Die schönsten Ecken von Pyrénées-Atlantiques

Pyrénées-Atlantiques: Saint-Jean-de-Luz. Foto: Hilke Maunder

Per Zufall entdeckte ich im Netz ein deutsch-französisches Portal für das Département 64. Silvia Treutlein stellt dort mit Fotos, Videos und vielen Infos von den Atlantikstränden bei Biarritz bis zu den Bergspitzen des Pays Basque schönsten Ecken der Pyrénées-Atlantiques vor.

Grund genug, Silvia einmal nach ihren ganz persönlichen Favoriten zu fragen. Voilà! Aufgrund privater Veränderungen ruht ihr Blog leider derzeit, habe ich Anfang 2017 erfahren. Aber ihre Tipps sind noch immer ausgezeichnet!

Silvias Top Ten in den Pyrénées-Atlantiques

Biarritz (baskisch: Miarritze)

Das romantische Seebad am Atlantik. Wer einmal dort war, den zieht es immer wieder dorthin. Die Felskulisse und das Leuchten über dem Meer sind faszinierend und beeindruckend zugleich. In Vieux Biarritz ragt der berühmte Fels Rocher de la Vierge in den Atlantik hinein. Der kleine Hafen Port de Pêcheurs und seine bunten Boote sowie der kleine Plage de Port Vieux sind immer einen Ausflug wert.

Man sollte sich für das wunderschöne Biarritz und seine eindrucksvolle Felskulisse mindestens einen Tag Zeit nehmen. Es gibt viel zu sehen und zu entdecken. Jedes Jahr findet am 15. August „Feu d´artifice“ statt, ein absolut sehenswertes Feuerwerkspektakel.

Saint-Jean-de-Luz (baskisch: Donibane Lohizune)

Die Bucht von Saint-Jean-de-Luz liegt im Golf von Biskaya. Der malerische Hafen mit seinen vielen farbenfrohen Fischerbooten und prächtigen Sommerhäusern aus dem 19. Jahrhundert schmücken die Strandpromenade des Ortes. Im Sommer ist das Nachtleben auf dem Place Louis XIV dem Zentrum für Künstler, baskische Tanzgruppen und Musikgruppen, ein einmaliges Erlebnis.
Sehenswert ist auch die Kirche Saint-Jean Baptiste, in der Ludwig XIV. im Jahr 1660 die Infantin Maria Theresia von Spanien heiratete. Der anmutende Palazzo „Maison de l’Infante“ im Stil der italienischen Renaissance ist ebenfalls eine Besichtigung wert.

Saint-Jean-Pied-de-Port (baskisch: Donibane Garazi)

Der  historische Pilgerort ist der Endpunkt des französischen Jakobsweges „Via Podiensis“ und Einstieg des „Camino Francés“, einer der vier historischen Jakobswege durch Frankreich. Für Jakobspilger beginnt hier zudem die Pyrenäenüberquerung.
Man trifft dort auf Leute aus aller Welt. Die Altstadt ist wunderschön und lädt in die traditionellen Restaurants und Cafés zum Verweilen ein. Es gibt die sehenswerte Citadelle, Vieux Pont, Église Notre Dame und noch vieles mehr.

Côte Basque

Die Küste ist eine charmante Urlaubsregion und auch ein Paradies für Surfer und andere Wassersportler. Von Anglet bis Hendaye an der spanischen Grenze gibt es in jedem Urlaubsort etwas zu entdecken. Landschaftlich ist die baskische Küste mit ihren einladenden Sandstränden und felsigen Klippen einfach großartig.

La Rhune

Das baskische Wahrzeichen. Der 905 m hohe Berg der Pyrénées-Atlantiques liegt an der Grenze zwischen Frankreich und Spanien. Für einen Tagesausflug ist er bestens geeignet, man kann die kleine Bergbahn Petit Train de la Rhune benutzen oder auch hochwandern. Ein wunderschöner Ausblick bei schönem Wetter.

Oloron Sainte-Marie

Bekannt ist die Kirche Sainte-Marie „Cathédrale Sainte-Marie d’Oloron“ Die Kirche ist seit 1998 Teil des Weltkulturerbes der UNESCO. Jedes Jahr findet dort die bekannte La Gaburade statt, ein Wettbewerb, wer die beste Gabure (Gemüse- Fleisch- Eintopf) kocht. Dieses kulinarische Erlebnis sollte man nicht versäumen!

Pau

„Porte des Pyrénées“ wird Pau genannt.Mit seinem bezaubernden Schloss „Château de Pau“ ist es der Geburtsort Heinrichs IV, des Königs von Frankreich und Navarra. Pau hat eine reizvolle Altstadt mit schönen Cafe´s und Restaurants, natürlich ist auch jedes Jahr am 21. Juni die „Fete de la Musique“ ein ganz besonderes Highlight!

Vallée d‘ Ossau

Das Tal in der Provinz Béarn ist landschaftlich faszinierend. Im Nationalpark Pyrenäen kann man wandern und klettern, für alle Schwierigkeitsgrade ist das Passende dabei. Spiegelklare Seen und Gebirgsbäche, wunderschöne Wasserfälle, der Nationalpark ist ein Paradies für jeden Wanderer und Hobbyfotografen.

Artouste

Zum Wintersportort in den französischen Pyrenäen kann man mit der kleinen Bahn – Petit Train hinauf fahren und die beeindruckende Landschaft genießen. Der Bergsee Lac d’Artouste lädt im Sommer dazu ein, sich zu erfrischen.

Aramits

Im kleinen Dorf im Vallée de Barétous findet jedes Jahr im September das traditionelle Fest der Hirten – „La fête des Bergers“ statt. Hier erlebt man Folkloregruppen, die mit Gesängen durch die Straßen ziehen, um die Rückkehr der Schafherden von den Sommerweiden zu feiern Die „Culture Béarnaise“, die Leidenschaft der Hirten und die Arbeit mit ihren Hunden: Unvergesslich!

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Im Blog

In Espelette werden nicht nur scharfe Schoten angebaut, sondern auch sehr robuste Pferde gezüchtet und im Winter verkauft. Die Pottok Feria habe ich euch hier vorgestellt, Frankreichs schärftenChili hier.

Im Reiseführer

Der freie Reisejournalist Marcus X. Schmid hat für alle, die gerne auf eigene Faust unterwegs sind, den besten Reisebegleiter verfasst: sachlich, mit viel Hintergrund, Insiderwissen und Tipps, und doch mitunter sehr unterhaltsam und humorvoll. Ich kann ich aus ganzem Herzen empfehlen – denn auch in diesem Band zu Südwestfrankreich sind tolle Tipps enthalten. Auch kritische Anmerkungen fehlen nicht. Kurzum: eine Reiseführer, der grundehrlich das Reisegebiet vorstellt – ohne versteckte Promotions.

Der gebürtige Schweizer, Jahrgang 1950, hat in Basel, Erlangen und im damaligen Westberlin Germanistik, Komparatistik und Politologie studiert und lebt heute als Autor und Übersetzer in der französischsprachigen Schweiz. Ebenfalls im Michael-Müller-Verlag sind von Schmid die Reiseführer „Bretagne“ „Südfrankreich“ und „Korsika“ erschienen. Wer mag, kann ihn hier* direkt bestellen.

Marcus X. Schmid, Südwestfrankreich. Michael Müller Verlag, 9. Auflage 2017, www.michael-mueller-verlag.de

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