Entdeckt
la PolYnésie française !

Französisch-Polynesien – oder La Polynésie française, wie dieser Inseltraum offiziell heißt – weckte schon bei Gauguin Südsee-Sehnsüchte. Mitten im Pazifik gelegen, nimmt diese collectivité d’outre-mer (COM) eine völkerrechtliche Sonderstellung ein. Seit 2004 trägt sie den Titel eines autonomen Überseegebietes (Pays d’outre-mer). Anders als die Überseedépartements wie Guadeloupe oder Martinique besitzt Polynesien eine eigene Regierung und mit seinen lois du pays weitreichende Befugnisse bei der Gesetzgebung.

In der französischen Verwaltungsstruktur wird sie daher nicht mit einer klassischen INSEE-Départementsnummer geführt, sondern trägt den internationalen ISO-Code PF, der sich auch auf den Kfz-Kennzeichen widerspiegelt. Als PTT ( Pays et Territoire d’Outre-mer ) gehört das Archipel zwar zu Frankreich, ist jedoch kein direkter Teil des EU-Zollgebiets und teilt sich mit Nouvelle-Calédonie und Wallis-et-Futuna die gleiche Währung: den CFP-Franc (Franc du Pacifique)

Fünf Archipele voller Vielfalt

La Polynésie français erstreckt sich über ein Meeresgebiet, das so groß ist wie der Kontinent Europa. Doch die Landmasse dieser insgesamt 118 Inseln und Atolle würde kaum das Departement Rhône füllen. Wer hier landet, betritt ein Reich aus türkisblauen Lagunen, schroffen Vulkanpeaks und dem berauschenden Duft der Tiaré-Blüten.

Das touristische Herz der Polynésie français schlägt auf den Gesellschaftsinseln Dazu gehören das bergige Tahiti mit der Hauptstadt Papeete sowie die bekannten Urlaubsinseln Moorea und Bora Bora. Das Tuamotu-Archipel ist das Reich der Atolle. Endlose Korallenringe umschließen gigantische Lagunen. Von hier stammen die berühmten schwarzen Perlen. Wild, steil und ohne schützende Riffe ragen diese Inseln der Marquesas im Norden aus dem Ozean. Hier fanden Paul Gauguin und Jacques Brel ihre Ruhe. Ganz im Süden liegen die Austral-Inseln. Hier ist das Klima kühler, die Natur noch ursprünglicher – und könnt ihr Buckelwale in den Buchten beobachten! Den östlichen Außenposten bilden die Gambier-Inseln als Zentrum der Perlenzucht.

Tahiti und Moorea: das Tor zum Inselreich

Tahiti ist die größte Insel und das wirtschaftliche Zentrum der Polynésie française. Wer in Papeete landet, spürt sofort die Mischung aus geschäftigem Markttreiben und polynesisch-französischer Gelassenheit. Der Markt von Papeete ist ein Muss: Hier mischen sich die Aromen von Vanille aus Taha’a mit dem Duft von Monoï-Öl und fangfrischem Thunfisch. Nur eine kurze Fährüberfahrt entfernt liegt Moorea. Die Insel ist berühmt für ihre zwei tief eingeschnittenen Buchten, die Cook’s Bay und die Opunohu Bay. Mit ihren grünen Samtbergen, die steil in die Lagune abfallen, verkörpert Moorea die klassische Schönheit der Südsee.

Bora Bora: die Perle des Pazifiks

Kein Name weckt mehr Sehnsucht als Bora Bora. Die Insel ist der Inbegriff von Luxus und Romantik, wo ihr morgens das Frühstück per Kanu serviert bekommt und nachmittags mit harmlosen Schwarzspitzen-Riffhaien schnorchelt. In der Mitte thront der tiefgrüne Mount Otemanu, umgeben von einer Lagune, die durch ein schützendes Außenriff vom offenen Meer getrennt ist. Auf diesem Riff liegen die Motus – kleine Palmeninseln, auf denen sich die exklusivsten Überwasser-Bungalows der Welt befinden.

Rangiroa und Fakarava: das Reich der Tuamotus

Wer die hohen Vulkaninseln hinter sich lässt, taucht ein in die Welt der Atolle, der Tuamotus. Rangiroa ist das zweitgrößte Atoll der Erde. Die Lagune ist so gewaltig, dass sie ein eigenes Binnenmeer bildet. Hier drücken die Gezeiten das Wasser des Pazifiks mit hoher Geschwindigkeit in die Lagune – ein Topziel für Strömungstaucher, die hier auf hunderte von Grauhaien treffen. Fakarava, ein UNESCO-Biosphärenreservat, steht dem in nichts nach. Der Südpass des Atolls ist weltbekannt für seine wall of sharks, seine Wand aus Haien, die scheinbar bewegungslos in der Strömung stehen.

Die Marquesas: das Erbe der Krieger

Ganz anders präsentieren sich die Marquesas ( Terre des Hommes ). Auf Inseln wie Hiva Oa oder Nuku Hiva gibt es keine Lagunen. Die Wellen des Pazifiks donnern direkt gegen die dunklen Lavaklippen. Hier ist die polynesische Kultur am reinsten spürbar. Riesige Stein-Tikis bewachen alte Zeremonienplätze (Marae), und die Kunst des Tätowierens hat hier ihre Wurzeln. Es ist eine herbe, stolze Landschaft, die schon Abenteurer wie Herman Melville inspirierte.

Leben im Einklang mit dem Ozean

Das Meer ist in der Polynésie français allgegenwärtig – und prägt die Menschen, ihre Küche und ihre Kultur.. Das traditionelle Auslegerkanu ( Va’a ) ist nicht nur Sportgerät, sondern nationales Symbol. Die Küche spiegelt den Reichtum des Riffs: Poisson Cru à la tahitienne – roher Fisch, mariniert in Limettensaft und frischer Kokosmilch – ist das Nationalgericht, das die Frische des Pazifiks perfekt einfängt.

Meine Beiträge zur Polynésie française (Französisch-Polynesien)

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