Mâcon: südliches Savoir-vivre an der Saône
Mâcon ist Burgunds südlichste Stadt – und leuchtet im Licht der aufgehenden Sonne. Seit mehr als 2000 Jahren pulsiert hier an den Ufern der Saône das Leben, hat die Geschichte Narben geschlagen, aber auch Neues geschaffen – mal lebensrettend, mal köstlich kreativ. Kurzum: ein Juwel, das seine Schätze erst auf den zweiten Blick offenbart. Entdeckt sie mit mir!
Mâcon. In der Oberstufe hörte ich als Schülerin zum ersten Mal davon. Mein Mathematiklehrer Klaus Bittner war damals dort im Ruderzentrum gewesen, hatte auf der Saône trainiert und 1960 im Deutschland-Achter in Rom olympisches Gold gewonnen. Nach seiner sportlichen Karriere arbeitete er als Oberstudienrat für Mathematik und Sport am Städtischen Gymnasium in Bad Segeberg – und erzählte begeistert von Mâcon. Er machte mich neugierig auf Frankreich – und sorgte dafür, dass ich 1978 zu einer Gastfamilie kam. Allerdings nicht in Mâcon, sondern Beauvais.
Erst gute vier Jahrzehnte später sollte ich die Saône-Stadt sehen. Und dann immer wieder dort sein. Doch nicht immer geplant, sondern am häufigsten per Zufall, durch die Wege des Lebens. Viele Male habe ich dort nur die Zeit auf der breiten Promenade an der Saône verbracht und auf den Fluss und die Schiffe geschaut.
Bis ich eines Tages mehr Zeit hatte und neugierig geworden war auf die Stadt. Also hineingegangen, gebummelt und kreuz und quer geguckt. Mâcon ist eine Stadt, die ihre Narben offen trägt, fiel mir unterwegs auf – und war gerade deshalb fasziniert.
Einige Jahre später, als ich für mein Burgund-Kochbuch recherchierte, nahm ich mir über eine Vermietungsplattform eine Wohnung an genau jenem Stadtplatz und erlebte, wie er sich jeden Abend füllte, mit Leuten, die erzählten und lachten und ein Craft-Bier oder ein Glas Wein auf der Terrasse tranken, während in den Häusern ringsum in den Büros und Werkstätten noch gearbeitet wurde. In diesem Moment habe ich mich in Mâcon verliebt. Und gezielter die Stadt entdeckt. Doch bis heute ist ihre Promenade am Fluss, wo man endlos nur schauen kann, für mich als Hanseatin ihr schönster Ort.
Meine Lieblingsorte in Mâcon – ein kleiner Stadtbummel
Esplanade Lamartine

Die Kais am Ufer der Saône bringen seit Jahrhunderten das Leben in die Stadt, den Handel – und das Wetter: mit Nebel im Winter und reichlich Wellengang bei Südwind. Wo einst Weinfässer über den Kai rollten, gehen heute Kreuzfahrtgäste von Bord oder radeln Urlauber auf der rund 700 Kilometer langen Voie Bleue von Apach im Dreiländereck Frankreich–Luxemburg–Deutschland nach Lyon.

Zur Jahrtausendwende wurden die Saône-Kais stark aufgewertet und in eine Flaniermeile am Fluss verwandelt mit Palmenkübeln und Caféterrassen, Toilettenhäuschen und riesiger Tiefgarage. Teils auf dem Wasser wurde die Scène sur l’eau angelegt, eine halbrunde Bühne mit terrassierten Sitzplätzen, die für das Weinfest und andere Sommerfeste genutzt wird.

Über die breite, gepflasterte Esplanade erhebt sich eine hohe Statue und erinnert an den berühmtesten Sohn der Stadt: Alphonse de Lamartine. Am 21. Oktober 1790 in Mâcon geboren, verbrachte er seine Kindheit in Milly-Lamartine und lebte später im Château de Saint-Point.

Seine große Jugendliebe Elvire machte ihn zum Dichter, und mit Werken wie „Der See“, „Herbst“, „Einsamkeit“ und „Der Schmetterling“ sowie „Jocelyn“ (1836), „Der Fall eines Engels“ (1838), „Graziella“ (1852) und „Geschichte der Girondisten“ (1847) stieg er zu einem der wichtigsten romantischen Dichter auf, der auch politisch die Stimme erhob.
Als er jedoch bei den Präsidentschaftswahlen 1848 unterlag, zog er sich zunehmend aus dem politischen Leben zurück – besonders nach dem Staatsstreich Louis-Napoleon Bonapartes im Dezember 1851. Lamartine starb 1869 in Paris und ist heute in Saint-Point begraben. Seinen Spuren in Südburgund folgt die Route Lamartine. Éloquence, Poésie, Histoire: Die Inschrift im Sockel umreißt in drei Worten perfekt, was den Dichter-Politiker auszeichnete.
Der Cardo von Mâcon – die historische Achse

Die keltischen Aedui gründeten Mâcon an einer Furt der Saône. Ihr offenes oppidum bauten die Römer ab dem 1. Jahrhundert vor Christus zum befestigten castrum aus, das als Mastico eines der wichtigsten Handelszentren der römischen Provinz Gallia Lugdunensis wurde, lag es doch an der Fernstraße von Lyon nach Köln, der Via Agrippa.
Als römischer Cardo bildete die Via Agrippa vier Jahrhunderte lang das Nord-Süd-Rückgrat der antiken Stadt – und ist bis heute die wichtigste Achse der Innenstadt. Auf Höhe der Place de la Poissonnerie kreuzt sie rechtwinklig die Rue Sigorgne, die als Decumanus in die Rue de la Barre übergeht. Beide Achsen bilden das Rückgrat des Geschäftslebens im Zentrum von Mâcon, Präfektur des Départements Saône-et-Loire mit rund 35.000 Einwohnern.
Rue Carnot
Ancien Hospice de la Charité (Nr. 249)
1621 besuchte Vinzenz von Paul, damals Pfarrer im nahen Châtillon‑sur‑Chalaronne, Mâcon. Geschockt von der großen Zahl armer und kranker Menschen, gründete er eine der ersten charités Frankreichs: eine karitative Institution zur Versorgung von Armen, körperlich und psychisch Kranken. Ursprünglich bestand die Einrichtung aus einem Ensemble älterer, baufälliger Häuser nahe den Stadtmauern und der Saône.
1752 entwarf Jacques‑Germain Soufflot, Architekt des Pariser Panthéon und der Hôtels-Dieu von Lyon und Mâcon, den heutigen Bau mit prächtiger Treppe und quadratischem Innenhof. Wahrhaft innovativ war damals die tour d’abandon. Sie barg eine anonyme Babyklappe in einem drehbaren Holzzylinder, in den Frauen einst anonym Neugeborene legten, die sie nicht behalten konnten oder wollten. Bis 1904 war sie in Betrieb.
Die Traboules der Rue Carnot
An den Hausnummern 115, 40 und 22–24 verstecken sich hinter unscheinbaren Türen schmale Korridore, die tief in die Bausubstanz führen. Einige enden direkt am Quai Lamartine – und damit direkt an der Saône.
Place Saint-Pierre

An der autofreien Place Saint-Pierre stehen sich Staat und Kirche gegenüber: hier das ehemalige hôtel particulier Montrevel und heutige Rathaus, dort die helle Fassade der Église Saint-Pierre. Die Kirche lohnt vor allem wegen ihres „Balkons“ zwischen den beiden steinernen Spitztürmen. Bei klarer Sicht reicht der Blick über die Ziegeldächer der Stadt und die Fluten der Saône bis zum Bugey im Département Ain und den gut 160 Kilometer entfernten Mont Blanc!
La Place aux Herbes

Erst im 19. Jahrhundert, als ältere, enge und als insalubres eingestufte Quartiere abgerissen wurden, um eine offene Platzfläche für den Markt zu schaffen, wurde die Place aux Herbes geschaffen. Heute findet der große Wochenmarkt jeden Samstag auf der Esplanade Lamartine statt. Mit seinen zahlreichen Terrassencafés und Bars ist der recht kleine Platz der Treffpunkt der Stadt.

Sein Hingucker ist das älteste erhaltene Wohnhaus von Mâcon, die 1490 bis 1510 errichtete maison de bois mit dem gleichnamigen Restaurant. Ihr Fachwerk ruht auf Steinfundamenten und ist mit derben, teils grimassierenden Schnitzfiguren verziert. Stehend, sitzend, geflügelt, nackt oder nur spärlich bekleidet tummeln sich die Figuren und Affenmasken – skandalös, wertete das puritanische 19. Jahrhundert … und ergötzte sich doch daran.
Rue Franche – das ehemalige Bischofsviertel
Die Rue Franche führt ins alte Bistumsviertel. Mâcon war ab dem 6. Jahrhundert ein Bischofssitz, der erst im Zuge des Konkordats von 1801 mit Autun vereint wurde. Das Viertel des Klerus entwickelte sich rund um die frühere Kathedrale Saint‑Vincent und den Palais épiscopal auf der kleinen Anhöhe des Plateau de la Baille über der Saône; im Mittelalter bildete es einen eigenen, befestigten Bezirk mit Mauern, Toren und einem Wehrturm, der Boucarde.
Der einstige Bischofspalast dient heute als Präfektur, andere Stadtpalais wie das wunderschöne hôtel particulier in der Rue Franche 83 sind heute private Domizile. Typisch für Mâcon sind auch die Innenhöfe mit Türmen und Galerien, wie ihr sie bei Haus Nr. 41 sehen könnt, sowie weitere traboules zu den Kais wie in Haus Nr. 55.

Vieux-Saint-Vincent
Die französische Revolution vernichtete in Mâcon 14 Kirchen. Auch die ehemalige Kathedrale Vieux Saint-Vincent wurde ab 1799 abgerissen. Erhalten sind heute die beiden Türme mit dem verbindenden Joch und die Vorhalle (Narthex). Sie ziert eines der bedeutendsten romanischen Tympana Frankreichs mit Szenen des Jüngsten Gerichts und stammt aus dem späten 11. Jahrhundert. Bereits im 6. Jahrhundert wurde das erste Gotteshaus an diesem Standort erreicht. Da jedoch das Schwemmland der Saône sich als sehr instabil erwies, wurde die Kirche zwischen dem 7. und 17. Jahrhundert mehrfach neu gebaut.

Musée des Ursulines
Nur wenige Schritte von der einstigen Kathedrale residiert das Kunst- und Geschichtsmuseum von Mâcon im ehemaligen Ursulinenkloster. 1615 hatte der damalige Bischof Gaspard Dinet diese Nonnen nach Mâcon gerufen, um die Erziehung von Mädchen aus Adel und Bürgertum zu übernehmen. Ihr Konvent entstand auf dem Plateau de la Baille, und damit auf der gleichen Anhöhe, auf der das bischöfliche Quartier lag und auch Karmelitinnen, Dominikaner, Jesuiten und andere Orden ihre Klöster hatten. Der Volksmund nannte das Viertel wegen der permanent läutenden Klosterglocken L’île sonnante, die klingende Insel.
Während der Französischen Revolution wurde das Kloster enteignet und diente ab 1792 als Gefängnis. Unter den Inhaftierten war auch Lamartines Vater, woran eine Gedenktafel erinnert. Später Kaserne und Vereinshaus, öffnete 1968 hier das Musée des Ursulines, das mit seinen 25.000 Exponaten als Musée de France anerkannt ist. Im Erdgeschoss rollt es die Stadtgeschichte von der gallo-römischen Zeit bis zum Mittelalter auf.
Das Obergeschoss ist der Malerei und Skulptur vom 16. bis 20. Jahrhundert gewidmet. Ausgestellt sind Werke von Corot, Courbet und Monet sowie Arbeiten regionaler Künstler. Dass „Fototapeten“ schon früher begeisterten, beweist die Panoramatapete von 1804 mit dem Titel Les Sauvages de la mer Pacifique. Ebenfalls hier zu sehen: ein rekonstruierter Raum des château von Alphonse de Lamartine, der den Dichter‑Politiker und seine Zeit in Mâcon thematisiert.
Square de la Paix: Cathédrale Saint-Vincent und Hôtel-Dieu

Am Square de la Paix, einem der wenigen weiten Plätze der Stadt, stehen sich die heutige Kathedrale und das Krankenhaus gegenüber. Die Kathedrale Saint-Vincent entstand unter Napoleon Bonaparte nach Plänen von Guy de Gisors. Der Architekt, der zuvor am Palais Bourbon in Paris gewirkt hatte, erbaute sie von 1806 bis 1816 im neoklassizistischen Stil mit vier wuchtigen Säulen. 1869 fanden hier die Trauerfeierlichkeiten für Lamartine statt.
Gegenüber erhebt sich seit dem 18. Jahrhundert das Hôtel-Dieu von Jacques-Germain Soufflot mit seiner hohen Kuppel und dem Backsteinbau. An den Tagen des offenen Denkmals im September und bei Sommerführungen öffnet auch die historische Apotheke ihre Türen.
Rue de la Barre: Feinkost-Mekka der Mâconnais
Viel Genuss verspricht ein Abstecher zu den beiden Feinkostadressen der Rue de la Barre. Fleischfans pilgern hier zum Metzgermeister Jérôme Bourcet und decken sich beim Meilleur Ouvrier de France (MOF, 2023) mit Petersilienschinken, hausgemachten Terrinen, Pasteten im Teigmantel oder einem oreiller mâconnais ein, einer tourte mit einer köstlichen Füllung aus Schwein, Perlhuhn, Ente, Foie gras, Wachtel, Trüffel und Trockenfrüchten.
Ebenfalls ein Meilleur Ouvrier de France war Joël Noyerie, der 1986 mit seiner Frau Christine nach Mâcon kam und eine Pâtisserie‑Chocolaterie‑Glacerie aufbaute, deren Markenzeichen die hauseigene Kreation L’Idéal mâconnais wurde. 2024 übergab Joël Noyerie, damals 64 Jahre alt, sein Geschäft an Cyril Quelin, der seit dem Jahr 2000 mit ihm in der Backstube gestanden hatte und dem Geschäft nach der Übernahme zu Ehren des Kult-Küchleins den Namen Maison de l’idéal verpasste. Dieser feste, knusprigen Baiser, gefüllt mit einer Praliné-Buttercreme, ist die lokale Leckerei!
La Maison des Co’Pains: im Bäcker-Himmel

Große Landbrot-Laibe aus Sauerteig mit richtig knackiger Knusperkruste, weißes Kastenbrot, das nicht fade, sondern perfekt Milde und Herzhaftigkeit in seinem Teig vereint. Goldene baguettes mit den typischen unregelmäßigen Luftblasen im Innern, pain au chocolat mit Streifen echter Zartbitterschokolade, buttrige brioches und zarte Croissants: Wer die Stufen zu dieser Bäckerei in der Rue Châtillon 90 hinaufsteigt, atmet bereits den unvergleichlichen Duft frischen Backwerks ein und blickt auf Menschen, die sichtlich Spaß an ihrer Arbeit haben.
Les Co’Pains nennt sich das Team rund um Benoît Pottier, der im Jahr 2017 seine handwerkliche Bäckerei eröffnete. Ihre Eier bezieht die Bäckerei von Kleinbauern. Die Butter kommt von der Laiterie Coop Agricole Etrez Beaupont in Bresse Vallons, das Bio-Mehl liefert die Marion-Mühle in Saint-Jean-sur-Veyle. Wiederverwerten statt neu kaufen war das Motto bei der Einrichtung der Backstube. Der Holzbackofen stammt noch aus dem Jahr 1870. Bis er genug Hitze entwickelt hat, dauert es länger als bei modernen Hochleistungsöfen. Wenn er aber einmal heiß ist, dann sind die Backergebnisse eindeutig besser – und kommt das Backgut im Einklang mit der Hitzekurve in den Ofen.
Zum Sortiment der Bäckerei gehört nicht nur herzhaftes Backwerk, sondern auch süße Kuchen: Éclairs, Schokomuffins, Apfeltaschen, Blechkuchen mit Aprikosen oder anderen frischen Früchten, Tartelettes mit roten oder blauen Beeren, Millefeuilles, Biskuitrollen, Windbeutel und Torten mit Konditorcreme, Nüssen, Früchten und ganz viel Sahne. Zu Weihnachten sorgt La Maison des Co’Pains mit seiner üppigen bûche für Verzücken. Am 6. Januar jeden Jahres pilgern die Einheimischen in Heerscharen zur kleinen Bäckerei, um die beste Galette des Rois der Stadt zu erwerben. Bereits dreimal – 2020, 2022, 2023 und 2025 – wurde die Maison des Co’Pains für ihren Mandelkuchen, den die Franzosen am Dreikönigstag landauf, landab mit Hoffnung auf den Glücksfigürchen-Fund futtern, mit der Goldmedaille ausgezeichnet.
Schmale, schlichte Gassen wie die Rue de Maure führen zurück zur Saône, auf deren rechtem Ufer der Verkehr braust auf der einst legendären Ferienstraße Route Nationale 6.
Der Pont Saint-Laurent

Die steinerne Brücke über die Saône, 1077 erstmals urkundlich erwähnt, gilt als älteste Brücke über den Fluss. Ihre heutige Form erhielt sie jedoch erst bei den Umbauten des 18. und 19. Jahrhunderts. 215 Meter lang spannt sie sich über die Saône.
Im Zweiten Weltkrieg verlief von Juni 1940 bis November 1942 die Grenze zwischen dem besetzen Frankreich und dem noch „freien“ Land unter Kontrolle des Vichy-Regimes. Das Westufer mit der Stadt Mâcon lag in der unbesetzten Zone, das Ostufer mit Saint-Laurent-sur-Saône gehörte bereits zur deutschen Besatzungszone. Heute verläuft hier die Grenze zwischen den Départements Saône-et-Loire und Ain. Am schönsten ist der Brücken-Blick am frühen Morgen, wenn die Fassaden von Mâcon im Licht der aufgehenden Sonne leuchten.

Mâcon: meine Reise-Tipps
Hinkommen
ÖPNV
Bahnhof: Gare de Mâcon–Ville, Halt von TER und Intercités, Pendelzüge zum TGV-Bahnhof Mâcon-Loché etwas außerhalb des Stadtzentrums.
Schlemmen und genießen
Ma Table en Ville
Küchenchef Gilles Bérard hat im In- und Ausland bei großen Namen gearbeitet, ehe er 2013 im Herzen von Mâcon sein Resto-Bistro eröffnete. Die Weinkarte fokussiert auf regionale Weine aus Burgund; die köstliche Küche interpretiert französische Klassiker und Bewährtes aus Burgund. Reservierung Pflicht, beim Zuspätkommen wird nach fünf Minuten der Tisch neu vergeben.
• 50, rue de Strasbourg, 71000 Mâcon, Tel. 03 85 30 99 91, www.matableenville.fr, nur abends, Mo., Do.-So.
Cassis
Aymeric Buiron setzt auf frische Lokalküche im Rhythmus der Jahreszeiten – mittags mit der bewährten Kombi entrée, plat (+dessert), abends in vier oder sechs Gängen mit oder ohne Weinbegleitung.
• 74, rue Joseph Dufour, 71000 Mâcon, Tel. 03 85 38 24 53, www.cassisrestaurant-macon.fr, nur werktags mittags und abends
L’Autre Rive
An der Saône mit Blick auf Mâcon: Köstliches vom Land und aus dem Meer, kreativ zubereitet. Angenehmes modernes Ambiente und großer, hervorragend sortierter Weinkeller.
• 143, Quai Bouchacourt, 01750 Saint-Laurent-sur-Saône, Tel. 03 85 39 01 02, www.lautrerive.fr

Der Mâconnais-Käse
Der Mâconnais ist wie der Bouton de Culotte, der kleinste AOP-Ziegenkäse Frankreichs, eng mit der Arbeit in den Weinbergen rund um Mâcon verbunden. Früher besaßen die Weinbauern nur einige Ziegen, die sie zur Pflege ihrer Hecken benötigten. Jene lieferten nur wenig Milch – gerade genug für diese beiden Käsesorten, die mehrere Monate aufbewahrt werden können und auch gutgetrocknet noch ein Genuss sind. Seit 2006 besitzt der Mâconnais die kontrollierte Ursprungsbezeichnung AOC, seit 2010 auch die Anerkennung als AOP.
Das Weinbaugebiet des Mâconnais
Das Weinbaugebiet zwischen Tournus und Mâcon westlich der Saône ist vor allem für seine weißen Chardonnay-Weine bekannt. Neben der regionalen Appellation Mâcon mit Mâcon-Villages und Mâcon-Supérieur umfasst es die fünf AOP Pouilly-Fuissé, Pouilly-Loché, Pouilly-Vinzelles, Saint-Véran und Viré-Clessé. Ende 2020 wurde Pouilly-Fuissé als erster Appellation im Mâconnais der Status als Premier Cru-Lage zuerkannt.

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