Fondation Louis Vuitton: aufregende Kunst im Park

Mehr Kultur im Westen von Paris: Im Herbst 2014 eröffnete Stiftung Louis Vuitton für ihre Sammlung zeitgenössischer Kunst einen spektakulären Museumsneubau, der nach Plänen von Frank Gehry mitten im Bois de Boulogne neben dem Jardin d’Acclimation errichtet wurde.

Ein wenig erinnert das kühn geschwungene Gebäude mit seinen zwölf Segeln an das Guggenheim Museum von Bilbao, das ebenfalls von Gehry stammt. In Paris hat Gehry bereits die Cinémathèque von Bercy errichtet. 700 Arbeiter waren auf der Baustelle beschäftigt.

Hinter dem Projekt steht der zweitreichste Mann Frankreichs: Bernard Arnault, dessen Privatvermögen auf mehr als 29 Milliarden US-Dollar ihn in der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt auf Rang zehn (2013) hievte. 2012 beantragte er aufgrund der Reichensteuer, die auch Gérard Depardieu fliehen ließ, die belgische Staatsbürgerschaft.

Arnault ist ein begeisterter Kunstsammler und gründete 2006 die Stiftung Fondation Louis Vuitton pour la création. Seit 2008 wurde an dem 143 Millionen US-Dollar teurem Museumsbau gearbeitet. Sein architektonisches Highlight sind neben den Segeln die 3.600 Glaspanele, die die Fassade überziehen.

Kunst ist seit Ende 2014 nicht nur im spektakulären, 25 m hohen Neubau, sondern auch in den Außenanlagen zu sehen sein. Bereits vor fast zehn Jahren hat Arnault zwölf Künstler, darunter Dan Graham, Damien Hirst, Anish Kapoor, Jeff Koons, Claes Oldenburg, Richard Serra und James Turrell beauftragt, eigens für den 20 Hektar großen Park neue Skulpturen zu schaffen.

Kunstschiff im Park

Nun hatte ich es endlich geschafft, das Museum für Gegenwartskunst zu besichtigen. Damals hatte Daniel Buren, der bereits Innenhof seine schwarz-weiße Säulen aufgestellt hatte, die Dachsegel mit bunten Folien beklebt. Eine wundervolle Installation! Wie auch im Untergeschoss die Installation „Inside the horizon“, die der dänisch-isländische Künstler Olafur Eliasson als Auftragsarbeit rund um ein Wasserbassin angelegt hat.

Mit Spiegelsäulen und gelbem Licht hinterfragt er, was das Bekannte vom Unbekannten trennt. Licht, Raum und optischen Vorrichtungen thematisiert er menschliche Wahrnehmungsmechanismen und die Wirkung von Räumen. Und bezieht dabei die Besucher mit ein. Kaum einer, der hier nicht Kamera oder Handy gezückt hat für überraschende Fotos und Selfies!

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Mein Reiseführer

Baedeker Paris 2018Monatelang habe ich ihn neu getextet, mit Dr. Madeleine Reincke als Redakteurin im Verlag an ihm gefeilt: Am 2. Januar 2018 ist „mein“ Baedeker „Paris“ ist der ersten Staffel des völlig neu konzipierten Reiseführer-Klassikers erschienen.
„Tango unter freiem Himmel: Die Stadt der Liebe: Der neue Reiseführer ‚Paris‘ zeigt – neben Sehenswürdigkeiten – besondere Orte für Höhenflüge, romantische Momente wie ‚Tango unter freiem Himmel‘ und unvergessliche Dinners. Dazu gibt’s viele Kulturtipps…“ schrieb die Hamburger Morgenpost über den Band, der neben allem Sehenswerten ganz besonderen Wert legt auf besondere Augenblicke und Erlebnisse.

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Und das nicht nicht nur anhand nüchterner Fakten. Sondern zieht Verbindungen zum heutigen Paris, erwähnt humorvoll Anekdoten und führt den Leser mit Esprit und schwungvoller Feder durch die Stadtgeschichte. Dank ihrer Portraits verankert sie sich viel tiefer im eigenen Wissen  als die kompakte Faktenflut, die andere Reiseführer liefern. Wer Paris ein wenig kennt, wird das Bändchen schätzen!Und kann es  hier* gleich bestellen.

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