Hôtel C2: Luxus neu definiert

Zwischen den Büros von Anwälten, Gerichtsvollziehern und Notaren, die in prachtvollen Stadthäusern am Cours Pierre Puget von Marseille residieren, hat am 18. April 2014 ein Hotel aufgemacht, das Luxus neu definieren will: das C2.

Seinen ungewöhnlichen Namen erhielt es von den beiden Architekten und Eigentümern, die das Stadtpalais aufwändig sanierten: Claire Fatosme und Christian Lefèvre, auch privat ein Paar.

Hôtel C2: Traumblicke aufs Wahrzeichen

Zwei Jahre lang war der Stadtpalais aus dem 19. Jahrhundert eine Baustelle. Claire und Christian setzen ihm einen vierten Stock aufs Dach, in dem heute zwei geräumige Suiten – Nr. 43 mit Traumblick auf „la bonne mère“, die stadtprägende Hafenkirche – Platz gefunden haben. In den Fels von Marseille schlugen sie einen Keller, in den der Wellnessbereich einzog – mit Innenpool, Sauna, Hamam und Dusche, die ihre Farben wechselt.

Wohlfühlen neu definiert

Eine Tür führt in den Außenbereich, eine Treppe hinauf zur Terrasse mit einer Handvoll Tische, einer mur végétal – einem hängenden Garten an den Hauswänden zu den Nachbarn, und Heizstrahlern, die auch im Winter für wohlige Wärme sorgen. Im Erdgeschoss des Stadtpalais findet ihr den Lounge/Restaurant-Bereich, in dem das Frühstück und abends Tapas serviert werden, sowie die Bar, deren Tresenbeleuchtung abends in den Farben des Regenbogens changiert.

Stylisch & edel

Von der Decke baumeln drei Lüster von Ingo Maurer, filigrane Blätter in Gold, aufgefangen von feinen Stahl-Fäden. Ebenfalls im Erdgeschoss verbirgt sich in Zimmer eins das wohl ungewöhnlichste Zimmer, das spezielle auf die Bedürfnisse von Menschen mit Handicap eingerichtet ist – und gleichzeitig ungewöhnlich stylisch und ausgefallen. Denn hier findet ihr ein  Himmelbett!

Für ganz intimies Cocooning könnt ihr den den Vorhang aus Naturbast zuziehen. Zusammen mit einem grün-blauen Sessel und dem Bett weckt das Zimmer Assoziationen an den Regenwald. In den restlichen Zimmer – 20 gibt es insgesamt – flirtet die Grundfarbe Weiß, die auch das Ledersofa und die Oberflächen der Möbel aufnehmen, mit Naturholz.

Altes Backstein und cooles Weiß

Zudem besitzen viele Zimmer eine Wand, in der ein Spalt der alten Backsteinmauer zwischen dem glattgeputzten Weiß hervor tritt. Stühle von Eames, Vitra oder Jacobsen als Design-Klassikern flirten geschickt mit ausgefallenen Entwürfen heutiger Kreativer. Eine Besonderheit ist auch der Bodenbelag des Hotels.

In den Zimmern greift er den Stadtplan von Marseille auf und markiert mit dem C2-Logo den Standort des Hotels; in den Fluren und Foyers zeigt der Teppich die bekanntesten Fassaden der zweitgrößten Metropole Frankreichs.

Das Konzept? „Casser le code!“

Und das Personal? Unauffällig, zuvorkommend, sehr freundlich, aber auch dezent zurückhaltend. Und das nicht in der klassischen Kleiderordnung, sondern mit offenem Hemd und Turnschuhen an den Füßen. Denn, sagt Assistent Manager Eric Lambert (28), der in Nizza und Paris sein Handwerk lernte, „auch das gehört zu unserem Konzept von „casser le code“.

Hotel neu erleben

„Wir wollen verkrustete Strukturen aufbrechen, die es in der Hôtellerie gibt, Neues wagen – und Altes, was wir für gut befinden, kreativ integrieren.“ Das Konzept gefällt den Gästen. Und den Einheimischen. Sie brunchen am ersten Sonntag im Monat von 12.30 – 15.30 Uhr auf der Terrasse, und pilgern zu den Konzerten, die jeden Mittwoch rund um das Piano in der Diele stattfindet.

Kultur & Kunst

Jean-François Bonnel,  Jazz-Prof aus Aix-de-Provence, hat im Hôtel C2 bereits mit ungewöhnlichen Rhythmen das Publikum begeistert; beim Klassik-Konzert mit Mandoline und Klavier lauschten die Zuhörer hockend auf den Treppenstufen einen langen Abend lang den Klängen von F. J. Solette und  Vincent Beer-Demander.

Hôtel C2: Info

48, Rue Roux de Brignoles • F-13006 Marseille • Tel. +33 4 95 05 13 13 •  www.c2-hotel.com

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