Liliane Fontaine: Mörderisches Languedoc

Liliane Fontaine: vor dem Dreh wird abpudert! Foto: Hilke Maunder
Liliane Fontaine: vor dem Dreh wird abpudert! Foto: Hilke Maunder

Menschenhandel. Zwangsprostitution. Illegaler Antikenhandel. Mörderische Sekten: Was für Verbrechen geschenen im sonnenverwöhnten Languedoc! Sie landen allesamt auf dem Tisch von Madame le Juge Mathilde de Boncourt, Untersuchungsrichterin in Nîmes. Gemeinsam mit Rachid Bouraada, Commandant der Police, deckt sie dort raffinierte Delikte auf. Und gerät dabei bereits im ersten Band in Lebensgefahr.

Erfunden hat die rothaarige Südfranzösin eine deutsche Autorin, die von Haus aus Kunsthistorikerin ist. Liliane Skalecki. Unter ihrem Mädchennamen Liliane Fontaine hat sie die ersten zwei Bände zur charmanten Richterin bei Piper herausgebracht. Band 1 erschien 2018, Band 2 folgte 2019 und im Mai 2020 wird Band 3 erscheinen. Und auch Band vier ist schon in Planung.

Lilane Fontaine: Krimiautorin aus dem Languedoc. Foto: Hilke Maunder

„Mir wurde die kriminelle Energie in die Wiege gelegt“, erzählt die gebürtige Saarländerin. Als sie 1958 in Saarlouis geboren wurde, war das Saarland noch französisch. Ihr Großvater war als Gendarm ein französischer Dorfpolizist, ihr Vater besaß eine gut bestückte Krimibibliothek, in der sie schon früh gestöbert habe.

Seit 2001 lebt Liliane mit ihrer Familie in Bremen, wo ihr Mann Landesdenkmalpfleger ist. Von dort ist es nicht weit nach Hamburg. Wie schön, dass Liliane sich Zeit für ein Salongespräch genommen hat. Viel Spaß beim Interview!

Tauch ein ins mörderische Languedoc!

Die Richterin und die tote Archäologin*

Nur knapp war Madame le Juge Mathilde de Boncourt einem tödlichen Anschlag entgangen. Während sie sich von den Folgen auf einem Landgut der Familie erholt, erreicht sie die Nachricht vom Tod einer alten Schulfreundin. Die Archäologin Flavia Leone, zu der sie den Kontakt ein wenig verloren hatte, wurde von deutschen Urlaubern auf einer Ausgrabungsstätte im Hinterland von Montpellier unter einer entdeckt.

Ermordet wurde sie mit einer alten Nahkampf-Technik: dem Burking. Durch Sitzen oder Knien auf dem Brustkorb und dem gleichzeitigen Verschließen von Mund und Nase erstickt das Opfer qualvoll.  Wird Burking perfekt angewendet, ist Fremdeinwirkung beim Tod kaum nachweisbar. Doch beim Mord an Flavia Leone gibt es einen entscheidenen Hinweis: Ihr Gesicht verdeckt die Replik einer antiken Totenmaske.

Die Untersuchungsrichterin und ihre Kollegen, Commandant Rachid Bouraada und Lieutnant Felix Tourrain, beginnen die Ermittlungen. Und stoßen auf einen zweiten Mord ähnlicher Machart: Auch der Mann der Archäologin starb durch Burking…

Akribisch rollte Liliane Fontaine den Fall auf, legt falsche Fähren, lässt Land und Leute des Languedoc lebendig werden, holt den Duft und die Genüsse zwischen die Seiten – und entführt den Leser beim Lesen mitten hinein ins Hérault.  Wer mag, kann den Krimi hier* online bestellen.

Die Richterin und die Tote vom Pont du Gard*

Madame le Juge Mathilde de Boncourt, Untersuchungsrichterin aus Nîmes, hat gerade ein Ärzteehepaar des Menschenhandels überführt, als sie ein vorbeisausender Motorradfahrer mit drei Kugeln niederstreckt. Sie überlebt und erholt sich von ihren schweren Verletzungen auf dem Weingut ihres Großvaters. Hat das Attentat etwas mit dem Urteil zu tun? Mathilde ist davon überzeugt. Denn auch die Belastungszeugin wird nach Aufhebung des Zeugenschutzes tot in ihrer Wohnung aufgefunden.

Mathilde und ihr Commandant Rachid Bouraada ermitteln. Unterstützt werden sie dabei von einem Reisejournalisten, der in der Nähe vom Familienweingut ein Anwesen besitzt. Und in der Camargue jüdische Spuren recherchiert. Dass sich Ermittlung und Recherche annhähern, kommt Martin und Mathilde auch privat nicht ungelegen.

Ein spannender Südfrankreich-Krimi, der aktuelle Themen wie Prostitution und Menschenhandel ebenso aufgreift wie Exil und Vertreibung. Und nicht mit blutigen Morden punktet, sondern geschickt verflochtenen Handlungssträngen, sehr anschaulich gezeichneten Personen, Landschaften und Orten. Und ganz viel Frankreich-Flair! Wer mag, kann den Krimi hier* online bestellen.

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Liliane Fontaine kam zum Salongespräch mit Hilke Maunder. Foto: Hilke Maunder
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