Kultur

Tanz und Theater, Musik und Malerei, Fotografie und Formgebung, Architektur und alternative Ausdrucksformen, Belletristik und Comics, Street-Art und Co.: Entdecke hier das bunt schillernde Kultur-Land Frankreich mit seinen vielen Facetten und Festivals!

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    Die Geigen-Bauer von Montpellier

    Warum ist Montpellier das Zentrum des Geigenbaus in Frankreich?
    Mit elf Meisterwerkstätten im historischen Viertel Sainte-Anne gilt Montpellier neben dem italienischen Cremona als weltweites Zentrum des Geigenbaus. Seit den 1980er-Jahren erlebt das traditionelle Kunsthandwerk in der südfranzösischen Metropole eine Renaissance. Internationale Auszeichnungen, renommierte Meister wie Nicolas Gilles und Frédéric Chaudière sowie die International Music Academy of Montpellier ziehen Solisten und Spitzen-Nachwuchs aus aller Welt an.

  • Sommer-Krimis aus Frankreich: 4 Tipps

    Zur warmen Jahreszeit unterhalten diese Regionalkrimis mit ganz viel Frankreich-Flair, psychologischer Finesse und fesselnder Spannung – ganz ohne effektheischende Brutalität. Vier Kriminalromane entführen an die entlegensten Winkel, in prachtvolle Schlösser und pulsierende Metropolen Frankreichs. Wenn sich adliger Spürsinn, studentische Neugier, provenzalische Lebenskunst und bretonische Sturheit kreuzen, entstehen vielschichtige Welten für lange Sommerabende. Voilà vier packende…

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    Die Juwelen der Romanik im Roussillon

    Was zeichnet die Romanik im Roussillon aus?
    Die Romanik im Roussillon (Südfrankreich) gilt als wegweisendes Labor der mittelalterlichen Baukunst. Ab dem Jahr 1000 n. Chr. verschmolzen in den Hochtälern der Pyrenäen lombardische Einflüsse mit maurischem Rankenwerk. Markante Merkmale dieser regionalen katalanischen Romanik sind die Verwendung von lokalem rosa Marmor, wehrhafte Klosterfestungen wie Saint-Martin-du-Canigou, zweistöckige Kirchenbauten und die ausdrucksstarken, skulpturalen Kapitelle des anonymen Meisters von Cabestany, dessen Figuren durch überproportionale Hände auffallen.

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    Le Petit Berlin von Nîmes: Gambetta

    Gallier und Römer haben dafür gesorgt, dass Nîmes als Hauptstadt des Gard zum Weltkulturerbe wurde. Doch das antike Dreieck mit seinen dicht gedrängten Sehenswürdigkeiten und weltberühmten Museen verlässt kaum ein Besucher. Schade – denn für Insider gehören Richelieu und Gambetta zu den spannendsten Vierteln für Street-Art in Frankreich. Le Petit Berlin nennt sich das Duo…

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    Musée de l’illusion: perfekt getäuscht!

    Einmal an der Decke spazieren gehen, sich im Spiegel unendlich vervielfachen oder mit einem Schritt die Schwerkraft aushebeln: Im Musée de l’illusion von Bordeaux verschwimmen die Grenzen zwischen Schein und Sein. Nach Erfolgen in Weltstädten wie New York oder Dubai könnt ihr auch in der Weinmetropole Bordeaux im Mériadeck-Viertel eintauchen in einen interaktiven Kosmos aus…

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    Auf den Spuren von Leonardo da Vinci

    Als Leonardo da Vinci im Spätherbst 1516 die Alpen überquert, führt er kein großes Gefolge mit sich. In seinen Satteltaschen lagern lediglich Skizzenbücher und drei unvollendete Gemälde, darunter das Porträt einer Florentiner Seidenschmieds-Gattin. In Rom hat man keine Verwendung mehr für den inzwischen über sechzigjährigen Universalgelehrten; dort feiert der Hof des Papstes die jugendliche Dynamik Raffaels. Es ist die Einladung eines ausländischen Monarchen, die dem alternden Genie die Flucht aus der italienischen Isolation ermöglicht. An den Ufern der Loire beginnt damit das letzte Kapitel im Leben eines Mannes, der in seiner Heimat zunehmend argwöhnisch beobachtet wurde – und dessen Vermächtnis bis heute das Bild der französischen Renaissance prägt.

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    Die Fauves: Frankreichs wilde Maler

    Die Werke von Matisse, Derain, Vlaminck, Camoin, Marquet und Manguin sorgten 1905 beim 3. Pariser Herbstsalon im Grand Palais, dem Salon d’Automne, für immenses Aufsehen.

    In akademischer Manier feierte die Kunstausstellung die Meisterschaft von Ingres und Manet in Form von Retrospektiven. Doch den Saal VII verwandelten die jungen Maler 1905 in eine cage aux fauves, einen Käfig voller Bestien. Entdeckt Frankreichs Wilde rund um Henri Matisse.

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    Duralex: Endspiel für den Mythos?

    In Frankreich gehört es seit Jahrzehnten zum Schulalltag: das Spiel, bei dem Kinder auf dem Glasboden ihre geheime „Zahl des Jahres“ entdecken. Die robusten Duralex-Becher sind Kult – und fast hätte ihre Geschichte geendet. Doch eine mutige Mitarbeitergenossenschaft und eine breite Crowdfunding-Welle haben die legendäre Marke gerettet.
    Warum das Glas so viel mehr ist als ein Gebrauchsgegenstand – und wie es zu diesem erstaunlichen Comeback kam.

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    Das erloschene Feuer von Feliceto

    Warum schließen die traditionellen Glasbläsereien in Frankreich?
    Die Schließung historischer Betriebe wie der Verrerie Corse in Feliceto (Korsika) spiegelt eine tiefe Strukturkrise der französischen Glasindustrie wider. Hauptursache ist der extreme Energiehunger der Schmelzöfen bei bis zu 1500 Grad Celsius. Explodierende Fixkosten und veränderte globale Lieferketten belasten das traditionelle Kunsthandwerk ebenso wie industrielle Ikonen; so musste im Juni 2026 selbst der Kult-Hersteller Duralex erneut ein gerichtliches Sanierungsverfahren beantragen.