Auf den Spuren von Pierre-Auguste Renoir

Das morgendliche Mittelmeer bei Cagnes-sur-Mer. Foto: Hilke Maunder
Das morgendliche Mittelmeer bei Cagnes-sur-Mer. Foto: Hilke Maunder

Pierre Auguste Renoir (1841-1919) traf Aline Charigot, als er in Paris arbeitete. 18 Jahre jünger als er, verkörperte sie sein Ideal weiblicher Schönheit. Aline wurde erst Modell, dann Ehefrau des Malers und taucht in vielen seiner Bilder auf.

Aline stammt aus dem Dorf Essoyes in der Champagne. Renoir war verzaubert von dem Dorfleben, dem Frieden und der Schönheit der Umgebung. Das Paar kam jeden Sommer nach Essoyes. 1896 baute Renoir dort ein Haus. Später folgte im Garten ein Studio, wo er in Ruhe malen konnte. Er fand dort die Inspiration, die er brauchte. Alines Kusine Gabrielle Renard wurde sein Lieblingsmodell.

Alterssitz am Mittelmeer

Nach einem produktiven Leben litt der Impressionist im Alter unter rheumatischer Arthritis. Trotz der verkrüppelten Hände malte er weiter. Um vom wärmeren Klima zu profitieren, zog er nach Cagnes-sur-Mer bei Nizza. Dort erinnert heute das Musée Renoir an sein Leben und Werk.

Auf den Spuren von Renoir in Essoyes

In seiner mediterranen Zuflucht verstarb er 1919, vier Jahre nach seiner Frau. Es war ihrer beider Wunsch, in Essoyes begraben zu sein. So ruhen sie nun auf dem Friedhof des Dorfes, zusammen mit ihren drei Kindern.

Die dortige Espace Renoir erinnert mit Filmen und Ausstellungen an den Maler und seine Familie. Ein markierter Weg führt von dort aus durch das Dorf, vorbei an den Ateliers heutiger Künstler. Dabei kommt ihr auch zu einem Blumengarten, dessen Anlage durch Renoirs Gemälde inspiriert wurde. Und schließlich zum Studio von Renoir.

Drinnen zieht zunächst ein Rollstuhl den Blick auf sich. Perioden seines Schaffens sind ebenso zu sehen wie seine Bilder von Essoyes. Ein kurzer Film zeigt Renoir bei der Arbeit. Nur wenige Gehminuten entfernt liegt der Friedhof mit dem Familiengrab. Wer weiterwandern will auf den Spuren des Malers.

Vier ausgeschilderte Wanderwege führten vom Dorfzentrum zu Stationen, die in seinem eine Rolle gespielt haben. Dazu gehören Aline Charigots Geburtshaus, aber auch Ansichten und Aussichten, die der Maler auf die Leinwand bannte, Inspiriert wurde er dort auch zu Werken wie  „Chemin montant dans les hautes herbes“ (Waldweg) oder Les Laveuses (Die Wäscherinnen).

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2 Kommentare

  1. Wir waren auf unserer Rückreise vom Atlantik in Essoyes. Liegt etwas abseits der Autobahn, wird aber schon vorher durch farbenprächtige Infotafeln angekündigt. Schönes Örtchen mit einem stationsartig gestalteten Rundgang! Doch sehr besucher-unfreundlicher Service der dort angestellten Damen: Trotz Hinweis auf eine letzte Führung um 17.30 Uhr (Samstag) bei Beeilung schroffe Abweisung durch ihre beiden Kolleginnen im Geburtshaus Renoirs. Selbst einem schon anwesenden älteren Paar mit vorhandenen Tickets wurde der Besuch des Hauses verwehrt! Ein Musterbeispiel eigentlich „deutscher Gründ- u. Pünktlichkeit“ oder sind hier nur unbedachte Mitarbeiterinnen drauf und dran, Eifer und Engagement in Ärger zu verwandeln? Schade, wir verzichten in Zukunft auf solche Erfahrungen!

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