Die „Enfants de la Mer“ von Argelès

Argelès, Les enfants de la mer. Foto: Hilke Maunder
Jeden Sommer inszenierten Les enfants de la mer eine Freiluftausstellung auf der Strandpromenade. Foto: Hilke Maunder

Die Étangs von Canet-Saint-Nazaire und Leucate in Nordkatalonien sowie das Sumpfgebiet Aiguamolls de l’Empordà in Südkatalonien gehören zu den weniger bekannten Ecken der französisch-spanischen Grenzregion am Mittelmeer.

Einen Sommer lang konntet ihr diese faszinierenden Biotope die auf der Strandpromenade Allée du Racou zur Hafenseite in Argelès-sur-Mer entdecken. Flamingos und Frösche, Reiher und Röhricht, fasziniert anders und ungewöhnlich im Foto festgehalten von Olivier Larrey.

Er gehört der Vereinigung Regard du Vivant an, die mit Fotoausstellungen die breite Öffentlichkeit, und vor allem Kinder, für Umwelt- und Naturfragen sensibilisieren möchte. Die Texte der 30 großformatigen Fototafeln verfasste Olivier Brunel.

Argeles: Les enfants de la mer. Foto: Hilke Maunder
Marie Pierre Bey erklärte das Konzept der Sommerausstellung von Les Enfants de la Mer. Foto: Hilke Maunder

Die Naturaufnahmen des Profis ergänzten Arbeiten von Kindern. Schüler der Grundschule Curie-Pasteur aus Argelès erforschten die Vielfalt der Bäume in ihrer Heimat und stellten sie ebenfalls auf großformatigen Fototafeln vor. Manu Clabecq, Grafiker und Illustrator aus Perpignan, gestaltete die Sommerausstellung von Les Enfants de la Mer.

Zusammen mit Bernard Ducassy, als Stadtverordneter zuständig für den Tourismus, die Agenda 21 und nachhaltige Entwicklung, hatte er 2009 „Die Kinder des Meeres“ aus der Taufe gehoben.

Der Infopavillon von Les enfants de la mer in Argelès-plage. Foto: Hilke Maunder
Der Infopavillon von Les enfants de la mer in Argelès-plage. Foto: Hilke Maunder

Das Konzept der Enfants de la Mer umfasst weit mehr als die jährliche wechselnde Ausstellung auf der Strandpromenade. Integriert sind Konferenzen, Entdeckungen in der Natur zu Land und zu Wasser Ausflüge, und Führungen sowie Naturkunde-Events an Schulen. Und für alle am landesweiten Tag der Biodiversität. Was gerade läuft, verrät das Infohaus der Enfants de la Mer an der Strandpromenade.

Als frankreichweite einzigartige Aktion zur Förderung von Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein unterstützen das Département Pyrénées-Orientales, die Region Occitanie / Pyrénées Méditerranée und die Europäische Union die Enfants de la Mer.

Argelès im Roussillon. Foto: Hilke Maunder
Argelès im Roussillon. Foto: Hilke Maunder

Der zweitgeteilte Ort

Argelès hat zwei Gesichter. Im Hinterland der Küste birgt das alte Städtchen Argelès-sur-Mer typisch katalanische Häusern in engen Gassen. Jenseits der Obstplantagen, die 2,5 Kilometer breite den Küstenstreifen säumen, entstand als moderner Badeort Argelès-plage am sieben Kilometer langen Sandstrand.  Bei Le Racou geht er im Süden in die felsige Côte de Vermeille mit ihren intimen Buchten über.

Der Strand von Argelès. Foto: Hilke Maunder
Der Strand von Argelès. Am Horizont erheben sich die Bergspitze der Albères, dem letzten Gebirgsstock der Pyrenäen vor dem Mittelmeer. Foto: Hilke Maunder
Argelès. Blick von Le Racou gen Norden. Foto: Hilke Maunder
Blick von Le Racou gen Norden. Foto: Hilke Maunder

Gefällt euch dieser Beitrag? Wollt ihr werbefreien Journalismus? Dann freue ich mich über eure Unterstützung. Fünf Möglichkeiten gibt es. Und auch PayPal.

Weiterlesen

MARCO POLO Languedoc-Roussillon/Cevennen*

Diesen Titel habe ich nach Axel Patitz und Peter Bausch inzwischen seit sechs Ausgaben umfangreich erweitert und aktualisiert.

Strandvergnügen und Kultur, quirlige Städte und wildromantische Landschaften: Von den Cevennen über das Languedoc bis hin zum Roussillon findet ihr dort Highlights und Kleinode, Tipps für Entdecken und Sparfüchse – und Adressen, die ich neu entdeckt und getestet haben. Denn dieser Landstrich ist seit 2014 meine zweite Heimat.

Wandert rund um den Mont Lozére, radelt durch die Petite Camargue, schippert im Hausboot auf dem Canal du Midi, taucht mit der Zahnradbahn in die faszinierende Tropfsteinwelt der Cevennen ein oder entdeckt die Côte Vermeille bei einer Schnorchelwanderung. Wer mag, kann ihn hier* direkt bestellen.

Der Reisebegleiter vor Ort: Ralf Nestmeyer, Languedoc-Roussillon*

Zwischen dem Delta der Camargue und den Gipfeln der Pyrenäen hat Ralf Nestmeyer nahezu jeden Strand gesehen, jede Stadt besucht, jedes Wehrdorf besichtigt – im Languedoc etwas intensiver, im Roussillon fokussiert er auf bekannten Highlights. Inzwischen ist der wohl beste Führer für diese wunderschöne Ecke Frankreichs 2021 in 9. Auflage erschienen.

Das 588 Seiten dicke Werk ist der beste Begleiter für Individualreisende, die diese Region entdecken möchten und des Französischen nicht mächtig sind. Wer möchte, kann den Band hier* direkt bestellen.

Okzitanien abseits GeheimtippsOkzitanien: 50 Tipps abseits der ausgetretenen Pfade*

Okzitanien ist die Quintessenz des Südens Frankreichs. Es beginnt in den Höhen der Cevennen, endet im Süden am Mittelmeer – und präsentiert sich zwischen Rhône und Adour als eine Region, die selbstbewusst ihre Kultur, Sprache und Küche pflegt.

Katharerburgen erzählen vom Kampf gegen Kirche und Krone, eine gelbe Pflanze vom blauen Wunder, das Okzitanien im Mittelalter reich machte. Acht Welterbestätten birgt die zweitgrößte Region Frankreichs, 40 grands sites – und unzählige Highlights, die abseits liegen. 50 dieser Juwelen enthält dieser Band. Abseits in Okzitanien: Bienvenue im Paradies für Entdecker!  Hier* gibt es euren Begleiter.

Das ganze Land: MARCO POLO Frankreich*

Einfach aus dem Besten auswählen und Neues ausprobieren, ist das Motto der Marco Polo-Reiseführer. Den MARCO POLO Frankreich* habe ich vor vielen Jahren von Barbara Markert übernommen und seitdem umfassend aktualisiert und erweitert.

Freut euch auf neue Insidertipps und Reiseziele, frischen Hintergrund und viele Erlebnisvorschläge für Aktive und Entdecker – von der Lichterkunst in Bordeaux’ U-Boot-Basis bis zu Wanderungen unter Wasser.

Damit ihr Frankreich noch besser versteht, gibt es natürlich auch viel Hintergrund zu Frankreich und seinen Menschen. Wer mag, kann ihn hier* direkt bestellen.

 * Durch den Kauf über den Partner-Link, den ein Sternchen markiert, kannst Du diesen Blog unterstützen und werbefrei halten. Für Dich entstehen keine Mehrkosten. Ganz herzlichen Dank – merci !

Argelès, Hafen: der freie Denker. Foto: Hilke Maunder
Le penseur libre – der freie Denker: ein pointu-Boot im Hafen von Argelès. Foto: Hilke Maunder

Der Hafen von Argelès. Foto: Hilke Maunder

Merci fürs Teilen!

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.