Notre-Dame d’Évron: Gospel- und Gartenträume

L'abbaye Notre-Dame de l'Épine d'Évron: Die alte Benediktinerabtei mit ihrem Garten. Foto: Hilke Maunder
L'abbaye Notre-Dame de l'Épine d'Évron: Die alte Benediktinerabtei mit ihrem Garten. Foto: Hilke Maunder

Wehrhaft wie imposant erhebt sie sich im Herzen der Kleinstadt Évron: die Basilique Notre-Dame d’Évron mit ihrem dunklen Schieferdach und dem romanischem Turm, den noch Pechnasen und Hurden zieren, wie sie sonst im französischen Westen selten zu sehen sind. Für mich zählt der Sakralbau daher zu den schönsten Kirchen des Departements Mayenne.

Verwirrungen und Urkundenfälschungen

Ihre Wurzeln reichen bis ins siebte Jahrhundert zurück, 1236 soll sich Ludwig der Heilige im Gotteshaus aufgehalten und gepredigt haben, im 14. Jahrhundert wurde das romanische Gotteshaus gotisiert, 1840 von Prosper Mérimée als Generalinspektor der Denkmalspflege unter Denkmalschutz gestellt.

L'abbaye Notre-Dame de l'Épine d'Évron: die Fassade der Abteikirche. Foto: Hilke Maunder
L’abbaye Notre-Dame de l’Épine d’Évron: die Fassade der Abteikirche. Foto: Hilke Maunder

Geistliche Musik in ganzer Vielfalt

Seine Geschichte ist von Verwirrungen und Urkundenfälschungen geprägt, von Machtkämpfen und Familienfehden, und vom Abbé Angot im Bulletin de la Commission historique et archéologique de la Mayenne bestens dokumentiert.

Seit 2003 ist die Basilika alljährlich im Juli auch Bühne für Kunst. Beim Festival d’Arts Sacrés d’Evron werden neben alter Musik auch Gospel, korsische Polyphonie und Zigeunertänze aufgeführt. Auch Projektionen und Ausstellungen wollen die Vielfalt geistlicher Musik widerspiegeln.

L'abbaye Notre-Dame de l'Épine d'Évron: feingemacht für eine Hochzeit. Foto: Hilke Maunder
Abtei Notre-Dame de l’Épine d’Évron: fein gemacht für eine Hochzeit. Foto: Hilke Maunder

Birnen & Blüten

Zwischen Kirche und Café ist ein wuchtiges Holztor geöffnet. Neugierig durchschreite ich es – und staune. Auch wenn der Potager der einstige Küchen-Garten der Abtei heute größtenteils seine Versorgungsfunktion verloren hat, ist er ein wunderschöner Park! Von  Sonnenauf- bis -untergang könnt ihr kostenlos zwischen Blütenstauden und Birnbäumen flanieren!

L'abbaye Notre-Dame de l'Épine d'Évron: Alte Apfelsorten wachsen im "potager" der Abtei. Foto: Hilke Maunder
Alte Apfelsorten wachsen im “potager” der Abtei. Foto: Hilke Maunder

Notre-Dame-d’Évron: meine Reisetipps

Buchtipp

Ein Benediktinermönch der Abbaye Saint-Pierre in Solesmes hat das Grundlagenwerk zu Frankreichs Klostergärten verfasst: Dom Thierry Barbeau, Les Jardins monastiques à l’époque moderne, ITF, collection “Bibliotheca Vicentiana”, 2007, 100 Seiten, 20 €

Infos

www.conservatoire-jardins-paysages.com, www.evron.fr

L'abbaye Notre-Dame de l'Épine d'Évron: Flechten am Spalierobst bezeugen die gute Luftqualität. Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder

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Zu den schönsten Dörfern Frankreichs gehört dieses wehrhafte Örtchen – wunderschön! Hier habe ich es mit vielen Fotos vorgestellt.

Abtei Notre-Dame de l'Épine d'Évron: der weitläufige Klostergarten. Foto: Hilke Maunder
Abtei Notre-Dame de l’Épine d’Évron: der weitläufige Klostergarten. Foto: Hilke Maunder

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L'abbaye Notre-Dame de l'Épine d'Évron: Blick vom Klostergarten auf die Abtei. Foto: Hilke Maunder
Blick vom Klostergarten auf die L’abbaye Notre-Dame de l’Épine d’Évron. Foto: Hilke Maunder

 

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