Allerfeinste Bahnhofsküche

Croissant auf die Hand, Café im Stehen? Zwei Restaurants in Paris zeigen: Bahnhofsküche geht auch anders – opulent, nostalgisch oder edel mit Zeitgeist.

Le Train Bleu

Vergoldete Stukkaturen, Kristalllüster, livrierte Kellner, nostalgisches Leder und opulente Gemälde: Le Train Bleu im Pariser Gare de Lyon hat die pure Pracht des Fin du Siècle bewahrt. Coco Chanel, Colette und Brigitte Bardot nippten hier am Champagner. Jean Gabin, Jean Cocteau und Salvador Dalí speisten inmitten von 41 Decken- und Wandgemälden.

Sie stehen opulent die drei größten Städte Frankreich – Paris, Marseille und Lyon – vor sowie die Geschichte der Grande Nation. 30 Maler schufen diese Werke, mindestens ebenso viele Köche schuften heute in der kleinen Küche, aus der täglich 500 Mahlzeiten kommen. Nicht immer reicht die Qualität an den Mythos ran.

Klassiker der Karte sind hausgeräucherten Lachs mit Bio-Rührei und Sauerampfer und der Tartar vom Charolais-Rind; beim Degustations-Menü gibt es den Champagner gleich dazu. Cocktail wie „Nikita“ erinnern daran, dass das Bahnhofslokal schon oft Kulisse für Blockbuster war – von Mr. Bean, der auf Ferien ging, bis zum Kultfilm von Luc Besson, Nikita.

Nach einem Reinfall beim Essen – ewig gewartet und dann lauwarm und fad – würde ich euch empfehlen: Genießt das Ambiente und den Zauber von einst lieber nur beim Apéro!

Lazare

Für eine sterneverdächtige Bahnhofsküche solltet ihr mit der Métro ein zweites Bahnhofslokal ansteuern: das Lazare von Eric Frechon im Gare St-Lazare. Genau dort, wo die Züge in seine normannische Heimat abfahren, eröffnete der Dreisternechef im Herbst 2013 sein Schlemmerlokal, das blitzschnell zum In-Treff aufstieg.

Lag’s an der gemütlich-stylischen Einrichtung mit der zentralen Bar aus Holz und Leder, den Klubsesseln in dunklem Blauschwarz, der offenen Küche, den weißen Tischen oder dem Tellerstapel in den Wandregalen aus dunklem Holz – lauter Details der Inneneinrichtung von Karine Lewkowicz? Oder an seinem Dessert Paris-Deauville, einem kühl-köstlichen Karamell-Soufflé, Markenzeichen und längst Klassiker auf der Karte?

© Fotos: Le Train Bleu: beim Restaurant, Lazare: Pressefotos, zur Verfügung gestellt von Clarisse Ferreres Communication

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Mein Reiseführer

Baedeker Paris 2018
Monatelang habe ich ihn neu getextet, mit Dr. Madeleine Reincke als Redakteurin im Verlag an ihm gefeilt: Am 2. Januar 2018 ist „mein“ Baedeker „Paris“ ist der ersten Staffel des völlig neu konzipierten Reiseführer-Klassikers erschienen.
„Tango unter freiem Himmel: Die Stadt der Liebe: Der neue Reiseführer ‚Paris‘ zeigt – neben Sehenswürdigkeiten – besondere Orte für Höhenflüge, romantische Momente wie ‚Tango unter freiem Himmel‘ und unvergessliche Dinners. Dazu gibt’s viele Kulturtipps…“ schrieb die Hamburger Morgenpost über den Band, der neben allem Sehenswerten ganz besonderen Wert legt auf besondere Augenblicke und Erlebnisse.

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Auf jeweils acht bis zehn Seiten portraitiert sie Abélard & Héloïse, Henri IV, Louis XIV, Voltaire, Marie Antoinette, Napoléon, Honoré de Balzac, Victor Hugo, Claude Monet, Auguste Rodin, Auguste Escoffier, Marie Curie, Sidonie-Gabrielle Colette, Pablo Picasso, Coco Chanel, Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir, Edith Piaf, Boris Vian, Francois Truffaut und Yves Saint Laurent…

Und das nicht nicht nur anhand nüchterner Fakten. Sondern zieht Verbindungen zum heutigen Paris, erwähnt humorvoll Anekdoten und führt den Leser mit Esprit und schwungvoller Feder durch die Stadtgeschichte. Dank ihrer Portraits verankert sie sich viel tiefer im eigenen Wissen  als die kompakte Faktenflut, die andere Reiseführer liefern. Wer Paris ein wenig kennt, wird das Bändchen schätzen! Und kann es hier* gleich bestellen.

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