Les Halles: das neue Herz von Paris

Seit dem Mittelalter herrscht hier das pralle Leben – jetzt nimmt das neue Cœur de Paris Gestalt an. Grund genug also, wieder einmal ausgiebig durch das Pariser Hallenviertel zu bummeln. 1183 wurden die ersten Markthallen aufgestellt. Auf Anordnung Napoleons III. ließ Victor Baltard im 19. Jahrhundert gewaltige Eisenpavillons erbauen.

Les Halles – das Herz

Sie wurden zum Markenzeichen der Stadt – für viele endete dort am frühen Morgen ihr Ausflug ins Pariser Nachtleben bei einem starken Petit Noir in einem der Marktcafés. Émile Zola prägte mit seinem gleichnamigen Roman 1874 den berühmten Namen der Hallen: Bauch von Paris.

Ende der 1960er-Jahre zog der Großmarkt nach Rungis, wurden die Eisenhallen abgerissen und durch einen riesigen Nahverkehrsknoten ersetzt. Über dem Labyrinth von Tunneln und Tiefgaragen erhebt sich der Shopping- und Freizeitkomplex Forum des Halles.

Die Architekten Claude Vasconi und Georges Pencreach entwarfen es mit mehr als 300 Geschäften, Kinos, Theatern, Restaurants und Cafés. Seit 2008 wird das in die Jahre gekommene Einkaufszentrum bei laufendem Betrieb modernisiert.

…so erträumten es die Architekten…

La Canopée: das Wahrzeichen

Wahrzeichen des Mammutprojektes nach den Plänen von Patrick Berger und Jacques Anziutti ist La Canopée. Fast 15 m hohes und teilweise begrünt überspannt das Glasdach mit seinem geschwungenen, gelbgrünen Stahlgerüst und 18.0000 Glaslamellen luftig und licht das Shoppingcenter Forum des Halles.

Ebenfalls unter dem Dach befinden sich das Musikkonservatorium W.A. Mozart, eine Mediathek und das Kulturzentrum La Place, das sich ausschließlich der Hip-Hop-Kultur widmet.

Facelift für den Verkehrsknoten

Noch gebaut wird an der Modernisierung des größten Verkehrspunkt der Stadt. An der Haltestelle Châtelet Les Halles laufen drei RER- sowie zwei Métrolinien zusammen. Wie es hinter den bunten Containern aussieht, die sich am Rande der Megabaustelle stapeln, verrät der Blick von der kostenlosen Aussichtsplattform.

Grüne Oase mit schnellem WLAN

Ein Pavillon zeigt eine kleine Ausstellung zum Bauprojekt mit Fotos, Plänen und großem Architekturmodell. Neu angelegt wurde auch der Jardin Nelson Mandela. Er erstreckt sich auf vier Hektar mit Kinderspielplätzen, Rasenflächen, Blumenbeeten und Promenade mit schnellem, kostenfreien WLAN bis zur einstigen Getreidebörse Bourse du Commerce und zur Kirche Saint-Eustache.

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Mein Reiseführer

Baedeker Paris 2018Monatelang habe ich recherchiert und gewühlt, ehe ich zur Feder griff.  Und danach mit Dr. Madeleine Reincke als Redakteurin im Verlag an ihm feilte. Am 2. Januar 2018 ist mein“ Baedeker „Paris“* ist der ersten Staffel des völlig neu konzipierten Reiseführer-Klassikers erschienen.
„Tango unter freiem Himmel: Die Stadt der Liebe: Der neue Reiseführer ‚Paris‘ zeigt – neben Sehenswürdigkeiten – besondere Orte für Höhenflüge, romantische Momente wie ‚Tango unter freiem Himmel‘ und unvergessliche Dinners. Dazu gibt’s viele Kulturtipps…“  schrieb die Hamburger Morgenpost über meinen Paris-Führer, der viele neue Elemente im enthält.

Zu den Fakten, neu und unterhaltsamer präsentiert, gibt es jetzt auch Anekdoten und Ungewöhnliches, was ihr nur im Baedeker findet. Und natürlich ganz besondere Augenblicke und Erlebnisse, die euren Paris-Aufenthalt einzigartig und unvergesslich machen. Wer mag, kann meinen Paris-Reiseführer hier* bestellen.

Paris in Biographien*

Merian: Paris - eine Stadt in Biografien.

Jede große Metropole wird nicht nur von ihren Gebäuden, Straßenzügen und Plätzen geprägt, sondern in erster Linie von den Menschen, die in ihren Mauern leben und arbeiten. Dieses Konzept steht hinter der erfolgreichen Reisebuchreihe MERIAN porträts. Die Bremerin Marina Bohlmann-Moderson, Enkelin des Worpsweder Malers, hat für die Reihe das sehr lesenswerten Paris-Büchlein verfasst.

Auf jeweils acht bis zehn Seiten portraitiert sie Abélard & Héloïse, Henri IV, Louis XIV, Voltaire, Marie Antoinette, Napoléon, Honoré de Balzac, Victor Hugo, Claude Monet, Auguste Rodin, Auguste Escoffier, Marie Curie, Sidonie-Gabrielle Colette, Pablo Picasso, Coco Chanel, Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir, Edith Piaf, Boris Vian, Francois Truffaut und Yves Saint Laurent…

Und das nicht nicht nur anhand nüchterner Fakten. Sondern zieht Verbindungen zum heutigen Paris, erwähnt humorvoll Anekdoten und führt den Leser mit Esprit und schwungvoller Feder durch die Stadtgeschichte. Dank ihrer Portraits verankert sie sich viel tiefer im eigenen Wissen als so manch andere kompakte Faktenflut. Wer Paris ein wenig kennt, wird das Bändchen schätzen!Und kann es hier* gleich bestellen.

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