Das Rezept: der Millassou Corrézien

Millausou - der deftig-knusprig Kartoffelpuffer aus dem Périgord. Foto: Hilke Maunder
Millausou - der deftig-knusprige Kartoffelpuffer aus dem Périgord. Foto: Hilke Maunder

Der Millassou Corrézien ist der  Klassiker der lokalen Küche der Corrèze. Jahrhunderte lang ernährte er dort die Menschen als Hauptgericht. Heute ist er die beliebteste Beilage der Hausmannskost. Der Kuchen aus geriebenen Kartoffeln, Petersilie, Speck und/oder Ei (je nach Rezept) wird in der Pfanne in Entenfett gegart.

Es gibt so viele Rezepte, wie es Köche gibt. Bernadette von dem Moulin de Lassalle in  Puy-d’Arnac hat mir ihr Rezept verraten. Viel Spaß beim Nachkochen!

Bernadette verriet mir ihr Rezept für den Millassou. Foto: Hilke Maunder
Bernadette verriet mir ihr Rezept für den Millassou. Foto: Hilke Maunder

Zutaten

• 500 Gramm Kartoffeln (beste Sorte: Agathe, sprich: festkochend)
• Entenfett
• 1 Knoblauchzehe
• Petersilie
• Salz und Pfeffer

Wer mag: Speck (in Streifen geschnitten), Ei

Zubereitung

• die Kartoffeln schälen und grob raspeln. Auf keinen Fall danach waschen!

• auf einem sauberen Küchentuch ausbreiten, salzen und pfeffern.

• den Knoblauch seh klein würfeln oder durch eine Presse geben. Wer mag, gibt jetzt auch schon etwas klein geschnittene Petersilie hinzu. Alles mit den Kartoffeln vermengen.

• die Kartoffel per Hand (!) auspressen, um möglichst viel Feuchtigkeit herauszudrücken.

• Wer mag, gibt ein Ei hinzu. Deftiger wird das Gericht durch Speck, gewürfelt oder in Streifen geschnitten

• die Kartoffeln zum Ball formen.

• In der Pfanne das Entenfett auslassen. Ist es richtig heiß, die Kartoffelkugel hineingeben und zum runden Puffer flachdrücken. Er sollte rund zwei Zentimeter hoch sein.

• Die Pfanne abdecken und den Puffer bei mittlerer Hitze garen. Ist der Puffer gar, vorsichtig wenden (Achtung, er zerreißt leicht!) und golden anbräunen.

• Mit Petersilie garnieren und heiß servieren.

Vegetarier bereiten sich dazu einen grünen oder gemischten bunten Salat. In der Corrèze kommt traditionell dazu Magret de Canard auf den Tisch. Guten Appetit!

Sanft gewellte Hügel und rustikale Natürlichkeit: die typische Landschaft der Basse Corrèze. Foto: Hilke Maunder
Sanft gewellte Hügel und rustikale Natürlichkeit: die typische Landschaft der Basse Corrèze. Foto: Hilke Maunder

Le Millassou Corrézien: Infos und Adressen

Die richtige Reibe

Franzosen sind in der Küche Perfektionisten. Und so gibt es tatsächlich als Küchengerät sogar eine râpe à millassou. Beispielsweise bei der Drogerie Neige in Tulle erhaltet ihr sie.

Die Bruderschaft

Die Bruderschaft in Sainte-Fortunade bewahrt, bewirbt und ehrt zwei Kartoffelgerichte: den Millaussou und die  Farcidure. Die Farcidure ist eine in Wasser gekochtes Tarte, die einst mit Hirse hergestellt wurde. Heute kommen Kartoffeln hinein.
www.ste-fortunade.fr/sports-et-loisirs/confrerie-de-la-farcidure-et-du-millassou

Der Millaussou: Hier könnt ihr ihn kosten!

In diesen Restaurants und auf diesen Märkten könnt ihr den Millassou kosten:

Auberge de Chauzeix

Chauzeix, 19390 Saint-Augustin, Tel. 05 55 98 23 42, http://auberge-de-chauzeix.edan.io

Le Pêcheur de Lune

Place de la Mairie, 19800 Corrèze, Tel. 05 55 21 44 93, http://lepecheurdelune19.com

Ferme Auberge du Theillet

271, Chemin de la résistance, 19320 Saint-Pardoux-la-Croisille, Tel. 05 55 29 08 93, www.facebook.com/Ferme-Auberge-du-Theillet

Les Ruchers des Bruyères

Le Pont du Mas, 19390 Saint-Augustin, Tel. 05 55 21 46 29, www.ferme-lesruchersdesbruyeres.fr

Au Palais Corrézien

14, Quai Baluze, 19000 Tulle, Tel. 01 84 19 10 81, www.au-palais-correzien-tulle.fr

Marché de Tulle

Jeden Mittwoch- und Sonnabend morgen

Achtung, Verwechslung!

Bitte verwechselt nicht den Millassou der Corrèze nicht mit dem Millassou périgourdin, dem Kürbispuffer des Périgord, oder dem Millasson, dem Maisfladen.

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Nusshain in der Basse Corrèze. Foto: Hilke Maunder
Nusshain in der Basse Corrèze. Foto: Hilke Maunder
Curemonte in der Corrèze. Foto: Hilke Maunder
Curemonte in der Corrèze. Foto: Hilke Maunder
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