Postkarte aus … La Charité-sur-Loire

Blick von der Flussinsel auf La Charité-sur-Loire. Foto: Hilke Maunder
Blick von der Flussinsel auf La Charité-sur-Loire. Foto: Hilke Maunder

Am schönsten präsentiert sich La Charité-sur-Loire allen, die von Bourges aus gen Osten fahren. Hinter einer Flussinsel in der Loire mit reichlich Patina erscheint die alte Klosterstadt plötzlich am rechten Ufer: La Charité, Perle der Loire am Scheideweg der Pilger.

Eine der ältesten Loire-Brücken

Der Grand Pont. Foto: Hilke Maunder

Breit und behäbig fließt die Loire unter der uralten Flussquerung hindurch. Bereits 1420 wurde hier eine Holzbrücke über Frankreichs längsten Fluss errichtet, die die Ingenieure Berthe und Poictevin im 17. Jahrhundert mit einer Steinbrücke ersetzten.

Mit elf Bögen unterschiedlicher Profile überbrückte der Grand Pont einst den rechten Arm der Loire. Immer wieder wurde die „große Brücke“ zum strategischen Streitpunkt. Während der Religionskriege – La Charité ist zu jener Zeit in den Händen der Protestanten – wurden 1577 zwei Bögen zerstört.

Die barocke Pyramide samt Kugel. Foto: Hilke Maunder

Im Zweiten Weltkrieg sprengte die französische Armee 1940 einen Bogen, um den Vormarsch der Deutschen zu stoppen. Bei ihrem Rückzug sprengten die Deutschen 1944 zwei weitere Bögen.

Seit 1955 ist die Loire-Brücke wieder komplett wiederhergestellt – allerdings mit nur zehn Bögen. Zerstört und wieder aufgesetzt wurde auch die Kugel der barocken Pyramide, die sich auf der Mitte der Brücke erhebt. Sie zeigt die fleurs de lys, die königlichen Lilien. Den schmaleren linken Arm der Loire überbrückt eine moderne Spange.

Wenn ihr am Uferweg seid, schaut doch auch einmal auf die linke Kaimauer. Dort seht ihr eine Öffnung. An diesem guichet (Schalter) entrichteten die Schiffer einst die Gebühr für den Transport von Waren auf dem Fluss.

Le guichet in der Kaimauer. Foto: Hilke Maunder

Foto- und Picknicktipp

Am schönsten ist der Blick auf die Stadt mit ihrer eindrucksvollen Brücke am frühen Abend. Am Quai Léopold Sédar Senghor der Île du Faubourg säumt eine kleine Grünanlage das Ufer der Loire. Stühle und Lounger, fest fixiert im Boden, laden dort zur entspannenden Pause mit Stadtblick. Wir haben dort gepicknickt – perfekt!

Perfekt für den Apéro oder ein Picknick: die Île du Faubourg. Foto: Hilke Maunder

Schöne Ausblicke habt ihr auch vom Quai de la Saulaie der Flussinsel, der zum Campingplatz führt. Vom Weg führen Saumpfade durch das Schilf zu versteckten Stränden. Wer mag, kann hier die tollen Ausblicke auf die Stadt auch beim Baden genießen. Achtung: Wild campen ist verboten – die Polizei kontrolliert!

Feinsandig: der Badestrand der Loire auf der Île du Faubourg. Foto: Hilke Maunder

Der wilde Fluss

Die Loire ist Frankreichs längster Fluss. Und der letzte große Strom des Landes, der noch nahezu ungebändigt fließen darf. Früher stiegen hier die Lachse flussaufwärts zum Laichen, wurden dabei gefangen. Und prägten die Küche. Wie die vielen kleinen Fische, die die Einheimischen bis heute hier aus dem Wasser ziehen und frittieren.

Blick auf die Loire vom Grand Pont. Foto: Hilke Maunder

Bis heute gibt und nimmt die Loire. 1918 zerschmetterten Eisschollen die Boote der Fischer und Waschfrauen, die am Kai vertäut und auf die Wiesen der Flussinsel gezogen worden waren. An den Hauswänden verraten Messmarken und Schilder, wie hoch die Jahrhunderthochwasser 1864, 1856, 1866 und 1907 in die Stadt eingedrungen waren.

Heute erstreckt sich von der Brücke flussabwärts bis nach Tracy-sur-Loire 20 km lang ein 1500 Hektar großes Naturschutzgebiet. 500 Pflanzen- und 200 Vogelarten sind dort daheim; wilde Tiere haben dort ihr Refugium. Mit etwas Glück seht ihr sogar Rehe oder Biber!

La Maison du Sabotier in der Altstad. Foto: Hilke Maunder

Die Klosterstadt

Vom Grand Pont führt die Rue du Pont hinauf zur Benediktinerabtei von La Charité-sur-Loire. Das romanische Sakralensemble ist die älteste „Tochter“ von Cluny. Mehr als 50 Klöster in ganz Europa gehörten einst zum Netzwerk des Mutterhauses im Burgund. Die Cluny-Klöster waren den örtlichen Feudalherren ein Dorn im Auge, behinderten sie doch die Ausbreitung der eigenen Macht.

Notre-Dame. Foto: Hilke Maunder

Im Hundertjährigen Krieg führen die Burgunder und die Truppen der Grafschaft Armagnac erbitterte Kämpfe um die Stadt. 1429 belagerte Johanna von Orléans La Charité vergeblich.

Da das Kloster für seine Mildtätigkeit bekannt war, zog es viele Bedürftige an. Sie siedelten sich rund um das Kloster an. Und gaben dem Ort so seinen Namen. La charité = die Barmherzigkeit.

Notre-Dame

Portalbogen und Turm von Notre-Dame. Foto: Hilke Maunder

Die Prioratskirche Notre-Dame de La Charité gehört seit 1998 zum UNESCO-Welterbe. Dass sie überhaupt noch steht, verdankt sie dem französischen Dichter Prosper Mérimée. Jener war zu Lebzeiten 26 Jahre lang als Frankreichs oberster Denkmalschützer (inspecteur des monuments historiques de France) im Land unterwegs. Er rettete nicht nur die Cité von Carcassonne, sondern bewahrte 1840 Notre-Dame de La Charité vor dem Abbruch.

Damals sollte die Route Nationale Paris – Nevers mitten durch das Kirchenschiff gebaut werden. Prosper Mérimée verhinderte dies. Der Dichter von Mateo Falcone, Colomba und Carmen erklärte die Kirche kurzerhand zum Nationaldenkmal.

Die Kirche, in der Französischen Revolution säkularisiert, barg damals Wohnungen. Die einstigen Seitenschiffe sind bis heute bewohnt. Dort findet ihr auch das Office de Tourisme. Ihr ursprüngliches, 122 m langes Kirchenschiff hat Notre-Dame verloren.

Blick auf Notre-Dame vom Benediktinergarten. Foto:: Hilke Maunder

Auf der Place Sainte-Croix steht ihr schon mitten im einstigen Innern. Unter euren Füßen befand sich einst vermutlich die Friedhofskapelle mit dem Gottesacker. Bei Bauarbeiten werden dort immer wieder Gebeine gefunden!

Nahezu seit dem 12. Jahrhundert unverändert erhalten ist der Chorbereich samt Vierung und Querhaus. Seht euch dort einmal die Kapitelle näher an! Monster und Dämonen umgeben das Osterlamm.

Das romanische Portal indes gibt es nicht mehr. Dennoch ist Notre-Dame bis heute ein imposantes Bauwerk. Seit 900 Jahren dominiert ihr Bertranges-Glockenturm die Stadtsilhouette.

Der Chor von Notre-Dame. Foto: Hilke Maunder

Die Friedensglocke

Seit 16. Dezember 2018 birgt Notre-Dame auch eine Friedensglocke. Pacem in terris steht auf dem Glocke, Friede auf Erde. Ihr Stifter ist ein Deutscher: Franz Huber. Der bayrische Kartograf kam zufällig in Kontakt mit zwei anderen Deutschen, die in La Charité leben. Es waren Henry Reese und Ira Schulz, die dort den Verein Dialogue 58 gegründet hat, um Zugereisten beim Einleben zu helfen.

2012 entstand die Idee der Friedensglocke. Sechs Jahre später, im Dezember 2018,  weite sie Pater Desprairies in einer Kapelle ein, in der auch die  Statue von Jeanne d’Arc steht. Dort könnt ihr die Glocke nicht nur hören, sondern auch selber läuten – als euren  Aufruf zum Frieden.

Das Priorat

Unter den vielen Schichten der Zeit offenbart das Gotteshaus immer wieder Überraschendes. Wie die Überreste einer Priorei aus dem 11. Jahrhundert, die Archäologen bei Ausgrabungen entdeckten.

Das restaurierte Priorat der Abtei. Foto: Hilke Maunder

2001 – 2012 wurde sie wieder aufgebaut. Während der Glanzzeit von Cluny lebten dort rund 200 Mönche. Der Hundertjährige Krieg, die Religionskriege und der verheerende Brand von 1559 beschleunigten den Niedergang des Klosters.

In der Französischen Revolution als Nationalgut verkauft, verfiel es langsam. Heute verbinden sich dort Erbe und Neues auf harmonische Weise, sorgt aktuelle Kunst für spannenden Kontraste mit der alten Architektur.

Der Kreuzgang. Foto: Hilke Maunder

Église Saint-Laurent

Die Priorei verbindet die Liebfrauenkirche mit  Ruinen der Sankt-Lorenz-Kirche. Die Fundamente der einstigen Marien- und Allerheiligenkapelle sind heute eingebettet in den Benediktinergarten, einer herrlich ruhigen, grünen Oase im Herzen der unteren Stadt. Die Ruinen der Apsiden schützt ein Dach vor Regen, Schnee und Sturm.

Der Garten der Benediktinerabtei mit den Ruinen der Église Saint-Laurent. Foto: Hilke Maunder

La Maison du Nain

Zwischen Kloster und Kirche hat sich das Haus des Zwerges geklemmt. In diesem winzigen Haus lebte einst der Totengräber, der auf dem alten Friedhof arbeitete.

Die Tür der Maison du Nain. Foto: Hilke Maunder

Le Grenier à Sel

Der einstige Salzspeicher war im 12. Jahrhundert eine Pilgerherberge. La Charité-sur-Loire liegt an der Via Lemovicensis, dem Jakobsweg von Vézélay nach Santiago de Compostela.

Die Stadtmauer

Die nördliche Stadtmauer. Foto: Hilke Maunder

Auf Gassen wie der Cour du Château kommt ihr zum Raidillon de Huguenots, einer Rasenfläche der remparts. Sie schützten ab 1081 die Stadt in alle vier Himmelsrichtungen. 1429 trotzten sie der Belagerung durch Jeanne d’Arc. Integriert in die Mauer waren mehrere Türme. Die Tour des Espagnols diente unter Sonnenkönig Ludwig XIV. als Kerker.

Auf der nördlichen Stadtmauer könnt ihr heute wieder entlang spazieren. Foto: Hilke Maunder

Ende des 17. Jahrhundert überflüssig geworden, begann der Verfall der Befestigungsanlagen. Doch die nördlichen Stadtmauern überragen bis heute die Häuser – und eröffnen sich herrliche Ausblicke auf die Stadt und die Loire!

Blick von der nördlichen Stadtmauer auf die alte Klosterstadt an der Loire. Foto: Hilke Maunder

Ville du Livre: vernarrt ins Wort

„Im Anfang war das Wort“, so beginnt das Johannes-Evangelium der Bibel. Und wer durch La Charité bummelt, begegnet ihm allerorten. In den Dutzenden Antiquariaten entlang der Hauptstraße, den Druckereien, der Buchbinderei. Und in der Cité du Mot im Priorat.

Dort organisiert das Kulturzentrum seit 2005 vor allem im Sommer kulturelle Veranstaltungen rund um das Wort: Konzerte, Ausstellungen, Festivals und Führungen.
Ausgelöst durch die erste Antik-Messe 1995, engagiert sich La Charité-sur-Loire seitdem für das Wort, das Schreiben, die Literatur. Im Jahr 2000 folgte die Auszeichung als ville du livre, als „Stadt des Buches“.

Stolz verraten Schilder an den Fassaden: La Charité-sur-Loire ist eine Stadt der Bücher. Foto: Hilke Maunder

Seitdem werden  regelmäßig antiquarische Büchermärkte abgehalten. Der Frühlings-Buchmarkt findet traditionell am 3. Sonntag im April statt, die Sommer-Buchmärkte am dritten Sonntag im Juli und im August. Und auch von Oktober bis März gibt es jeden dritten Sonntag im Monat Buchmärkte, wenngleich kleinere.

Wörter am Wege

„Worte sind für mich so berauschend, dass ich glaube, den Wein der Unendlichkeit zu kosten“( Aragon). Foto: Hilke Maunder

Wenn ihr durch La Charité bummelt, entdeckt ihr in der alten Stadt und auf der Île du Faubourg immer wieder Sätze, die Fassaden oder Ladenfronten schmücken. Obgleich sie immer ganz unterschiedlich sind in Größe, Farbe und Form, und nicht selten vergänglich, so enthalten sie doch alle immer das Wort mots. Und sind allesamt Kreationen des Malers Christian Souverain.

„Die richtigen Worte zur richtigen Zeit sind Taten“ (Hannah Arendt). Foto: Hilke Maunder

Doch einfach drauflosschreiben auf die Fassaden darf er nicht. Denn es gibt Monique Lecarpentier. Madame verwaltet die offizielle Liste der Sätze, die gemalt werden können. Sollen neue Sätze hinzugefügt werden, muss sie erst ein Gremium prüfen und zulassen.

Entstanden ist die Idee zu dieser balades des mots im Jahr 2005 beim Festival des Mots. Seit 2019 nennt sich das sommerliche Kulturspektakel Aux Quatre Coins du Mot. Alljährlich inszeniert es das Wort fünf Tage lang in all seinen Ausdrucksformen weltweit. Und wählt mit dem Publikum le mot de l’année, das Wort des Jahres.

Schnappschuss mit Surfer in der unteren Stadt von La Charité-sur-Loire. Foto: Hilke Maunder

La Charité-sur-Loire: meine Reisetipps

Aktiv

La Charité-sur-Loire liegt am Loire-Radweg.

Paddelt auf der Loire. Am rechten Ufer gibt es beim Kanuclub Leihboote!

Essen

Restaurant Le Saint Pa

Pizzeria und Terrasse auf der Île du Faubourg mit Blick auf die Loire & La Charité.
• 2, rue du Général Auger, 58400 La Charité-sur-Loire, Tel. 03 86 69 62 92, www.facebook.com

Genießen & einkaufen

Weine der Côtes de la Charité

Hier geht es zum Weinkeller, sagt das Schild an der Rue Basse de la Loire! Foto: Hilke Maunder

Die großen Benediktinerklöster von La Charité-sur-Loire und Bourras brachten bereits im Mittelalter den Weinbau nach La Charité, der bis ins 19. Jahrhundert dort blühte. Doch die Reblaus und die vielen Gefallenen des Ersten Weltkriegs, und dadurch fehlenden Arbeitskräfte, beendeten den Weinbau.

Der Weinkeller der Rue Basse de la Loire. Foto: Hilke Maunder

Erst 1980 begann mit der Gründung eines Winzervereins die Neubelebung.  An 1986 kamen die Weine als Vin de Pays des Coteaux Charitois in die Flasche. Seit 2011 sind die Weine als Indication Géographique Protégée (IGP = GGA geschützte geographische Angabe) mit dem Namen Côtes de La Charité klassifiziert. Neugierig? Dann kostet einmal die typisch burgundischen Tropfen aus Pinot Noir, Chardonnay und Pinot Beurot  in dem Keller der Rue Basse de la Loire!

Sobald die Dämmerung beginnt, wird der Pont Grand angestrahlt. Foto: Hilke Maunder
Abendstimmung auf der Île du Faubourg. Ein schöner Sunset-Spot! Foto: Hilke Maunder

Schlafen

Camping de la Saulaie

Beliebter Campingplatz für Kanuten und Radler auf dem Loire-Weg auf der Flussinsel Île du Fauborg. WLAN und Münzwasch, auch zwei Pferdewagen (roulottes) und ein Bungalow-Mietzelt; geöffnet: April bis September.
• Quai de la Saulaie, Tel. 03 86 70 00 83, https://entreprisefrery.fr/lacharitesurloire

Hôtel Le Bon Laboureur*

Mittelklassehaus mit 16 geräumigen, teilweise frisch renovierten Zimmern um eine längliche Gartenanlage im Innern. Auf der Flussinsel direkt an der Hauptstraße gelegen, aber in den Gartenzimmern dennoch sehr ruhig (die anderen kenne ich nicht). Sehr freundliche Gastgeber!
• Quai Romain Mollot, 58400 La Charité-sur-Loire, Tel. 03 86 70 22 85, www.lebonlaboureur.com

Dieser Spruch ziert die Fassade des Hotels. Foto: Hilke Maunder

Hôtel La Pomme d’Or

Die neun Zimmer bei Isabelle und Steven Plat sind einfach, aber liebevoll eingerichtet. Zwei Zimmer  sind behindertengerecht. Die Küche ist tief in der Region verwurzelt. Auf der Karte steht als Vorspeise u.a. jambon persilé, im Hauptgang ein pavé de filet de bœuf sauce bourguignonne.
• 8, Avenue Gambetta, 58400 La Charité-sur-Loire, Tel. 03 86 70 34 82, www.lapommedor.net

Mille et Une Feuilles*

Als Hotel-Restaurant der Bücherstadt widmen sich die neun Zimmer des Themenhotels Autoren wie zum Beispiel Simone de Beauvoir, Victor Hugo und Honoré de Balzac.
• 23, Avenue Gambetta, 58400 La Charité-sur-Loire, Tel. 03 86 70 09 61, www.milleetunefeuilles.com

Hôtel Le Grand Monarque*

Jean-Louis Trintignant, Hélène Nougaro, Stéphane Hessel und viele andere französische Prominente haben sich im Gästebuch mit lobenden Worten über dieses Dreisternehaus direkt an der Loire verewigt. Monique Grennerat hat jedes ihrer 15 Zimmer nostalgisch-edel eingerichtet, Gatte James verwöhnt mit bester Regionalküche.
• 33, Quai Clémenceau, 58400 La Charité-sur-Loire, Tel. 03 86 70 21 73, www.le-grand-monarque.fr

Ein kleiner Heiliger bewacht den Zugang zum Haus. Foto: Hilke Maunder

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In der Nähe

Pouilly-sur-Loire

In dem charmanten Städtchen 14 km nördlich wird der Pouilly-Fumé-Wein hergestellt. Zu den schönsten Weingütern gehört die Domaine de Ladoucette, die im prächtigen Château Nozet aus dem 18. Jahrhundert residiert.

Sancerre

Ebenfalls berühmt für seine Weißweine ist Sancerre 25 km nordwestlich.

Nevers

Nevers an der Loire mit seiner Kathedrale. Foto: Hilke Maunder

In Nevers (30 km südlich) mündet der Allier in die Loire. Auch hier dominiert ein großartiges Gotteshaus die Skyline. Die Kathedrale von Nevers vereint Romanik und Gotik. Sie umgibt ein sehenswertes Labyrinth alter Gassen.

Bourges

Welterbe des Berry: die Kathedrale von Bourges. Hier heiratete 1137 Ludwig VII. Eleonore von Aquitanien und wurde Ludwig XI. zum König gekrönt.

Noch gewaltiger ist die Kathedrale von Bourges (50 km westlich), der alten Hauptstadt des Berry. Hier habe ich die Heimat von George Sand im geografischen Zentrum Frankreichs vorgestellt.

Meisterwerk der Hochgotik: die Kathedrale von Bourges im Berry. Foto: Hilke Maunder

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Worte am Wege – eine kleine Auswahl

Fotos: Hilke Maunder
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3 Kommentare

  1. So schön dieser Bericht, eigentlich möchte ich sofort ins Auto steigen…
    ich lese alle deine Berichte und immer bekomme ich dieses französische Fernweh darum möchte ich danke sagen für so viele Träume, die du mit den Berichten schenkst. Leider mussten wir in diesem Jahr, wie viele andere Menschen auch, auf geplante Frankreichreisen verzichten und auch ein besonderes Geburtstagsgeschenk für mich (Paris) fiel dem Virus zum Opfer (ein sehr kleines Opfer im Verhältnis zu den vielen Verstorbenen). Umso lieber reise ich dieses Jahr virtuell und träume …
    bon voyage merci Inge

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