Die schönsten Bücher für Frankreich-Fans

Bücher: Buchtipps zu Weihnachten

Vor Weihnachten stapeln sich auf den Bücher-Tischen die Neuerscheinungen. Und auf für alle, die Frankreich lieben, sind dort tolle Titel zu finden. Ich habe ein wenig gestöbert – und stelle euch hier einmal kreuz und quer durch die Themenwelten interessante Bücher vor. Bonne lecture!

Die schönsten Frankreich-Bücher zu Weihnachten

Spannung

Von der Vergangenheit eingeholt: Provenzalische Rache*

Im Hauptberuf ist Nicole de Vert Mimikexpertin. Doch die Liebe zum Schreiben, und gerade von Krimis, reicht zurück bis in Kindertage. Doch erst 40 Jahre später verband sie Beruf und Passion – und verfasste mit Provenzalisches Blut* im Sommer 2019 einen fesselnde Auftakt zur Provence-Krimiserie rund um Mimikexpertin und Hobbyköchin Margeaux Surfin. Das Debüt begeisterte die Leser. Und so präsentiert Nicole de Vert rechtzeitig vor Weihnachten noch Band zwei der Privatermittlerin: Provenzalische Rache* – ab 2. Dezember 2019 im Handel!

Darin schreckt ein Online-Video die Region Arles auf. Ein Geschäftsmann, der seine Beteiligung an einer fast 30 Jahre zurückliegende Massenvergewaltigung gesteht, wird während des Geständnis vor laufender Kamera erschossen. Thierry, der Lebenspartner von  Margeaux, erkennt das Opfer als Freund seiner Familie. Welches Interesse verfolgt sein Vater, als er Margeaux bittet, Nachforschungen anzustellen? Und wieso ist Margeaux‘ Vertrauter, der Computerspezialist Matze, nicht auffindbar? Bald steckt Margeaux mitten in einem Sumpf aus Schuld und Rache…

Das spannungsreiche Lesevergnügen ergänzen, wie bereits im ersten Band, leckere provenzalische Rezepten der Autorin zum Nachkochen. Wer mag, kann den Krimi hier* online bestellen.

Eifersucht und Erpressung am Berg der Winde: Die Toten vom Mont Ventoux*

Ralf Nestmeyer gehört zu den profiliertes Reisebuchautoren Frankreichs. Und dieses Wissen zu Land und Leute, zur Region und um Tatort heben diesen Provence-Krimi aus der Masse der boomenden Lokalkrimiszene heraus. Zudem inspirierte offensichtlich ein reales Verbrechen, das vor einigen Jahren Frankreich aufgerüttelt hat, Nestmeyer zu seinem Radsportkrimi.

Die Handlung beginnt mit einem Ausflug von Freizeitradlern, die den legendären Gipfel des Wächters der Provence mit ihrem Drahtesel erobern wollen. Beim Aufstieg stoßen sie plötzlich auf einen Radrennfahrer, der augenscheinlich erschossen wurde. Und wenig weiter auf drei weitere Tote, die in ihrem Wagen niedergemetzelt wurden.

Capitaine Malbec beginnt seine Ermittlungen. Akribisch fügt er die Puzzleteile zusammen, doch etwas scheint stets zu fehlen. Mit der Suspendierung scheint die Aufklärung in weite Ferne zu rücken.

Doch dann kommt der Zufall zu Hilfe, und Malbec ermittelt inoffiziell weiter. Bis zur spektakulären Aufklärung. Freut euch auf Frankreich-Flair voller Spannung & Atmo! Wer mag, kann hier* den Radsportkrimi online bestellen.

Sonne, Socca & Spione: Das Nizza-Netz*

Robert de Paca (der Name ist ein Pseudonym – Paca ist das Kürzel der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur) lebt seit 1997 in Frankreich. Sein Nizza-Netz-Krimi von 2017 ist nicht neu, aber für mich noch immer einer der besten Lokalkrimis der Alpes-Maritimes. Und ein Schaustück zur mediterranen Schattenwirtschaft. Schnell und plakativ geschrieben, ohne Grautöne, aber interessanten Details. Kurzum, ein Krimi, der sich in einer Nacht gut verschlingen lässt und mit seiner  atmosphärischen Dichte gut unterhält.

Die Handlung ist rasch erzählt: Nicolas und Nathalie betreiben in Nizza einen exklusiven Rundumservice für Luxusreisende. Als einer ihrer engsten Freunde unter mysteriösen Umständen verschwindet, beginnen sie fieberhaft nach Hinweisen zu suchen. Hinter der Fassade des mondänen Urlaubsortes stoßen sie dabei nicht nur auf ein gefährliches Netz aus Korruption und Intrigen – sondern auch auf ein dunkles Geheimnis aus Nicolas’ Vergangenheit . . . Wer mag, kann hier* den Cote-d’Azur-Krimi online bestellen.

Herz & Gefühl

Die Liebesbriefe von Montmartre*

Der junge Schriftsteller Julien Azaulay und Vater eines vierjährigen Sohnes verliert seine Frau. Am Totenbett nimmt ihm seine Frau das Versprechen ab, dass Julien ihr für jedes ihrer Lebensjahre einen Brief schreibt. 33 Jahre alt ist Hélène geworden.

Doch anfangs die Trauer ist zu schwer, das Schreiben unmöglich. Monatelang. Doch dann greift er schließlich zu Feder, schreibt – und fühlt sich seiner verstorbenen Liebe Hélène wieder nahe.

Doch eines Tages verschwinden seine Briefe aus dem Geheimfach am Grab, und Julien erhält Antworten. Ein Gedicht von Prévert, Kinokarten für Orphée, ein kleines Herz aus Stein, eine Blume … Wer ist die Unbekannte, die sich in ihn verliebt hat?

Seine 33 Briefe erzählen seine Reise zurück ins Leben. Eine bezaubernde Liebesgeschichte, in einfachen Worten, aber gerade dadurch sehr einfühlsam und berührend erzählt von Nicolas Barreau. Kennt ihr nicht?  Sein Roman „Das Lächeln der Frauen“ war in Deutschland mit weit über einer Million verkauften Exemplaren  der Jahresbestseller 2012. Wer mag, kann hier* den Roman online bestellen.

Küche & Keller

Leckere Landpartie: Küche des Midi. Ein Kochbuch der Provence*

Bis 2016 war Ute Belle-Meyer Kriminalhauptkommissarin beim Polizeipräsidium in Frankreich. Jetzt lebt sie als Pensionärin in einem Landstrich, in den sie sich bereits 1982 verliebt hatte: die Provence. Immer wieder reiste sie dorthin, tauchte ein in den Süden, entdeckteMenschen, Farben, Aromen und Düfte. Seit hat sie sie auf mehr als 200 Seiten eingefangen in einem kulinarischen Reise- und Rezepte-Buch: Küche des Midi. Ein Kochbuch der Provence*

Ihr Geschichten und rund 100 Rezepte aus der Provence, ergänzt mit einer sehr hilfreichen Waren- und Kräuterkunde sowie persönlichen Anregungen und Empfehlungen machen das Buch zur einer handlichen Fibel für alle, die gerne kochen oder beim Reisen am liebsten die „cuisine du teroir“ genießen.

Passend zum Inhalt ist die Gestaltung bodenständig und schlicht. Statt wenig Text und viele Hochglanzbilder im stylischem Layout gibt es bei Ute Belle-Meyer echtes Lese-Futter. Die Fotos sind Garnitur, die Rezepte die crème de la créme. Wer mag, kann hier* das Buch online bestellen.

So schmeckt die Hauptstadt: I love Paris*

Auf welchem Markt kostet der Dreisternekoch Weltküche? Wo kommt der Burger vom Bauern direkt auf den Teller? Und wo steckt Alain Ducasse den Kopf tief in die Oliven?

Mit „I love Paris“ hat der Gerstenberg-Verlag einen handlichen Taschenführer auf den Markt gebracht, der eine Fundgrube für alle Paris-Liebhaber sind, die gerne kochen und genießen.

Auf 260 Seiten stellt er in acht touristischen Gebieten zwischen Quartier Latin und Montmartre 100 Pariser Adressen vor, an denen kein Weg vorbei führt.

Das Budget reicht dabei von weniger als 20 Euro bis zu edlen Genüssen von mehr als 250 Euro; die Auswahl von frühmorgens bis spätnachts. Für Lust und Genuss sorgt bereits das Layout mit verführerischen Fotos und leicht lesbaren wie unterhaltsamen Texten. Wer mag, kann hier* das Buch online bestellen.

Kochkunst von früher: Meine Bistroküche*

Seezunge und Stubenküken, Fasan und Flusskrebs, Wolfbarschund Wildente: „Die gutbürgerliche Bistroküche ist der wahre Schatz unserer Gastronomie“, sagt Alain Ducasse.  Welche Rezepte beim ihm Kindheitserinnerungen wachrufen, verrät der Dreisternechef in seinem Kochbuch „Meine Bistroküche“, das in Frankreich unter dem Titel „L’Esprit Cuisine“ ein Beststeller wurde.

Eingang gefunden ins Buch haben die Gerichte, die iihr auch in drei Bistros von Alain Ducasse – Aux Lyonnais, Benoit und Allard – kosten könnt. Nun hat Gerstenberg den Band auf Deutsch verlegt – mit rot-weißer Küchentuch-Optik, ansprechenden Fotos, perfekt strukturierten Rezepten und äußerst ansprechenden Fotos.

110 Rezepte des Pariser Starkochs warten darauf, nachgekocht zu werden – für Glücksmomente daheim und gastlichen Stunden mit Freunden, Familie oder anderen lieben Gästen. Wer mag, kann hier* das Buch online bestellen.

Land & Leute

Tschüs, Großstadt: Unser Hof in der Bretagne*

Mit „Das große Buch vom Leben auf dem Lande“ verfasste John Seymour in den 1970er-Jahren ein Buch, das zur Bibel für Selbstversorger wurde – und eine ganze Generation von einem anderen, mit der Natur verbunden Leben träumen ließt. Regine Rompa, Jahrgang 1981 und ihr Freund Anton haben ihn umgesetzt.

Beide hatten das Gefühl, im Hamsterrad von Arbeit und Konsum gefangen zu sein, beide schlossen gemeinsam einen Schlussstrich unter ihr bisheriges Leben, kündigten gut bezahlte Jobs, verkauften die Wohnung – und wagten in einem bretonischen Minidorf den Neuanfang.

Des Französischen nicht mächtig, ohne Erfahrung in der Landwirtschaft. Aber mit Leidenschaft, Engagement, Neugiert. Und dem Willen, im Einklang mit der Natur und den Menschen zu leben. Sich einzulassen und wieder das Leben mit allen Sinnen zu spüren.

Ein Aussteigerbuch, mit perfekt geschminkter Heldin, instagrammäßigen Farbfotos im Mittelteil, maßgeschneidert auf den Zeitgeist und heutige Sehnsüchte. Und doch dabei höchst lebenswert, das es ehrlich und authentisch bleibt. Chapeau, Regine! Wer mag, kann hier* das Buch online bestellen.

Potenziale & Probleme, Grenzen und Chancen: Die deutsch-französischen Beziehungen*

Wer sich für die bilateralen Beziehungen interessiert, kennt seinen Namen: Prof. Dr. Henrik Uterwedde war viele Jahre lang der lang stellvertretenderDirektor des Deutsch-Französischen Instituts (dfi) in Ludwigsburg. Jetzt hat der Wissenschaftler eine kompakte Einführung vorgelegt, die auf 178 Seiten alle wichtigen Themen der deutsch-französischen Beziehungen umreißt: Wirtschaft, Euro, Gesellschaft, Kultur, Bildung und Wissenschaft.

Vorangestellt ist ein kurzer Abriss der “Geschichte einer spannungsreichen Nachbarschaft”.  Sie führt von Germania und Romania über 23 deutsch-französische Kriege hin zum Deutsch-französischen Vertrag von 1963 und dessen Vertiefung und Ausweitung durch den Aachener Vertrag 2019.

Eingestreute Hintergrund-Infos und Themenschwerpunkte, beispielsweise zu den Hugenotten oder den norddeutschen Migranten in Bordeaux, werfen manch weniger bekannte Aspekte der gemeinsamen Geschichte auf. Zitate, Quellen und Literaturempfehlungen machen das Buch zu einer gut lesbaren, äußerst informativen Einführung. Wer mag, kann die kompakte Länderkunde hier* online bestellen.

Fontane über Frankreich: Altes romantisches Land*

Fontane stammte aus einer alten Hugenotten-Familie, und immer wenn sein Zorn auf Preußen besonders heftig war, betonte er voller Stolz seine romanische Herkunft.

Seine schönsten Reisebücher hat er Frankreich gewidmet: »Kriegsgefangen« und »Aus den Tagen der Okkupation« (beide 1871). Sie schildern die gefährlichste Situation seines Lebens und enthalten die offenherzigsten autobiographischen Bekenntnisse. Aus diesen Werken wie aus Briefen und Äußerungen über französische Autoren und Werke ergibt sich ein facettenreiches Bild.

Wider den Zeitgeist bekundet Fontane seine Hochachtung vor dem Nachbarvolk. Er ist fasziniert von den Kathedralen von Reims und Rouen, steht am Grab des liebenswürdigen Alexandre Dumas, dessen erfolgreiche Massenproduktion ihm imponiert, und besucht die Wirkungsstätte Rousseaus.

Die Besichtigung der Schlachtfelder des Deutsch-Französischen Krieges veranlaßt ihn zur Anerkennung der militärischen Leistungen, aber auch zur Klage über die unermeßlichen Opfer auf beiden Seiten und die Not der leidenden Bevölkerung. Worauf es ihm ankommt, ist die menschliche Dimension des Geschehens. Wer mag, kann hier* Fontanes Impressionen aus Frankreich online bestellen.

Reisen & erleben

111 Bauwerke in Paris, die uns Geschichten erzählen*

Vom Café de Flore bis zur Cité Napolé0n, vom Palais Beauharnais bis zur BnP: Kay Walter stellt neben den vielen berühmten Paris-Klassikern wie Palais Gaillard, Place Dauphine, Hôtel de Sens, Hôtel du Nord, Musée Rodin, Catacombes, Collège de France, Bataclan, Arènes oder Butte-aux-Cailles in seinem 234 Seiten dicken Werk auch geheimnisvolle Orte und verborgene Sehenswürdigkeiten in der Hauptstadt Frankreichs vor.

Dazu gehört die Kachelkunst eines Eckhauses in der Rue Belliard ebenso wie  der Erker der Rue de Vaugirard, der selbst für Paris einfach einmalig ist. Und natürlich auch eine grünes Vorzeigeprojekt, das Paris auf die Industriebrache von Clichy-Batignolles gesetzt hat.

Kurzum: Unter den 111 Bauten finden selbst Paris-Kenner noch rund zwei Dutzend Adressen, die sie staunen lassen – und sicher noch nicht kennen. Wer mag, kann hier* den Reiseführer online bestellen.

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2 Kommentare

  1. Liebe Hilke Maunder,

    vielen Dank für die vielen Impressionen, die meine unstillbare Sehnsucht nach Frankreich (schmerzhaft) füttern…
    Sie haben ein phantastisches Lebens-(und hoffentlich auch Überlebens-)Konzept gefunden!
    Ich schwinge mich 1x im Jahr auf’s Fahrrad mit Zelt und habe dann immerhin 5 Wochen in Paris und der Bretagne und…
    Immerhin…
    Ich wünsche Ihnen weiter viel Freude bei neuen Entdeckungen und freue mich auf die Beiträge.
    Und natürlich: Joyeux Noel!!

    Lieben Gruß
    Anne

    • Oh, liebe Frau Classe, ich kenne das Gefühl. Drei Jahrzehnte hab ich warten müssen, ehe ich in Frankreich leben konnte. Und nun genieße ich, in einem ganz „unschicken“, bäuerlichen Ministädtchen im Herzen einer rauen, aber unglaublich schönen Landschaft das Leben. Mit allem, was dort Alltag ist – vom Schönen und Überraschenden bis zu Dingen, die ich einfach unverständlich finde. Als meine Mülltonne vor dem Haus drei Zentimeter auf den öffentlichen Grund geweht worden war, stellten die Müllfahrer die Tonne nicht auf die Auffahrt zurück, sondern nahmen sie mit… Ich musste dann eine neue Tonne beantragen, begründen, warum sie mir abhanden gekommen war, und zum Bauhof der Samtgemeinde fahren… gerade der Alltg hält hier so manche Überraschungen beisammen…. Mittwochs ist immer Sirenenalarm, Punkt zwölf. Auch das war neu. Aber ich merke schon, Ihnen zu antworten, wird schon fast ein neuer Beitrag :-). Herzliche Grüße aus dem Lieblingsland!

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