Jambon de Bayonne erobert das Ausland

Jambon de Bayonne

Der berühmte Schinken aus Bayonne, dessen Stammland die Pays du bassin de l’Adour sind, darf seit 2015 in den USA verkauft werden. Die amerikanischen Gesundheitsbehörden haben dem Schlachthof Fipso und dem Schinkenspezialisten Delpeyrat grünes Licht gegeben. Die Amerikaner dürfen damit künftig echten Bayonne-Schinken zum Rotwein oder Rosé genießen, und nicht mehr nur die US-Variante „in Bayonne-style“.

Nicht verwechseln: IGB und Export-Schinken

Hergestellt wird der Exportschinken genau wie das als IGP (Indication géographique protégée) geschützte Produkt von Schweinen aus dem Südwesten Frankreichs. Die ersten Schinken, die zum Jahresbeginn 2015 über den Atlantik gereist sind, hingen bereits seit längerem in der Trockenkammer – ein Jahr lang müssen sie dort zur Vollendung reifen.

In Frankreich besitzt der Rohschinken aus dem Südwesten einen Marktanteil von 20 Prozent. In den USA vermutet Bernard Dupont, Präsident des Verbandes „Interprofession du Porcine d’Aquitaine“, zu dem eine Commission de Jambon de Bayonne gehört, 400 Millionen potentielle Kunden.

Schinken für China

Bereits seit diesem Jahr darf der Bayonne-Schinken auch nach China eingeführt werden, wo er heute in Gourmetlokalen und Feinkostgeschäften, Hotels und gehobenen Supermärkten zu finden ist. Zum nächsten Schinkenfest in Bayonne am 23. Juli 2015 werden daher auch Delegationen ausländischer Einkäufer erwartet.

Denn bis 2020 könnten die Umsätze in Übersee, freut sich Delpeyrat, alleiln für sein Unternehme  auf 100 Millionen Euro steigen. Heute machen internationale Exporte erst zehn Prozent des Gesamtumsatzes aus. Auch andere Marken wie Oteiza, ein Hersteller aus dem Baskenland, stehen ebenfalls in den Startlöchern.

Jambon de Bayonne: Info

Schinkenverband: Interprofession Porcine d’Aquitaine, www.inpaq.org; offizielle deutschsprachige Website: Bayonner Schinken, www.jambon-de-bayonne.com

© Fotos: Hilke Maunder

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