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Val-D’oise
Das Département Val-d’Oise ist ein Landstrich der Kontraste. Mit einer Fläche von gerade einmal 1.246 Quadratkilometern ist es das zweitkleinste Département der Île-de-France, doch seine Bedeutung für die Metropolregion Paris ist gewaltig. Das Département mit der Ordnungsnummer 92 grenzt im Norden an das Département Oise, im Osten an Seine-et-Marne, im Süden an die Départements Hauts-de-Seine und Yvelines sowie im Westen an das normannische Département Eure. Im Val-d’Oise trifft die hochmoderne Infrastruktur der Pariser Petite Couronne auf die stille Melancholie von zeitlosen Landschaften, die Maler wie Vincent van Gogh inspirierte.
Cergy-Pontoise: Architektur als Zukunftsvision
Die Präfektur des Départements ist Cergy, eine dynamische Stadt mit rund 60.000 Einwohnern, die als Herz des Ballungsraums Cergy-Pontoise fungiert. Als wichtiger Wirtschaftsstandort und Sitz der Universität Cergy-Pontoise setzt die Stadt sichtbar auf Fortschritt – und beauftragte den israelischen Künstlers Dani Karavan mit einem monumentalen Kunstwerk.
Der Axe Majeure (Foto). erstreckt sich auf einer Länge von 1,2 Kilometern bis zur Oise. Die rote Landschaftsachse mit Skulpturen, Wasserspiegeln und weiten Grünflächen ist nicht nur ein Symbol, sondern schuf eine grüne Oase der Superlative, die ungeheuer beliebt ist – besonders bei Joggern, die auf den Treppen hinauf zum Belvedere zeigen, sie konditionsstark sie sind.

Pendeln ist Alltag
Die Nähe zur Hauptstadt prägt den Alltag im Département Val-d’Oise massiv. Der Großflughafen Paris-Charles-de-Gaulle (Roissy-CDG), der teilweise auf dem Gebiet des Départements liegt, ist das Tor zur Welt – und der Arbeitsplatz. Zahlreiche Gemeinden sind mit Schiene und Autobahn eng mit der Kapitale verzahnt. Pendeln ist hier Alltag – inklusive der unvermeidlichen Staus zur rush hour, wenn sich die Blechlawinen Richtung Paris schieben.
Der Vexin français: die grüne Lunge
Doch das Département Val-d’Oise kann auch ganz anders. Nur wenige Kilometer von den urbanen Zentren entfernt bewahrt der regionale Naturpark des Vexin français mit sanften Hügeln, weiten Plateaus und stillen Tälern den ländlichen Charme vergangener Jahrhunderte. Hier findet sich die gotische Abtei Royaumont aus dem 13. Jahrhundert. Einst von Ludwig dem Heiligen gegründet, dient sie heute als renommiertes Kulturzentrum und Ort der musikalischen Begegnung.

Auf den Spuren der Impressionisten
Kunstliebhaber pilgern im Département Val-d’Oise nach Auvers-sur-Oise, wo niederländische Maler Vincent van Gogh seine letzten, fieberhaft produktiven Lebenstage verbracht. Die Motive seiner späten Meisterwerke – die Kirche von Auvers oder die weiten Weizenfelder – könnt ihr beim Spaziergang entdecken; seine schäbige Kammer bei der Besichtigung der Auberge Ravoux. In Pontoise lebte und arbeitete Camille Pissarro, wo er über 300 Bilder malte. Das Licht der Oise inspirierte ihn zur Plein-Air-Malerei; heute ehrt das Musée Pissarro den berühmten Sohn der Stadt.

Spargel, Kirschen und Kartoffeln
Kulinarisch hat das Val-d’Oise mehr zu bieten als die schnelle Küche der Vorstädte. Die sandigen Böden des Vexin français sind berühmt für ihren Spargel und ihre Kartoffeln. . In den Obstgärten rund um Montmorency wuchsen einst die berühmten Sauerkirschen, die Cerises de Montmorency, die heute noch in feinen Konfitüren und Likören weiterleben. Am Rande des Waldes von Montmorency stellt die Familie Ribiollet auf der Milch ihrer 180 Alpin-ZIegen auf ihrem Hof in Chauvry seit Generationen preisgekrönten Ziegenkäse her. Ob als frischer crottin, cremige Pyramide oder würzige, aschebestäubte bûche – ihr chèvre de Chauvry ist eine Delikatesse, die regelmäßig beim Concours Général Agricole in Paris ausgezeichnet wird.






