Picasso-Jahr 2023: die Ausstellungen

Das Picasso-Jahr 2023. Copyright: Ministère de la Culture
Das Picasso-Jahr 2023. Copyright: Ministère de la Culture

Pablo Picasso war ein Genie. Anlässlich seines 50. Todestages am 8. April 2023 haben Frankreich und Spanien gemeinsam eine Reihe von kulturellen Veranstaltungen ausgearbeitet. Sie erstrecken sich über fast zwei Jahre.

Mehr als 30 renommierte Institutionen aus Spanien, Frankreich, USA, Deutschland, Monaco und der Schweiz sind Partner des Picasso-Jubiläums.

Internationale Beteiligung

Dazu gehören neben dem Musée National Pablo Picasso in Paris unter anderem das Museo Nacional del Prado, das Guggenheim-Museum in Bilbao und das Museu Picasso in Barcelona.

Ebenfalls mit dabei sind das Picasso-Museum Münster, das Kunstmuseum Basel, das New Yorker Metropolitan Museum of Modern Art und der Palais Princier de Monaco.

Ausstellungen, internationale Begegnungen und Kolloquien unterstreichen die Universalität des Werks von Pablo Picasso. Sie geben Gelegenheit, das Werk dieses Stars der europäischen Kunstgeschichte zu entdecken oder wiederzuentdecken. Freut euch auf diese großen Ausstellungen in Frankreich!

Céret: Street Art mit Picasso. Foto: Hilke Maunder
Street Art mit Picasso, gesehen in Céret. Foto: Hilke Maunder

Die Picasso-Ausstellungen in Frankreich

Fernand Olivier und Pablo Picasso in der Intimität des Bateau-Lavoir

Musée de Montmartre, Paris
14.10.2022 – 19.02.2023

Als moderne Frau begann Fernande Olivier (1881-1966) ihre Karriere als professionelles Modell für zahlreiche Künstler. Als Gefährtin des jungen Picasso wurde sie weltbekannt. Sie inspirierte seine künstlerische Revolution von der Blauen Periode bis zum Kubismus.

Als Schriftstellerin erzählt sie vom Leben in Montmartre zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie berichtet von Picasso und seiner katalanischen Freundesgruppe und von der Bohème des Bateau-Lavoir. Erstmals ist ihr nun eine Ausstellung gewidmet.

Die Schau illustriert einige der wichtigsten Episoden der Avantgarde anhand ihrer Schriften. Die Ausstellung dokumentiert ihre Stellung als Frau, Künstlerin und Modell. Dabei gewährt sie auch Einblicke in die schwierige Emanzipation zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Das Musée de Montmartre

Das Musée de Montmartre  eröffnete 1960 in einem der ältesten Gebäude der Butte: der Maison du Bel Air aus dem 17. Jahrhundert. Umgeben von Gärten war es der Ort, an dem Künstler wie Auguste Renoir, Émile Bernard, Raoul Dufy, Charles Camoin, Suzanne Valadon und Maurice Utrillo ihre Werke schufen.

Mit Gemälden, Plakaten und Zeichnungen erzähl das Museum die Geschichte der Butte. Die Sammlung lässst auch das künstlerische Schaffen in den Ateliers und Werkstätten wieder auferstehen. Für hautnahe Einblicke in die Bohème von Montmartre sorgt die Rekonstruktion des Ateliers von Suzanne Valadon.

Picasso/Poussin/Bacchanales

Musée des Beaux-Arts, Lyon
26.11.2022 – 05.03.2023

Diese Ausstellung bildet die Fortsetzung der Ausstellung Poussin et l’Amour im Musée des Beaux-Arts de Lyon, die am 5. März 2023 endet. Sie hinterfragt die Rolle von Poussin bei der Konstruktion von Picassos sinnlicher und erotischer Vorstellungswelt.

Seine Bacchanalien von 1944 bilden den Ausgangspunkt für eine Reflexion über Picassos Blick auf das Werk Poussins. Von den 1930er- bis in die 1960-er Jahre setzte sich Picasso besonders mit den dionysischen Festen und Liebschaften auseinander.

Die Ausstellung  ermöglicht es auch, die Bacchanalien, die Picasso während der deutschen Besatzung schuf, in Bezug zu jenen Fotografien und Erzählungen zu setzen, die Picasso zum Zeitpunkt der Befreiung ins Licht rückten.

Das Musée des Beaux-Arts de Lyon

Das Musée des Beaux-Arts de Lyon befindet sich im Herzen der Presqu’île von Lyon. Es residiert in einer Abtei aus dem 17. Jahrhundert. Ihr Kreuzgang birgt heute den Skulpturengarten. Die Sammlungen des Museums präsentieren in 70 Sälen auf 7.000 Quadratmetern ein Panorama der Kunstschulen von der Antike bis zur Gegenwart.

Gemälde, Skulpturen, Kunstgegenstände, Münzen und Medaillen und Grafiken laden zum Rundgang durch 5.000 Jahre Kunst und Geschichte. Meisterwerke von Veronese, Rubens, Rembrandt, Poussin, Renoir, Monet, Gauguin, Chagall, Matisse und Picasso lassen sich dabei bewundern.

Picasso und die Prähistorie

Musée de l’Homme – Nationalmuseum für Naturgeschichte
08.02.2023 – 12.06.2023

Die Ausstellung Picasso und die Vorgeschichte ist Teil einer Saison „Kunst und Vorgeschichte“, die das Musée de l’Homme seit Oktober 2022 präsentiert. Sie zeigt, wie sehr die prähistorische Kunst Picassos Werk beeinflusst hat.

Er war überwältigt von den Entdeckungen der Höhlenmalereien, Felsgravuren, Megalithanlagen und  paläolithischen Venusfiguren zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Die Ausstellung zeigt 40 Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Keramiken und  von Picasso gravierte Kieselsteine. Sie alle stehen im Dialog mit Artefakten der Vorzeit, die Picasso im Original oder als Reproduktion kannte.

Das Musée de l’Homme

Das Pariser Musée de l’Homme stellt die Entwicklung des Menschen und der Gesellschaften dar. Dabei verknüpft es biologische, soziale und kulturelle Ansätze miteinander. Aus unterschiedlichsten Blickwinkeln versucht es dabei, Antworten auf die drei großen Fragen der Menschheit zu finden: „Wer sind wir?“, „Woher kommen wir?“ und „Wohin gehen wir?“.

Mit seinen Antworten möchte es den Platz des Menschen im Leben verständlich machen, unsere Ursprünge erzählen und unsere Anpassungsmöglichkeiten in der Welt von morgen hinterfragen.

Célebration Piasso: La collection prend des couleurs

Nationalmuseum Picasso-Paris, Paris
07.03.2023 – 06.08.2023

Das Musée national Picasso-Paris hat 2023 britischen Modesigner Paul Smith zum Kurator seiner Sammlung gemacht. Er präsentiert die Dauerausstellung erfrischend neu.

Dabei setzt er Meisterwerke des Museums mit Werken moderner und aktueller Künstler in spannenden Dialog. Der weitgehend chronologische Rundgang durch das gesamte Schaffen des Künstlers stellt dabei emblematischste Momente und Themen von Picasso vor.

Das Musée national Picasso-Paris

Das Musée national Picasso-Paris befindet sich in einem Stadtpalais des 17. Jahrhunderts im Herzen des Marais. Dort zeigt es all jene Arbeiten, die Picassos Erben dem Museum überließen. Die Sammlung repräsentiert den gesamten Werdegang von Pablo Picasso. Die Werke stammen aus dem Atelier, in dem Picasso bis zu seinem Tod aufbewahrte, und aus seinem Archiv.

Picasso 1969-1972: Das Ende des Anfangs

Antibes: Picasso-Museum. Foto: Hilke Maunder
Die einstige Burg der Grimaldi birgt heute das Picasso-Museum von Antibes. Foto: Hilke Maunder

Picasso-Museum, Antibes
08.04.2023 – 25.06.2023

Von den 23 Bänden des Picasso-Katalogs von Christian Zervos widmen sich 13 den letzten 20 Jahren. Dies zeigt, wie schöpferisch die letzten beiden Jahrzehnte des Künstlers waren. Besonders kreativ war Picasso nach 1968, zwischen 1969 und 1972. 90 Jahre alt, ist die Malerei für Picasso in erster Linie eine Sache des Verlangens.

Der Überschwang, der sich in seinen allerletzten Gemälden in kräftigen Farbtönen und meist in großen Formaten ausdrückt, zeugt von Picassos außergewöhnlichen Schaffenskraft im hohen Alter. Sie erzählen auch  von seinem oft unterschätzten Talent als Kolorist. 1970 und 1973 war jene Seite des Künstlers auf Ausstellungen in Avignon zu sehen gewesen.

Im Alter kehrt Picasso zu vertrauten Figuren und Themen zurück. Mit fast jugendlichem Elan fertigt er Bilder, die wirken, als wolle er die Malerei, „die stärker war als er und mit ihm machte, was sie wollte“, zu anderen Abenteuern einladen. Das Ende des Anfangs.

Antibes: Picasso-Museum. Foto: Hilke Maunder
Der erste Saal des Picasso-Museums von Antibes. Foto: Hilke Maunder

Das Musée Picasso von Antibes

Als römisches Castrum und Residenz der Bischöfe im Mittelalter wurde das Grimaldi-Schloss ab 1385 von der monegassischen Familie bewohnt, die ihm auch seinen Namen gab. 1925 kaufte die Stadt Antibes das Burgschloss, machte es Grimaldi-Museum und Romuald Dor de la Souchère zum ersten Kurator.

1946 schlug er Picasso, der sich gerade an der Côte d’Azur aufhielt, vor, einen großen Saal als Atelier zu nutzen. Dort fertigte der Spanier zahlreiche Gemälde und Zeichnungen an, die den Beginn einer Sammlung bildeten. Im Jahr 1966 wurde das Museum in Musée Picasso umbenannt.

Formen und Metamorphosen: Picassos keramisches Schaffen

Musée Magnelli, Vallauris
06.05.2023 – 30.10.2023

Zwischen 1946 und 1971 schuf Pablo Picasso im Atelier Madoura in Vallauris ein keramisches Werk, das den  ganzen Reichtum der plastischen Möglichkeiten dieses Materials ausschöpfte.

Die Ausstellung zeigt Picassos formale und plastische Forschungen anhand einer Reihe von Werken wie auch die Art und Weise, mit der Picasso sich die Keramik als eigenständiges Ausdrucksmittel zu eigen gemacht hat.

Am 6./7. Mai ehrt Vallauris Picasso mit einem Festwochenende.

Das Musée Magnelli, Musée de la céramique

Die Sammlungen des Magnelli-Museums  widmen sich den Werken von zwei emblematischen Persönlichkeiten der Moderne im 20. Jahrhundert: Pablo Picasso und Alberto Magnelli.

Die ausgestellten Arbeiten zeugen von der reichen Geschichte der Töpferei in Vallauris. Anfangs war die Produktion ausgerichtet auf die Koch- und Esskultur und traditionell. Die künstlerische Keramik brachte technische und ästhetische Innovationen nach Vallauris.

Dort finden heute Kunst- und Designbienalen statt. Ihre Arbeiten bilden den Grundstock der zeitgenössischen Sammlungen.

Antibes: Picasso-Museum. Foto: Hilke Maunder
Keramiken von Picasso – nicht nur als Teller, sondern auch als Köpfe. Foto: Hilke Maunder

Goya in den Augen von Picasso

Goya-Museum – Museum für hispanische Kunst, Castres
30.06.2023 – 01.10.2023

Die Ausstellung „Goya in den Augen von  Picasso“ erforscht die Verbindungen zwischen den Werken der beiden großen Meister der spanischen Kunst und insbesondere den Einfluss, den Goya auf Picassos Schaffen hatte.

Picasso beschäftigte sich zeitlebens mit Themen, die Goya besonders am Herzen lagen, vom Stierkampf bis hin zu seinen politischen Werken, in denen er die Grausamkeiten der Welt anprangerte.

Anhand einer Auswahl von Zeichnungen, Stichen, Lithografien und Fotografien erkundet die Ausstellung das gemeinsame Land der beiden Künstler und zeigt die ganze Virtuosität und Intensität ihrer Werke.

Das Musée Goya – musée d’art hispanique

Das Goya-Museum ist ein Kunstmuseum, das dem spanischen Kunstschaffen gewidmet ist. Neben den drei Meisterwerken und den Radierserien von Goya bietet es die Möglichkeit, die großen Meister des spanischen Goldenen Zeitalters zu entdecken: Velázquez, Ribera, Zurbarán und Murillo.

Ausgestellt sind auch Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts: Sorolla, Rusiñol y Prats, Bueno, Gargallo, Dalí, Miró, Tapiés, Domínguez und natürlich Picasso.

Nach umfangreichen Renovierungs- und Erweiterungsarbeiten wird das Goya-Museum mit dieser Ausstellung wiedereröffnet. Es präsentiert ab 2023 seine reiche Sammlungen in neuen Räumen und einem vollständig neu gestalteten, barrierefreien Museumsparcours.

Picasso in der Collection Lambert: 50 Jahre danach

Avignon, Collection Lambert. Foto: Hilke Maunder
Die Collection Lambert. Foto: Hilke Maunder

Collection Lambert, Avignon
13.07.2023 – 15.10.2023

Um den 50. Jahrestag von Picassos Tod und auch die große Ausstellung im Papstpalast vom Jahr 1973 zu feiern, zeigt die Collection Lambert ein Dutzend Werke Picassos aus seiner letzten Schaffensperiode. Sie treten in den Dialog mit Werken der Collection Lambert von Jean-Michel Basquiat, Miquel Barceló, Julian Schnabel, Nan Goldin und Andres Serrano.

Basquiat, Barceló und Schnabel setzten sich besonders mit der letzten Schaffensperiode Picassos auseinander. Ihre Arbeiten zeigen, wie jener ihre Arbeitsweise und ihre Einstellung zur Malerei in den 1980er-Jahren erheblich beeinflusst hat. Auch die kühnen Bilder von Goldin und Serrano lassen sich mit dem letzten Aufflackern von Picassos Werk in Verbindung bringen.

Die Collection Lambert

Die Collection Lambert in Avignon ist ein Museum für zeitgenössische Kunst. Es geht zurück auf die Initiative des Kunsthändlers und Sammlers Yvon Lambert. Im Herzen der Altstadt zeigt seine Sammlung in einem Stadtpalais bedeutende Werke aus der zweiten Hälfte des 20. und des frühen 21. Jahrhunderts.

Das Schloss von Picasso in Vauvenargues. Foto: Hilke Maunder
Hier ist Picasso verstorben: im Schloss von Vauvenargues. Foto: Hilke Maunder

Toi de faire ma mignonne: Sophie Calle

Nationalmuseum Picasso-Paris, Paris
12.09.2023 – 28.01.2024

Seit Ende der 1970er-Jahre sind Sophie Calle zahlreiche Ausstellungen in der ganzen Welt gewidmet. Sie war eine Konzeptkünstlerin, Fotografin und Videokünstlerin, die sich mitunter auch als  Detektivin verstand, und hat auf einzigartige Weise Text und Video miteinander verbunden.

Ihre Arbeiten bilden ein riesiges Netzwerk aus Echos und internen Referenzen, die miteinander wie Kapitel eines Buches verbunden sind. Gerne verwischt  Sophie Calle dabei die Grenzen zwischen Intimität und Öffentlichkeit, Realität und Fiktion, Kunst und Leben.

Ihre Arbeit orchestriert akribisch eine unterschwellige Realität – ihre eigene oder die der anderen – und lässt gleichzeitig Raum für Zufälle.

Gertrude Stein und Picasso: die Erfindung der Sprache

Musée du Luxemburg
13.09.2023 – 21.01.2024

Diese Ausstellung bietet eine Annäherung an Gertrude Steins Lebenin einem Museum, das sie selber eifrig besuchte: das Musée du Luxembourg. Die Ausstellung dokumentiert ihre Freundschaft mit Picasso und ihre Verbindungen zur Pariser Kunstszene.

Der Schwerpunkt liegt auf den Jahren der Demoiselles d’Avignon und des Kubismus mit einer großen Auswahl an Picasso-Werken und Archivmaterial, das größtenteils aus den Beständen des Musée national Picasso in Paris stammt.

Werke von Warhol, Bruce Naumann, Roni Horn und Glenn Ligon zeigen die  verschiedenen Wirkungen des  Dialogs zwischen Pablo Picasso und Gertrude Stein.

Cécile Debray, Präsidentin des Nationalmuseums Picasso Paris, strukturierte de Ausstellung um vier große Themen: Orte, Objekte, Porträts und Worte.

Das Musée du Luxembourg

Das Musée du Luxembourg  präsentiert jährlich zwei Ausstellungen von internationalem Niveau. Ihre Themen drehen sich stehts um die Modernität im 20. Jahrhundert, die Fotografie und Künstlerinnen jener Zeit.

Modernität und Klassizismus

Fürstenpalast von Monaco, Monaco
19.09.2023 – 15.10.2023

Nachdem 2015 in mehreren Salons des Fürstenpalastes Reste von Fresken entdeckt wurden, deren Ursprung bis in die Spätrenaissance zurückreichen könnte, startete  Fürst Albert II. die Konservierung und Restaurierung der historischen Dekorationen des Palais princier.

In den frisch sanierten Salons der Grands Appartements werden bei der Ausstellung „Modernität und Klassizismus“ Studien und Originalwerke von Picasso aus das historische Dekor des Palais de Monaco treffen.

Der Palais princier von Monaco

Der Fürstenpalast von Monaco war ursprünglich die westliche Grenzfestung der Republik Genua und wurde ab 1215 erbaut. Als die Familie Grimaldi Ende des 13. Jahrhunderts die Herrschaft über Monaco erhielt, wählte sie ihn zur Residenz.

Während der Sommermonate sind die Großen Appartements für Besichtigungen geöffnet. Sie bergen u. a. die Herkulesgalerie mit ihren mythologischen Fresken, den Spiegelsaal, das Valentinenzimmer, den Thronsaal und die Palastkapelle.

Das Paris der Moderne 1905-1925

Petit Palais, Paris
17.10.2023 – 28.04.2024

Im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts zog Paris mehr denn je Künstler aus der ganzen Welt an und war eine Kapitale mit einer enormen kulturellen Ausstrahlung. Der Überblick über dieses „Paris der Moderne“ beginnt 1905 mit dem Skandal um die „fauvistischen“ Künstler im Salon d’Automne und endet mit der Exposition des Arts Décoratifs et Industriels Modernes von 1925.

Anhand von Mode, Film, Fotografie, Malerei, Skulpturen, Zeichnungen, aber auch Tanz, Design, Architektur und Industrie, die diese Modernität verkörpern, wird die Ausstellung die intensive Kreativität der Jahre 1905-1925, in denen Pablo Picasso eine wichtige Rolle spielte, erlebbar und sichtbar.

Der Petit Palais

Der für die Weltausstellung 1900 erbaute Petit Palais ist ein Meisterwerk des Architekten Charles Girault. 1902 wandelt er sich zum Musée des Beaux-Arts de la Ville de Paris (Museum der Schönen Künste der Stadt Paris). Seine Sammlung zeigt Gemälde, Skulpturen, Möbeln und Kunstgegenstände aus der Zeit von der Antike bis 1914.

Zu seinen Schützen gehören eine außergewöhnliche Sammlung griechischer Vasen, eine bedeutende Sammlung flämischer und niederländischer Gemälde aus dem 17. Jahrhundertund französische Gemälde aus dem 18. und 19. Jahrhundert mit Hauptwerken von David, Delacroix, Courbet, Monet, Cézanne und Vuillard.

Die Skulpturengalerie birgt Mesiterwerke von Carpeaux, Carriès und Dalou. Das Grafikkabinettt des Petit Palais zeigt Stiche von Dürer, Rembrandt und Callot.

Picasso. 2023 Zeichungen

Centre Pompidou
18.10.2023 – 22.01.2024

Picasso. 2023 Zeichnungen ist die größte Retrospektive von Zeichnungen und Drucken, die jemals gezeigt wurde.

Von den Jugendstudien bis zu den letzten Werken ist die Zeichnung für Picasso eine immer neue Quelle rund um die Kraft des Strichs. Das Reportoire reicht von der Schlangenlinie bis zur Schraffurzeichnung und den ausufernden Kompositionen, von den zarten Nuancen der Pastellmalerei bis zum tiefen Schwarz der Tusche.

Die Ausstellung wurde aus dem Fundus des Nationalmuseums Picasso-Paris komponiert und von den Notizbüchern Picassos inspiriert. Ihr Rundgang durchbricht die strenge Chronologie und ermöglicht so den Vergleich von Arbeiten in verschiedenen Perioden. Dabei stellt es bekannte Meisterwerke und erstmals gezeigte Zeichnungen einander gegenüber.

Das Centre Pompidou

Seit 1977 präsentiert das Centre Pompidou ein reichhaltiges Programm. Sein spektakuläres Gebäude von Renzo Piano, Richard Rogers und Gianfranco Franchini  birgt eine der reichste Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst in Europa.

Ausstellungen, Kolloquien, Festivals, Aufführungen, Filmvorführungen oder Aktivitäten für die Jüngsten machen es zu einer Institution ohnegleichen, die tief in der Stadt Paris verwurzelt, weltoffen und innovativ ist.

Das <em>Centre Pompidou</em>. Sein Vorplatz ist die Bühne der Straßenkünstler. Foto: Hilke Maunder
Das Centre Pompidou. Sein Vorplatz ist die Bühne der Straßenkünstler. Foto: Hilke Maunder

Das Picasso-Studienzentrum

Im Hôtel de Rohan eröffnet 2023 im Herzen des Marais das Picasso-Studienzentrum. Es will die treibende Kraft in der Forschung zu Picasso und seinem Werk sein.

Das Ressourcen- und Forschungszentrum gewährt Zugang zu allen Sammlungen und Ressourcen des Nationalmuseums Picasso-Paris. Dazu gehören mehr als  5.000 inventarisierte Werke wie Gemälde, Skulpturen, Grafiken, Drucke, illustrierte Bücher, Filme und Möbel.

200.000 Objekte stammen aus Privatarchiven und dem Nachlass von Pablo Picasso. Diese Bestände umfassen Schriftstücke (Briefwechsel, poetische und kritische Manuskripte usw.),  Drucksachen (Zeitschriften, Flugblätter, Kataloge) und mehr als 18.000 Fotografien. Die Berufs- und Forschungsbibliothek versammelt fast 12.000 Referenzen, die Dokumentation Quellen aus der Museums- und Rezeptionsgeschichte.
• 87, Rue Vieille-du-Temple, 75003 Paris

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