Heidi Hochapfel mit ihrer Textilkunst. Foto: privat

Textilkunst von Heidi Hochapfel: genähte Träume

Stellt euch vor, ihr könntet eure schönsten Urlaubserinnerungen nicht nur fotografieren, sondern buchstäblich erfühlen beim Betrachten. Die Textilkunst von Heidi Hochapfel schafft genau das. Seit 25 Jahren verwandelt die deutsche Künstlerin ihre Frankreich-Liebe in Textilkunst, die so detailreich ist, dass man fast das Klacken der Boule-Kugeln hören und den Duft der Lavendelfelder riechen kann.

Wenn Stoff Geschichten erzählt

In ihrem Atelier entstehen keine gewöhnlichen Bilder. Hier wird genäht, gestickt, collagiert – und vor allem geliebt. Jedes Stoffbild ist eine kleine Zeitreise: mal in die sonnenverwöhnten Gassen von Carcassonne, mal ein Hauptstadtbummel in Paris, mal die Küste des Languedoc, mal in die sanften Hügel der Dordogne. Mit geschickten Händen und einem Auge fürs Detail komponiert Heidi Hochapfel ihre textilen Symphonien auf Leinwand.

Frankreich zum Anfassen

Was macht ihre Kunst so besonders? Es ist diese wunderbare Mischung aus persönlicher Erinnerung und handwerklicher Perfektion. Wenn sie die majestätischen Türme von Chambord in Stoff und Garn nachempfindet oder eine Gruppe Boule-Spieler unter Platanen zum Leben erweckt, spürt man in jedem Stich die Begeisterung. Jedes Bild erzählt von ihrer Liebe für die französische Lebensart, die Farben und Landschaften des Landes, die Erinnerungen, Sehnsuchtsmomente und Erlebnisse. Die Textilkunst von Heidi Hochapfel sind genähte Liebeserklärungen – an das mediterrane Licht, an verschlafene Dörfer, an die Farben der Provence. Ihre Bilder dokumentieren mehr als nur Orte – sie halten Stimmungen fest.

Die Textkunst von Heidi Hochapel kreiert visuelle Reisetagebücher, die nicht nur bei ihr daheim, sondern auch andernorts inzwischen das Zuhause schmücken. Sie erzählen von Familienurlauben, von besonderen Momenten, von der Faszination für das französische Lebensgefühl. Heidi Hochapfel macht das Unsichtbare spürbar: die Wärme einer Sommernacht in Südfrankreich, das geschäftige Treiben auf einem Wochenmarkt, die Stille eines alten Klosters.

Eine Galerie voller Träume

Entdeckt die Textilkunst von Heidi Hochapfelt in dieser kleinen Galerie. Jedes Bild lädt ein zum Verweilen, zum Träumen, zum Erinnern an eigene schöne Momente. Denn manchmal braucht es nicht mehr als ein paar Stoffreste und viel Liebe zum Detail, um die ganze Magie eines Landes einzufangen. Mehr zu sich hat Heidi Hochapfel, 2012 mit dem Westallgäuer Kunstpreis ausgezeichnet, in der Reihe „Mein Frankreich – euer Frankreich“ hier verraten, noch mehr Impressionen und Infos zu ihrer Arbeit mit Stoff gibt es auf ihrer Homepage.

Textilkunst von Heidi Hochapfel: eine kleine Werkschau

Boulespieler unter sich. Copyright: Heidi Hochapfel
Boulespieler unter sich. Copyright: Heidi Hochapfel
Schloss und Park. Copyright: Heidi Hochapfel
Schloss und Park. Copyright: Heidi Hochapfel

„Chambord, das größte Schloss an der Loire, ein eindrucksvolles Renaissance-Bauwerk. Ich habe versucht, höfisches Leben, wie es dort früher gewesen sein mag, darzustellen. Wir waren oft dort, denn das Schloss liegt ganz in der Nähe zu Saint-Aignan, der Partnerstadt meines Heimatortes Tettnang.“

— Heidi Hochapfel

Zu den Lieblingsorten für ausgiebige Spaziergänge gehört für Heidi Hochapfel die Halbinsel Île Saint-Martin bei Gruissan. Der Weg führt anfangs am Strand entlang, immer mit dem Blick auf den Étang de L’Ayrolle und die Corbières. Später folgt ein kleiner Aufstieg, und ganz in der Nähe des Weinguts von Pierre Richard geht es zurück zum Parkplatz.

Der Ort Gruissan selbst auch toll mit der Burg. Empfehlenswert die pâtisserie artisanale Bernard, wo man auch draußen auf dem Platz unkompliziert Kaffee trinken kann.

— Heidi Hochapfel

Zu jeder Jahreszeit wunderschön ist Collioure, das wegen seines besonderen Lichts auch schon viele Maler begeistert hat, Seurat wie Matisse.

Man sollte aber die Feriensaison meiden, es ist fast immer gut besucht. Aber um den Unmengen von Touristen zu entfliehen, empfiehlt sich der wunderschöne Treppenweg durch ein lichtes Wäldchen hinauf zur Mühle, also gegenüber des wimmeligen Ortskerns, unterhalb von Fort Saint-Elme. Wer mag, kann dorthin weiter hoch laufen, an Weinbergen entlang, und immer mit dem zauberhaften Blick auf Collioure.

— Heidi Hochapfel

Die Cité von Carcassonne. Copyright: Heidi Hochapfel
Die Cité von Carcassonne. Copyright: Heidi Hochapfel

Auch Carcassonne hat Heidi Hochapfel schon mehrfach besucht – und als Motiv für ihre Textilapplikationen genutzt.

Ein Traum! Besonders aber der Blick darauf aus der Ferne, denn in der Cité leider zu voll und touristisch.

— Heidi Hochapfel

Copyright: Heidi Hochapfel
In den Corbières. Copyright: Heidi Hochapfel

Der Beitrag von Heidi Hochapfel ist ein Gastartikel in einer kleinen Reihe, in der alle, die dazu Lust haben, ihre Verbundenheit zu Frankreich ausdrücken können. Ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit Frankreich, Erlebnisse, Gedanken. Ihr wollt mitmachen? Dann denkt bitte daran: 

  • Keine PDFs.
  • Text: per Mail in Word, Open Office oder per Mail. Denkt daran, euch mit ein, zwei Sätzen persönlich vorzustellen.
  • Fotos: Bitte schickt nur eigene Bilder und jene möglichst im Querformat und immer in Originalgröße. Sendet sie gebündelt mit www.WeTransfer.com (kostenlos & top!)  – oder EINZELN ! – per Mail. Bitte denkt an ein Foto von euch – als Beitragsbild muss dies ein Querformat sein.
  • Ganz wichtig: Euer Beitrag darf noch nicht woanders im Netz stehen. Double content straft Google rigoros ab. Danke für euer Verständnis.
  • Vor der Veröffentlichung erhaltet ihr euren Beitrag zur Voransicht für etwaige Korrekturen oder Ergänzungen. Erst, wenn ihr zufrieden seid, plane ich ihn für eine Veröffentlichung ein. Merci !

Ich freue mich auf eure Beiträge! Alle bisherigen Artikel dieser Reihe findet ihr hier.