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hauts-de-Seine

Westlich von Paris erstreckt sich das Département Hauts-de-Seine (92). Mit nur 176 Quadratkilometern ist es das drittkleinste, aber mit rund 9.229 Einwohnern pro Quadratkilometer das am zweitdichtesten besiedelte Département Frankreichs. Wer hier eine graue Betonwüste erwartet, wird überrascht: In diesem dynamischen Gürtel um die Hauptstadt verschmelzen futuristische Glasfassaden mit königlichen Gartenanlagen und innovativen Naturschutzprojekten.

Seine Präfektur ist Nanterre. Das Wahrzeichen der modernen, dynamischen Stadt sind die Tours Aillaud, markante Wohntürme aus den 1970er-Jahren mit Wolkenmotiven an der Außenfassade.

La Défense: das Manhattan an der Seine

Direkt daneben liegt La Défense, Europas größte Bürostadt. Das Viertel ist ein gigantisches Freilichtmuseum, in demmehr als 60 monumentale Kunstwerke von heute zwischen den stählernen Riesen stehen. Ihr Wahrzeichen ist die Grande Arche – ein Triumphbogen in XXL, der in der Sichtachse zum Arc de Triomphe steht und von seiner Dachterrasse weite Blicke über den Pariser Westen eröffnet.

Wer moderne Architektur liebt, kommt am „Manhattan von Paris“ nicht vorbei. Wo Renault einst Autos montierte, hat Boulogne-Billancourt die Seine Musicale auf die Île Séguin setzt – ein gläserner „Kulturdampfer“ auf einer Seine-Insel, dessen segelartige Solarfassade sich mit dem Stand der Sonne bewegt.

Grüne Lungen

Trotz der extremen Dichte bietet das Département Hauts-de-Seine erstaunliche Fluchtpunkte ins Grüne. Die größte Lunge im Westen ist der Bois de Boulogne. Mit 846 Hektar ist er der zweitgrößte Park der Metropolregion und verbindet das Départements Hauts-de-Seine mit Paris. Während der Nachwuchs im Jardin d’Acclimatation spielt, begeistert das „Schiff“ der Fondation Louis Vuitton, das wie eine gläserne Skulptur aus den Bäumen ragt., die Kunstliebhaber.

Ebenso geschichtsträchtig ist die ehemalige königliche Domäne, der Parc de Saint-Cloud. Auf dem 460 Hektar großen Areal, das einst ein Schloss beherbergte, beeindrucken heute prächtige Kaskaden, Springbrunnen und Wasserfälle. Von den Anhöhen des Parks genießt ihr zudem einen der spektakulärsten Panoramablicke auf Paris, Eiffelturm inklusive.

Ein kaum bekanntes Kleindod ist der Parc départemental des Chanteraines bei Villeneuve-la-Garenne und Gennevillers, ein 85 Hektar großer Landschaftspark im Pariser Nordwesten. Sein Name erinnert an die kleinen grünen Laubfrösche, die früher zahlreich in den Mäandern der Seine lebten. Der Park entstand ab 1975 nach und nach auf Industriebrachen in der Nähe des Flusses mit ausgedehnten Wasserflächen und Wasserspiele, einem pädagogischen Bauernhof, ein Vogelobservatorium und einer kleinen Parkeisenbahn. Mitten hindurch führt eine 7,9 Kilometer lange Wanderrunde.

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