Kreuzfahrt-Test: Rhône-Törn mit MS Bijou du Rhône

MS Bijou du Rhône am Kai. Foto: Hilke Maunder
MS Bijou du Rhône am Kai. Foto: Hilke Maunder

Die Rhône gehört zu den beliebtesten Revieren für Flusskreuzfahrten in Frankreich. Ein Dutzend Anbieter starten in Lyon zu Touren. Und so sehe ich zunächst auch nicht „mein“ Schiff. MS Bijou du Rhône versteckte sich hinter einem Schweizer Schiff. Doch gerade, als ich schon fragen wollte, kam ein Crew-Mitglied und stellte den Wimpel von nicko cruises auf das Kopfsteinpflaster am Kai.

MS Bijou du Rhône in Lyon. Bei Andrang liegen die Schiffe als Päckchen am Kai. Foto: Hilke Maunder
MS Bijou du Rhône in Lyon. Bei Andrang liegen die Schiffe als Päckchen am Kai. Foto: Hilke Maunder

Hinter mir turnten junge Männer an einem halben Dutzend Fitnessgeräten und strafften Haltung und Muskeln, wenn sie sich beobachtet fühlten. Ghettoblaster sorgten für Unterhaltung: hier Maître Gims, dort französischer Rap. Und wieder: Klimmzüge am Reck. Ein, zwei, fünf, neun. Stolz blickte der junge Mann in die Runde. Und ein zweiter sprang sogleich ans Reck.

Willkommen an Bord!

Cruise Manager Volker Wisniewski (l.) und der 1. Kapitän, Michael Le Payen. Jener spricht auch Deutsch, da er aus dem Elsass stammt. Foto: Hilke Maunder

„Wollten Sie nicht einchecken?“ riss mich der Cruise Manager aus meiner Tagträumerei. „Doch erst einmal Hände desinfizieren und dann zum Bordarzt!“ Seit der Corona-Pandemie ist auf jedem Schiff von nicko cruises inzwischen ein Mediziner mit an Bord.

Er kontrolliert beim Check-in Test- und Impfnachweise der Passagiere, misst die Körpertemperatur und führt bei Zweifeln Schnelltests durch. Erst danach geht es an die Rezeption.

In allen öffentlichen Bereichen des Schiffes besteht Maskenpflicht. Sobald man aber in der Kabine ist, im Restaurant, im Salon oder auf dem Sonnendeck sich nicht bewegt, kann der Mund-Nasen-Schutz abgelegt werden.

Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder

Der Check-in

An der Rezeption nehmen Crew-Mitarbeiter des Hotelbereiches die Koffer in Empfang und bringen sie auf die Kabine, während an der Rezeption der Papierkram erledigt wird: Ausweis abgeben für eine Nacht, WLAN buchen, Infos zum Getränkepaket erhalten.

Eine Plexiglasscheibe trennt Gast und Mitarbeiter. Als Zimmerschlüssel und Gastausweis erhalte ich eine Plastikkarte, die beim Verlassen des Schiffes gegen eine Landgangskarte zu tauschen ist. So weiß die Kreuzfahrtleitung stets, ob alle Gäste an Bord sind – und wer noch an Land.

Die Kabine

Modern, komfortabel und aussichtsreich die Kabine. Foto: Hilke Maunder
Modern, komfortabel und aussichtsreich die Kabine. Foto: Hilke Maunder

Meine Kabine hat die Nummer 232 und befindet sich im Mitteldeck. Im Eingangsbereich befindet sich ein eingebauter Kleiderschrank mit Safe und Wolldecken. 15 Quadratmeter groß ist die Deluxe-Kabine, und ausgestattet mit zwei Betten, die zusammen oder getrennt gestellt werden können. Neben den Betten stehen Nachtschränkchen mit Leuchten.

Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder

Gegenüber dient eine durchgezogene Holzplatte als Schreibtisch und Ablagefläche. Im Wandregal steht ein kleiner Flachbilderfernseher. Einen Balkon hat die Kabine nicht, aber dafür Panoramafenster, die sich weit öffnen lassen.

Das Bad ist mit Dusche und WC, Handwaschbecken und Wandschrank praktisch wie kompakt. Als alles ausgeräumt und verstaut ist, verschwinden die Koffer unter den Betten. Dieser Stauraum in Schränken, Schubläden und unter den Betten ist ungewöhnlich – und fällt positiv auf.

Die Standardkabinen auf dem Hauptdeck sind rund zwölf Quadratmeter groß und mit einem Klappbett und einem Sofabett ausgestattet. In dieser Kategorie lassen sich die großen Aussichtsfenster nicht öffnen.

Das gebührenpflichtige WLAN funktioniert nicht in meiner Kabine. Zu viel Stahl umgibt sie. Etwas sehr sparsam ist auch die Anzahl der Steckdosen. Doch die Betten sind weich – und für französische Verhältnisse richtig lang. Ganze zwei Meter – und nicht, wie sonst meist, 1.90 Meter.

Ein Handtuch als Blume - so überraschte mich der Zimmerservice. Foto: Hilke Maunder
Ein Handtuch als Blume – so überraschte mich der Zimmerservice. Foto: Hilke Maunder

Auch der Service ist top. Gehe ich morgens um Frühstück, hänge ich ein blaues Türschild vor die Kabinentür. Bei der Rückkehr ist die Kabine bereits aufgeräumt und desinfiziert. Auf dem Bett sind die Handtücher kunstvoll drapiert. Heute eine Blume, morgen…? Die Überraschung ist jedes Mal perfekt!

Auch diesen lässigen Hund erhielten wir als Handtuchdeko - schwupps setzte ich ihm die Sonnenbrille auf. Foto: Hilke Maunder
Auch diesen lässigen Hund erhielten wir als Handtuchdeko – schwupps setzte ich ihm die Sonnenbrille auf. Foto: Hilke Maunder

Die Sicherheitseinweisung

Jede Kabine besitzt einen Lautsprecher. Morgen informiert der Cruise Manager beim Weckruf über das Wetter und den geplanten Tagesablauf. Jetzt ruft er alle Gäste zur Sicherheitsüberweisung in den Salon. Verbunden mit der Vorstellung der Bordleitung und des Reiseverlaufs, die mit einem Umtrunk endet, wird der Pflichttermin zum geselligen Einstand.

Die Führungsmannschaft von MS Bijou du Rhône. Foto: Hilke Maunder
Die Führungsmannschaft von MS Bijou du Rhône. Foto: Hilke Maunder

Die Mitreisenden sind ein bunt gemischtes Völkchen. Freundinnen auf Frauenurlaub, Pärchen jeden Alters, Großeltern mit Enkel und Frankreichliebhaber, die mal anders unterwegs sein wollten, haben die Reise gebucht.

Eine Gruppe von Expedienten, die als Reisebüromitarbeiter einmal diesen Törn kennenlernen wollten, ist ebenso an Bord. Und ein tanzbegeistertes Ehepaar, das während der Kreuzfahrt allabendlich zu Jive, Cha-Cha-Cha und Slowfox seine Runden im Salon dreht.

Küche & Keller an Bord

Beim Check-in erhält jeder Gast seine Tischnummer. Gegessen wird in einer Sitzung. Schnell lerne ich: pünktlich sein. Die Essenszeiten an Bord sind heilig. Nicht ab, sondern um. Frühstück um 8, Mittag um 12, Kuchen um 15 Uhr, Abendessen um 19 Uhr.

Nur mit Maske und Einweghandschuhen geht es morgens ans Frühstücksbuffet. Foto: Hilke Maunder
Nur mit Maske und Einweghandschuhen geht es morgens ans Frühstücksbuffet. Foto: Hilke Maunder

Das Frühstück ist, wie es die Gäste aus Deutschland gewohnt sind. Kaisersemmeln, Körnerbrötchen und Schrippen gehören ebenso zum Buffet wie Grau- und Schwarzbrot sowie Toast. Schnittkäse, Leberwurst, Blutwurst, Bierwurst und Fleischwurst liegen auf großen Aufschnittplatten, daneben Lachs, Tomaten und Paprika. Eier gibt es weich oder hart gekocht sowie als Rührei.

Frischkäsemousse auf Brombeerspiegel. Foto: Hilke Maunder
Frischkäsemousse auf Brombeerspiegel. Foto: Hilke Maunder

Zum süßen Sortiment gehören Marmelade, Honig und Nutella. Wer gesund leben will, findet Joghurt, Birchermüsli, Cerealien und tagtäglich die gleiche Obstauswahl: Melone, Apfel, Banane. Sekt und Selters, Tee und Kaffee runden das Frühstücksangebot ab. Für französisches Flair sorgen viennoiseries, winzige Croissants, pains au chocolat und Rosinenschnecken.

Boeuf bourguignon mit Trüffeln. Foto: Hilke Maunder
Bœuf bourguignon mit Trüffeln. Foto: Hilke Maunder

Auch bei den opulenten Mittagsmahlzeiten und viergängigen Abendmenüs dominiert gutbürgerliche Kost. Deutsche Küche mit französischem Einschlag prägt die Karte. Einzig am ersten Abend war das Abendessen ein dîner à la française.

Foto: Hilke Maunder
Das Dessert: Mandarinenmousse. Foto: Hilke Maunder

Echte französische Küche schien zahlreichen Gästen eher suspekt. „Schnecken und Froschschenkel sind nichts für mich“, erzählte später eine Dame am Sonnendeck. „Aber bei Desserts sind die Franzosen wahre Meister!“ Der Küchenchef wusste es und verwöhnte mit mousse – mal mit Mandarine, mal au chocolat.

Unterhaltung, Sport & Wellness

Zum Schiff gehört in gewöhnlichen Zeiten eine Bibliothek mit lesenwerten Schmökern und Reiseliteratur sowie ein Bestand an Gesellschafts- und Kartenspielen. Auf diese Angebot muss während der Pandemie verzichtet werden.

Der Alleinunterhalter an Bord kam aus Osteuropa. Foto: Hilke Maunder
Der Alleinunterhalter an Bord kam aus Ungarn. Foto: Hilke Maunder

Allabendlich jedoch sorgt ein Alleinunterhalter mit seinem Musikprogramm für Unterhaltung zum Wein oder Cocktail. Auf dem großen Sonnendeck kann man sich auf Liegestühlen oder beim Schachspiel entspannen.

Allabendlich wurde getanzt. Foto: Hilke Maunder
Allabendlich wurde getanzt. Foto: Hilke Maunder

Besonders von weiblichen Gästen jeden Alters schmerzlich vermisst wurde ein Aktivangebot an Bord. Yoga am Morgen, Gymnastik auf dem Sonnendeck oder ein Pool auf dem Oberdeck, lauteten die Wünsche. Und Leihräder, um bei den Landgängen auch einmal selbst auf eine Faust die Umgebung entdecken zu können.

Das Sonnendeck von MS Bijou du Rhône. Foto: Hilke Maunder
Das Sonnendeck von MS Bijou du Rhône. Foto: Hilke Maunder

Das Schiff: Wertung und Zahlen

Mit Baujahr 2001 ist die MS Bijou du Rhône schon ein betagtes Schiff und lässt sich daher nicht mit neuen, modernen Flusskreuzfahrtschiffen vergleichen. Es ist ein eher kleineres Schiff, gemütlich und komfortabel, sauber und gepflegt. Gutbürgerlich wie das Publikum – und ausgestattet mit einer unglaublich motiviertern, freundlichen wie hilfsbereiten und engagierten Mannschaft. Die Bijou du Rhône bietet Platz für 150 Gäste, die 38 Crew-Mitglieder unter der Leitung von Michael Le Payen betreuen.

  • Baujahr: 2001
  • Länge: 114,3 m
  • Breite: 11,4 m
  • Tiefgang: 1,5 m
  • Sprache an Bord: Deutsch
  • Bordwährung: Euro
  • Internet: gebührenpflichtiges WLAN (eingeschränkt)
  • Rauchen: In gekennzeichneten Bereichen auf dem Sonnendeck erlaubt

Der Törn

Die Route

Lyon

Der Blick auf Lyon vom Aussichtspunkt neben der Basilika Notre-Dame de Fourvière. Foto: Hilke Maunder
Der Blick auf Lyon vom Aussichtspunkt neben der Basilika Notre-Dame de Fourvière. Foto: Hilke Maunder

Start und Ziel der Kreuzfahrt war Lyon. Die drittgrößte Stadt Frankreichs besitzt mit ihrem Altstadtviertel Vieux-Lyon ein Welterbe, das die Renaissance und die traboules prägen.

Das Musée des Confluences von Lyon. Foto: Hilke Maunder
Das Musée des Confluences von Lyon. Foto: Hilke Maunder
Sightseeing ganz entspannt: vorbei am Musée des Confluences von Lyon. Foto: Hilke Maunder
Sightseeing ganz entspannt: vorbei am Musée des Confluences von Lyon. Foto: Hilke Maunder

Abgelegt wurde abends. In der Dämmerung glitt das Musées des Confluences vorbei, ein futuristischer Museumsbau von Coop Himmelb(l)au am Zusammenfluss von Rhône und Saône.

Der dortige Stadtteil La Confluence gehört zu den spannendsten Revitalisierungsvorhaben in Europa. Hier habe ich das ssehenswerte Viertel vorgestellt.

Der Blick vom Schiff auf das nächtliche Lyon. Foto: Hilke Maunder
Der Blick vom Schiff auf das nächtliche Lyon. Foto: Hilke Maunder

Viviers

Im Dunkel der Nacht ging es nach Viviers. Vor dem Start des Busausfluges in die Ardèche-Schlucht blieb noch Zeit, die alte Hauptstadt des Vivarais auf eigene Faust zu entdecken. Seht einmal hier! Um 17 Uhr verließ MS Bijou du Rhône den Anleger und glitt vorbei am Défilé de Donzère.

Blick auf Viviers. Foto: Hilke Maunder
Blick auf Viviers. Foto: Hilke Maunder

Dort hat die Rhône einen tiefen und engen Korridor in ein mächtiges Kalksteinmassiv gegraben. Die Klippen sind von Höhlen durchzogen, die auf provenzalisch baumes heißen.

Flusskreuzfahrten in Frankreich: das Défilé de Donzère bei Viviers. Foto: Hilke Maunder
Der Défilé de Donzère bei Viviers. Foto: Hilke Maunder

Bei der Passage unterfuhren wir den Pont de Robinet, die 1847 nach dem Vorbild von Seguin als eine der letzten Hängebrücken über den Fluss erbaut wurde.

Die Rhônebrücke von Viviers. Foto: Hilke Maunder
Die Rhônebrücke von Viviers. Foto: Hilke Maunder

Arles

Gegen drei Uhr nachts machen wir in Arles fest. Um acht Uhr früh startet die geführte Stadtbesichtigung, die gute drei Stunden lang die Stadt zu Fuß vorstellt. Mehr zu Arles, das mit dem Parc des Ateliers beweist, das es nicht nur Welterbe, sondern auch zukunftsfähig ist, erfahrt ihr hier.

Zum Stadtgebiet von Arles gehört nahezu die gesamte Grande Camargue. Dorthin führt – vor dem Mittagessen – ein Busausflug. Erste Station ist ein Stierzuchtbetrieb, dessen jüngste Generation sogar Deutsch spricht. Monsieur Arnaud hat eine Kölnerin geheiratet.

Manade Gilbert Arnaud. Foto: Hilke Maunder
Carla (Mitte). Foto: Hilke Maunder

Vater, Tochter und gardian zeigen den tri de taureaux und laden zum rustikalen Mittagstisch mit Stier-Paté, Stiergulasch (gardianne) und tarte zum Dessert.

Foto: Hilke Maunder
Beim gemeinsamen Tafeln mit Stier-Charcuterie und dem Stiergulasch gardiane schaut die Stute zu. Foto: Hilke Maunder

Danach geht es nach Les Saintes-Maries-de-la-Mer ans Mittelmeer: Blitzführung und eine Stunde Freizeit. Am frühen Abend legt das Schiff Richtung Avignon ab.

Der berühmte Kampfstier "Garlan ". Foto: Hilke Maunder
Der berühmte Kampfstier Garlan von Les Saintes-Maries-de-la-Mer. Foto: Hilke Maunder

Avignon

Die Ankunft am Abend war wunderschön. MS Bijou du Rhône glitt an der beleuchteten Skyline der Papststadt vorbei, passierte die Welterbe-Brücke Pont Saint-Bénézet und machte am Anleger Quai de l’Oulle fest. Von dort sind es nur fünf Fußminuten zur Stadtmauer, die die Altstadt schützt. Mehr zu Avignon erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Der <em>Pont Saint-Bénézet</em> zur Dämmerung. Foto: Hilke Maunder
Der Pont Saint-Bénézet zur Dämmerung. Foto: Hilke Maunder

Lyon

Über Nacht ging es zurück Richtung Lyon. Nach dem Frühstück tauchte Condrieu, gefolgt von Vienne, am Kabinenfenster auf. Dieser Flussabschnitt war der einzige, den wir tagsüber erleben konnten.

Mittags war das Schiff zurück in Lyon. Und ein letzter Busausflug, diesmal ins Beaujolais, folgte. Dort besuchten wir auch Oingt, das zu den schönsten Dörfern Frankreichs gehört. Hier habe ich es vorgestellt.

Foto: Hilke Maunder
Oingt im Beaujolais. Foto: Hilke Maunder

Zentimeterarbeit: das Schleusen

Zwölf Schleusen passiert die MS Bijou du Rhône auf ihrer Fahrt von Lyon nach Arles und retour. Jede dieser Schleusen ist maximal zwölf Meter breit und 195 Meter lang. Auf 11,40 Meter Breite bringt es unser Schiff. Da bleiben zu jeder Seite nur 30 Zentimeter Platz. Oder auch nicht: Mitten in der Nacht rummst es plötzlich laut. Wir passieren wieder einmal eine Schleuse.

 Schleusenpassage bei Nacht. Foto: Hilke Maunder
Schleusenpassage bei Nacht. Foto: Hilke Maunder

Das Gros der Schleusen verschläft man so. Nachts macht der Kapitän mit seinem Schiff Strecke. Abgelegt wird meist am frühen Abend, angelegt am Morgen. Tagsüber die Rhône vom Fluss aus zu erleben, war bei diesem Törn nur zwischen Vienne und Lyon bei der Rückfahrt möglich.

Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder

Doch abends – zum Apéro oder nach dem Essen – auf dem Sonnendeck noch zu sitzen, den Mond, die Sterne und die Reflektionen der Lichter von Wohnhäusern und Industriebauten auf den Fluten der Rhône zu sehen, hat etwas Magisches.

Die Rhône fließt mit recht hohem Gefälle von den Alpen zum Mittelmeer. Die Schleusen überwinden allesamt mehr als zehn Höhenmeter. Die Rekorde halten die Écluse de Châteauneuf mit 19 und die Schleuse von Bollène mit 23 Höhenmetern.

Die Ausflüge

Herrlich - ein Spaziergang durch die Lavendelfelder während der Blüte im Juli. Foto: Hilke Maunder
Herrlich – ein Spaziergang durch die Lavendelfelder während der Blüte im Juli. Foto: Hilke Maunder

In allen Orten, an denen die MS Bijou du Rhône bei ihrer Flussfahrt festmacht, bietet nicko cruises optional zubuchbare Landausflüge an. Sie sind an die jeweilige Liegezeit im Hafen angepasst. Fester Bestandteil bei allen Stadtführungen ist ein Audio-System von Sennheiser.

Es erlaubt, ganz entspannt den Ausführungen des Reiseleiters zu lauschen und dennoch Abstand zu halten. Ist das Ausflugspaket nicht vorab mit gebucht worden, lassen sich die Ausflüge an Bord hinzubuchen.

Am Pont-d'Arc. Foto: Hilke Maunder
Am Pont-d’Arc. Foto: Hilke Maunder

Neben Stadtführungen in Lyon und Arles gehörten dazu Busausflüge. Der erste Ausflug führte in die Camargue. Auf die Besichtigung der Manade Gilbert Arnaud folgte dort ein Mittagessen. Danach gibt es nach Les Saintes-Maries-de-la-Mer hin zur schwarzen Sara – und zum Mittelmeer. Ein zweiter Halbtagesausflug führt zum Welterbe Pont du Gard.

Beim Busausflug durch die Ardèche-Schlucht hießen die Ziele Belvédère de la Madeleine, Pont d’Arc und Maison de la Lavande. Das Beaujolais stellte ein Busausflug nach Oingt samt Weinprobe bei der Domaine Paire vor.

Weintank im Keller der Domaine Paire. Foto: Hilke Maunder
Ein alter Weintank im Keller der Domaine Paire. Foto: Hilke Maunder

Reise-Infos: Rhône-Kreuzfahrt

Anreise

Mit Auto, Bus, Bahn oder Flieger nach Lyon. Die MS Bijou du Rhône macht – wie die meisten anderen Flusskreuzsschiffe – in Lyon am Quai Claude Bernard fest. Wer mit dem eigenen Wagen anreist, kann an der viel befahrenen Straße gegen Gebühr in Parkbuchten parken, das Gepäck entladen und an der Brücke auf der Rampe hinab zum Kai gelangen. Während der Kreuzfahrt ist das Gefährt im Parking Berthelot gut aufgehoben Achtung: Unbedingt vorher reservieren und bei der Buchung die Pauschale für Kreuzfahrer nutzen!

Reisezeit

Mitte April bis September

Offenlegung

Ich entdeckte die Rhône vom Fluss aus im Rahmen einer Pressereise von nicko cruises, die in Lyon begann und endete. Dem Unternehmen und seinen kenntnisreichen, hilfsbereiten und herzlichen Mitarbeitern sage ich hier merci und herzlichen Dank. Einfluss auf meine Blogberichte hat dies nicht. Ich berichte subjektiv, wie ich es erlebt habe, mache kein Merchandising und werde erst recht nicht für meine Posts bezahlt.

Foto: Hilke Maunder
Die Leuchten jenseits der Brücke gehören zu einem Schwimmbad, dass einst für die Olympischen Sommerspiele gebaut wurde. Sie fanden jedoch niemals in Lyon statt. Foto: Hilke Maunder

Weiterlesen

Im Blog

Allgemeine Infos zu Flusskreuzfahrten in Frankreich habe ich hier zusammengestellt.

Die Seine ist für die Normandie der Strom der Geschichte. Auch dort könnt ihr auf dem Unterlauf eine Kreuzfahrt machen. Klickt mal hier!

CroisiEurope bietet mit dem Raddampfer Loire Princesse die einzige Kreuzfahrt auf Frankreichs längstem Fluss an. Klickt hier für Infos und Impressionen.

Sehr exklusiv sind die Kanalkreuzfahrten von European Waterways, wie sie u.a. durch Burgund führen. Neugierig? Dann klickt mal hier.

Foto: Hilke Maunder
MS Bijou du Rhône passiert den Hafen von Lyon. Foto: Hilke Maunder

Im Buch

Marco Polo Frankreichs Flüsse*

Marco Polo_Französische FlüsseSeine, Loire, Rhône und Saône heißt das Quartett, das Flusskreuzfahrer träumen lässt. Die schönsten Erlebnisse und Zielorte habe ich – gemeinsam mit anderen Autoren – im Marco Polo Frankreichs Flüssevorgestellt. Natürlich kommen neben Aktiv- und Ausflugstipps auch die kulinarischen Hinweise nicht zur kurz.

Das Kapitel How to cruise verrät euch, was ihr bei einer Kreuzfahrt alles beachten sollten. Praktische Tipps und Karten ergänzen den Band. So seid ihr kompakt informiert. Oder lasst euch einfach inspirieren.

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Das ganze Land: MARCO POLO Frankreich*

Einfach aus dem Besten auswählen und Neues ausprobieren, ist das Motto der Marco Polo-Reiseführer. Den MARCO POLO Frankreich* habe ich vor vielen Jahren von Barbara Markert übernommen und seitdem mehrfach umfassend aktualisiert und erweitert.

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