Das „Paris-Syndrom“

Fotoshooting am Eiffelturm: So romantisch sehen besonders Asiaten Paris. Foto: Hilke Maunder
Fotoshooting am Eiffelturm: So romantisch sehen besonders Asiaten Paris. Foto: Hilke Maunder

Wohl kaum eine Stadt ist so mit Klischees behaftet wie Paris. Und dies besonders in Japan, wo die Seine-Metropole als Welthauptstadt der Eleganz, Lebensart, Hochküche, Haute-Couture und besten Manieren und Umgangsformen gilt.

Doch dann erleben die rund 700.000 Japaner, die jährlich Paris besuchen, neben den berühmten Sehenswürdigkeiten, die ihren Erwartungen entsprechen, auch die Brüche einer Großstadt, die Unterschiede der Kulturen, den Schock zwischen Wirklichkeit und Ideal, zwischen Alltag und Traumwelt, Erwartungshaltung und Realität, die besonders intensiv von den japanischen Medien in Szene gesetzt wird.

Bereits in den 1990er Jahren stellte der japanische Psychiater Hiroaki Ota, der am Pariser Sainte-Anne-Krankenhaus viele seiner Landsleute behandelte , bei ihnen die Diagnose gestellt: Sie litten am „パリ症候群“ (Pari shōkōgun) bzw. Paris-Syndrom – mit psychosomatischen Störungen wie Angst, Schlafproblemen oder dem Gefühl, verfolgt zu werden.

Das Krankheitsbild inspirierte sogleich die Künstler: Philippe Adam thematisierte es  2005 in seiner Novelle Le Syndrome de Paris ( éd. Inventaire-Invention, 2008 verarbeitete die Japanerin Sae Shimai das literarische Werk und die Erfahrungen des Psychiaters Ota in ihrem Film „Paris-Syndrom“.

Ebenfalls dieses Themas nahm sich 2014 der marokkanische Autor Tahir Shah an. Aufgeschreckt, hat die Hotellerie der Luxusklasse für ihre japanischen Gäste längst den Service angepasst und Mitarbeiter gezielt geschult.

So gibt es im Hôtel George V auf Wunsch auch Pyjamas aus Japan-Baumwolle und grünen Tee aufs Zimmer.

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Mein Reiseführer

Baedeker Paris 2018Monatelang habe ich recherchiert und gewühlt, ehe ich zur Feder griff.  Und danach mit Dr. Madeleine Reincke als Redakteurin im Verlag an ihm feilte. Am 2. Januar 2018 ist mein“ Baedeker „Paris“* ist der ersten Staffel des völlig neu konzipierten Reiseführer-Klassikers erschienen.
„Tango unter freiem Himmel: Die Stadt der Liebe: Der neue Reiseführer ‚Paris‘ zeigt – neben Sehenswürdigkeiten – besondere Orte für Höhenflüge, romantische Momente wie ‚Tango unter freiem Himmel‘ und unvergessliche Dinners. Dazu gibt’s viele Kulturtipps…“  schrieb die Hamburger Morgenpost über meinen Paris-Führer, der viele neue Elemente im enthält.

Zu den Fakten, neu und unterhaltsamer präsentiert, gibt es jetzt auch Anekdoten und Ungewöhnliches, was ihr nur im Baedeker findet. Und natürlich ganz besondere Augenblicke und Erlebnisse, die euren Paris-Aufenthalt einzigartig und unvergesslich machen. Wer mag, kann meinen Paris-Reiseführer hier* bestellen.

Das ganze Land

MARCO POLO Frankreich: praktisch und kompakt, bearbeitet von Hilke Maunder.Einfach aus dem Besten auswählen und Neues ausprobieren, ist das Motto der Marco Polo-Reiseführer. Den MARCO POLO Frankreich* habe ich gemeinsam mit Barbara Markert verfasst. Gleich zu Beginn geben wir unsere Insider-Tipps für Frankreich preis: vom größten Flohmarkt Europas in Lille bis zur Schwimmen in der Piscine Olympique in Montpellier.

Das Kapitel „Im Trend“ verrät, was es Neues zu erleben gibt im Hexagon: vom Skijöring in den Skigebieten bis zum Übernachten im Baumhaushotel. Alle Hintergrundinformationen zu Frankreich und seinen Menschen findet ihr unter Fakten, Menschen & News. Es folgen: Tipps für Bars und Boutiquen, Erlebnissen für  Familien, Paare oder Alleinreisende. Wer mag, kann ihn hier* direkt bestellen.

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