Canson: das Papier der Künstler

Degas bevorzugte Pauspapier für seine Pastellfarben, Matisse griff für seine Gouache-Scherenschnitte zum lavis B, Picasso skizzierte seine Werke auf C’à Grein, Aristide Maillol wählte Montval, und auch Ingres,  Degas und Marc Chagall verwendeten die Papiere, die seit 1557 in Frankreich gefertigt werden – von Canson in Davézieux in der Nähe von Annonay.

Musée Canson: das Museum zum Künstlerpapier

Im Geburtshaus der Gebrüder Montgolfier präsentiert dort das Papiermuseum Canson & Montgolfier auf mehr als 500 Quadratmetern  Dokumente und bis heute funktionstüchtigen Maschinen, die im Laufe der Jahrhunderte den Weg von der Papierherstellung bis zum gedruckten Werk geprägt haben.

Pressen und Druckmaschinen könnt ihr dort sehen – und oft anpassen oder ausprobieren. Undhalbautomatische Maschinen zur Briefumschlag-Herstellung, die besonders meine Tochter fasziniert haben. Oben und unten, rechts und links klappt es einmal, ein wenig Kleber, und schon war der Umschlag fertig!

So wird Papier handgeschöpft!

Wie aus einem trüben Becken Papier per Hand in einem Holzrahmen geschöpft wird, zeigt Xavier de Montgolfier. Zwischen Löschpapier mit dem Bügeleisen getrocknet, bedruckt der hochbetagte Monsieur das taufrische Büttenpapier mit dem Certificat d’Authenticité und setzt schwungvoll seine Unterschrift darunter. Und wer mag, darf danach einmal selber versuchen, Papier zu schöpfen.

Musée des Papeteries Canson et Montgolfier

Rue de Vidalon, 07430 Davézieux,Tel. +33 4 75 69 89 20, http://musee-papeteries-canson-montgolfier.fr

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