Kinderleicht zu backen: die „Socca de Nice“

Socca de Nice
Socca de Nice: So wird sie auf dem Blumenmarkt von Nizza gebacken.

 

Pfannkuchen, Pizza, Galette und andere Teigfladen gibt es bereits seit der Antike: Schon die Griechen und Römer buken sie aus Mais- oder Kichererbsenmehl und den verschiedensten Getreidearten als Alternative zu Brot. „Farinata di ceci“ heißt das einstige Arme-Leute-Essen in seiner ursprünglich italienischen Heimat Genua, ehe es in Nizza zur „Socca de Nice“ wurde.

Dort wird sie daheim in Holzhöfen bei hohen Temperaturen gebacken. Sie gehört auch traditionelle zum Marché aux Fleurs, den ich euch hier vorgestellt habe, wo sie auf einem flachen Rundblech über einer mit Kohle beheizten Tonne gebacken.

Und natürlich ist sie auch beim Carnaval de Nice im Februar nicht fortzudenken, wo alljährlich eine große Socca Party gefeiert wird – an allen Sonntagen im Park jardin Albert 1er.

Was mich überrascht hat: Auch Entrevaux ist völlig begeistert vom Pfannkuchen aus Nizza. Dann wird er im Mai zumStar beim kulinarischen Volksfest: Entre Secca et Socca.

Am leckersten noch heiß!

Hat der Fladen eine kräftige goldgelbe Farbe angenommen und ist gut gebräunt, wird er noch heiß vom Blechtgegessen – und höchstens noch mit schwarzem Pfeffer oder Piment, Paprika oder Kräutern gewürzt. Heidrun Warnecke hat mir das Rezept für eine authentische – und super leckere – Socca verraten. Ihre Zubereitung ist kinderleicht. Versucht es einmal. Und genießt dazu einen kühlen Rosé!

La Socca de Nice

Zutaten

1/2 l Wasser
250 g Kichererbsen-Mehl
4 El Olivenöl

Zubereitung

Alle Zutaten gut verrühren und den Teig zwei bis drei Millimeter dick auf dem mit Olivenöl gefetteten Backblech verteilen. Ofen auf 200° vorheizen, dann Grillfunktion einschalten und 5-10 Minuten lang goldgelb backen. Sollten sich Luftblasen bilden, den Teig mit einer Nadel einstechen.

Noch ein Rezept

Hat es euch geschmeckt? Dann probiert doch auch einmal den Pfannkuchen, den die Korsen am liebsten essen: Migliaciolla. Hier gibt es Infos und das Rezept!

Migliacolla: Pfannkuchen aus Korsika

 

9 Kommentare

  1. Ich habe lange suchen müssen bis ich heute endlich(!) im Reformhaus KichererbsenMEHL
    gefunden habe.
    Frage: muss man den Teig nicht quellen lassen wie z.B. für Pfannkuchen oder
    kann man ihn sofort verarbeiten???

    • Hallo Alicija, das ist ja schade, dass das Mehl so schwer zu bekommen war! Den Teig kannst Du gerne ruhen lassen, musst Du aber nicht. Kichererbsenmehl bindet ziemlich flott gut ab. Viel Erfolg – und guten Appetit!

  2. Wie versprochen hier meine Erfahrung beim „ersten Mal“ 🙂
    Also es brauchte in unserem Elektroherd circa 30 min bei 200° C und Grill, aber nicht schlimm, es war ein besonderes Erlebnis, ganz anders als sonst ähnliche Teige, aber „hat was“. Dazu habe ich ein italienisches Tomatensugo bereitet und Thunfisch mit ein paar Schalotten, Öl und so weiter. Es sollte unser Abendessen sein und nur Piment oder Kräuter wäre mir zu wenig gewesen. Sicher nicht stilecht, aber wir freuen uns heute Abend auf die Reste 🙂 Daumen hoch also! Ach so, das Backblech müssen wir mehr einölen, es klebte doch etwas zu sehr am Blech, oder Backpapier? VG

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