• drinnen im öffentlichen Raum
•  in Geschäften, Museen, Kinos und Theatern
• in der Gastronomie beim Gang zum Tisch, beim Aufgeben der Bestellung am Tisch und sobald ihr euch im Lokal bewegt.

Départements und Kommunen legen die Details fest und informieren mit Schildern. Pflicht ist das Tragen von Alltagsmasken (Stoff, chirurgische Masken). FFP2-Masken werden nicht verlangt. Wer an Orten mit Maskenpflicht keine Mund-Nase-Bedeckung trägt, riskiert ein Bußgeld von 135 Euro. Bei erneuter Zuwiderhandlung kann das Bußgeld auf 3.750 Euro steigen.

Angers zu Coronazeiten: Wo Maskenpflicht besteht, ist deutlich markiert. Foto: Hilke Maunder
Angers zu Coronazeiten: Wo Maskenpflicht besteht, ist deutlich markiert. Foto: Hilke Maunder

Pass Sanitaire

Die Nationalversammlung hat das umstrittene Gesetz zum Gesundheitspass mit 156 Ja-, 60 Nein-Stimmen sowie 14 Enthaltungen angenommen.  Der  pass sanitaire activité wie auch der  pass sanitaire voyages darf maximal 72 Stunden alt sein.

Der Impf- und Testnachweis  (digital oder Papierform) ist Pflicht bei:

Seit 21. Juli

Der Impf- und Testnachweis ist erforderlich bei allen Kultur- und Freizeiteinrichtungen, in denen mehr als 50 Personen anwesend sind, z.B.

• Theatern
• Kinos
• Museen
• Vergnügungsparks
• Festivals
• Konzerthallen
• Zoos

Quelle: www.legifrance.gouv.fr

Seit 9. August

Test- oder/und Impfnachweis für

• Gastronomie drinnen und draußen
• Gemeinschaftseinrichtungen wie Gastronomie oder Pools von Hotels, Campingplätzen und Ferienanlagen. Erste Unterkünfte geben an vollständig geimpfte Gäste Bändchen aus. Sie müssen dann nicht mehr ihre Nachweise vorlegen, sondern können sich dann frei bewegen.

• Flugzeuge
• Fernzüge (TGV, Intercités, Nachtzüge). Ausgenommen sind Nahverkehrsverbindungen (TER, RER, Métro). die SNF verteilt beim Einsteigen blaue Bändchen an Geimpfte.
• überregionale Bussen für Langstreckenfahrten

Seit 16. August

• in bestimmten Einkaufszentren mit einer Fläche von mehr als 20.000 Quadratmetern. Seit 8. September endet sie vorzeitig für fast die Hälfe der betroffenen 144 Zentren. Voraussetzung für den Wegfall der Pass-Sanitaire-Pflicht: die Inzidenz im jeweiligen Departement liegt unter 200 neue Fälle bei 100.000 Einwohner bzw. sinkt seit einer Woche kontinuiertlich. Er ist damit nur noch in 64 Zentren mit mehr als 20.000 qm Verkaufsfläche Pflicht – und nicht mehr bei 144.

Quelle: Bruno Le Maire im Interview auf BFMTV

sind 144 Zentren betroffen.  Hier gibt es dazu die Übersicht: www.francetvinfo.fr.

Seit 30. August

• im Job:  für Arbeitnehmer mit Publikumskontakt. Dies betrifft Restaurants, Museen, Kinos oder Fernverkehrsmittel und gilt zunächst bis zum 15. November.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind bis 30. September ausgenommen von der Test- und Impfnachweispflicht!

Mehr zum pass sanitaire erfahrt ihr hier im Blog: https://meinfrankreich.com/corona_frankreich_pass-sanitaire.

Antworten auf viele Fragen gibt diese staatliche französische Seite (beim Übersetzen hilft deepl.com): www.gouvernement.fr/pass-sanitaire-toutes-les-reponses-a-vos-questions

Tests für den pass sanitaire

• Antigen
• PCR
autotest supervisés (Selbsttest unter Aufsicht).

Wo ihr solche Selbsttests machen könnt, verrät die Webseite Doctolib, www.doctolib.fr/depistage-covid-19-autotest-supervise-par-un-professionnel-de-sante

Sperrstunde

Die Sperrstunde in Kontinentalfrankreich seit 21. Juni 2021 aufgehoben.

Ausnahmen

• Korsika: Sperrstunde ab 1 Uhr nachts für Bars, Restaurants, Strandlokale, private Veranstaltungen, die in öffentlich zugänglichen Einrichtungen stattfinden, Kultur-, Sport-, Freizeit- oder Festveranstaltungen, Messen, Ausstellungen, sowie Veranstaltungen auf Campingplätzen, in Hotels und anderen Unterkünften.

Überseegebiete:

• Guadeloupe: Ausgangssperre zwischen 21 Uhr und 5 Uhr morgens
• Martinique:  Ausgangssperre von 19 Uhr bis 5 Uhr morgens. Tagsüber sind von 5 Uhr morgens bis 19 Uhr abends nur Fahrten innerhalb eines Radius von 10 km erlaubt.

Triftige Gründe, die das Überschreiten des 10-Kilometer-Radius gestattet, sind u.a.
• Besuch von Museen, Zoo
• Fahrten von und zum Flughafen – hier auch nach 19 Uhr

Bei solchen Fahrten muss der triftige Grund in der attestation de déplacement dérogatoire nachgewiesen und belegt werden. www.martinique.gouv.fr

• Insel La Réunion: Ausgangssperre von 18 Uhr bis 5 Uhr morgens. Zwischen 5 Uhr morgens und 18 Uhr abends sind nur Fahrten innerhalb eines Radius von 10 km an Werktagen und 5 km an Sonntagen erlaubt.

Urlaub & Alltag

Freunde & Familie

Pyrénées-Orientales

Hochzeiten mit mehr als 50 Gästen müssen ab 1. August bei der Präfektur angemeldet werden.

Haute-Corse

Seit 27. Juli 2021 sind Zusammenkünfte von mehr als 10 Personen nach 21 Uhr an Stränden, Plätzen und Parks  verboten.

Für Familienfeiern wie Hochzeiten und Taufen mit mehr als 50 Personen, die in öffentlich zugänglichen Einrichtungen stattfinden, ist der Gesundheitspass pass sanitaire Pflicht. Eine Bezugsperson muss die Veranstaltung 72 Stunden vorher bei der Präfektur anmelden.

Gastronomie

Seit 9. Juni ist nach der Außengastronomie auch die Innengastronomie geöffnet. Für den Besuch von Lokalen benötigt ihr seit 1. August einen Impf- bzw. Testnachweis (ab 12 Jahre). Dieser pass sanitaire kann in der App (CovPass, Luca, TousAntiCovid) oder in Papierform vorgelegt weren.

Beim Besuch von Lokalen gilt ferner:

• Essen und Trinken nur am Sitzplatz. Der Verzehr am Tresen ist – zumindest offiziell – nicht gestattet
• pro Tisch maximal sechs Menschen
• Maske auf beim Weg zum Tisch, beim Bewegen im Lokal und bei der Bestellung

Sanitärprotokoll: www.economie.gouv.fr/files/files/directions_services/covid19-soutien-entreprises/Protocole-sanitaire-renforce-secteur–HCR.pdf

Haute-Corse

Seit 1. August alle Bars und Restaurants in Haute-Corse um ein Uhr nachts ihre Türen schließen.

Großveranstaltungen

Der pass sanitaire ist Pflicht bei Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen: Sport- oder Kulturveranstaltungen, Festivals, Messen und Ausstellungen. Wer kein digitales EU-Zertifikat besitzt, muss als EU- und Schengen-Bürger ersatzweise den Impf- oder Testnachweis vorlegen.

Savoir-vivre & Kultur

Auch Museen und Sehenswürdigkeiten könnt ihr seit  dem 1. August 2021nur noch mit Test- oder Impfnachweis (pass sanitaire) besuchen. Es gelten Besucherzugangsregelungen, Pflicht zu mindestens 1 Meter Abstand und verschärften Hygienemaßnahmen.

Ihr wollt ein Museum besuchen oder an einer Veranstaltung teilnehmen? Dann bucht rechtzeitig euer Online-Ticket. Oft sind darin dann Zeitfenster vorgesehen, um den Besucherstrom zu steuern. Der Ticketverkauf an der Kasse wurde deutlich eingeschränkt.

Auf welche Ausstellungen ihr euch 2021 freuen könnt, verrät euch diese Übersicht: https://de.france.fr/de/news/liste/ausstellungen-in-frankreich-2021

Shopping

Nicht nur Handdesinfektion und Maske, sondern richtiges Händewaschen fordern manche Geschäfte jetzt wie Carrefour und Biocoop. Foto: Hilke Maunder
Nicht nur Handdesinfektion und Maske, sondern richtiges Händewaschen fordern manche Geschäfte jetzt wie Carrefour und Biocoop. Foto: Hilke Maunder

Alle Geschäffte und Märkte sind geöffnet. Beim Besuch von Einkaufszentren (centres commerciaux) kann der Präfekt eines Départements nach eigenem Ermessen festlegen, ob und wo eine der pass sanitaire bzw. ein entsprechender Impf- oder Testnachweis Pflicht ist. Supermärkte sind davon ausgenommen.

Unterkünfte

Hotels, Campingplätze, Privatvermieter und Ferienhausvermieter sind seit 3. Mai wieder für Urlaubsgäste geöffnet. Für eine reine Übernachtung benötigt ihr keinen Impf- oder Testnachweis, wohl aber für die Nutzung von Pool, Bar, Restaurant oder anderen Gemeinschaftseinrichtungen.

Allgemein gilt:

• Maskenpflicht in den öffentlichen Innenräumen
• Tägliche Desinfektion im öffentlichen Bereich
• Wo möglich, Einbahn-Regelung

Sanitärprotokoll von Hotels: www.economie.gouv.fr/files/files/directions_services/covid19-soutien-entreprises/Protocole-sanitaire-renforce-secteur–HCR.pdf

Camping

Bei den Campingplätzen gilt seit 21. Juli für alle Einrichtungen mit Pool oder / und Gastronomie – und ab 9. August für alle Plätze ohne solche Einrichtungen.

Mit einem einzigen Check zu Beginn des Urlaubs kommt das recht flexible Protokoll euch jetzt entgegen. Bei vollständigem Impfschutz oder negativen PCR-Tests, die weniger als 48 Stunden alt sind, werdet ihr einmalig bei der Ankunft kontrolliert.

Diese Kontrolle ist der Schlüssel für den Zugang zu allen Aktivitäten auf dem Campingplatz, einschließlich der Freizeitbereiche, Sporteinrichtungen, Lebensmittelladen, Bars und Restaurants.

Quelle: https://ffcc.fr/actualite/pass-sanitaire-et-camping

Sanitärprotokoll:  http://fnhpa-pro.fr/wp-content/uploads/2021/05/Protocole-sanitaire_FNHPA2021-12-05.pdf

Transit

Einreise

• negativer PCR- oder Antigen-Test für Nicht-Geimpfte sowie für alle die Selbsterklärung (déclaration sur l’honneur, unter “Wichtige Papiere” verlinkt)

Rast

Zur Rast an der Autobahn empfehlen sich die village sd’étapes.

Urlaub in Frankreichs Überseedepartements

Zentral gebündelt stellt diese offizielle Seite als Portal die Reiseauflagen und -maßnahmen vor: https://outre-mer.gouv.fr/informations-coronavirus

Guyana – Festlandfrankreich

Die motifs impérieux zwischen Guyana und Festlandfrankreich werden für Geimpfte mit Wirkung vom 16. Juli 2021 aufgehoben.

Frankreich  – Martinique

Seit dem 21. Juli 2021 sind Reisen von und nach Martinique von Frankreich aus nur noch für komplett Geimpfte möglich  oder mit motifs impérieux. Die Pflicht, einen negativen Test bei Reiseantritt nach Martinique vorzulegen, bleibt bestehen.

Martinique befindet sich noch in einem Lockdown, der derzeit sukzessive gelockert wird. Öffentlich zugängliche Einrichtungen dürfen ab Mittwoch, den 22. September, wieder öffnen. Der Radius, in dem ihr euch bewegen dürft, wird ab Montag, dem 20. September, auf 10 Kilometer ausgedehnt. Die Sperrstunde um 19 Uhr bleibt bestehen.Guadeloupe

Guadeloupe

Reisen von und nach Guadeloupe von Frankreich aus nur noch für komplett Geimpfte möglich  oder mit motifs impérieux.

Île de la Réunion

La Réunion

Die Tropeninsel hat zum  18. September 2021 den Lockdown gelockert. Reisen auf der gesamten Insel sind wieder uneingeschränkt möglich. Die Ausgangssperre zwischen 23 Uhr und 5 Uhr morgens bleibt bestehen.

Nur vollständig geimpfte Personen dürfen ohne triftigen Grund einreisen. Sie müssen nicht in Quarantäne.

Die Rückreise

Tests in Frankreich

Corona-Testzentrum in Toulouse. Foto: Hilke Maunder
Solche mobilen Testzentren für Fußgänger wie hier in Toulouse findet ihr in den meisten französischen Großstädten. Foto: Hilke Maunder

Vor der Rückreise könnt ihr euch in Frankreich testen lassen. Alles Tests sind seit 7. Juli kostenpflichtig; die Preise sind staatlich gedeckelt. PCR-Tests kosten maximal 49 Euro, Antigentests  maximal 29 Euro, Selbsttests fünf Euro. Tatsächlich sieht es vor Ort jedoch so aus, dass mitunter auch noch kostenlose Tests angeboten werden.

Sämtliche Testzentren findet ihr hier: www.sante.fr/cf/carte-depistage-covid.html.

Mehr zum Testen in Frankreich erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Deutschland

Seit Sonntag, 1. August 2021, gelten neue Einreiseregeln nach Deutschland. Das deutsche Robert-Koch-Institut (RKI) unterscheidet seitdem nur noch zwischen Hochrisikogebieten und Virusvariantengebieten.

Es gilt seit 1. August 2021 damit eine generelle Nachweispflicht. Unabhängig von der Art des Verkehrsmittels und unabhängig davon, ihr vorher in einem Hochrisiko- bzw. Virusvariantengebiet gewesen seit, müssen alle, die das zwölfte Lebensjahr vollendet haben, bei Einreise ein negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis vorlegen.

Quelle: www.bundesgesundheitsministerium.de

Hochrisikogebiet

Die folgenden Regionen und französischen Überseegebiete gelten als Hochrisikogebiete:

    • Provence-Alpes-Côte d’Azur (seit 8. August 2021)
    • Guadeloupe (seit 8. August 2021)
    • Martinique (seit 8. August 2021)
    • St. Barthélemy (seit 8. August 2021)
    • St. Martin (seit 8. August 2021)
    • Französisch-Guayana (seit 15. August 2021)
    • Französisch-Polynesien (seit 15. August 2021)

Quelle:www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

Basis für die Einstufung als Hochinzidenzgebiet sind:

• Inzidenz deutlich über 100 liegt (bisher: 200)
• Krankenhäuser voll
• nur wenige Tests

Das bedeutet:

• Geimpfte und Genesene können problemlos nach Deutschland einreisen
• Nicht-Geimpfte müssen zehn Tage in Quarantäne.
• Nicht-geimpfte Kinder unter zwölf Jahren müssen nur fünf Tage in Quarantäne.
• Freitestung ist nach fünf Tagen möglich. Der Test darf frühestens am fünften Tag nach Einreise durchgeführt werden, muss danach zehn Tage aufbewahrt werden. Der PCR-Test oder Corona-Schnelltest (PoC-Schnelltest) muss von einem medizinischen Dienstleister vorgenommen werden. Selbsttests werden nicht akzeptiert.

• Pflicht: die digitale Reiseanmeldung auf www.einreiseanmeldung.de

Virusvariantengebiet

• Geimpfte müssen wie Nicht-Geimpfte 14 Tage in Quarantäne.
• Freitestung ist NICHT möglich
• Pflicht: die digitale Reiseanmeldung auf www.einreiseanmeldung.de

Quelle: www.rki.de

Schweiz

Für Schweiz gelten seit 26. Juni 2021 diese Einreiseregeln: www.bag.admin.ch. Welche Auflagen für euch gelten, verrät der interaktive Travel-Check: https://travelcheck.admin.ch.

Einreiseformular bei Einreise per Flieger

https://swissplf.admin.ch/home

Quelle: www.bag.admin.ch/bag/de

Österreich

Wer geimpft, getestet oder genesen ist (die „3G“), darf frei nach Österreich einreisen, www.bmeia.gv.at.

Wichtige Papiere

Attestation sur l’honneur

Die negative Covid-19-Selbsterklärung müssen alle ausfüllen und  bei der Einreise nach Frankreich dabei haben. Ihr erklärt darin, dass ihr frei von Symptomen seid und bei Verdacht euch testen lasst. Hier könnt ihr sie im Blog downloaden – und hier auf der offiziellen Regierungsseite. Beim Übersetzen hilft euch kostenlos das Online-Tool www.deepl.com.

Diese Selbsterklärung muss jeder bei der Einreise vorlegen können. Copyright: Gouvernement Français
Diese Selbsterklärung muss jeder bei der Einreise vorlegen können. Copyright: Gouvernement Français

Gefällt euch dieser Beitrag? Helfen euch die Infos? Dann sagt merci – ich freue mich über eure Unterstützung. Fünf Möglichkeiten gibt es. Und auch PayPal.

Quellen und Info-Links

Karten

Welche Karten und Seiten die Corona-Situation in Frankreich darstellen, verrät dieser Beitrag.

Corona-Impfung in Frankreich

Alles rund ums Impfen in Frankreich erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Überblick über die durchgeführten PCR-Tests und die Krankenhauseinweisungen, auch im Vergleich geimpft/nicht geimpft:

https://data.drees.solidarites-sante.gouv.fr/explore/dataset/covid-19-resultats-issus-des-appariements-entre-si-vic-si-dep-et-vac-si/information/?disjunctive.vac_statut

Covid-App Tous Contre Covid

www.gouvernement.fr/info-coronavirus/tousanticovid

Corona-Hotline Frankreich

Tel. 0 800 130 000. Dieser kostenlose Telefondienst beantwortet eure Fragen 24/7 – rund um die Uhr, jeden Tag. Achtung: Er darf euch nicht medizinisch beraten!

Den Corona-Chatbot der Regierung auf WhatsApp erreicht ihr unter der Rufnummer 07 55 53 12 12.

Corona-Infos der französischen Regierung

www.gouvernement.fr/info-coronavirus

Chronologie der Coronakrise in Frankreich

www.contexte.com/pouvoirs/la-crise-du-coronavirus-printemps-2020

Reisehinweise Deutschland

Auswärtiges Amt

www.auswaertiges-amt.dewww.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/frankreichsicherheit/209524

Reisehinweise Österreich

Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten

www.bmeia.gv.at/reise-aufenthalt/reiseinformation/land/frankreich

Reisehinweise Schweiz

Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten

www.eda.admin.ch/eda/

Bundesamt für Gesundheit

www.bag.admin.ch/bag/

Merci fürs Teilen!

29 Kommentare

  1. Hallo Hilke, kann man die Autotests in jeder Apotheke machen? Laut Liste ist die nächste Möglichkeit für uns Cannes, da fahren wir 1 Stunde hin! Vielen Dank

  2. Hallo liebe Hilke,
    weisst du, ob die Selbsttests unter med. Aufsicht auch für den Grenzübertritt (nach D) gelten? Kosten sie überall in F 5 Euro?
    Liebe Grüße
    Gudrun

    • Hallo Gudrun, leider gelten die Selbsttests unter Aufsicht nur für den pass sanitaire activité, sprich für Lokale, Museen etc. Für den Grenzübertritt werden Antigen- oder PCR-Test verlangt sowie die im Blog verlinkte Selbsterklärung. Die Kosten für die Selbsttests sind bei 5 Euro gedeckelt, sprich, dürfen nicht teurer sein. Viele Grüße, Hilke

  3. Hihi der 187. SEPTEMBER
    Liebe Hilke, danke für das Lächeln, dass du mir schon am frühen Morgen ins Gesicht gezaubert hast 😄
    Liebe Grüße aus dem Dep. MOSELLE

  4. Bonjour,
    am Sonntag sind wir aus der Bretagne zurückgekehrt. 3 Wochen Traumurlaub,weil diese
    Seite uns ermutigt hat mit all ihren Infos und Kommentaren, zu reisen. Tausend Dank
    (und selbstverständlich Spende)! Weder bei der Durchreise von Belgien noch an der franz. Grenze bei Einreise wurden wir kontrolliert, im Hotel beim ersten stop over
    fragte man nach dem Impfausweis, auf der Rückreise mussten wir fragen, ob man den denn nicht sehen wolle. Wir empfanden alles als sehr relaxed. Beim Wandern auf dem engen Küstenpfad waren die Franzosen sehr rücksichtsvoll und machten Platz, am Strand sah das schon anders aus. Doch grande rentreé regelte das ja. Wir waren oft alleine ! An den Restaurants standen Tafeln,die aufforderten, den pass sanitaire
    bereitzuhalten, in den Geschäften und Supermärkten war es wie bei uns. Nochmals vielen Dank !!! Salut Do

  5. Hallo Zusammen, wir sind gerade in Agde am Herault. Unsere Erfahrungen sind durchweg positiv. Die Masken werden außerhalb von Geschäften getragen wenn es eng wird oder voller. Ansonsten herrscht eine sehr entspannte Atmosphäre. Wir waren bisher 8 x essen und wurden 7 x nach dem Pass Sanitaire gefragt. Hier haben wir die Erfahrung gemacht dass das eher ernst genommen wird. Auch bei größeren Gruppen wurde konsequent jeder überprüft.
    Alles in allem sind wir sehr froh hier zu sein und genießen unseren Urlaub.

  6. Bonjour, wir sind gerade in Cap Ferret. PS wir überall (egal ob außen oder innen) konsequent am
    Eingang gefordert. Mein QR Code des deutschen Test funktionierte leider nicht und ergab tatsächlich eine kurze Diskussion. Zum Glück überzeugten dann die Worte COVID- negativ und Datum auf dem Ausdruck.
    Die hiesige Apotheke bietet kostenpflichtige Antigentests nach Terminvereinbarung an. Sie sind super nett und alles klappt prima.
    Ich habe heute gelesen, dass seit 13.9. Oktitanien kein Risikogebiet
    mehr ist und somit Quarantäne und Nachweispflicht bei der Rückkehr nach Deutschland entfallen (ADAC). Kann das jemand bestätigen?
    Lieben Gruß nach Deutschland
    Heike

  7. Hallo,
    erstmal lob für die Seite (auch unabhängig von den unzähligen Infos zu Corona)!

    Eine kleine Frage hätte ich aktuell noch… Wir für die Übernachtung auf Campingplätzen (einschließlich Nutzung der Duschen/Toiletten) ein gültiger Test benötigt, sofern man nicht geimpft ist?

    Besten Dank und viele Grüße

    Christian

    • Hallo Christian, einen Gesundheits-Pass beziehungsweise Test- oder Impf-Nachweis benötigst du nur für Gemeinschafts-Einrichtungen wie Schwimmbad oder Restaurant. Allerdings fordern manche Campingplätze den Gesundheitsnachweis (pass sanitaire) bereits beim Check in, um sicherzugehen, dass Gemeinschafts-Einrichtungen nur genutzt werden von Gästen mit Nachweis. Die Strafen für Campingplatz-Besitzer sind sehr sehr hoch bei Nichteinhaltung dieser Regeln. Ich wünsche dir einen schönen Urlaub, Hilke

  8. Wir sind seit zwei Wochen im Vaucluse. Selbst bei der telefonischen Reservierung eines Tisches wird man gefragt, ob man einen pass sanitaire hat. Im Restaurant wird dann der Nachweis überprüft. Insoweit hätten wir hier ohne pass sanitaire die von uns gewählten Restaurants nicht aufsuchen können.

    • Ich kann das für das Departement Hérault für die von uns besuchten Restaurants bestätigen. Einzig gestern in einem Café wurden wir lediglich gefragt, ob wir einen Pass Sanitaire haben. Die in den deutschen Medien verbreiteten Meldungen, dass in Frankreich, seitdem der Pass obligatorisch ist, die Restaurants und Bars halbleer sind, kann ich absolut nicht bestätigen. Auf Nachfrage sagte der Patron unseres Lieblingsrestaurants, dass er und seine Kollegen in der Gegend keinerlei Rückgang der Kunden verzeichnen.
      Schöne Zeit im Vaucluse!

  9. Bonjour!

    Nach sechs Wochen Urlaub in Frankreich möchte ich heute ein paar Worte zum Pass Sanitaire los werden. Vorab: Wir sind keine Trubeltouristen,nehmen aber gerne mal einen Café oder essen auch mal auswärts. Ich habe NIE von mir aus unsere Passes Sanitaires gezückt, sondern darauf gewartet, dass man uns anspricht. Insgesamt waren wir 14mal Café trinken. 6mal wurde der PS gefordert. In Galeria haben wir mitbekommen, wie ein deutsches Ehepaar mit vorgehaltener Handy und Maske auf die Terrasse sind. Die Besitzerin meinte sinngemäß, sie sei nicht die Kontrolleurin der Regierung. Auf irritierte Rückfrage verwies die Dame auf ein Schild “Pass Sanitaire obligatoire” am Eingang und meinte (wieder sinngemäß): “Jeder der rein will, braucht einen PS. Und nein, ich kontrolliete nicht!” In einer Bar in Vico wollte man den PS als Audsdruck nicht gelten lassen. In einer Bäckerei in Porto hat man unsere PS kontrolliert, nachdem wir auf einer Bank vor dem Geschäft Platz genommen haben.
    7mal waren wir zum Essen. Davon wurde 2,5mal der PS gefordert. Der Hit war ein Wirt in Asco, der keinen ohne PS an sich vorbei gelassen hat. Dort hatte der Sohn einer italienischen Familie seinen PS nicht dabei. Die kamen wohl aus Haut-Asco vom Wandern. Wer das Tal kennt, weiß, daß einfach mal holen fahren dort nicht möglich ist. In einem Restaurant bei Porto Pollo warf man einen interessierten Blick auf den QRCode und in einer Pizzeria gab man sich mit dem PS meiner Tochter zufrieden, die nicht dabei war.
    In einem Museum wollte man nicht nach PS fragen.
    Der Hit war jedoch die Ansprache bei der Überfahrt nach Sardinien nach dem Scan des Fährtickets “Vous êtes vacciné?” “Oui, un Instanz s.v.p..” “Bon” und weg war er… Auch das für Italien nötige Einreiseformular EU-dPLF wollte keiner sehen.
    Ein Muster, ob der PS in abgelegenen Gegenden eher als in größeren Orten abgefragt wird, ist eindeutig nicht erkennbar. Auch mitten in Corté, direkt neben einem Schild für Maskenpflicht (die draußen seeehr wenige interessiert hat) und einem für notwendigen PS hat keiner gefragt.
    Ein Fazit darf jeder für sich selbst ziehen. Ich wiederhole gebetsmühlenartig wie einst Cato der Ältere sein Ceterum censeo Carthaginem esse delendam: Jeder ist für sich selbst verantwortlich (Abstand, Maske, Impfen).
    Dann braucht man sich auch nicht daheim Hintern Herd zu verstecken, sondern kann die schöne Welt bereisen.
    Dazu noch ein schönes Zitat von Mark Twain: Reisen ist tödlich. Für Vorurteile!

  10. Guten Tag.
    Seit einer Woche bin ich aus dem Urlaub zurück. Leider wurden im Medoc Anwesende auf dem Campingplatz der Test vor der Rückreise verweigert mit der Begründung – Tests gibt es nur für französische Bürger, für Ausländer stehen keine Testkapazitäten zur Verfügung – Gemeinde Montalivet-les-Bains.
    Dieses als ergänzende Info zu der aktuellen Info.
    Viele Grüße und vielen Dank für die Page “Mein Frankreich”

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.