Das Musée de la Bataille de Fromelles

Die Schlacht von Fromelles waren  „les pires 24 heures de toute l’histoire de l’Australie“. Sie waren die schlimmsten 24 Stunden in der Geschichte Australiens, verrät die Inschrift auf dem Mahnmal. Am Ende der Kämpfe vom 19. Juli zum 20. Juli 1916 wurden 5.533 australische, 1.400 britische und etwa 1.500 deutsche Soldaten verwundet, getötet oder als vermisst gemeldet.

Der Kampf um Fromelles ist ein trauriges Beispiel für die Brutalität der industriellen Kriegsführung unter Einsatz von Artillerie und Maschinengewehren. Fromelles markiert das erste Mal, dass australische Soldaten im Abendland ihr Leben ließen. Bereits 1914 hatten unzählige Australier ihr Leben im türkischen Gallipoli geopfert. Diese Trauma prägt bis heute den fünften Kontinent.

Fromelles: Trauma und Aufarbeitung

Seit 18. Juli 2014 setzt das Musée de la Batailles de Fromelles der Schlacht ein Denkmal. Und das bereits mit der Architektur. Es wurde halb unterirdisch in einem Bunker angelegt. In den fünf Themenbereichen könnt ihr Ausgrabungstechniken, den Grabenkrieg, die Schlacht am Bergkamm von Aubers und Neuve-Chapelle, den War Room und das Schicksal einzelner Kämpfer kennenlernen.

Das Museum gibt auch Aufschluss über das Identifizierungsprogramm für die Opfer des Ersten Weltkriegs. Ihre sterblichen Überreste wurde erst  92 Jahre nach Kriegsende entdeckt. 2009 hatten Archäologen die ersten 250 Leichen britischer und australischer Soldaten freigelegt.

2010 wurden sie auf dem Kriegerfriedhof Pheasant Wood Cemetery in Einzelgräbern bestattet. Er ist die erste Anlage dieser Art, die die Commonwealth War Grave Commission seit 50 Jahren neu angelegt hat. Das einstige Schlachtfeld lässt sich zu Fuß oder per Fahrrad entdecken – den begleitenden Führer gibt es in der Lobby des Museums und als Download auf www.tourisme-nord.fr.

© Fotos: Musée de la Bataille de Fromelles

Weiterlesen

Das ganze Land

MARCO POLO Frankreich: praktisch und kompakt, bearbeitet von Hilke Maunder.Einfach aus dem Besten auswählen und Neues ausprobieren, ist das Motto der Marco Polo-Reiseführer. Den MARCO POLO Frankreich* habe ich gemeinsam mit Barbara Markert verfasst. Gleich zu Beginn geben wir unsere  Insider-Tipps für Frankreich preis: vom größten Flohmarkt Europas in Lille bis zur Schwimmen in der Piscine Olympique in Montpellier.

Das Kapitel „Im Trend“ verrät, was es Neues zu erleben gibt im Hexagon: vom Skijöring in den Skigebieten bis zum Übernachten im Baumhaushotel. Alle Hintergrundinformationen zu Frankreich und seinen Menschen findet ihr unter Fakten, Menschen & News.

Es folgen: Tipps für Bars und Boutiquen, Erlebnissen für  Familien, Paare oder Alleinreisende. Wer mag, kann ihn hier* direkt bestellen.

* Durch den Kauf über den Referral Link, den ein Sternchen markiert, kannst Du unabhängigen Journalismus unterstützen und meine Webseite werbefrei halten. Für Dich entstehen keine Mehrkosten. Ganz herzlichen Dank – merci!

Merci für's Teilen!

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.