Pottoka Feria – das Fest der Basken-Ponys

Die Pottoka Feria von Espelette findet immer Ende Januar statt
Die Pottoka Feria von Espelette findet immer Ende Januar statt

Es ist kalt, regnerisch und neblig an diesem Dienstag im späten Januar, und doch herrscht reges Treiben auf den Straßen von Espelette. Das baskische Bergdorf, weltberühmt für seinen Piment d’Espelette, seinen scharfen Chili, feiert zwei Tage lang die Pottoka Feria oder Foire au Pottok.

Die halbwilden Ponys der Pyrenäen

Bei dem Jahrhunderte alten Viehmarkt unter freiem Himmel wechseln kleine, sehr widerstandsfähige robuste Ponys ihren Besitzer – die Pottoks. Selten sind sie inzwischen geworden, und noch immer leben sie halbwild in den westlichen Pyrenäen. Einst zogen sie schwere Kohlenwagen. Und wurden oft im Schmuggel zwischen Frankreich und Spanien eingesetzt.

Die Pottoks haben sich perfekt an das Leben in den Bergen angepasst – mit kleinen, harten Hufen und kräftigen Gliedmaßen. Auch von der Farbe ihres Felles. Es gibt sie in allen Braun-, Fuchs- und Schwarztönen sowie alle Schecken mit einer oder mehrerer der genannten Farben; Schimmel allerdings nicht. Typisch sind ihre leicht schräge Schulter, die breite Brust, der lange Rücken, kurze, abfallende Kruppe, dichter, tief angesetzter Schweif. 115 bis 150 cm ist ihr Zuchtmaß. Gezüchtet werden sie gerade erst seit 1995.

Pottoka Feria: Viehmarkt mit Volksfest

Auf dem Programm der Pottoka Feria stehen neben dem Verkauf der Tiere und landwirtschaftlichen Ausstellungen ein volksfestartiges Treiben mit Wein- und anderen Genuss-Ständen in den Straßen, Tanz und Musik. Mittags wird gemeinsam an großen Tafeln gegessen deftig und reichhaltig. Hausmannskost, tief in der Region verwurzelt, füllt die Teller, über denen an dunklen Holzbalken der Chili des Dorfes selbst in der Gaststube zum Trocknen hängt. Wenn ihr im Winter im Baskenland seid: Die Pottoka Feria solltet ihr euch nicht entgehen lassen!

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Im Blog

Den berühmten Chili von Espelette habe ich euch hier vorgestellt.

Im Reiseführer

Der freie Reisejournalist Marcus X. Schmid hat für alle, die gerne auf eigene Faust unterwegs sind, den besten Reisebegleiter verfasst: sachlich, mit viel Hintergrund, Insiderwissen und Tipps, und doch mitunter sehr unterhaltsam und humorvoll. Ich kann ich aus ganzem Herzen empfehlen – denn auch in diesem Band zu Südwestfrankreich sind tolle Tipps enthalten. Auch kritische Anmerkungen fehlen nicht. Kurzum: eine Reiseführer, der grundehrlich das Reisegebiet vorstellt – ohne versteckte Promotions.

Der gebürtige Schweizer, Jahrgang 1950, hat in Basel, Erlangen und im damaligen Westberlin Germanistik, Komparatistik und Politologie studiert und lebt heute als Autor und Übersetzer in der französischsprachigen Schweiz. Ebenfalls im Michael-Müller-Verlag sind von Schmid die Reiseführer „Bretagne“ „Südfrankreich“ und „Korsika“ erschienen. Wer mag, kann ihn hier direkt bestellen.

Marcus X. Schmid, Südwestfrankreich. Michael Müller Verlag, 9. Auflage 2017, www.michael-mueller-verlag.de

 

 

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