Diana Liljelund: Große Pläne für Bugarach

Bugarach ist ein kleines Dorf. Knapp 140 Einwohner wohnen in den alten Steinhäusern, die sich im kleinen Dorfkern drängen, überragt von der wachsamen Spitze des Kirchturmes und dem legendären Pech du Bugarach, auf dem, so behaupten Legenden, schon UFOs gelandet sein sollen, ist er doch mit 1.230 Metern doch die höchste Spitze der Corbières und im Maya-Kalender als einer der acht Orte der Welt aufgeführt, an denen man den Weltuntergang garantiert überleben kann.

Ob’s stimmt oder nicht: Bugarach hat Alternative und Aussteiger schon seit mehr als 50 Jahren angelockt. Sie verwandelten alte Bauernstellen in Biohöfe, bieten Esoterik, Yoga oder Wandertouren an. Und versuchen, Orten wie Bugarach, die wie viele Orte in der Region unter Landflucht und Überalterung der Bevölkerung leiden, wieder zu beleben. Und setzen dabei auf Kunst und Kultur.

So wie Diana Liljelund. Die blonden Haare locker zum Pferdeschwanz zusammengebunden, stand sie am Eingang der alten Post in der Grand’Rue, ein Glas in der Hand, klönend mit einem Pärchen, das auf einer Steinmauer vor dem Haus sagt. „Schaut mal rein – ich eröffne gerade meine Galerie heute!“

Diana, Jahrgang 1961, Tochter finnischer Eltern, im Nordosten der USA aufgewachsen, studierte Architektur und Design in Kanada, arbeitete in vielen Hauptstädten Europas, kuratierte Sammlungen – und begann, selbst künstlerisch zu arbeiten. An der bretonischen Côte du Granit Rose legte sie Muster aus weißen Kieseln auf den verwitterten Fels und fotografierte die Werke als Collage.

Fasziniert entdeckte sie die Wälder im Wechsel der Jahreszeiten und hielt ihre gefühlten Erinnerungen an Wurzeln und Stämme, Strukturen und Texturen in Öl und Aquarellen fest. Zwei Räume füllen ihre Arbeiten in der Galerie 9 von Bugarach. Doch ihre Vision geht weiter: Sie will ein richtiges Kunstzentrum schaffen und Bugarach zum Zentrum der Kreativen machen. Und das nicht nur mit einer Galerie, sondern auch mit Wohnungen für artists in residence.  Und wer Dianas Enthusiasmus und Tatkraft erlebt, weißt: Ihre Vision wird Wirklichkeit.

Diana Liljelund: die Info

Galerie 9, Grand‘ Rue, 11190 Bugarach, Tel. +33 (0) 6 38 55 66 00, www.galeriebugarach.com. Die Galerie ist Freitag – Sonntag von 14.30 – 18.30 Uhr geöffnet; auf Wunsch kann die Galerie auch außerhalb dieser Zeit besichtigt werden nach Voranmeldung unter Mobil-Tel.06 38 55 66 00. Alle sechs Wochen gibt es eine neue Ausstellung.

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Zur Einstimmung: DuMont Bildatlas Frankreich Süden (Okzitanien)

„Dieser Bildatlas ist sehr sehenswert und ist wunderbar beschrieben“ schrieb Ingrid Beck im Januar 2017 als Kundenrezension auf Amazon zur 4. Auflage. Inzwischen ist Ende 2017 die fünfte Auflage meines DuMont-Bildatlas „Frankreich Süd“ mit vielen neuen Tipps und Infos erschienen.
Ihr Kompliment hat mich riesig gefreut, behandelt er doch auf 118 Seiten in sechs Kapiteln meine Herzensheimat im Süden. Den Band gibt es zudem nicht nur gedruckt, sondern auch als e-Book für Kindle! Wer mag, kann den Band hier * direkt bestellen.

DUMONT REISEVERLAG, 5. Auflage (Dezember 2017), ISBN: 978-3770194100, Buch: 9,95 €, Kindle: 7,99 €

Der Reisebegleiter vor Ort: Ralf Nestmeyer, Languedoc-Roussillon

Zwischen dem Delta der Camargue und den Gipfeln der Pyrenäen hat Ralf Nestmeyer nahezu jeden Strand gesehen, jeden Stadt besucht, jedes Wehrdorf besichtigt – im Languedoc etwas intensiver, im Roussillon fokussiert er auf bekannten Highlights. Dennoch: Das gut 560 Seiten dicke Werk ist der beste Führer für Individualreisende, die diese Region entdecken möchten und des Französischen nicht mächtig sind. Wer möchte, kann den Band hier * direkt bestellen. In Ergänzung empfehle ich den Band von Petit Futé.

Michael Müller Verlag, 8. Auflage 2018, ISBN 978-3-89953-997-4, www.michael-mueller-verlag.de

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