Le Midi: So schmeckt Südfrankreich
Südfrankreich ist mehr als eine Himmelsrichtung. Es ist ein Lebensgefühl, das auf dem Teller beginnt. Mein Kochbuch Le Midi* fängt diese Sonne ein und bringt die Aromen Okzitaniens und der Provence direkt in die heimische Küche.
Ich erinnere mich noch genau an dieses Kribbeln. Und an das Gefühl: Kann das jemand hellsehen?, als ich eines Mittags eine Mail von Stefanie Gückstock vom Christian Verlag in meiner Mailbox aufploppen sah. Hätte ich Zeit und Lust, mit Le Midi einen kulinarischen Reiseführer mit 80 Rezepten zu verfassen? Ich war wie elektrisiert, und auch mein Wunschfotograf war schnell zu überzeugen, war er doch genauso leidenschaftlich am Herd zugange wie im Studio.


Wir sagten zu. Und planten mitten in der Hochsaison des Sommers unsere Recherchetour für September. Meine Ansprechpartner in den drei Regionen Nouvelle-Aquitaine, Occitanie und Provence-Alpes-Côte-d’Azur (PACA) schwankten zwischen Freude und Entsetzen, als sie vom Vorhaben hörten. Ein tolles Projekt, aber so kurzfristig? Und jetzt, mitten in der Hauptferienzeit?
Doch ich ließ nicht locker, plante, verhandelte – und fand bei den Tourismusbüros Partner, die etwas bewegen wollten, Kontakte herstellten, uns ihre Heimat zeigten – und ein Bett spendierten. Wir fanden engagierte Köche, die aus innerster Überzeugung tief in ihrer Region verwurzelt waren, Produzenten, die Lust hatten, von ihrer Arbeit zu berichten – und starteten. Wer jetzt aber glaubt, wir hätten vier Wochen lang geschlemmt, irrt.

Hautnah dran
Die Köche kochten traumhafte Gerichte. Doch für das Foto musste, damit die Farben erhalten blieben, alles halb gar bleiben. Pro Termin hatte der Fotograf nur ein bis zwei Stunden Zeit, dann wurde abgeräumt und der nächste Koch aufgesucht. Mehr als ein Testlöffel war häufig nicht drin. So gab es Erdnüsse im Auto, Kaffee unterwegs, einen schnellen Salat oder ein Sandwich auf die Hand.
Doch dann und wann wurden wir bei unserer großen Recherchetour für Le Midi* tatsächlich richtig verwöhnt. Wie in der Maison de la Tour von Avignon oder bei Pascal Arcé in Saint-Étienne-de-Baïgorry, der uns stolz sein neues Kochbuch zeigte und uns mit seiner baskischen Gourmetküche völlig neue Aromenwelten auf den Teller zauberte.

Und immer fragte ich sie, die Köche und Landfrauen, die Fischer und Bauern: Wie schmeckt Südfrankreich wirklich? Welche Speisen sind tief im Midi verwurzelt? Und wie werden sie bis heute zubereitet – und wie müssten für Deutschland, Österreich oder die Schweiz die Zutaten für die Schlemmereien des Südens verändert werden, damit sie nachkochbar sind? All diese Fragen begleiteten uns bei unseren Touren auf der Rechderche für Le Midi* .
Spurensuche auf alten Wegen

Mitunter wunderte sich der Fotograf, welche Ziele ich ansteuerte. Beispielsweise in den Cevennen, wo ich Kurve um Kurve tiefer in völlig isolierte Täler eindrang und schließlich am späten Nachmittag in Saint-Martial Halt machte.
Ah, die Zwiebel, werden einige von euch jetzt kombinieren. Und tatsächlich: In einem Hinterzimmer, per Zufall entdeckt, säuberten Vater und Sohn noch die letzten oignons doux aus eigener Ernte von Erde und Schalenresten. Begegnungen wie diese haben sich mir ins Gedächtnis eingebrannt und mich beim Schreiben begleitet.
Hommage an die Vielfalt

Denn dieses Buch möchte mehr sein als ein weiteres Kochbuch mit 80 Rezepten. Es ist eine Hommage an all jene Franzosen des Midi, die sich gegen die Uniformisierung der Küchen stemmen und stolz sind auf ihre terroirs : vom Weinberg bis zur Zwiebelterrasse, vom Zitronenhain bis zu den Hochalmen der Pyrenäen, wo Rind und Schaf, Esel und Pferd seit Jahrtausenden halbwild weiden – – und die Transhumanz so zum Welterbe machten.
Le Midi : Ich hoffe, schon beim ersten Blättern im Buch könnt ihr das südfranzösische savoir-vivre spüren. Viel Spaß beim Nachreisen, Nacherleben und Nachkochen!

Le Midi: Was macht seine Küche so besonders?
Für Geografen ist es eindeutig: Le Midi beginnt südlich des 45. Breitengrades – und damit ziemlich genau auf der Mitte zwischen Äquator und Nordpol. Dies ist auch die Maßgabe für dieses Buch gewesen. Auch, weil so das einstige Okzitanien sichtbar wird, das weit bis in die heutigen Regionen Provence-Alpes-Côte d’Azur (PACA) und Nouvelle-Aquitaine hineinreicht.
Der Midi spiegelt für mich dieses kulinarische Erbe – als Sinfonie aus Licht und Geschmack, tief verwurzelt in den terroirs von drei gewaltigen Regionen, die unterschiedlicher nicht sein könnten:
- Nouvelle-Aquitaine: Wo der Atlantik auf deftige Entengerichte und das Baskenland trifft.
- Occitanie: Das Land der Katharer zwischen den Cevennen und Pyrenäen, den Causses und dem Lauf der Garonne, die Heimat der Garbure und kräftiger Eintöpfe wie dem Cassoulet.
- Provence-Alpes-Côte d’Azur (PACA): Wo Lavendel, Olivenöl und die Meeresfrüchte der Riviera dominieren – und das Hinterland mit gesunder Veggie-Küche und deftigen Schmortöpfen.
Auf den 224 Seiten von Le Midi* findet diese Vielfalt. Habt ihr schon einmal eine echte Pissaladière probiert, jene Zwiebeltarte aus Nizza, die nach Sonne und Meer schmeckt? Oder die herzhaften Aromen der Garbure, einer traditionellen Gemüsesuppe aus dem Südwesten? Es sind Gerichte, die keine komplizierten Techniken benötigen, sondern von der Qualität ihrer Zutaten leben – vom AOP-Olivenöl bis zur Fleur de Sel der Camargue.

Das Echo: Was andere über Le Midi* sagen
Es ist immer ein besonderer Moment, wenn das eigene Herzensprojekt in die Welt hinausgeht und von anderen entdeckt wird. Die Resonanz auf meine kulinarische Landpartie hat mich sehr berührt.
So schreibt die Genuss-Expertin Tanja Neumann auf ihrem Blog Vielweib on Tour, dass mein Buch für sie eine „Liebeserklärung an den Süden“ ist, die weit über ein normales Kochbuch hinausgeht. Besonders freut mich, dass sie die Mischung aus Rezepten und den Geschichten der Menschen vor Ort hervorhebt.
DNews24 wollte mehr über mein Konzept, unsere Reise und die vor Ort recherchierten Rezepte erfahren und hat mich zu Le Midi interviewt. Der Sender lobt die Authentizität und empfiehlt Le Midi für alle, die das echte Lebensgefühl Südfrankreichs in die eigene Küche holen wollen. Nicole Schwerin von luhabru zählt das Buch sogar zu ihren besonderen Leseempfehlungen für Frankreichliebhaber – ein Ritterschlag für die Arbeit, die in jede einzelne Seite geflossen ist.
In der Community von LovelyBooks finden sich ebenfalls wunderbare Rückmeldungen von Lesern, die besonders die „Fernweh-Garantie“ und die stimmungsvollen Fotografien von Thomas Müller schätzen. Diese Stimmen zeigen mir, dass die Leidenschaft, mit der wir durch den Midi gereist sind, auf jeder Seite spürbar ist.

Ein Blick ins Buch: meine Favoriten aus Le Midi
Von der garbure, bis zur poule au pot entdeckte ich 80 echte, authentische Speisen bei meiner kulinarischen Landpartie durch den Süden von Frankreich. Zwischen Arcachon, Hendaye und Menton schaute ich den Köchen dort in die Töpfe, besuchte Bauern, kleine Manufakturen, Winzer und andere lokale Erzeuger.
Gemeinsam mit dem Fotografen Thomas Müller reiste ich wochenlang durch meine Wahlheimat und machte mich auf die Suche nach den besten Rezepten und typischsten Spezialitäten der südfranzösischen Küche. Vereint sind sie auf den 224 Seiten meines Reise-Kochbuchs Le Midi.

Ihr findet darin 80 Rezepte von der Vorspeise bis zum Dessert, Produzentenportraits, Hintergrund zu Wein und Craftbier, Themenspecials zu Transhumanz und Meer – und viele Tipps, Genuss ganz nach Art von Le Midi vor Ort zu erleben. Voilà kleine Auswahl der Rezepte, die für mich besonders Le Midi ausmachen:
- Der Klassiker: Bouillabaisse aus Marseille – die Mutter aller Fischsuppen, ehrlich und kraftvoll.
- Das Herzhafte: Cassoulet aus Castelnaudary – ein Eintopf, der Geschichten von Tradition und Familie erzählt.
- Das Leichte: Salade Niçoise – aber bitte im Original, so wie man ihn an der Côte d’Azur liebt.
- Das Süße: Tarte Tropézienne – eine cremige Sünde, die nach Sommerurlaub in Saint-Tropez schmeckt.
- Das Besondere: Gardianne de Taureau – Stiergulasch aus der Camargue, mariniert in kräftigem Rotwein.

FAQ – Häufige Fragen zum Kochbuch Le Midi
Was unterscheidet Le Midi von anderen Südfrankreich-Kochbüchern? In Le Midi* stehen nicht nur Rezepte, sondern die Menschen dahinter im Vordergrund. Es ist eine Kombination aus Reisebericht, Reportag, Kochbuch und Kulinarikführer. Alle Gerichte wurden vor Ort mit lokalen Erzeugern recherchiert und für die heimische Küche angepasst, ohne ihren ursprünglichen Charakter zu verlieren.
Sind die Zutaten für die Rezepte in Deutschland, Österreich oder der Schweiz auch leicht zu finden? Ja, das war mir bei der Erstellung besonders wichtig. Ich gebe im Buch immer wieder Tipps, wie bestimmte regionale französische Zutaten (wie bestimmte Olivensorten oder Käse) durch hochwertige Alternativen aus dem deutschen Bio-Markt oder Supermarkt ersetzt werden können, damit der Geschmack von Le Midi* authentisch bleibt.
Für wen ist das Buch geeignet? Es ist das perfekte Geschenk für Frankreichliebhaber, Hobbyköche mit Sehnsucht nach dem Süden und alle, die gerne hinter die Kulissen der kulinarischen Produktion blicken – vom Winzer bis zum Zwiebelbauern.
Welche Regionen deckt Le Midi genau ab? Das Buch umfasst den gesamten Süden Frankreichs unterhalb des 45. Breitengrades. Das beinhaltet die Atlantikküste (Baskenland, Arcachon), die Pyrenäen, die gesamte Region Okzitanien bis hin zur Provence und der italienischen Grenze bei Menton.
Wer mag, kann meine 80 Sehnsuchtsrezepte aus Südfrankreich im Reise-Kochbuch Le Midi* entdecken. Hier* könnt ihr es online bestellen.
Le Midi: die Leseprobe







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