Nîmes: Antike trifft Zeitgeist

Daw Musée de la Romanité in Nîmes
Von Frankreichs berühmtester Architektin entworfen: das Musée de la Romanité.

Warum zeigt das Stadtwappen von Nîmes ein Krokodil an der Kette? Weil Julius Cäsar von hier seinen erfolgreichen Ägypten-Feldzug gestartet hat, lautet die Antwort – und verweist damit auf eine Epoche, die der Region rund um Nîmes bis heute ihren Stempel aufgedrückt hat: die Römerzeit.

Das Krokodil: Symbol des besiegten Ägyptens

Die Herkunft des Stadtwappens reicht bis zu den römischen Kämpfen im alten Ägypten zurück. Im Jahr 31 vor Chr. besiegte Oktavius die Flotte Antonius‘ und Kleopatras in Actium und sicherte sich so die Herrschaft über das Königreich am Nil. Der neue Herrscher hieß dort Augustus.

Zur Feier dieses Anlasses wurde in Nîmes eine Münze geprägt. Auf der Kopfseite befanden sich das Profil des Kaisers und seines Schwagers, dem Heerführer Agrippa. Auf der Rückseite wurde ein an die Palme gekettetes Krokodil mit einem Lorbeerkranz abgebildet – als Symbol für das besiegte Ägypten.

Die Aufschrift “COL NEM“, Colonia Nîmes, verweist darauf, dass die siegreichen Legionäre das Territorium als Belohnung erhielten. Nîmes wurde zu einer wichtigen Münze im Römerreich. 1535 erhielt Nîmes von König Franz I. die Erlaubnis, die Palme mit dem Krokodil in das Stadtwappen aufzunehmen.

1986 wurde Philippe Starck mit einem neuen Entwurf beauftragt. Er ist heute überall in der Stadt zu sehen, sogar auf den Messingknöpfen, die die Pflastersteine der Altstadt schmücken.  Krokodile haben auch das Hôtel de Ville erobert. Als Quartett hängen sie um Deckenleuchten, andere über der Decke des Treppenaufgangs.

Die Krokodile sind los – auch auf der Decke im Rathaus von Nîmes

Rom ist in Nîmes noch lebendig!

Die römische Provinz Gallia Narbonensis war ein wichtiges Bindeglied zwischen Spanien und dem heimatlichen Italien. Fünf Jahrhunderte lang währte die von den Galliern gehasste Fremdherrschaft. Nirgendwo in Frankreich sind sie heute präsent wie in Nîmes. Auf Schritt und Tritt begegnet ihr hier hier ihren Zeugnissen, wird ihr Erbe effektvoll inszeniert.

Die Gartenseite des Musée de la Romanité

Seit  2. Juni 2018 stellt das Musée de la Romanité von Elizabeth de Portamparc gegenüber von den Arenen die römische Epoche der Stadtgeschichte vor. Es tritt dabei in einen bemerkenswerten Dialog mit der imposanten Steinarchitektur des Amphitheaters.

Blick vom Dachgarten auf die Arenen

Dort: uralter Stein in Riesenquader, hier: neue transparente, leichten Struktur mit horizontalen Wellen aus gläsernen Quadraten.  Von der umfangreichen Sammlung – 25.000 Einzelstücke – werden 5.500 Exponate auf den 3.500 Quadratmetern des Museums gezeigt.

In Brignon bei Nîmes wurden eine römische Villa gefunden mit wunderschönen Mosaiken, die heute ebenfalls in Nîmes zu sehen sind.

Hochmodern wie die Fassade ist auch die Museumsdramaturgie im Innern. Sie verbindet Computeranimation, Augmented Reality, audiovisuelle und immersive Technologien.

Sie präsentiert so aufregend anders die Relikte und Exponate in ihrem historischen Kontext.  Auf dem begrünten Dach findet ihr einen Orientierungstisch: Freut euch auf neue 360-Grad-Blicke auf Nîmes!

Die Dachterrasse des Musée de la Romanité

Unter dem Museumsdach kocht im Gourmetrestaurant der zweiten Etage kein Geringerer als Franck Putelat, dessen Restaurant in Carcassonne mit zwei Michelinesternen ausgezeichnet wurde. Auch hier habt ihr von der Terrasse eine fantastische Aussicht auf die Arenen. Im Erdgeschoss bietet ein Café drinnen wie draußen leichte süße und herzhafte Gerichte an.

Franck Putelat kocht im Museumsrestaurant. Den grandiosen Ausblick gibt’s gratis dazu.

Das einstige Forum der antiken Stadt beherrscht das Maison Carrée. Der einzige vollständig erhaltene Tempel der Antike präsentiert im Innern die 2.000-jährige Geschichte der Stadt als 3-D-Film. Der Platz um die Maison Carrée war einst mit Säulengängen umschlossen. Im neuen Antikenmuseum ist davon ein Modell zu sehen.

Die Maison Carrée

Löwenkämpfe & Wagenrennen

Als größte Arena des gallorömischen Reiches gelten Les Arènes. Der 21 m hohe, zweistöckige Mauerring mit 60 Arkaden eröffnet von oben herrliche Ausblicke auf die Altstadt!  In den Arkaden könnt ihr das Leben der Gladiatoren entdecken, die vor 2000 Jahren vor 24.000 Zuschauern dort ihre Kräfte beim Wagenrennen oder im Kampf mit wilden Tieren messen mussten.

Vor den Arenen: ein Denkmal für den berühmtesten Stierkämpfer der Stadt.

Am ersten Maiwochenende übernehmen bei Les Grands Jeux Romains die Römer die Stadt, errichten ein Feldlager, tragen in der Arena Gladiatorenkämpfe und ziehen zur Siegesfeier durch die Stadt, die wie

keine zweite das Erbe des antiken Nemasus bewahrt hat. Aufgeführt werden die Großen Römischen Spiele von 500 Freiwilligen. Sie kommen aus ganz Europa nach Nîmes und stellen die historischen Szenen täuschend echt nach.

Die Arenen von Nîmes

Volksfest Feria

Zu Pfingsten jedoch kommt die Antike jedoch ganz spanisch daher. Dann feiert Nîmes die Feria. Millionen Menschen verfolgen begeistert die Stierkämpfe in der Arena, genießen in den Bodegas zum Pastis oder Fino ein paar Tapas, bevor sie sich wieder ins Gewühl stürzen, im Takt der Zigeunermusik tanzen oder der Blasmusik der „Bidochons“ lauschen, die überall aufspielen.

Früher besuchten Brigitte Bardot und Errol Flynn die Feria. Heute gehören die Schauspielstars Jean Reno und Jacques Weber zu den Stammgästen des umstrittenen Stier-Spektakels.

Der Garten des Wassergottes

Die Wiege der römischen Stadt lag in den Jardins de la Fontaine. Die Römer huldigten dort, wie schon vorher die Kelten, dem Wassergott Nemausus. Nach ihm benannten sie auch ihre neue Siedlung.

Da jedoch das Quellwasser zu unregelmäßig floss, um die Bedürfnisse der wachsenden Stadt zu befriedigen, gab 19 v. Chr. Kaiser Augustus seinem Schwiegersohn und Feldherr Agrippa den Auftrag, eine 50 km lange Wasserleitung zu bauen.

Sie sollte Nîmes mit dem Wasser der Eure-Quelle in den Hügeln von Uzès versorgen, das heute von Perrier als Mineralwasser abgefüllt wird. Die Aufgabe schien unlösbar. Denn es gab auf der gesamten Strecke nur einen Höhenunterschied von 17 Metern und damit ein Gefälle von nur 0,034 Prozent.

Zudem kreuzte der Gardon den geplanten Lauf des Aquädukts. Wie konnte er überwunden werden? Heraus kam eine Brücke der Superlative, die seit 1985 zum Weltkulturerbe zählt: der Pont du Gard.

Römischer Ausguck

In den Jardins de la Fontaine, die im 18. J. als eine der ersten öffentlichen Gärten Frankreich rund um das antike Quell-Heiligtum am Mont Cavalier angelegt wurden, ist auch das letzte Zeugnis der römischen Stadtmauer erhalten – der achteckige Tour Magne. Der 32 m hoher Turm eröffnet fantastische Aussichten auf die Stadt, den Mont Ventoux, das kleine Gebirge der Alpilles und der Ebene von Vistre.

Die Tour Magne in den Jardins de la Fontaine

Auf dem Platz vor dem romantischen Garten mit schönen Brunnen, Statuen und Balustraden treffen sich die Leute des Viertels zum Pétanque-Spiel. Der kleine nostalgische Kiosk hat ein paar Tische auf den Kies gestellt: perfekt, um beim Petit Noir dem Kugelspiel zuzuschauen!

Logenplatz für alle, die gerne beim Pétanque zuschauen möchte

Himmlisches Duo

Auch ein Top-Aussichtspunkt der Römerstadt ist das Dachcafé des Carré d’Art. Lord Norman Foster entwarf es 1993 als moderne Antwort auf das antike Maison Carrée: als lichtdurchfluteten Bau, der geschickt die historischen Zitate in die Gegenwart transponiert hat.

Die unteren Stockwerke nehmen Bibliotheken ein. Zur Kunst kommt ihr auf einer monumentalen Treppe. Sonderschauen ergänzen die Dauerausstellung, die jährlich den Fundus unter einem anderen Thema präsentiert. 2018 hieß das Thema „Collection des Archipels“. Dort sind diese Aufnahmen entstanden.

Verpasst danach nicht den „Ciel de Nîmes“. Auf der  wunderschönen Dachterrasse  könnt ihr zwischen den Baumwipfeln mit traumhafter Aussicht essen und trinken.

Ciel de Nîmes – die Dachterrasse des Carré d’Art

Große Namen von heute

Für das Stadtbild der Gegenwart verpflichtet Nîmes gerne große Namen. Martial Raysse gestaltete 1989 die Place d’Assas. In ihrer Mitte verbindet ein Wasserlauf zwei gewaltige Büsten. Sie verkörpern mit der Nemausa den Ursprung Nîmes,  mit Nemausus die „männliche Kraft“ der Stadt.

Der japanische Stararchitekt Kisho Kurokawa entwarf das Halbrund des Colisée (1991) mit Büros und Wohnungen, Vittorio Gregotti das Costières-Stadium, Philippe Starck 1987 die „L’Abribus“Bushaltestelle in der Avenue Carnot, Jean Nouvel 1985 – 1987 die futuristischen Sozialwohnungsblöcke Nemausus in der Avenue du Général Leclerc 66, die 2008 als „Erbe des XX. Jahrhunderts“ (Patrimoine du XXème siècle) ausgezeichnet wurden.

In Nîmes erfunden: Denim…

Beim Bau trugen die Arbeiter meist den Stoff, der hier erfunden wurde: Denim, ein blau gefärbtes, strapazierfähiges Baumwollgewebe in Köperbindung, das bereits im Mittelalter in Nîmes hergestellt wurde. Der Legende nach wurden auch die Schiffe von Christoph Kolumbus mit Segeln aus dieser „Serge de Nîmes“ getakelt – die so Amerika erreichte.

Doch es dauerte noch nahezu vier Jahrhunderte, bis dort ein Auswanderer aus Bayern, Levi Strauss, aus dem Serge de Nîmes seine Arbeitskleidung für amerikanische Siedler schneiderte. Aus der Herkunftsbezeichnung „De Nîmes“ wurde „Denim“, aus dem Städtenamen Genua, aus Genua, französisch Gênes, machte die amerikanische Umgangssprache „Jeans“.

Die Textilindustrie ist bis heute eng mit der Stadt verbunden. Und so war eis auch der Kopf des Mode-Imperiums Cacharel, der Nîmes in den achtziger Jahren als Bürgermeister aus dem Dornröschenschlaf geweckt hat: Jean Bousquet.

… und Brandade de Nîmes

Wenn es ein traditionelles Rezept von Nîmes gibt, dann ist es die ‚Brandade de morue‘. Sie wird traditionell  aus gesalzenem Stockfisch hergestellt. Dieser wird gewöhnlich von Schiffen angelandet, die nach Aigues-Mortes kommen, um Salz zu laden. Über viele Jahre war gesalzener Stockfisch weit verbreitet. Und auch heute noch hat jeder Haushalt in Nîmes sein eigenes Rezept zur Zubereitung der Brandade.

Zwar gibt es keine Vorschrift für die richtige Zubereitung, doch ein Rezept wurde besonders berühmt. Küchenchef Charles Durand erfand es im Jahr 1830.

Wässern Sie den Stockfisch einige Tage. Wechseln Sie das Wasser vier- oder fünfmal. Blanchieren Sie den Fisch in einer Kasserole. Er sollte vollständig mit Wasser bedeckt sein. Kurz vor dem Erreichen des Siedepunkts gießen Sie ein Glas kaltes Wasser hinzu, nehmen Sie die Pfanne vom Feuer und schließen diese mit einem Deckel.

Nehmen Sie den Fisch aus dem Kochwasser, entfernen Sie die Gräten und den Kopf, der nicht essbar ist. Geben Sie das Fischfleisch in eine Stielpfanne und fügen Sie etwas Zitronensaft hinzu.

Schwenken Sie die Pfanne, während ihnen jemand hilft, Olivenöl tropfenweise über den Fisch zu gießen, was denFisch abbindet.

Wenn die Mischung so eingedickt ist, dass sie sich während des ständigen Umrührens von selbst vom Pfannenrand löst, geben Sie ein halbes Glas Milch oder Wasser hinzu.

Nun wird sich auch der Stockfisch von selbst vom Pfannenboden lösen. Geben Sie weiter tropfenweise Olivenöl hinzu, bis das Ganze zu einer dicken cremigen Masse geworden ist. Fügen Sie einige Trüffelscheiben hinzu, etwas Petersilie, eine kleine Orangenscheibe, Salbei und Anchovis.

Die letzen drei Zutaten müssen fein zerhackt werden. Kochen Sie das Ganze mit etwas Öl für zwei Minuten auf. Wenn Sie Knoblauch mögen, dann geben Sie ihn dazu; das ist aber nicht notwendig.

Wer ihr nicht selber kochen, sondern nur kosten möchte: Im Restaurant L’Ancien Théâtre von Nîmes steht sie auf der Karte.

Nîmes: meine Reisetipps

Schlemmen

La Grande Bourse

Die typisch Pariser Brasserie „La Grande Bourse“ direkt gegenüber der Arenen ist eine Institution. Auf das Essen solltet ihr verzichten –die Küche ist lieblos. Lieber die Atmosphäre beim Kaffee, Apéro oder Wein genießen!
• 2, Boulevard des Arènes, Tel. +33 4 66 67 68 69

Restaurant Vincent Croizard

Feinschmecker, die eine leichte lokale Küche lieben, genießen sie bei Vincent Croizard draußen auf der überdachten Terrasse.
• 7 rue des Chassaintes, Tel. 04 66 67 04 99, www.restaurantcroizard.com

Le Patrio Littre

Dem Slow-Food-Gedanken verpflichtet ist auch Le Patrio Littre von Julien Barrera Labonne, einem Schüler von Alain Passard  (10, rue Littré, Tel. 04 66 67 22 50, www.restaurant-patio-littre-nimes.com

Le Lisita

Fein und raffiniert ist die Küche von Stéphane Debaille und Olivier Douet im Le Lisita. Tipp: das Lunch-Menü.
• 2, Boulevard des Arènes, Tel. +04 66 67 29 15, www.lelisita.com

La Marmite

Einfach nur lecker sind die unkomplizierten Gerichte, die Georges Weill auf die täglich wechselnden Karte von La Marmite setzt.
6, rue de l’Agau, Tel. 0 4 66 29 98 23, www.facebook.com

Einkaufen

Lammfleisch, Stockfisch, Pélardon und Picholine: Die überdachten Markthallen von Nîmes sind ein Paradies für Feinschmecker. Sonnengereifte Tomaten in allen Farben und Formen, geflochtene Stränge Knoblauch von weiß bis lila, eindrucksvolle Schwertfische, würzige Hartwürste und immer wieder Safran, Kräuter und Oliven machen die Stände zu einem kulinarischen Schlaraffenland.

Le Comptoir de Mathilde (3, rue de l’Aspic, Tel. 04 66 05 99 07) ist ebenfalls ein Paradies für Genießer. Neben ganz viel Naschwerk aus Schoko & Co. gibt es auch herzhafte Dips, Tapenaden oder Öle. Überraschungen birgt auch das hochprozentige Sortiment mit u.a. blauem (!) Pastis!

Die knusprigen „Croquets Villaret“ gibt es bei der ältesten Bäckerei der Stadt. Seit 1775 werden sie in der Maison Villaret (13, rue de la Madeleine, Tel.04 66 67 41 79) nach altem Rezept hergestellt. Leinenstoffe mit provenzalischen Motiven fertigen in alter Tradition Les Olivades, Indiennes de Nîmes, Mistral und Souleïado.

In der Nähe

Uzès

Über Kopfsteingassen streunen Katzen, in den Stadtpalästen aus Renaissance und Klassizismus verkaufen Aussteiger, Antiquitätenhändler, Künstler und Kunsthandwerker das Lebensgefühl des Südens, und über das Treiben in der malerischen Altstadt wacht die Burg des ältesten Herzogtums Frankreichs: Uzès – hier habe ich vorgestellt.

Pont du Gard

Die UNESCO hat den Pont du Gard als einzige Weltkulturerbestätte Frankreichs auserwählt, eine Etappe der neu geschaffenen europäischen Tourismusroute „Route Antique“ zu werden. Diese Route führt vorbei an diesen acht Kulturerbestätten: Olympia, Epidauros, Tárraco in Spanien,  Stari Grad, Nesse, Trier und Aquileia.

Entscheidend für diese Auswahl waren neben der antiken Natur dieser Stätten und ihrem außergewöhnlichen universellen Wert auch die Bestrebungen hinsichtlich einer nachhaltigen Entwicklung. Der Pont du Gard gilt als besonders vorbildlich. Seit 2004 trägt er das Label „Grand site de France“, das ihm vom französischen Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung verliehen wurde. Hier habe ich den Bau vorgestellt. Und hier eine Paddeltour zur Brücke.

Der Pont du Gard fasziniert bis heute. Foto: Hilke Maunder

Schlafen

Royal Hôtel*

Das Royal Hôtel schwelgt farbenfroh im Stierkampf-Flair, im Restaurant Bodeguita brutzelt’s spanisch.
• 3, Boulevard Alphonse Daudet, F-
30000 Nîmes, Tel. 04 66 58 28 27, www.royalhotel-nimes.com

 Le Marquis de la a Baume*

In einem Barockpalais mit offenem Treppenhaus residiert das Best-Western-Hotel Le Marquis de la  Baume mit 27 Zimmern und sieben Suiten am Rande der historischen Altstadt in einer ruhigen Seitengasse.
• 21, rue Nationale, F-30000 Nîmes, Tel. 04 66 76 28 42, www.bestwestern.com

Jardins Secrets*

Eine luxuriöse Oase der Ruhe in einem hôtel particulier des 18. Jahrhunderts sind die Jardins Secrets. Die „Geheimgärten“ besitzen sogar Swimmingpool und Spa.
• 3, rue Gaston Maruejots, Tel. www.jardinssecrets.net

La Maison de Sophie*

Sieben charmante Zimmer birgt das Art-Deco-Hotel La Maison de Sophie, in dessen Garten im Sommer alte Rosensorten erblühen.
• 31, Avenue Carnot, Tel. 04 66 70 96 10, https://hotel-nimes-gard.com

Maison Albar Hôtel Imperator*

Ava Gardner und Luis Miguel Dominguin, Antonio Ordoñez, Ernest Hemingway, Pablo Picasso und Jean Cocteau waren hier zu Gast und machten das Hôtel Imperator zur ersten Adresse. Im Mai 2017 übernahm die Groupe Paris Inn das geschichtsträchtige Haus im Herzen von Nîmes.

Anfang 2019 soll die Legende von 1929 als Fünf-Sterne-Hotel „Maison Albar Hotel Nîmes Imperator“ zu neuem Leben erwachen. Die Zahl der Zimmer sank mit dem Umbau von 60 auf 50, Garten und Innenhof wurden angelegt. Ein römischer Kreuzgang entsteht, ebenso wie ein Spa mit Anwendungskabinen und einem Außenschwimmbad. Zwei bis drei Familienvillen am Ende des Gartens sollen das Hotelangebot ergänzen.
• 15, rue Gaston Boissier, Tel. 04 66 21 90 30, www.maison-albar-hotels-l-imperator.com

La maison Rousseau*

Von meiner Freundin Claudia kommt noch dieser Tipp:  La maison Rousseau. Es wird von 2 schwulen Männern betrieben, die einen Antiquitätenladen in der Stadt haben.

Entsprechend charmant ist die sehr zentrale, aber extrem ruhige Herberge, und voller Antiquitäten. Es gibt keine 2 gleichen Tassen, glaube ich. 3 Zimmer mit Bad, Frühstück vom Mathieu Ober ist ein Traum. Tee von Mariage frères inklusive. Katze, Vögel, und ein Mops runden die Sache ab.
• 6, rue de la Parisière, Tel. 06 20 32 30 43, www.chambredhotesdecharmenimes.fr

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Weiterlesen

Kulinarische Reise

Grandes et petites histoires de la gourmandise françaises: Traditions et recettes*

Zwar bereits im Jahr 2005 verfasst, aber ein zeitloses wie wunderschönes Buch voller kulinarischer Geschichten und Hintergründe hat Sylvie Girard-Lagorce iverfasst. Natürlich fehlt darin auch nicht die Brandade de Nîmes. Wer mag, kann den Band hier* online bei Amazon bequem bestellen.

Sylvie Girard-Lagorce, Grandes et petites histoires de la gourmandise françaises: Traditions et recettes. Editions De Borée: Clermont-Ferrand 2005. 284 Seiten, ISBN 978-2844943040

Zur Einstimmung: DuMont Bildatlas Frankreich Süden (Okzitanien)*

Der Bildatlas "Frankreich Süden" von Hilke Maunder - die fünfte AuflageMein DuMont Bildatlas Frankreichs Südenfängt zwischen Rhône und Garonne, Cevennen und Pyrenäen in sieben Kapiteln die Faszination der alten Region Languedoc-Roussillon in Wort und Bild ein – auch als eBook!

Von Montpellier, der Boomtown am Mittelmeer, bis zum römisch-romantischen Nîmes, von den Étangs bei Narbonne bis zur katalanischen Kapitale Perpinyá. Und noch ein Schlenker nach Carcassonne und Toulouse: voilà meine Herzensheimat! Wer mag, kann den Band hierdirekt bestellen.

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Von den Cevennen über das Languedoc bis hin zum Roussillon findet ihr dort Highlights und Kleinode, Tipps für Entdecken und Sparfüchse – und Adressen, die ich in meinem Frankreichjahr neu entdeckt und getestet habe.  Beide MARCO POLO-Bände hält ein Online-Update-Service aktuell, der euch über Events, Neueröffnungen und Schließungen informiert. Wer mag, kann ihn hier* direkt bestellen.

Der Reisebegleiter vor Ort: Ralf Nestmeyer, Languedoc-Roussillon*

Zwischen dem Delta der Camargue und den Gipfeln der Pyrenäen hat Ralf Nestmeyer nahezu jeden Strand gesehen, jeden Stadt besucht, jedes Wehrdorf besichtigt – im Languedoc etwas intensiver, im Roussillon fokussiert er auf bekannten Highlights.

Dennoch: Das gut 560 Seiten dicke Werk ist der beste Führer für Individualreisende, die diese Region entdecken möchten und des Französischen nicht mächtig sind. Wer möchte, kann den Band hier* direkt bestellen. In Ergänzung empfehle ich den Band von Petit Futé.

Michael Müller Verlag, 8. Auflage 2018, ISBN 978-3-89953-997-4, www.michael-mueller-verlag.de

Das ganze Land: MARCO POLO Frankreich*

MARCO POLO Frankreich: praktisch und kompakt, bearbeitet von Hilke Maunder.Einfach aus dem Besten auswählen und Neues ausprobieren, ist das Motto der Marco Polo-Reiseführer. Den MARCO POLO Frankreichhabe ich gemeinsam mit Barbara Markert verfasst. Gleich zu Beginn geben wir unsere  Insider-Tipps für Frankreich preis: vom größten Flohmarkt Europas in Lille bis zur Schwimmen in der Piscine Olympique in Montpellier.

Das Kapitel „Im Trend“ verrät, was es Neues zu erleben gibt im Hexagon: vom Skijöring in den Skigebieten bis zum Übernachten im Baumhaushotel. Alle Hintergrundinformationen zu Frankreich und seinen Menschen findet ihr unter Fakten, Menschen & News. Es folgen: Tipps für Bars und Boutiquen, Erlebnissen für  Familien, Paare oder Alleinreisende. Wer mag, kann ihn hier* direkt bestellen.

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4 Kommentare

  1. Danke für den schönen Bericht über Nimes. In den Gärten waren wir schon oft spazieren und haben auch vom Tour Magne schon den Blick über die Stadt genossen. Nimes ist immer wieder einen Besuch wert.

    LG
    Renate

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