Social Dining: Schlemmen bei Franzosen

Social Dining: EatWith

Mit Einheimischen essen: Wer sie nicht selbst kannte,  musste sich auf bislang auf Agenturen und Veranstalter verlassen – und reichlich löhnen. Mit dem Web 2.0 begann der Siegeszug der Social Communities und Social-Sharing-Portale. Nach dem Erfolg der Vorreiter für private Unterkünfte, wie sie Airbnb, Wimdu, 9Flats und viele andere vermitteln, öffnen jetzt Social-Dining-Websites  private Küchen für Fremde.

Von Cookening…

Kaum gestartet, haben sich bereits mehr als 100 Hobbyköche in Frankreich bei Cookening.com für Crowdfooding registriert und freuen sich, für Gäste zu kochen – 38 davon in Paris. Der Kostenbeitrag für den Gast hängt vom jeweiligen Menü ab und beginnt zum Beispiel mit einem Mittag bei La Brigade im 11. Arrondissement  bei sechs Euro. Thomas S. lädt für zehn Euro im lothringischen Fontenay zur Kaffeepause mit Macarons und Paris-Brest, Fabienne aus Marseille verspricht einen Mercredi au Paradis für 18 Euro.

…. und VizEat

Jean Michel Petit erlebte 2012 bei einer Geschäftsreise an den Titicaca-See in Peru hautnah ein indianisches Essen, war begeistert – und gründete 2014 mit einem Partner  „VizEat”. Der Firmenname entstand ist ein Kunstwort, geboren aus der Verschmelzung von  „Visit“ und „Eat“.

Sein Angebot: an Touristen und Geschäftsreisenden Dinner, Weinproben, Kochkurse, Rooftop- und Gartenparties mit und bei Einheimischen zu vermitteln. Im November 2015 organisierte VizEat zusammen mit der Airbnb Open Conference in Paris das weltweit größte Social Dining Event mit 1.000 Gästen aus 90 Ländern, die in 200 Pariser Wohnungen authentische kulinarische Erfahrungen teilten. Apps in Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Deutsch und Chinesisch machen die Buchung leicht. Auch Kochkurse und Food Walks werden mittlerweile angeboten.

….zu EatWith

Im September 2016 sammelte VizEat bei seiner zweiten Finanzierungsrunde fünf Millionen Euro von Investoren wie Eurovestech ein – und konnte damit das US-Shocial-Dining-Portal EatWith schlucken. Cookening.com hatte es bereits Ende 2015 übernommen.

Das Pariser Unternehmen ist damit zum weltgrößten Social-Dining-Vermittler aufgestiegen und bietet mehr als 25,000 Gastgeber in 130 Ländern.

Der schöne Teller

Oder lasst euch von einem französischen Mietkoch in eurem französischen Feriendomizil von La Belle Assiette bekochen und ladet Freunde zu euch ein! In Paris von Giorgio Riccò und Stephen Leguillon 2012 gegründet, will das Mietkoch-Portal mit seinem innovativen Food-Konzept jetzt auch Deutschland erobern – in Frankreich sind sie bereits Marktführer. Jeden Tag registrieren sich dort zwei, drei Köche neu.

Werdet selbst Gastgeber

Mit ein paar Klicks könnt ihr  anhand von Suchtfiltern (Ranking, Menü, Preis, Zutaten) einen zertifizierten Chefkoch finden und online ein Menü buchen. Danach übernimmt der Koch die Regie. Er kauft die Zutaten ein, kocht in der Küche des Users, übernimmt den Service und räumt danach alles blitzblank auf. Und das zu Menüpreisen ab 30 Euro. Buchbar sind auch Gourmeterlebnisse für mehr als 100 Euro oder das Kochen für Gesellschaften für bis zu zwölf Personen.

 

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