Menton und seine Fête du Citron

Das Motto der Fête du Citron 2020: die Feste der Welt. Foto: Hilke Maunder
Das Motto der Fête du Citron 2020: die Feste der Welt. Foto: Hilke Maunder

Auf einem roten Kissen lag sie, die große Schere, getragen von einem jungen Mädchen in Tracht, bewacht von einem Jungen zu ihrer Seite. Ein Tusch, silence!

Fête du Citron: die Schere für die offizielle Eröffnung, auf einem Kissen getragen von einheimischen Schulkindern. Foto: Hilke Maunder

Als das Gemurmel der Zuschauer und geladenen Gäste verstummt war, schritt Bürgermeister Jean-Claude Guibal zur Tat.

Jean-Claude Guibal, seit mehr als 30 Jahren Bürgermeister von Menton. Foto: Hilke Maunder

Umringt von Honoratioren aus Stadt und Land durchschnitt Guibal, seit 1989 und damit seit mehr als 30 Jahren in diesem Amt, das blau-weiße Band. Die 87. Fête du Citron in Menton war eröffnet. 2020 hatten sich die Künstler von den Volksfesten der Welt inspirieren lassen.

Bürgermeister Jean-Claude Guibal (3.v.) und Präfekt Bernard Gonzalez haben die Fête zu Citron mit einem offiziellen Scherenschnitt eröffnet. Foto: Hilke Maunder

Die „Garde Mentonnaise“ als örtliche Stadtkapelle intonierte La Marseillaise. Bernard Gonzalez, als Präfekt von Alpes-Maritimes erstmals mit dabei, rückte die Sonnenbrille zurecht und nahm Haltung an.

Politik und Volk sangen die Nationalhymne voller Inbrunst und Freude. Danach übertönte Applaus die Musik vom Band.

Die Politik besucht die Agrumen-Figuren in den Jardins Biovès. Foto: Hilke Maunder

Der Garten der Zitrusfrucht-Figuren

Unter Tausenden Orangen und Zitronen, die das Motto des Zitronenfestes einrahmen, schritt die Prominenz durch eine Holztür und blickte auf die riesigen Figuren aus Zitronen und Orangen in den Jardins Biovès.

Mit dabei war auch ein deutsches Trio: Oberbürgermeisterin Margret Mergen und Lutz Benicke, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins, samt Begleitung.

Die Delegation aus der Partnerstadt Baden-Baden. Mit dabei: Oberbürgermeisterin Margret Mergen (l.) und Lutz Benicke (r.), Vorsitzender des Partnerschaftsvereins. Foto: Hilke Maunder

Es ist schon Tradition in Menton, dass eine Abordnung aus Baden-Baden zur Fête de Citron eingeladen wird. „Menton ist die älteste Partnerstadt von Baden-Baden“, so Baden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen.

Das Oktoberfest mal ganz zitronig… Foto: Hilke Maunder

Etwas amüsiert blicken sie auf die riesige Figur, die bei der Weltreise zu den schönsten Volksfesten zwischen Tokyo und Menton in den Jardins Biovès zu sehen ist.

Es ist… der deutsche Hans. In der rechten Hand den Bierkrug, in der linken die Bretzel, zwischen den Schenkeln die Band.

Bier und Brezel – Bayern prägt das Bild von Deutschland. Foto: Hilke Maunder

„In München steht ein Hofbräuhaus…“ spielt die Kapelle. Der Aufsteller am Boden verrät: Oktoberfest München. Eine Französin im bayrischen Dirndl schwenkt die Hüften im Takt.

Und zwischen all den Südfranzosen in Lederhosen und Karohemd entdeckte ich schließlich doch noch einen waschechten Oberbayern. Peter Baumgartner aus Miesbach ist es.

Fête du Citron: die bayrische Blaskapelle. Foto: Hilke Maunder

Früher hat er bei der Kurkapelle Rottach musiziert. Jetzt sitzt er inmitten von Franzosen im blaukarierten Hemd und bläst die Klarinette.

Das Musikprogramm für Menton: echte alpenländische Weisen aus dem Musikverlag Karl Edelmann. Blasmusik, Tanzweisen und bayrische Klassiker.

Inti Raymi aus Peru. Foto: Hilke Maunder

Der Karneval von Notting Hill und New Orleans, der Día de los Muertos von Mexiko, der St. Patrick’s Day aus Irland, das thailändische Wasserfest, Japans Kirschblütenfest O-Hanami.

Und mittendrin ein australischer Aborigine, der auf dem Rücken einer Echse auf seinem Didgeridoo spielt… Auch der Fantastie der fruchtigen Figurenbilder sind bei dieser Weltreise keine Grenzen gesetzt.

Der Aborigine bläst ins Didgeridoo – Lautsprecher zwischen den Zehen lassen die Töne erklingen. Foto: Hilke Maunder

15 Tonnen Stahl halten die Skultupturen aus 180 Tonnen und Orangen zusammen. Fünf Tonnen Obst  werden während des Festes ausgetauscht gegen Früchte, die gelitten haben. Sämtliche Früchte stammen heute aus Spanien.

Denn die Citron de Menton ist als „fruit d’or“, Goldfrucht, eine geschützte wie geschätzte Spezialität, die ihren Preis hat. Fünf Euro kostet das Kilo der heimischen Zitronen.

Blick auf die Figur Australien von der Terrasse. Foto: Hilke Maunder

Gegründet wurde die Fête du Citron im Jahr 1928 in den Gärten des Riviera Palace. Die Blüte der Belle Époque war vergangen. Zunehmend blieben die internationalen Gäste fort.

Um sie wieder anzulocken, schlug die Direktion eine Ausstellung von Blumen und Zitrusfrüchten vor, schick präsentiert in gold- und silberfarbenen Weidenkörben.

Fête du Citron: Der Elefant hockt auf einem Wasserfall-Sockel. Foto: Hilke Maunder

Die Hotelgäste waren begeistert. Der Direktor wiederholte das Ereignis in den folgenden Jahren mit einem solch großen Erfolg, dass 1934 sich eine Organisation für die Fête du Citron gründete.

Ab 1935 fand das Zitronenfest für drei Jahre statt. Erst auf dem Rathausplatz von Menton, ab 1936 in den Jardins Biovès.

Fête du Citron: Auch Mexiko ist mit dabei. Foto: Hilke Maunder

Seit 1955 hat jedes Zitronenfest ein eigenes Thema. Das Fest ist auch immer größer geworden. Und hat sich verändert.

Kamen einst vorwiegend Busladungen von Franzosen aus allen Winkeln des Landes, die über Nacht von weither anreisten und einen Tag lang in den Süden eintauchten, ehe es wieder für sie zurück in den Winter ging, sind es heute vor allem Familien.

Die erste Figur nach dem großen Portal symbolisiert das thailändische Wasserfest. Foto: Hilke Maunder

Für sie wurde 2014 ein eigenes Maskottchen aus der Taufe gehoben: John Lemon, eine lustige Zitrone auf zwei Beinen, die unter ihrem textilen Gewand bei der sommerlichen Winterhitze sicherlich recht schwitzen muss.

John Lemon mit einer Trachtengruppe aus Menton, die mit deren Farben die Nähe zu Monaco betont. Foto: Hilke Maunder

Doch das hält John Lemon nicht ab, den ganzen Tag hindurch für Selfies zu posten und junge Besucher zu begrüßen.

Die Ausstellung der übergroßen Zitronenfiguren ist bereits tagsüber eindrucksvoll. Nachts verwandeln Lichtershows und Musik die Szenerie in ein funkelndes Spektakel.

Live-Musik erklingt von mehreren Bühnen. Hier ein Beatles-Revival, dort Chanson.

Das thailändische Wasserfest bei Nacht. Foto: Hilke Maunder

Die Corsi der Fête du Citron

Neben den Zitrusfrucht-Figuren sind die Umzüge der Publikumsmagnet der Fête du Citron. Sie finden sonntags am Nachmittag statt. Und als Nocturnes mit anschließendem Feuerwerk am Donnerstag Abend.

Brasilien in Menton… Foto: Hilke Maunder

Bereits Stunden vorher wird die Innenstadt abgeriegelt, der Verkehr umgeleitet. Auf dem Wasser, auf demn Dächern, in den Straßen sind Stadt- und Staatspolizei vor Ort, patrouillieren und überwachen das Geschehen.

Fahnenschwenker aus Italien. Foto: Hilke Maunder

Das gesamte Areal der Parade ist abgesichert. Jeder, der hinein will, durchläuft eine Taschen- und Personenkontrolle.

Seit den Anschlägen von Paris, Nizza & Co. sind die Kontrollen des „Plan Vigipirate“ Alltag und so eingespielt, daass Franzosen sie mit einem Lächeln blitzschnell erledigen. Das beeindruckt mich immer wieder.

Japan grüßt. Foto: Hilke Maunder

Der sonntägliche Nachmittagsumzug beginnt um 14.30 Uhr. Doch bereits ab 12 Uhr drängen alle hinein. Denn dann sind die Umzugswagen in den Straßen aufgestellt.

Gaukler und Straßenkünstler beginnen mit ihren Vorführungen. Jetzt könnt ihr euch noch hautnah den Wagen, Akrobaten und Artisten nähern.

Mexiko feiert den Tod. Foto: Hilke Maunder

„Que la fête commence!“ unterbricht eine Lautsprecheransage das bunten Treiben, und laut kräht ein Hahn sein Cococorico. Der Umzug beginnt. 90 Minuten lang dauert das Spektakel.

Auch Tänzer aus Ecuador sind bei den Umzügen dabei. Foto: Hilke Maunder

Vor jedem Fahrzeug der Parade sind Artisten dabei, tanzen, wirbeln riesige Ballone umher, lassen sie aufsteigen.

Giraffe, Rhino, Löwe – und eine Schlange. Tierisch, der Umzug! Foto: Hilke Maunder

Dann neigt sich eine Natter furchterregend hinab auf die Köpfe der Hunderttausenden, fliegt ein Wundervogel an den Fassaden vorbei.

Venedig in Pink. Foto: Hilke Maunder

Für 90 Minuten regiert das Reich der Fantasie, ist alles möglich, denkbar, fängt der Zauber groß und klein ein.

Viva Konfetti! Foto: Hilke Maunder

Bis die nächste Ladung Konfetti auf den Köpfen landet, am Rücken kitzelt. Und sich die Kinder auf die weißen Schnipsel stürzen und sie immer wieder fliegen lassen.

Überall und immer wieder lassen die Karren der Parade ihr Konfetti fliegen. Foto: Hilke Maunder

Ab in den Kochtopf!

Alle Blumen, Zitronen und Orangen, die nicht zu sehr unter der Sonne der Côte d’Azur gelitten haben, werden nach der Fête du Citron zu Schleuderpreisen verkauft.

Die Einheimischen kaufen sie in großen Kisten und fertigen daraus Konfitüre, Zitronenlimonade. Oder Zitronenkuchen nach diesem Rezept!

Das Rezept: Tarte au Citron

Zutaten

• 8 Zitronen
• 8 ganze Eier
• 4 Eigelb
• 200 g Butter
• 400 g Zucker

• 1 Mürbteig

Zubereitung

Auch die Franzosen lieben inzwischen das schnelle Backen und greifen gerne auf Fertigteig zurück. Ich persönlich mache ich mir am liebsten selber.

• Mürbteig schnell selbstgemacht. Wichtig ist der korrekte Mix: 3 : 2 : 1. Sprich 300 g Mehl, 200 g Butter, 100 g Zucker. Dazu ein Ei, ein Prise Salz, im Kühlschrank ruhen lassen und ausrollen. In eine gut gebutterte, runde Backform legen.

• den Mürbteig am Boden mit der Gabel einstechen und goldgelb abbacken.

• reibt die Schale der Zitronen fein ab. Presst danach den Saft aus den Früchten.

• vermischt Zitronenschale, Zitronensaft und Zucker so gut miteinander, bis der Zucker sich völlig aufgelöst hat. Erhitzt die Masse langsam.

• Fügt bei kleiner Flamme die ganzen Eier und die Eigelbe unter – immer schön dabei schlagen! Wenn die Krem fester wird und zu köcheln beginnt, nehmt sie vom Feuer und arbeitet die Butter ein.

• Lasst die Zitronenmasse erkalten.

• Sobald die Masse festkremig ist, verstreicht sie auf dem Tortenboden. Lasst die Tarte im Kühlschrank auskühlen und verfestigen.

Genuss-Tipp: Gebt etwas Schlagsahne auf die Kreme und setzt einen Zitronenschnitzel obendrauf – perfekt! Bon appétit! Eine Alternative: eine gebackene Eischnee-Haube.

Die Zitrusfrüchte-Ausstellung in den Jardins Biovès. Foto: Hilke Maunder

Fête du Citron: Daten & Fakten

• 180 Tonnen Zitronen und Orangen für die Figur
• +750.000 Gummibänder halten die Früchte zusammen. Früher wurden die Früchte gestochen und wurde weggeworfen. Heute werden die Früchte nach dem Fest verkauft und verarbeitet zu Konfitüren und Saft.
• 1 qm Deko auf der Figur = 30 kg Zitronen bzw. 45 kg Orangen
• bis zu 18 Tonnen Zitrusfrüchte pro Motiv
• 10 Festwagen bei der Parade
• 13 szenische Figuren im Jardin Biovès
• 8 km synthetischer Girlanden schmücken das Festivalgelände
• 4000 Mitarbeiter

El día de las Muertos der Fête du Citron. Foto: Hilke Maunder
Nachts sieht die Totenfestfigur geradezu gespenstisch aus! Foto: Hilke Maunder

Hintergrund: IGP Citron du Menton

Menton ist der der wärmste Ort an der französischen Côte d’Azur. Und das – dank der geschützten Lage – auch im Winter. Diese Vorzüge bereiteten die Grundlage für den Zitronenanbau im großen Stil. Bereits 1495 gab es die ersten Zitronenhaine in Menton.

Für Jahrzehnte war die Zitrusfrucht das wirtschaftliche Standbein der Stadt an der Grenze zu Italien. Als goldenes Zeitalter des Zitronenanbaus gelten die Jahre 1740 – 1850. Doch danach begann der Niedergang. 1956 war der Zitronenanbau in Menton Vergangenheit geworden.

In der Kathedrale segnet der Priester während der Sonntagsmesse zur Fête du Citron die Zitrusfrüchte. Foto: Hilke Maunder

1992 belebte die Stadtverwaltung den traditionsreichen Anbau. Zwölf Jahre später folgte die Gründung der Association pour la Promotion du Citron de Menton, APCM. Ihr Ziel: die Anerkennung als Indication Géographique Protégée.

Bereits im Jahr darauf, 2005, erhielt die Menton-Zitrone Frankreichs Pendant der geschützten geografischen Angabe (g.g.A.). Bis zu 200 Tonnen der Menton-Zitrone werden heute geerntet.
www.lecitrondementon.org

Mein Tipp für euch: Jardin du Palais de Carnolès

Die Grimaldis waren ab 1346 die Herren von Menton und  besaßen mehrere Grundstücke, darunter auch eines in der Ebene von Carnolès. Dort wollte sich Fürst Honoré II. in einem Garten entspannen.

Inmitten eines Zitronenhains ließ er sternförmig Orangenbäume anpflanzen. Sein Urenkel Antoine I. wünschte sich im Garten eine Sommerresidenz, die ihn an die Pracht von Versailles erinnern sollte. Sie birgt heute das Kunstmuseum von Menton.

Zwischen den Früchten des Jardin d’Agrumes versteckt sich Kunst. Foto: Hilke Maunder

Der Garten indes ist bis heute ein Paradies: Zitronen und Orangen, Mandarinen und Limonen in allen Größen wachsen dort. Büsten berühmter Menschen säumen die Sandwege. Und ab und an blitzt zwischen dem Gelb, Orange und Grün eine Skulptur auf.

1961 enteignete die Préfecture des Alpes-Maritimes den letzten Eigentümer, stellte Palast und Garten unter Denkmalschutz und öffnete das Anwesen für alle. 1994 erwarb die Stadt Menton das Anwesen für den Symbolpreis eines französischen Franc

Ein Zitrusfrüchte-Paradies: der Jardin d’Agrumes. Foto: Hilke Maunder

Seit 1997 ist der Garten ein Akklimatisierungs- und Forschungszentrum. 137 Sorten von Zitrusfrüchten könnt ihr dort entdecken. Und ihren Düften nachspüren.
• 3, Avenue de la Madone, 06500 Menton (1,5 km südwestlich), www.menton.fr/Jardin-du-Palais-de-Carnoles

Laser und Licht verzaubern die Zitrusfruchtfiguren. Foto: Hilke Maunder

87. Fête du Citron: die Infos

Das Zitronenfestival erleben

Dauer

15. Februar bis 3. März 2020

Tickets

online (www.fete-du-citron.com) oder beim Office de Tourisme, Ausstellung der Zitrusfruchtmotive: Erw. 12 €, 6-14 Jahre 6 €, Corse des Fruits d’Or und nächtlicher Corso: Erw. 25 €, 6-14 Jahre 10 €, Jardin de Lumières Erw. 15 €, 6-14 Jahre 8 €, Kombipackages ab 32/15 €. Salon de l’Artisanat und Festival des Orchidées: Eintritt frei

Nachts faucht die australische Zitronen-Echse. Foto: Hilke Maunder

Höhepunkte 2020

• Corso des Fruits d’Or: Sonntag, 15., 23. Februar, 1. März, 14.30 Uhr
• Corso Nocturnes (nächtliche Umzüge): Do. 20., 27. Februar, 21 Uhr, gefolgt von Feuerwerk
• Zitrusfrüchte-Ausstellung: Jardin Biovès, 15. Februar – 3. März 202
• Jardins de Lumières: Jardin Biovès, Sa., 15. Februar, Fr. 21., 28. Februar, 20.30 Uhr
• Salon de l’Artisanat und Festival des Orchidées, 15. Februar – 3. März, Palais de l’Europe (neben dem Office de Tourisme), Eintritt frei.

Fête du Citron: der Salon de l’Artisanat und das Festival der Orchideen. Foto: Hilke Maunder

Hinkommen

am besten mit dem Zug – der Bahnhof ist nur 200 m entfernt vom Festivalgelände. Wer mit einem Fahrzeug anreist, wird zu kostenlosen Großparkplätzen geleitet, von denen aus Shuttlebusse zum Festivalgelände pendeln.

Schlemmen & genießen

Mirazur

Oberhalb von Menton verzaubert der gebürtige Argentinier Mauro Colagreco mit seinen kulinarischen Miniaturen sämtliche Sinne. Weniger als ein Jahr nach der Eröffnung gab es den ersten Sterne, 2012 den zweiten Michelin-Stern und die Auszeichnung als  „Chevalier De L’Ordre National du Mérite“. Nach einer der höchsten zivilen Auszeichnungen, die Frankreich vergibt, folgte 2019 der dritte Michelin-Stern.
• 30, Avenue Aristide Briand, 06500 Menton, Tel. 04 92 41 86 86, www.mirazur.fr

Hier könnt ihr schlafen

Quality Hôtel Menton Méditerrannée*

Ein typisches Zimmer des Hotels (Nr. 208). Foto: Hilke Maunder

Fünf Minuten vom Festgelände findet ihr in einer Einkaufsstraße das gemütliche Dreisternehotel mit 89 geräumigen Zimmern, sehr guter Lokalküche und Dachterrasse samt Bar.

Menton bei Nacht – von der Dachterrasse des Hotels. Foto: Hilke Maunder

Was mir sehr positiv auffiel, waren die Mitarbeiter. Sie waren ein echtes Team, gut eingespielt, sehr freundlich, hilfsbereit und kompetent.

Auch Fatima hat sich für die Fête du Citron verkleidet – ihr trefft sie morgens im Speisesaal. Foto: Hilke Maunder

Während der Fête du Citron verkleiden sich die Mitarbeiter!
• 5, Rue de la République, 06500 Menton, Tel. 04 92 41 81 81, www.hotel-med-menton.com/de

Der Restaurantchef Bernard mit seiner Mitarbeiterin Martine verkleiden sich ebenso wie die Rezeptionistinnen. Foto: Hilke Maunder

Noch mehr Betten*
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Bei der Fête du Citron machen alle mit – die Einheimischen identifizieren sich sehr mit dem Fest. Was für den Tourismus geboren wurde, ist heute Teil ihrer Kultur. Foto: Hilke Maunder

Offenlegung

Menton und seine Fête du Citron durfte ich auf einer individuellen Pressereise entdecken, zu der mich Marianne Cipan im Namen der Stadt Menton eingeladen hat. Die Stadt übernahm die Kosten für Kost und Logis vor Ort sowie für eine Stadtführung.

Dafür sage ich Menton „merci“ und ganz lieben Dank. Einfluss auf meine Blogberichte hat dies nicht. Ich berichte subjektiv, wie ich es erlebt habe, mache kein Merchandising und werde erst recht nicht für meine Posts bezahlt.

Trachtentänzerinnen bei der Eröffnung der Fête du Citron. Foto: Hilke Maunder

Weiterlesen

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Abends auch mal in Grün zu sehen: die Symbolfigur des St. Patrick’s Day. Foto: Hilke Maunder
Das Totenfest der Mexikaner symbolisiert diese Zitronenfigur. Foto: Hilke Maunder
Der Karneval von Venedig ist auch mit dabei bei der Fêe du Citron. Foto: Hilke Maunder
Magie bei Nacht. Foto: Hilke Maunder
Merci für's Teilen!

4 Kommentare

  1. Hallo Hilke, das ist wieder so ein schöner Bericht, der richtig süchtig und sehnsüchtig macht, jetzt einfach dem Winter zu entfliehen. Raus aus dem Februarnassgrauniesel. Hach! Wäre das schön! Mit Deinen Fotos träum ich mich jetzt einfach an die Côte d’Azur. Merci!

  2. Hallo Hilke,
    Das liest sich wie eine kleine Reise in ein fantasievolles Parallelluniversum. Sehr schön – und ein wenig schräg….
    Vielen Dank für Deine Reportage über ein Riesenfest, das mir gänzlich unbekannt war und die klasse Fotos!

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