Roi René, der gute König: Wer war das?

Der gute König René vor seinem Schloss in Angers. Foto: Hilke Maunder
Der gute König René vor seinem Schloss in Angers. Foto: Hilke Maunder

Kein König wird den Franzosen so geliebt und verehrt wie der „gute König“ René (1409 – 1480). Er herrschte  in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhundert. Von seinem Stammland im Anjou und den anderen Territorien seiner Dynastie durch den Lauf der Geschichte abgeschnitten, wählte er 1472 Aix-en-Provence als Alterssitz.

Der gute König

Nicht nur dort ist der „le bon roi René“ ungeheuer populär. René I. machte seinen Hof in Aix zum Hochburg der Kultur und Wissenschaft. Der König, der noch acht weitere Adelstitel trug und fünf Sprachen beherrschte, war ein Schöngeist.

Er widmete sich der Wiederbelebung der altprovenzalischen Troubadourkultur, versuchte sich selbst im Dichten, holte flämische Künstler in den Süden – und griff auch selbst gerne zum Pinsel.

Da der die niederländische Maltechnik perfekt imitieren konnte, hielt sich bis weit ins 19. Jahrhundert das Gerücht, er habe das Triptychon in der Kathedrale von Aix selber gemalt. Tatsächlich jedoch wurde der „Brennende Busch“ von Nicolas Froment geschaffen.

Bis heute René zugeschrieben ist jedoch ein illuminiertes Stundenbuch. Ihr findet es in der Bibliothèque Nationale de France in Paris.

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