Oh, là, là: der Lesesommer à la française

Lesesommer 2019

Dieser Lesesommer wird französisch! Für schöne Lesestunden auf  Terrasse oder Balkon, am Strand oder See, im Café oder Campervan habe ich einige Neuerscheinungen der letzten Monat für euch gelesen. Viel Spaß, schönen Urlaub & bonne lecture!

Euer Lesesommer à la française

Hochspannung

Guillaume Musso: Die junge Frau und die Nacht*

Der Krimi war wochenlang die Nummer eins in Frankreich und ist im Juni 2019 auf Deutsch erschienen: Freut euch auf spannendes Lesevergnügen auf 427 Seiten!

Musso gehört neben Marc Levy zu den erfolgreichsten Gegenwartsautoren Frankreich. Seinen neuesten Krimi lässt Musso genau dort spielen, wo er 1974 geboren wurde: im südfranzösischen Antibes.

Als 19-Jähriger war Musso für einige Monate nach New York gegangen, wo er u.a. als Eisverkäufer jobbte. Direkt aus den USA kommt auch seine Hauptfigur Thomas anlässlich einer Jubiläumsfeier in seine französische Heimatstadt Antibes zurück.

Und damit an jenes stürmische Kap, an dem vor 25 Jahren mit Vinca seine große Liebe spurlos verschwand. Damals geschah dort ein grausames Verbrechen. Doch jemand ist hinter das dunkle Geheimnis gekommen und hat Rache geschworen. In Großbuchstaben auf die Zeitung, gleich neben der Tasse des Täters…. Wer mag, kann den Krimi hier* online bestellen.

Silke Ziegler: Im Tal der Hoffnung*

Eine grausame Verbrechensserie erschüttert das südfranzösische Montpellier. Jahr für Jahr wird eine Studentin entführt, missbraucht und getötet. Als Adèle Nélard verschwindet, wendet sich ihr Vater an Raphaël Dumont.

Der charmante Ex-Polizist genießt einen hervorragenden Ruf als Privatdetektiv und sieht nur einen Weg, sich dem Täter zu nähern: Er muss Coralie Beladier finden und sie überzeugen, ihm zu helfen. Denn sie ist das einzige Opfer, das der Entführer hat laufen lassen. Und dafür muss es einen Grund geben …

Wer mag, kann den Krimi hier* bestellen.

Yann Sola: Johannisfeuer*

Zu Johanni pilgern die Katalanen alljährlich auf den Canigou und entzünden ihr heiliges Feuer. Auch Perez, Kleinstganover und Ermittler aus Leidenschaft, hat diesen Aufstieg seiner Schwiegertochter versprochen.

Während sich der durch und durch unsportliche und nun auch noch sprichwörtlich auf den Hund gekommene Ermittler versucht, in den Bergen rund um Banyuls fit für eine Besteigung des Canigou zu machen, stößt er plötzlich auf ein menschliches Wesen.

Eine Frau liegt mitten auf dem Weg. Seine Ermittlungen ziehen immer weitere Kreise und führen ihn schließlich mitten hinein ins kalte Herz einer verstörend agierenden Sekte.

Wer mag, kann den Band hier* online bestellen. Leseprobe

Bereits im Frühjahr sind die neuen Krimis von Sophie Bonnet und Liliane Fontaine erschienen. Beiden Frauen habe ich eigene Beiträge gewidmet, die ihr durch Klicken auf den Namen sehen könnt. Auch Christine Cazon hat mit Das tiefe blaue Meer der Côte d’Azur* pünktlich im Frühjahr wieder einen spannenden Côte-d’Azur-Krimi veröffentlicht!

Herz & Historie

Sylvia Lott: Die Rosengärtnerin*

Jeanne geht als junge Französin während des Krieges zum Arbeitseinsatz nach Ostfriesland. Nach dem Krieg verzaubert sie die Welt mit ihren Chansons. Die Hamburgerin  Ella erbt ein Schloss samt Ländereien an der Loire. Was verbindet die beiden Frauen?

Sylvia Lott erzählt es auf 592 Seiten. Geschickt verknüpft die Journalistin und Schriftstellerin zwei Handlungsstränge zu einem fesselnden Roman, der den Spannungsbogen hält und die Personen in ihren Regionen so lebendig werden lässt, als sähe man ihrem Leben zu.

Ganz nebenbei erfahrt ihr viel über ein Thema, das kaum sonst aufgegriffen wird. Wie war es damals, zu Kriegszeiten, im besetzten Frankreich. Wie (über)lebte man? Was erlebten Fremdarbeiter in Nazi-Deutschland? Ein packendes Buch – und genau das richtige für alle, die im Lesesommer 2019 auch ein wenig von der Liebe träumen wollen! Wer mag, kann den Roman hier* online bestellen.

Land & Leute

Murielle Rousseau: Savoir-Vivre – Leben wie eine Französin*

Frankreich verstehen von A – Z, von der glorreichen Académie Française bis zum Schimpfwort „zut“, Mist. Sehr unterhaltsam und geistreich präsentiert die gebürtige Französin, die heute mit ihrer Familie in Freiburg lebt, die französische Lebensart. Die TV-Köchin aus dem Team der ARD erzählt Erlebnisse aus dem Alltag und plaudert aus den Erfahrungen mit der eigenen Familie.

Auch gängige Klischees kommen unter die Lupe. Ein schönes Buch voller Esprit, das auch echten Frankreich-Kennern hier und da noch Aha-Momente beschert. À lire! Isabelle Pin hat die 215 Seiten dicke Landeskunde charmant wie passend illustriert.

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Fettnäpfchenführer Frankreich*

Mit der fiktive Rahmenhandlung um die Austauschstudentin Paula sprechen die Autoren Bettina Boujo und Johanna Links eher ein jüngeres Publikum an. Doch was das Duo sonst an Frankreichwissen und Knigge zwischen die Buchdeckel gepackt hat, ist durchaus lesenswert.

Schade nur, dass mitunter Klischees mit Klischees beantwortet werden. Der Deutsche als Kulturbanause, der Franzose arrogant und überheblich: Sorry, solche Überzeichnungen sind in einem solchen Band fehl am Platz.

Seht darüber hinweg und freut euch über ganz handfeste Urlaubstipps. Zum Beispiel für die Herren, die statt Bermuda-Shorts nur mit hautengen Traditionsbadehosen im Speedo-Stil ins Wasser der öffentlichen Bäder springen dürfen. Wer mag, kann den Führer hier* online bestellen.

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