Spannend: Lesetipps fürs Frühjahr

Lesetipps 2019: Neuerscheinungen 2019

Vogelgezwitscher und erste warme Sonnenstrahlen: perfekt, um nicht länger im Bett oder auf dem Sofa, sondern, eingemummelt in eine Decke, draußen auf der Terrasse, im Café oder im Gras liegend zu lesen.

Voilà meine  Lesetipps für dieses Frühjahr!

Versuchung à la Provence

Andreas Heineke schreibt höchst spannende Food-Krimis. Tauchte im Erstlingskrimi sein Dorf-Kommissar Pascal Chevrier tief in die Machenschaften von Trüffelbauern und Immobilienhaien ein, enthüllt sein zweiter Krimi die Geheimnisse einer Gourmet-Bruderschaft, deren Wurzeln bis zurück ins Mittelalter reichen. Mit Akribie lässt sie alte Rezepte mit Igel, Biber und Pfau wieder aufleben – und ruft damit die Tierschützer auf den Plan.

Die Rezepte für derartige Genüsse gilt eine legendäre Kochbuchsammlung. Doch sie sorgt für geradezu perfide Verbrechen. Plötzlich finden Köche der Bruderschaft abgeschnittene Finger in ihren Lieferung, will der Vorsitzende im Lehmmantel gegrillt… was für ein spannendes Buch! Und wieder mal: eine Nacht durchgelesen. Wer mag, kann den Krimi hier* online bestellen. Was Andreas Heineke mit Frankreich, und ganz besonders mit Lourmarin, verbindet, hat der Hamburger Autor hier verraten.
Nicht aus der Hand legen konnte ich auch nicht den nächsten Krimi. Und wie Andreas Heinecke recherchiert sie intensiv und monatelang, ehe sie das Material für einen neuen Krimi beisammen hat, Handlung und Spannungsbögen im Geiste entstanden sind, ehe zu schreiben beginnt…

Das tiefe blaue Meer*

Christine Cazon. Das tiefblaue Meer der Côte d'AzurEin junger Fischer wird tot aufgefunden. Vor sich der Abschiedsbrief an seine Geliebte. Doch… war es wirklich Selbstmord. Commissaire Léon Duval hat seine Zweifel. Denn die Geliebte ist niemand anderes als Nicky, die Frau seines Erzfeindes Louis Cosenza.

Die Ermittlungen führen den Kult-Kommissar von Christine Cazons ins Herz des alten Cannes, den Suquet. Und lüften ein Geheimnis. Duval erfährt, was sein Vater mit Cosenza verbindet…

Auch der sechste Fall sorgt wieder für Spannung bis zur letzten Seite. Und da Christine inzwischen vom Verlag Kiepenheuer & Wisch den Auftrag erhalten hat, alljährlich für den Frühling einen neuen Krimi verpassen, könnt ihr euch noch auf viele neue Abenteuer freuen.

Wer die Krimiqueen der Côte d’Azur noch nicht kennt, kann hier mehr über und von Christine Cazon erfahren. Und hier ihre Wahlheimat Cannes auf den Spuren von Commissaire Léon Duval entdecken.
Wer mag, kann den Krimi hieronline bestellen.

Legenden*

Sylvain Prudhomme ist in Deutschland noch recht unbekannt. Er verfasst Romane und Berichten, von denen viele im heutigen Afrika angesiedelt sind, wo er lebte und arbeitete. Sein Roman Les Grands (Hrsg. L’Arbalète, Gallimard) wählte die Redaktion der Zeitschrift „Lire“ zur“Französischen Offenbarung des Jahres 2014″.

Jetzt hat der Unionsverlag auf Deutsch sein Werk „Legenden“ in der Übersetzung von Claudia Kalscheuer heraus gebracht. Und auch dieses Buch war für mich eine Offenbarung. Die Handlung spielt in der wilden, weiten Steinsteppe der der Crau, der tischtuchplatten Ebene südlich der Alpilles, im Westen von Marseille. Seit Jahrhunderten ein Land der Schäfer, Aussteiger, Individualisten. Auch Ned ist dort geboren – und als Fotograf ausgebrochen aus der Familientradition der Schafzucht.

Sein Freund Matt ist Brite und in die Crau gekommen, um eine Doku über eine legendäre  80er-Jahre-Diskothek zu drehen beginnt. Bei seinen Recherchen stößt er auf Fabien und Christian, zwei Brüder, in Hassliebe verbunden, Stars des schillernden Lebens jener Jahre… Je tiefer Matts in das Schicksal der enfants terribles einsteigt, desto mehr hallen seinen Recherchen in der Gegenwart nach… Wer mag, kann das wundervolle, 246 Seiten dicke Buch hier* bestellen.

111 Orte, die man in Nordfrankreich gesehen haben muss*

Wisst ihr, wo Banksy an Nordfrankreichs Küste seine Stencils hinterlassen hat? Wo ihr am besten Queller (salicornes) sammeln könnt? Oder wo bis heute die Zeitung im Bleisatz setzt wird? Georg Renöckel kennt die ungewöhnlichsten, überraschendsten und außergewöhnlichsten Orte im Norden von Frankreich.

111 davon hat der Wiener Journalist (Jg. 1976), der u.a. in Paris studiert hat,  für seinen Reiseführer ausgesucht. Auch für Insider und gute Kenner der Region hält er noch so manche Entdeckung bereit hält. Und wer ausgiebig darin stöbert, erfährt auch, warum ein Zwerg die einst mächtigste Ritterburg der Welt zerstörte.

Auf der Suche nach 111 historisch, kulturell und legendären Orten hat Georg Renöckl nicht nur die Picardie, das französische Flandern, den Hennegau und den Artois besucht, sondern auch einige Ecken in der Île-de-France besucht. Heraus kam ein wirklich lesenswerter Band, der Lust machen auf Entdeckungen abseits eingetretener Pfade.

Der Band „111 Orte in Nordfrankreich, die man gesehen haben muss“ ist der neueste Titel der beliebten Reihe aus dem emons-Verlag, die in Frankreich in weiteren Bänden noch Insidertipps für Paris, die Provence, die Cote d‘Azur, das Elsass und die Normandie. Bis zum Sommer 2019 erschienen zudem noch 111 Orte in den Pyrenäen (Ende April), e in der Bretagne (Mai) und in Straßburg (Mai). Wer mag, kann den Reiseführer zu Nordfrankreich hier*online bestellen.

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5 Kommentare

  1. Wer neben dem Genuss eines spannenden Krimis in gelungene Beschreibungen südfranzösischer Landschaft und Orte im Languedoc eintauchen möchte, dem kann ich die Krimireihe von Johanna Huda empfehlen. Gerade erschienen ist „Die Madonna von Montbazin“ im Oldib-Verlag, in dem Capitaine Leroux -tätig in und um Mèze- seinen vierten Fall löst.
    Liebe Grüße
    Birgit

  2. Vielen Dank für Ihre tollen Tipps! Ich ergänze sie mit den „Madame Le Commissaire“-Krimis von Pierre Martin, auch irre spannend und voller ortskundigem Flair, was die Umgebung von Saint-Tropez und Cannes anbelangt. Das Pseudonym Pierre Martin konnte ich noch nicht lüften, es ist auf jeden Fall ein(e) Südfrankreich liebende(r) deutsche(r) Autor(in).

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