Pays d’Auge: Quintessenz der Normandie

Fachwerk im Pays d'Auge

Mit seinen hügeligen Landschaften und den grünen Wiesen gilt das Pays d’Auge zwischen den Flüssen Touques und Dives als Quintessenz der Normandie. Rotbunte und schwarzbunte Milchkühe lagern zwischen Gänseblümchen und Löwenzahn im hohen Gras, rot blühende Geranien lockern die fast würdevolle Strenge des normannischen Fachwerks mit seinen parallelen, dunklen Holzstreben und seinem hellweißen Putz auf.

Moos und Flechten haben die tönernen Dachziegel erobert. Enten und Gänse schnattern hinter wettergegerbten Holzzäunen. In unzähligen Kehren verbindet ein Netz schmaler Straßen und holpriger Landwege die kunstvollen, oft wehrhaften Manoirs, Herrenhäuser von Gutsherren und Geistlichen, mit alten Marktflecken wie Crèvecœur, Cambremer und Beuvron-en-Auge.

Bezauberndes Apfelland

Im Frühling legen die Blüten der knorrigen Apfelbäume einen rot-weißen Schleier über das Pays d’Auge, im Herbst reifen kleine, feste Äpfel an ihren Ästen. Mitten durch das Apfelland zwischen Cabourg und Lisieux führt die Route du Cidre als 40 km lange Rundstrecke zu rund 20 Produzenten des Lieblingsgetränks von Franz I. Bei ihnen lässt sich der ›Cidre fermier‹ noch frisch aus dem Fass, naturtrüb und unvergoren vor Ort probieren – für den Export muss das Nationalgetränk der Normandie pasteurisiert werden.

1 Kommentar

  1. Braeuchte Jahre um all Ihre guten Vorschlaege betreffend Frankreich und seine Kueche zu erkunden. Calvados ist einer meiner
    Lieblingsschnaepse,doch ist es schwer,einen richtig guten zu finden, wenn man nicht gerade in der Region Pay d’Auge ist…schade

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