3. Festival des Impressonismus 2016

Vom 16. April bis 26. September 2016 feiert die Normandie zum dritten Mal das Festival des Impressionismus. 2016 dreht sich alles um die Porträts der Impressionisten, deren Spuren sich auch in Paris und der Provence entdecken lassen. 1872 malte Claude Monet in Le Havre einen Sonnenaufgang – und wurde zum Begründer des Impressionismus.

Zu den ersten Freiluftmalern gehörte auch Eugène Boudin aus Honfleur. 2016 erinnert das Museum der modernen Kunst André Malraux (MuMa) mit der Ausstellung „Atelier des Lichts, Porträt von Eugène Boudin“ an den Lehrvater von Monet. Aber auch Sisley, Gauguin und Pissarro schufen Meisterwerke in der Normandie. Welche Orte sie inspirierten, verraten zwölf impressionistische Rundreisen, Museen und Ateliers.

Normandie: Die Wiege der Impressionisten

Weltberühmt ist Giverny, wo eine alte Apfelpresse Monets Heim und Muse wurde – besonders der Garten inspirierte den Maler. Nur wenige Schritte entfernt widmet sich das Musée des Impressionistes vom 24.3. bis 3.7.2016 dem Maler und Gärtner Gustave Caillebotte, vom 14.7. bis 6.11.2016 „Sorolla und Paris“. Bereits zu Lebzeiten Monets pilgerten viele Künstler nach Giverny, darunter auch Cézanne und Rodin. Sie logierten im Hôtel Baudy, heute ein beliebtes Café-Restaurant, dessen Spaliergarten duftende alte Rosensorten schmücken.

In Rouen mietete Monet 1892/3 ein Zimmer und malte, was er vom Fenster aus sah: die Kathedrale im Licht der Tageszeiten. Beim Wochenendkurs „Malen wie Monet“ können Kunstfreunde ihm nachtun. Dass Monet auch ein begnadeter Koch war, der seine Rezepte penibel notierte, beweist Rouen beim Dîner Impressioniste.

Paris: Lieblingsmotiv der Impressionisten

Im 19. Jahrhundert gab Baron Haussmann dem mittelalterlichen Paris ein modernes Gesicht. Die Veränderungen der Hauptstadt faszinierten die Maler: Paris wurde ihr Motiv. Die Impressionisten trafen sich in Cafés, malten im Freien und hinterließen ihre Werke zwei Museen. In einem Bahnhof am linken Ufer der Seine versteckt sich die weltbeste Sammlung französischer Impressionisten.

Alle großen französischen Künstler mit Rang und Namen der Jahre 1848 bis 1914 sind im Musée d’Orsay mit Kunstwerken vertreten: Renoir, Monet, Manet, Cézanne, Courbier, Rodin und Degas, aber auch der Van Gogh und Max Liebermann.

Die weltgrößte Monet-Sammlung jedoch birgt eine Stadtvilla im 16. Arrondissement: 100 Gemälde sind im Musée Marmottan ausgestellt – von „Impression, Sonnenaufgang“ bis zu den Seerosen von Giverny. Arbeiten von Édouard Manet, Edgar Degas und Pierre-Auguste Renoir ergänzen die Sammlung.

Provence: Sehnsuchtsland der Impressionisten

1839 wurde in Aix-en-Provence ein Maler geboren, der wie kein Zweiter die Impressionisten in den Süden lockte: Paul Cézanne. Sein Lieblingsmotiv war die Montagne Sainte-Victoire, die er 30 Mal auf die Leinwand bannte. 1902 zog er nach Les Lauves, um seinem geliebten Berg noch näher zu sein. Sein Atelier ist bis heute unverändert – und gewährt ergreifende Einblicke in sein Leben und Werk.

Mittags tafelte Cézanne mit seinem Freund Zola am Cours Mirabeau in einer Brasserie, die mit vergilbten Spiegeln, Lüstern, Stuck, Gold und Glanz ein Schmuckstück der Belle Epoque ist: Les 2 Garçons. Das einzige Portrait, das Cézanne je von Zola gemalt hat, hängt im Musée Granet – gemeinsam mit neun weiteren Werken des Malers.

Van Gogh zog es nach Arles, wo er in 15 Monaten 300 Gemälde erschuf – und heute die Fondation van Gogh verrät, wie sehr der Impressionismus das Schaffen heutiger Künstler prägt. Den Spuren van Goghs folgt auch ein Rundgang mit neun Stationen, die die Alychamps berührt: Gemeinsam mit Malerfreund Gauguin hatte van Gogh die römische Nekropole 1888 auf die Leinwand gebannt.

 

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