Gemüse-Garten am Meer: die Nordbretagne

Gemüse-Garten Nordbretagne. Artischockenfeld bei St-Pol-de-Léonn. Foto: Yannick Le Gal/CRT Bretagne (Pressebild)
Artischockenfeld bei St-Pol-de-Léonn. Foto: Yannick Le Gal/CRT Bretagne (Pressebild)

Kaum Frost im Winter, selten längere Hitzeperioden im Sommer, aber immer viel Sonne: Diese Klimatrio macht den 30 km breiten Küstenstreifen der Nordbretagne zum perfekten Terrain für Gemüse, und gerade auch für Frühgemüse. 1961 wuchsen auf den lösshaltigen Böden zwischen Roscoff und Saint-Pol-de-Léon nur Weißkohl, Artischocken, Kartoffeln, Zwiebeln und Karotten, fünf Sorten, Feld für Feld. Heute gedeihen dort 46 Sorten.

Kohl millionenfach

Grüner König ist der weiße Blumenkohl mit 160 Millionen Köpfen. Weit abgeschlagen dahinter: Romanesco mit1,8 Mio. Köpfen und grüner Blumenkohl mit 1,2 Mio. Köpfen. Erst nach 80.000 t Tomaten kommt das Gemüse, das zum Aushängeschild der Region wurde: die Artischocke 45.000 Tonnen werden alljährlich zwischen Morlaix und Roscoff geerntet.

Drei Arten von Artischocken

Knapp die Größte des Artischockentrios der Bretagne ist die runde Castel mit ihrem sehr zarten Fleisch. Die klassisch dunkelgrüne Sorte Camus, die 300-500 Gramm auf die Waage bringt, verdankt ihren Namen – auf Deutsch „Stupsnase“ –ihrer großen kugeligen Form verdankt.

Immer beliebter wird ein Mini, der erst 1991 auf den Markt kam:  die kleine, 150 Gramm schwere Petit Violet, die Lila Artischocke. In den Verkauf kommt das Gemüse der Bauern – insgesamt 650.000 t Grünzeug werden dort auf 38.000 ha geerntet – vor allem durch die Erzeugergemeinschaft Prince de Bretagne, in der sich rund 5.000 Familienbetriebe zusammengeschlossen haben,

Routen & Rezepte

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