Alles Mythos: Irrtümer über Frankreich

Der Franzose: eine Baskenmütze auf dem Kopf, ein Baguette in der Hand. Die Französin: stets gestylt trotz drei Kids. Stereotypen und Klischees. Fast immer, wenn wir auf Frankreich blicken, ist auch immer ein Schuss Verklärung dabei. Diese beiden Bücher räumen ein wenig unser Bild von der Grande Nation zurecht. Auf unterhaltsame Weise entzaubern sie Mythen, sorgen für „Aha“-Erlebnisse auch bei Frankreich-Kennern und werfen einen neuen Blick auf das Land, dass ihr wie ich so liebt.

Alles Mythos: was stimmt?

Ralf Nestmeyer, Historiker und Nürnberger Autor vieler Frankreichführer, hat sich den Mythen und Wahrheiten der Grande Nation gewidmet, untersucht sachkundig 16 Stereotypen und Irrtümer, und sorgte immer wieder für „Aha“-Erlebnisse beim Lesen. Oder wusstet ihr, dass die Tour de France von einem Redakteur der Zeitschrift „L’Auto“ ins Leben gerufen wurde, um das Blatt vor der Insolvenz zu retten? Fast schon typisch französisch ist der Esprit, mit dem Ralf Nestmeyer das 214 Seiten dicke Bändchen vom Konrad Theiss Verlag für die Wissenschaftliche Buchgesellschaft verfasst hat. Schade nur, dass bei der Papierqualität des Einbandes gespart wurde…

Alles Mythos:  meine Wertung

Lesegenuss und Inhalt: einfach toll; Typo und Satz: ebenfalls gelungen, aber: Lektorat von Thomas Theise – naja (u. a. S. 92 Tourjoubiläum, S. 179 Guiscard d’Estaing, fehlende Satzzeichen….). Dennoch: ein Muss für Frankreichfans. Und: Den Titel gibt es auch als e-Book!

Wer mag, kann den Band hier* online bestellen.

Frankreich: Eine Nachbarschaftskunde

Mit „Anders Reisen“ von Günter Liehr im Gepäck bin ich Mitte der 1990er-Jahren durch Frankreich gereist, hab Paris abseits eingetretener Pfade und die maghrebische Subkultur von Marseille entdeckt.

15 Jahre später hat mich der Deutschlehrer, Journalist und Sachbuchautor, der 1977 nach Paris ins 19e Arrondissement gezogen ist, erneut mit seinem Wissen über mein liebstes Nachbarland in den Bann gezogen.

„Frankreich. Eine Nachbarschaftskunde“ verlässt oft etablierte Pfade des Denkens, zieht Querverbindungen und überrascht mit Assoziationen und Einblicken, die auch Frankreich-Kennern ein „Aha“ entlocken.

Schade nur, dass das Bändchen nach 229 Seiten endet…. ich hätte gerne weitergelesen und noch viel mehr über la douce France erfahren.

Günter Liehr, Frankreich. Eine Nachbarschaftskunde, Berlin: Ch. Links Verlag, 2007. Wer mag, kann das Buch hier* online bestellen.

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