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Lozère!
Mit dem Département Lozère (48) beginnt an den südlichen Ausläufern des Massif Central die Region Okzitanien – und damit der Midi . Es ist jener Landstrich, in dem die Sonne mittags im Zenit steht und das Licht eine besondere Intensität annimmt. Auf rund 5.167 Quadratkilometern grenzt das Département Lozère im Norden an die Départements Cantal und Haute-Loire, im Osten an das Département Ardèche, im Süden an den Gard und im Westen an den Aveyron. Die Hauptstadt Mende schmiegt sich malerisch in das Tal des Lot.

Causses & Cevennen
Dramatische Kontraste prägen die Landschaft des Départements Tief eingeschnittene Schluchten wechseln sich mit kargen, windgepeitschten Hochplateaus ab. Der Cevennen-Nationalpark und der Regionale Naturpark Aubrac schützen Landschaften, die so ursprünglich, wild, weit und einsam sind wie sonst selten im Hexagon. Wandert über die Hochebene von Aubrac und die bewaldeten Granitkuppen der Margeride oder entdeckt die Schluchten von Tarn und Jonte.
Unter dem Titel Les Causses et les Cévennes, paysage culturel de l’agro‑pastoralisme méditerranéen wurden rund 3.000 Quadratkilometer im Süden des Massif Central 2011 als UNESCO‑Welterbe eingetragen – und damit beispielsweise auch der Mont Lozère und der Causse Méjean im Département Lozère!

Die Bestie von Gévaudan
DHistorisch entspricht das Département fast exakt der Provinz Gévaudan. Im 18. Jahrhundert sorgte die Bestie von Gevaudan hier einst für Angst und Schrecken. In Le Malzieu-Ville erinnert eine Denkmalgruppe an das mysteriöse Tier, das schließlich 1767 vom Jäger Jean Chastel erlegt wurde.
Hinter seinen wehrhaften Mauern hat der Ort eine intakte Altstadt mit prächtigem Fachwerk und stolzen Stadthäusern bewahrt. Ebenso beeindruckend thront La Garde-Guérin als befestigtes Dorf auf einem Hügel über dem Chassezac-Tal und zählt zu den Plus Beaux Villages de France.

Unterirdische Kathedralen
Faszinierend ist auch die Unterwelt des Département Lozère. Die Höhle Aven Armand auf dem Causse Méjean beherbergt einen Wald aus mehr als 400 Stalagmiten, von denen einer mit 30 Metern Höhe als einer der größten der Welt gilt. Es ist eine stille, steinerne Welt, die den perfekten Gegenpol zu den wilden Winden der Hochebenen bildet.
Im Département Lozère ist die Zeit nicht stehen geblieben, aber sie tickt langsamer. Die Wirtschaft stützt sich neben dem sanften Tourismus vor allem auf die Landwirtschaft. Auf den weiten Hochflächen des Aubrac grasen von Frühjahr bis Herbst die Rinder, über die kargen Causses ziehen große Schafherden.
Das ganze Jahr wird hier der Aligot genossen. Dieser cremige Brei aus Kartoffeln und dem frischen Käse Tome de Laguiole wird mit Knoblauch verfeinert. Er gilt erst dann als perfekt zubereitet, wenn er beim Hochheben des Löffels lange, glänzende Fäden zieht – ein Spektakel in jeder Gaststube und sogar Anlass für einen kulinarischen Wettbewerb!





