Umstrittenes Spektakel: la Feria

Nîmes: Vor den Arenen: ein Denkmal für den berühmtesten Stierkämpfer der Stadt. Foto: Hilke Maunder
In Speyer wurde er 1954 geboren – und wurde als Nimeño II der berühmteste Stierkämpfer der Stadt: Christian Montcouquiol. Foto: Hilke Maunder

Von Ostern bis Oktober pulsiert das Leben in Südfrankreich im Rhythmus der Stiere: Vive la Feria! Die Passion für die Konfrontation zwischen Mensch und Stier reicht bereits mehr als 600 Jahre zurück.

1402 wurde das erste Stierspiel in Südfrankreich urkundlich erwähnt, 1852 die erste spanische Corrida in Nîmes veranstaltet. Doch erst 1952 wurden die offizielle Statuen für Nîmes Feria festgelegt.

Ausgetragen werden die Wettkämpfe seitdem im besterhaltenen Amphitheater der römischen Welt. 24.000 Zuschauer verfolgten dort zur Antike die Spiele, bei denen Gladiatoren gegeneinander oder gegen exotische Tiere kämpften. Der Siegeszug des Christentums beendete 404 n. Chr. Brot & Spiele in Nîmes.

Die Arena wurde zum Spielplatz der Bauherren. Die Westgoten machten sie zur Festung, die Landgrafen setzten ihr Schloss hinein. Später wurde Les Arènes ein eigener Stadtteil mit zeitweilig mehr als 2.000 Einwohnern. 1852 sind die Stiere zurückgekehrt, und mit ihnen archaische Spiele.

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