Mmmhhh….macarons!

Miam! Macarons aus Nants. Foto: Hile Maunder
Miam! Die besten Macarons aus Nantes findet ihr bei Georges Larnicol in der Passage Pommeraye. Foto: Hile Maunder

Die einen pilgern in Paris die Champs-Elysée entlang zu Ladurée, der in den 1990er Jahren die in die Vergessenheit geratenen Macarons wieder entdeckte, oder ein paar Schritte weiter zu Pierre Hermé, der mit 19 bereits Sous-Chef bei Gaston Lenôtre war.

Die anderen schwören auf die luftig-bunten Baisers mit Füllung, die die Chocolaterie Larnicol in der nostalgischen Passage de Pommeraye von Nantes ins Schaufenster stellt, oder auf den zarten Keks von Grand’Mère Auzou aus Rouen. In Perpignan ist Olivier Bajard der König der Kokosmakrone – und verrät ihre Herstellung bei Backkursen für Profis und Amateure.

Wer die besten Macarons macht, ist in Frankreich eine Glaubensfrage – und nicht selten Anlass zu minutenlangen, mit Charme und Chuzpe geführten Gesprächen.

Und längst gibt es dort Macarons nicht nur süß, sondern auch herzhaft. Blauschimmel-Käse oder gelbes Curry, Avocado-Kirsch und Karotten-Beaufort-Füllungen, Tomate-Mozzarella, Sardinen und selbst Kaviar: Kaum ein Aromen, dass nicht zwischen die beiden zarten Hälften gepackt wird.

Auch mit Foie Gras, Stopfleber, gefüllt werden die Macarons. Foto: Hilke Maunder

Mir ist diese Passion etwas befremdlich, sind die Mandelmakronen doch vor allem eins: unwahrscheinlich süß – und teuer. Ab  zwei Euro kostet der Single bei Ladurée, der dort längst nicht mehr Handarbeit ist, sondern Industrieware: 15.000 Macarons werden täglich für den Pariser Edelpatissier in Morangis (Essonne) in der Fabrik hergestellt.

Für den Export bis nach Japan lässt Ladurée in Monaco fertigen; eine zweite Fertigungslinie besteht ist Westschweizer Örtchen Enney. Tiefgefroren gehen die Macarons auf den Flieger, in den Filialen werden sie wieder aufgetaut. Dem Geschmack scheint dies nicht zu schaden, glaubt man den Kunden, die tagtäglich bei Ladurée Schlange stehen. Und zum 1. Mai alljährlich ein neues Aroma entdecken können

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Das ganze Land

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Die Fassade von Ladurée an den Champs-Élysées. Foto: Hilke Maunder
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