Postkarte aus … Montbrun-les-Bains

Auf der Klippe gelegen: Montbrun-les-Bains. Foto: Hilke Maunder
Auf der Klippe gelegen: Montbrun-les-Bains. Foto: Hilke Maunder

Kopf in den Nacken! Im regionalen Naturpark der Baronnies Provençales am Ausläufer des Mont Ventoux sind die kleinen Dörfer und Städte allesamt auf Bergkuppen und Felsvorsprüngen angelegt.

Diese schwer zugängliche Lage bot den besten Schutz Feinden und Angriffen, tobten im Mittelalter dort doch ständig Schlachten um die Besitztümer der einzelnen Machthaber der Umgebung.

Ein Musterbeispiel für diese wehrhafte Dorfarchitektur ist das 400-Einwohner-Örtchen Montbrun-les-Bains, das zu den schönsten Dörfern Frankreichs gehört. Von weitem wirken seine Fassaden wie eine Felswand, so eng sind sie aneinander gebaut und suggerieren Uneinnehmbarkeit.

Eines der schönsten Dörfer Frankfreichs: Montbrun-les-Bains
Ein Felsriegel, von Menschenhand gebaut. Foto Hilke Maunder

Trutzig und abweisend wirkt es so von der Straße. Erst beim Näherkommen kann ich die einzelnen Bauten unterscheiden. Aus dem Braunbeige der Häuser, die in der Sonne fast golden leuchten,  ragen, einer Felsnadel gleich, seit dem 12. Jahrhundert die Dorfkirche und die Tour d’Horloge  heraus.

Etwas weiter höher hinauf bekrönt die Ruine des Renaissanceschlosses Château Dupuy-Montbrun den Felskamm. Mit seinen verschachtelten Ziegeldächern, seinen steilen Gassen und blühenden Stockrosen ist Montbrun-les-Bains unglaublich malerisch.

Eines der schönsten Dörfer Frankfreichs: Montbrun-les-Bains
Terrassen und Mauern aus Naturstein allerorten… Foto: Hilke Maunder

Seinen Zusatz  les-Bains hat Montbrun erst im 19. Jahrhundert erhalten. Zwar waren die Thermen seit der Antike bekannt und wurden auch zur Linderung von Rheuma, Hautproblemen und Atemwegserkrankungen genutzt.

Doch erst wissenschaftlicher Nachweis des gesundheitlichen Nutzens verwandelte Montbrun in einen Thermalort, und das Château des Gipières in ein Thermalbad.

Dort könnt ihr euch vom auf und ab beim Dorfbummel ganz herrlich entspannen: mit einer Lavendelölmassage!

Eines der schönsten Dörfer Frankfreichs: Montbrun-les-Bains
Kaum zu bezwingen: Montbrun-les-Bains. Foto: Hilke Maunder

Montbrun-les-Bains: meine Reisetipps

Schlafen & schlemmen

L’Oustau de la Font

Zwischen Sault und Montbrun-les-bains haben Jean-Michel Valery und Ludovic Monier eine Oase zum Wohlfühlen eingerichtet: mit fünf geräumigen Zimmern und einer Fewo, leckerer Landküche im Bistrot de Pays und kleinem Tante-Emma-Laden, zugleich der Treff des Dorfes.
• Le Village, 26570 Reilhanette, Tel. 04 75 28 83 77, www.oustaudelafont.com

Domaine Château des Gipières

Nicht nur im Schloss, sondern auch in der Villa des Stallmeisters, dessen einstiger Remise und der Villa Les Gipières wurden insgesamt 56 luxuriös Ferienwohnungen und Studios eingerichtet. Zum Komplex gehört das Restaurant L’O des Sources mit eigener Weinbar und 170 Tropfen auf der Karte. Das Thermalbad befindet sich ebenfalls auf dem Gelände des Landguts.
• Lieu-dit Plâtrières, 26570 Montbrun-les-Bains, Tel.04 85 88 02 37, www.chateaudesgipieres.com

L’Ô Berge des l’Anary

Unter dem Gewölbe einer alten Scheune verwöhnt euch Giselle mittags mit günstigen Menüs, die in ihrer Heimat verwurzelt sind.
• Rue Notre Dame, 26570 Montbrun-les-Bains, Tel. 04 75 28 88 14, http://anary.monsite-orange.fr

Le Bar à Thym

Live-Musik, gute Getränke und nette Gesellschaft: Die kleine Kneipe ist bei Gästen und Locals gleichermaßen beliebt.
• Rue Notre Dame, 26570 Montbrun-les-Bains, Tel. 04 75 28 86 75, www.facebook.com

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Eines der schönsten Dörfer Frankfreichs: Montbrun-les-Bains
Blumen und Naturstein: Montbrun-les-Bains. Foto: Hilke Maunder

 

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2 Kommentare

  1. Ach, das liebe Montbrun-les-Bains! Es gibt längs der Hauptstraße nette kleine Läden, in denen sich Mitbringsel finden lassen, und im äußerst geschmackvoll eingerichteten Restaurant “L’Ô des Sources” speisten wir mittags sensationell gut und günstig (!). Aber richtig verzaubert waren wir vom Bergdörfchen Brantes, das über der D40 ganz steil auf einem Feldssporn liegt! Zu sehen gibt es dort eigentlich nicht wirklich etwas, aber beim Herumklettern auf den Gässchen fällt man quasi aus der Zeit. Sehr zu empfehlen für eine ausgiebige Pause ist die Auberge de Brantes unter alten Bäumen. Ach, die Provence!!!

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