Michel Bussi: Die Frau mit dem roten Schal

Die Klippen von Etretat bei Ebbe. Foto: Hilke Maunder
Die Klippen von Etretat bei Ebbe. Foto: Hilke Maunder

Mit „N’oublier jamais“ gelang Michel Bussi 2014 ein Überraschungs-Erfolg. Unter dem Titel „Die Frau mit dem roten Schal“ ist der Krimi am 21. August 2015  im Aufbau-Verlag in der deutschen Übersetzung von Olaf M. Roth erschienen. Im Hauptberuf lehrt der gebürtige Normanne aus Louviers, Jahrgang 1965, als Politologe und Geograph an der Universität von Rouen.

Doch seit dem Erfolg von „Un avion sans elle“, für den Bussi den Prix Maison de la Presse erhalten hat, gehört der Dozent zu den fünf meistverkauften Krimi-Autoren Frankreichs. Seine Romane wurden in 22 Sprachen übersetzt

Auch sein siebter Thriller – „Die Frau mit dem roten Schal“ verspricht Lesevergnügen. Zumal vom Klappentext her:

Jamal sieht zuerst nur den roten Schal. Dann die verzweifelte junge Frau, die am Rand der Klippen steht. Er will sie retten, wirft ihr den Schal zu. Doch die Frau springt. Und niemand glaubt ihm seine Geschichte, denn es sind bereits zwei Frauen zu Tode gekommen, nach exakt dem gleichen Muster. Verzweifelt versucht Jamal zu beweisen, dass er nichts mit dem Tod der Frau zu tun hat, aber alles spricht gegen ihn. Und schon bald weiß er selbst nicht mehr, was wahr ist und wem er noch vertrauen kann … Ein hochspannendes und emotionales Spiel zwischen Schein und Wirklichkeit.

Wie mir das Buch gefiel

Vorab: Auch mein Vater war Dozent an der Uni. Und oft durfte ich erlebte, das Dinge, die kurz gesagt werden konnten, zu Vorträgen ausarteten. Dieser Versuchung erliegt auch Bussi. Wäre das Buch nicht 400 Seiten lang, sondern deutlich kürzer, wäre es ein atemloses Lesevergnügen, das mich bis zum letzten Punkt gefesselt hätte. Denn „Die Frau mit dem roten Schal“ ist ein intelligenter, verzwickter Krimi, der immer wieder überraschende Wendungen nimmt und am Ende eine Lösung bereithält, mit der ich nie gerechnet hätte. Ein wenig realitätsfremd, aber durchaus plausibel. Zudem ist das Buch leichtfüßig und unterhaltsam geschrieben. Und: Obgleich es völlig auf gängige Frankreich-Klischees verzichtet, ist sein Werk doch typisch französisch. Wer mag, kann den Krimi hier* direkt bestellen.

Meine Wertung: 17/20

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